Umschulung zum Elektroniker / zur Elektronikerin

Umschulung Elektronikerin
Ein vielseitiger Umschulungsberuf mit Zukunft: Elektroniker können zwischen vielen Spezialisierungen wählen – Hier ist für jeden etwas interessantes dabei?

Als Elektroniker geht es darum, elektronische Geräte, gebäudetechnische Anlagen oder Produktionsanlagen zu installieren, einzurichten und zu warten. Sorgfältiges Arbeiten und technisches Verständnis sind für die Elektroniker-Umschulung zwingende Voraussetzungen. Man kann sich entscheiden zwischen den Schwerpunkten

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  • Energie- und Gebäudetechnik
  • Automatisierungs- und Systemtechnik

 

Fakten zur Elektroniker-Umschulung

  • Die Umschulung als Elektronikerin oder Elektroniker bereitet auf die Herausforderungen des Berufslebens vor, u.a. betriebliche und technische Kommunikation, Planen und Organisieren der Arbeit sowie Qualitätsmanagement
  • Kundenberatung und -betreuung wird ebenfalls unterrichtet genauso wie das Einrichten des Arbeitsplatzes, Montage-/Installationsarbeiten sowie Mess- & Analysiearbeit
  • Weiterhin behandelt die Ausbildung Schutzmaßnahmen, Aufbau & Prüftechniken von Steuergeräten bis hin zum Durchführen von Serviceleistungen
  • Zudem gibt es Unterweisungen in den Bereichen Rechtssysteme im Betrieb (Arbeits-, Tarifrecht), Sicherheit & Gesundheitsschutz, Umweltschutz/Nachhaltigkeit

 

 

Wie sieht das Berufsbild des Elektronikers/ der Elektronikerin aus?

In welchen Bereichen sind Elektroniker/innen nach der Umschulung tätig, und wie erlangt man als Elektroniker die Selbstständigkeit? Ob im Handwerk, der Industrie, bei Dienstleistern, in Verwaltungen oder im Wissenschaftsbetrieb: Nichts geht mehr ohne elektronische Anlagen und die qualifizierten Mitarbeiter des E-Handwerks. Elektroniker/innen unterstützen intelligente Landwirtschaftssysteme, arbeiten an der Entwicklung und Einspeisung erneuerbarer Energien, betreuen die Mobilitätsbranche und das Gebäudemanagement.

Entsprechend breit gefächert sind ihre Tätigkeitsfelder. Technisch interessierten und versierten Umschülern bieten sich im Elektronikhandwerk, lokal ebenso wie regional und überregional, beste Beschäftigungschancen.

 

Mit was beschäftigt sich der Elektroniker im Berufsalltag?

Zu den Grundaufgaben des Elektronikers zählen die Installation elektrischer Anlagen, die Kabelverlegung, die Wartung und Instandhaltung elektronischer Systeme. Zu seinen vielfältigen Einsatzfeldern gehören:

  • Geräte- und Systemtechnik
  • Energie- und Gebäudetechnik
  • Maschinen- und Antriebstechnik
  • Automatisierungs- und Betriebstechnik
  • Informations- und Telekommunikationstechnik und
  • Luftfahrttechnische Systeme

 

Gibt es noch eine Umschulung zum Elektroinstallateur?

Nein, das frühere Berufsbild des Elektroinstallateurs existiert nicht mehr. Dafür wurde die handwerkliche Elektronikerausbildung differenziert in die Fachrichtungen Energie- und Gebäudetechnik, Informations- und Kommunikationstechnik und Automatisierungstechnik. Im folgenden stellen wir Ihnen die Arbeitsbereiche im Einzelnen kurz vor:

 

Umschulung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik

Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik kümmern sich um die Installation, Wartung und Reparatur elektrotechnischer Anlagen in Gebäuden. Dazu gehören Kommunikations- und Beleuchtungssysteme, Blitzschutz- und Solaranlagen. Sie arbeiten im elektrotechnischen Handwerk und für Facility-Dienstleister. Mehr Informationen auch hier: Umschulung zum Energieelektroniker

 

Umschulung zum Elektroniker für Informations- und Kommunikationstechnik

Elektroniker für Informations- und Kommunikationstechnik installieren Datenverarbeitungs- und Übertragungsanlagen. Darunter werden insbesondere Alarmanlagen, Telefonanlagen und Überwachungssysteme verstanden, für deren Wartung sie ebenfalls verantwortlich sind. Sie arbeiten für Dienstleister wie die Telekom und Anbieter von Sicherheitssystemen.

 

Umschulung zum Elektroniker für Automatisierungstechnik

Elektroniker für Automatisierungstechnik errichten und betreuen Fertigungsanlagen und Verkehrsleitsysteme, Heizungs- und Lüftungssysteme. Sie arbeiten im Maschinen- und Anlagenbau, häufig auch in der Automobilbranche. Mehr Informationen auch hier: Umschulung zum Elektroniker Automatisierungstechnik

 

Umschulung zum Elektroniker für Betriebstechnik

Elektroniker für Betriebstechnik installieren, warten und reparieren elektrische Produktions- und Steueranlagen. Solche werden zum Beispiel als Kommunikations- und Beleuchtungstechnik-Systeme bei Autobauern, Metall- und Elektrobetrieben und im Anlagenbau eingesetzt.

 

Umschulung zum Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme

Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme installieren, optimieren und warten elektronische Gebäudetechnik. Neben der Wartung, diagnostizieren sie im Falle einer Störung die Fehlerquelle und beheben Defekte.

 

Umschulung zum Elektroniker für Informations- und Systemtechnik

Die Umschulung zum / zur Elektroniker/in für Informations- und Systemtechnik ist das Ergebnis der Neuordnung des früheren Umschulungsberufs Systeminformatiker/in. Sie entwickeln und warten weiterhin informationstechnische Systeme, installieren und konfigurieren Komponenten und warten diese Systeme. Hierzu gehört auch die Bürotechnik.

 

Umschulung zum Elektroniker/innen für Maschinen und Antriebstechnik

Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik montieren im ersten Schritt elektrische Maschinen und Antriebssysteme. Anschließend verantworten sie deren Inbetriebnahme und die Instandsetzung. Dazu gehört auch das Herstellen eigener Wicklungen für Spulen, Generatoren und Elektromotoren.

 

Welche Aufstiegschancen und Weiterbildungen gibt es für Elektroniker?

Fähigen und motivierten Elektroniker/innen bieten sich Aufstiegschancen in der Industrie ebenso wie die Selbstständigkeit, die jedoch den Meisterbrief erfordert. Die Aufstiegsfortbildung zum Staatlich geprüften Elektrotechniker entspricht dem Bachelorabschluss. Sie ermöglicht Elektroniker/innen, auch ohne Abitur in die Konstruktion und Entwicklung elektrotechnischer Geräte und Anlagen sowie deren Montage und Wartung einzusteigen. Alternativen zur Elektronikerausbildung in Handwerk und Industrie sind für Abiturienten und Berufserfahrene die dualen Studiengänge Elektrotechnik, Technische Informatik und Kommunikationstechnik sowie Energie- und Gebäudetechnik.

 

Für wen eignet sich diese Umschulung?

Handwerkliches Geschick und das Verständnis elektrischer und elektronischer Abläufe sind im E-Handwerk ebenso wichtig wie Flexibilität und die Bereitschaft, auch einmal in einem schmutzigeren, Ambiente zu arbeiten.

 

Welche Soft Skills sollten künftige Elektroniker/innen mitbringen?

  • Interesse an Technik, rasche Auffassungsgabe und planvolles Vorgehen
  • teils die Bereitschaft zum Schichtdienst, die Bereitschaft zum selbstständigen Arbeiten und zur Teamarbeit
  • Angstfreiheit vor elektrischer Spannung
  • gutes Bildschirm-Sehvermögen und Farbtauglichkeit
  • gute Deutsch-, Mathematik- und Englischkenntnisse.

 

Was sind die formalen Voraussetzungen für Bewerber/innen?

Elektroniker benötigen einen Hauptschulabschluss. Auch wird für die Umschulung der Abschluss einer Erstausbildung verlangt. Die meisten Ausbildungsanbieter schreiben Stellen allerdings meist für Realschüler/innen, Abiturient/innen oder Fachabiturient/innen aus. Wer langjährige Arbeit in einem verwandten Bereich oder ein angefangenes Elektrotechnikstudium mitbringt, für den ist die verkürzte Umschulung eventuell auch ohne abgeschlossene Ausbildung möglich.

 

Welche Inhalte vermittelt die Umschulung zum Elektroniker?

Die verkürzte Ausbildung zum/ zur Elektroniker/in in Handwerk und Industrie umfasst im ersten und zweiten Lehr-/Umschulungsjahr das Grundwissen:

  • Elektrotechnische Systeme analysieren und prüfen
  • Elektrische Installationen planen und ausführen
  • Steuerungstechnik und
  • Informationstechnische Systeme.

 

Nach der Zwischenprüfung bzw. im dritten Ausbildungsjahr, spezialisiert sich jede/r auf sein/ihr Fachgebiet. Nach einem weiteren halben Jahr findet die Gesellenprüfung statt, in der ein Kundenauftrag fachmännisch durchgeführt wird. Theoretische Prüfungsfächer sind ein Systementwurf, eine Funktions- und Systemanalyse, Wirtschafts- und Sozialkunde.

 

Karriere: Welche Spezialisierungen gibt es für Elektroniker?

Elektroniker ist nicht gleich Elektroniker, auch wenn die Umschulungen sich zu zwei Drittel gleichen. Die Spezialisierungen innerhalb der Umschulung ermöglichen eine interessengerechte Ausbildung für jeden Anwärter. Die wichtigsten Lernfächer des jeweiligen Ausbildungsschwerpunkts sind:

 

Umschulung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik

  • Komponenten, Aufbau, Einbau und Wartung von Systemen der Energieversorgung und Gebäudetechnik
  • Antriebs- und Schalt-, Steuer- und Regeleinrichtungen
  • Energieversorgungsanlagen, Empfangs- und Breitbandkommunikationsanlagen.

 

 Umschulung zum Elektroniker für Informations- und Systemtechnik

  • Komponenten, Aufbau, Einbau und Wartung von Geräten zur Übertragung und Speicherung von Video- und Audiodaten
  • EDV-Anlagen, Breitband- und Telekommunikationstechnik
  • Satellitentechnik und DVD- und Telekommunikationstechnik.

 

Umschulung zum Elektroniker für Automatisierungstechnik

  • Komponenten, Aufbau, Einbau und Wartung von Automatisierungsanlagen,
  • Sensoren und Leiteinrichtungen, Maschinen- und Prozesssteuerungen
  • elektrische, pneumatische und hydraulische Antriebe.

 

Umschulung zum Elektroniker für Betriebstechnik

  • Digitalisierung der Arbeit, Sicherheits- und Gesundheitsschutz,
  • Betriebstechnik, Installations- und Energietechnik
  • Steuerungstechnik, System- und Gerätetechnik.

 

Umschulung zum Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme

  • Auswahl und Zusammenstellung von Hardware und Software
  • die Installation, Montage und Instandhaltung von EDV-Anlagen,
  • die Installation von Bürogeräten und -systemen, deren Fehleranalyse und -beseitigung.

 

Umschulung zum Elektroniker für Informations- und Systemtechnik

  • Elektrische Installation von Steuerungssysteme und Schnittstellen industrieller elektrotechnischer Systeme,
  • industrielle Software-Module, Integration von Hardware und Software, Fehleranalyse und Prüfsysteme.

 

Umschulung zum Elektroniker für Maschinen- und Antriebstechnik

  • Antriebssysteme und elektrische Maschinen, deren Fernüberwachung und Wartung
  • Steuerungs- und Regelungstechnik, Steuerprogrammierung,
  • Unterspezialisierung E-Motoren: Reparatur und Entwicklung.

 

Die überbetriebliche Umschulung zum Elektroniker/ zur Elektronikerin

Die 2-jährige Umschulung zum Elektroniker/ zur Elektronikerin und in andere IT-Handwerksberufe wird auch überbetrieblich von zahlreichen Bildungsträgern im Bundesgebiet angeboten. Diese förderfähigen Maßnahmen umfassen Praktika und dauern zwischen 24 und 28 Monaten. Wer sich für eine betriebliche Umschulung entscheidet, lernt abwechselnd im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Der Besuch einer Berufsschule ist jedoch freiwillig, wenn Sie bereits eine anerkannte Berufsausbildung abgeschlossen haben.

 

Wie lange dauert die Umschulung?

Die duale Ausbildung zum Elektroniker/ zur Elektronikerin in Handwerk und Industrie dauert ebenfalls zwei Jahre. Eine verkürzte Umschulung oder eine überbetriebliche, 2-jährige Schulungsmaßnahme steht Bewerbern allerdings nur offen, die über einen ersten Berufsabschluss und relevante Berufspraxis verfügen, am besten in einem handwerklich-technischen Beruf. Alternativ sollten Umschüler/innen das Abitur vorweisen und/oder ein themenverwandtes Studium plus praktische Vorkenntnisse.

Alle Umschulungen zum Elektroniker/ zur Elektroniker mündet in der Prüfung an der Industrie- und Handelskammer, die zum Facharbeiterbrief führt. Wer ohne erste abgeschlossene Ausbildung und Abitur in nur 2 Jahren Elektroniker werden will, hat ebenfalls Alternativen, nämlich durch die Ausbildungsberufe

  • Industrieelektriker/in der Fachrichtung Betriebstechnik und
  • Industrieelektriker/in der Fachrichtung Geräte und Systeme.

 

Beide Ausbildungen dauern nur 2 Jahre und führen zu vollwertigen IHK-Abschlüssen als Elektroniker.

 

Kann die Umschulung auch in Teilzeit und/ oder berufsbegleitend absolviert werden?

Ja, die lernintensive Umschulung zum Elektroniker ist gut berufsbegleitend erlernbar. So bietet sie sich als Aufstiegsweiterbildung für Berufstätige des Elektrohandwerks und aus Bauberufen an. Hier sind Umschulungen an der Abendschule oder über einen flexiblen Fernkurs (siehe unten) besonders empfehlenswert.

 

Gibt es die Möglichkeit, die Umschulung zum Elektroniker/ zur Elektronikerin in Teilzeit zu absolvieren?

Ja, Anspruchsberechtigte der dualen Teilzeitausbildung sind vor allem (allein-)Erziehende Eltern kleiner Kinder, pflgende Angehörige sowie Azubis mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen. Die Teilzeitausbildung muss bei mit dem Ausbildungsbetrieb abgesprochen und bei der Handwerkskammer beantragt werden.

Bei einer Teilzeit-Umschulung zum/ zur Elektroniker/in verlängert sich die Dauer der Umschulung auf 3,5 Jahre. Muss die reguläre Ausbildung absolviert werden, dauert sie in Teilzeit 4,5 Jahre. Sie besteht typischerweise aus 2 Berufsschultagen, der ÜLÜ-Unterweisung, fachpraktischen Übungen im Betrieb und einem Abschlusspraktikum.

 

Die überbetriebliche Teilzeit-Umschulung

Auch die Teilzeit-Umschulung wird als überbetriebliche Schulungsmaßnahme mit integrierten Praktika angeboten. Auch hier verlängert sich die Dauer der Umschulung auf etwa 3,5 Jahre. Umschulungsanbieter mit der Option Teilzeit und berufsbegleitend sind beispielsweise: Das bfw (Standorte in mehreren Bundesländern), das BFZ Kassel, in Köln, Leverkusen und in Essen zum Beispiel der TÜV Nord.

Das überbetriebliche Bildungszentrum Ostbayern praktiziert einen neuen Ausbildungsweg. Es versteht sich als „dritten Lernort“ zwischen der Berufsschule und dem Ausbildungsbetrieb. Als solcher unterrichtet das Bildungszentrum Blockunterricht und/oder Spezialkurse und ist auch indiviuell auf Anfrage für berufsbegleitende Umschulungen ansprechbar.

 

Besonderes Angebot: Umschulung nach der Elternzeit

Speziell an junge Mütter und Väter, die eine Qualifizierung im Handwerk anstreben, richtet sich ein Vorbereitungskurs in Teilzeit der HWK Lübeck. Er qualifiziert für die Umschulung unter anderem zum Elektroniker und stellt Kontakt zu potenziellen Ausbildungsbetrieben her .

Wie hoch sind die Kosten für die Elektroniker-Umschulung?

Dies Kosten differieren je nach Bildungsträger, Dauer und Struktur der Ausbildung. Die genauen Kosten erfahren Sie beim jeweiligen Institut auf Anfrage. Die Schulsekretariate informieren Sie auch über mögliche Finanzierungswege, etwa durch Antragstellung bei der Agentur für Arbeit. Wird Ihnen der Bildungsgutschein bewilligt, dann ist die Umschulung für Sie kostenlos: das Jobcenter oder die Arbeitsagentur kommen für alle Schulungsgebühren und den Unterhalt während der Umschulung auf.

 

Wie kann ich mir die Umschulung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit finanzieren?

Den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit.erhalten Arbeitnehmer/innen oder Arbeitssuchende, die die Maßnahme benötigen, damit ihre Arbeitslosigkeit beendet wird, damit keine Arbeitslosigkeit entsteht oder ein fehlender Berufsabschluss nachgeholt werden kann. Die Agentur für Arbeit ist nur zuständig, wenn ein Anspruch auf ALG 1 besteht, anderenfalls wenden Sie sich direkt an das Jobcenter.

Förderfähig sind Umschulungen ab einer Dauer von mindestens 2 Jahren. Der Bildungsgutschein wird nach dem Beratungsgespräch vor Ort beim Arbeitsamt beantragt.

 

Bildungsgutschein auch für duale Ausbildungen in Teilzeit?

Ja, auch die duale Teilzeitausbildung in Betrieb und Berufsschule wird gefördert. Da die Teilzeitausbildung geringer honoriert wird, kann zur Finanzierung des Lebensunterhalts bei der Arbeitsagentur Berufsausbildungsbeihilfe beantragt werden. Zusätzlich ist die Finanzierung durch Kindergeld und Wohngeld möglich.

 

Ist auch die Förderung durch das Jobcenter möglich?

Ja, selbstverständlich gelten für Jobcenter-Kunden die gleichen Fördermöglichkeiten und Voraussetzungen. Das Beratungsgespräch für Arbeitslose ist auch hier verpflichtend. Zudem können Alleinerziehende während der Umschulung über das Jobcenter auch hier ihren Mehrbedarf geltend machen. Erkundigen Sie sich bei Ihrem zuständigen Sachbearbeiter.

 

Ist die Umschulung zum Elektroniker auch mit Unterstützung der Rentenversicherung möglich?

Ja, auch die Rentenversicherung förderte die Umschulung finanziell, wenn der bisherige Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden kann. Anspruchsberechtigt sind jedoch nur Arbeitnehmer die zwischen fünf bis 15 Beitragsjahre bezahlt haben. Beruht die Arbeitslosigkeit auf einem Berufsunfall bzw. Berufskrankheit, dann ist die Berufsgenossenschaft vorrangig zuständig.

 

Kann ich den Berufswechsel auch im Rahmen der beruflichen Rehabilitation machen?

Wer sich dies fragt, ist bei Reha-Umschulungsanbietern wie den Eckert Schulen oder den Berufsförderungswerken Inntegrativ richtig aufgehoben. Das Berufsförderungswerk Eckert mit Standorten in Bayern, Sachsen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen bietet speziell Reha-Umschulungen an. Virtuell können die Elektronikberufe hier ebenso erlernt werden wie als Fernlehre, in Vollzeit oder Teilzeit.

Das Berufsförderungswerk Inntegrativ bietet in Goslar die 24-monatige Umschulung zum Systemelektroniker an. Ebenso wie bei Eckert erfolgt zuerst ein Reha-Assessment, bei dem die Bewerber/innen hinsichtlich ihrer Motivation, ihrer Belastungsfähigkeit und Begabung getestet werden. In Arbeitserprobungen wird überprüft, ob der Beruf zu den Särken und Neigungen passt. Das Reha-Management umfasst eine psychosoziale Begleitung und Bewerbungshilfen. Selbstverständlich kann man die Reha auch als duale Umschulung machen.

 

Wie hoch ist das Gehalt während der Umschulung im Bereich Elektroniker?

Während der Umschulung bekommen Sie von der Arbeitsagentur statt einem Gehalt ein Umschulungsgeld bezahlt, welches sich an Ihrem individuellen Arbeitslosengeld 1 orientiert. Wer die Umschulung durch das Jobcenter finanziert bekommt, bezieht ein Umschulungsgeld in Höhe von Harzt4. Zusätzlich können jedoch weitere Zuschüsse beantragt werde. Bei einer Umschulung über die Rentenversicherung wird das sogenannte Übergangsgeld gezahlt, das dem Krankengeld entspricht. Somit kann nicht konkret gesagt werden wieviel Geld Sie während der verkürzten Umschulung zur Verfügung haben werden, da es von individuellen Faktoren abhängt.

 

Wieviel verdienen Umschüler während ihrer dualen Ausbildung zum Elektroniker?

Die Elektroniker-Ausbildungstarife differenzieren je nach Betrieb, Branche und Bundesland. Wird die Umschulung staatlich unterstützt, dann wird ein vom Umschulungsbetrieb gezahltes Gehalt angerechnet. Der Umschüler darf nur ein betriebliches Gehalt von 400 Euro behalten. Richtwerte sind:

  • 1. Umschulungsjahr: 970,– bis 1.020,– Euro
  • 2. Umschulungsjahr: 1.090,– bis 1.200,– Euro

 

Noch stärker variieren die Gehälter von Elektroniker/innen nach der Umschulung. Die Einstiegsgehälter liegen, je nach Qualifikation und Vertrag, zwischen 1.700,– und 2.200,– Euro monatlich. Spezialisten wie Elektroniker für Betriebstechnik verdienen bis zu 2.800,– Euro, Meister bis zu 4.200,– Euro brutto.

 

Ist ein Quereinstieg ins Elektronikfach ohne Umschulung und Vorkenntnisse möglich?

Nein, Quereinsteiger dürfen ohne Umschulung, Ausbildung oder Studium nicht im Bereich Elektronik arbeiten. Ohne Ausbildung dürfen selbst Handwerker innerhalb ihres Gewerkes keine elektrotechnischen Arbeiten ausführen. Mit der Qualifizierung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFKffT) erhalten Sie, alternativ zur Umschulung, das nötige Know-How und die Erlaubnis. Das anerkannte IHK-Zertifikat ist in nur zwei Wochen zu erlangen, etwa im Rahmen eines Bildungsurlaubs. Beliebte Anbieter sind Ferninstitute und Fernakademien wie SGD und ILS (siehe nächster Absatz).

 

Besteht die Möglichkeit eines Fernstudiums?

Ja, es stellt einen sehr beliebten Weg dar, Elektroniker durch ein Fernstudium zu werden. Dies ist im IT-Bereich besonders einfach möglich, da viele Lernkomponenten dieses Berufsfaches virtuell sind. Als Umschulungsanbieter im Bereich Elektronik besonders anerkannt ist die Weiterbildungsakademie SGD. Die Kurse dauern zwischen 6 bis 24 Monate und führen zu einem staatlich anerkannten Berufsabschluss.

Wer es kürzer möchte, kann in nur 2 Wochen den IHK-Elektronik-Grundschein zur „Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten“ via E-Learning erwerben. Er ersetzt nicht die Umschulung, befähigt aber zu elektrotechnischen Arbeiten. Auch diverse Aufstiegsweiterbildungen können im Fernstudium absolviert werden. Weitere Informationen bekommen Sie hier:

 

Wir haben Ihnen eine Liste der renommiertesten Fernakademien im Bereich Elektronik zusammengestellt. Die Kurse werden vom Jobcenter und der Arbeitsagentur auf Antrag finanziert. Bestellen Sie sich unverbindlich Informationsmaterial. Dieser Service ist kostenlos für Sie. 

 

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Update 2022: Es gibt neue Umschulungsberufe in der Elektronik

Die lang geplante Neuordnung der IT-Berufe findet ab dem Ausbildungsjahr 2021/2022 Einzug in die Ausbildungspraxis im Bereich Elektronik: Nach der neuen Verordnung zur Elektronikerausbildung soll laut ZVEH ab 2021/2022 ausgebildet werden und Berufe des Elektrohandwerk zukunftsfähig machen. Von nun an wird der Elektroniker im Handwerk in zwei Richtungen ausgebildet: Elektroniker für  Energie- und Gebäudetechnik einerseits sowie Elektroniker für Automatisierungs- und Systemtechnik andererseits.

Zusätzlich wurde die Umschulung zum/zur Elektroniker/in für Gebäudesystemintegration geschaffen, der die Wirtschaft und Industrie insbesondere bei der Bewältigung von Herausforderungen der Digitalisierung helfen wird. Neu ist ab 2022 auch die Umschulung zum Informationselektroniker. Der Umschulungsberuf Informationselektroniker kombiniert die bisherigen Ausbildungsberufe Informationselektroniker/in Geräte- und Systemtechnik, Bürosystemtechnik und Informations- und Telekommunikationstechnik.

 

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