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Das Berufsbild

U-Bahn-Fahrer und U-Bahn-Fahrerinnen zählen im Regelfall zu den Eisenbahnern im Betriebsdienst der Fachrichtungen Lokführer oder Transport sowie zu den Fachkräften Fahrdienst im Öffentlichen Nahverkehr. Ihre Hauptaufgabe ist es, einen sicheren und reibungslosen Ablauf im Schienenverkehr zu gewährleisten.
Neben der Beschäftigung bei Nahverkehrsgesellschaften sowie U- und S-Bahnen gibt es ebenso Möglichkeiten bei Werkbahnen in Industrie und Bergbau, aber auch beim Schienenfahrzeugbau. Je nach Vorkenntnissen und vorausgegangener Berufsausbildung lassen sich Ausbildungszeiten verkürzen und weitere Spezialisierungen erlernen.
Neben dem eigentlichen Fahren umfasst das Berufsbild des U-Bahn-Fahrers weitere sehr verantwortungsvolle Aufgaben. Dazu gehören das Bereitstellen der Züge, die Sicherheits- und Funktionsüberprüfung sowie Rangierfahrten. U-Bahn-Fahrer und U-Bahn-Fahrerinnen halten während ihrer Arbeit engen Kontakt mit den Stellwerken und reagieren besonnen und eigenverantwortlich in Gefahrensituationen und Notfällen.
 

Im Innendienst verstärken U-Bahn-Fahrer die Kundenberatung sowie den Fahrkartenverkauf. Um ein gut funktionierendes Nahverkehrssystem zu gewährleisten, fallen neben Wochenend- und Feiertagsarbeit auch regelmäßig Schichten an.

 

Zukunftsaussichten

Nach dem Berufskraftfahrer-Qualifizierungsgesetz haben auch U-Bahn-Fahrer und –Fahrerinnen eine Pflicht, sich weiterzubilden. Mit den entsprechenden Vorkenntnissen sind Weiterbildungen möglich, z. B. zum Industriemeister/zur Industriemeisterin mit der Fachrichtung Werksbahnbetrieb oder zum Verkehrstechniker/zur Verkehrstechnikerin für Eisenbahnen. Liegt eine Hochschulzugangsberechtigung vor, könnte auch einer der folgenden Studiengänge in Betracht kommen. Dazu gehören unter anderem Wirtschaftsingenieurwesen und Logistik, Betriebswirtschaft im Verkehrswesen oder Fahrzeugtechnik. Damit stehen weitere Aufstiegsmöglichkeiten bis hin zum Leiter eines städtischen Nahverkehrsvereins offen.

 

Inhalte und Dauer der Umschulung

Die Umschulung dauert im Grundlehrgang je nach Vorkenntnissen circa 40 Tage. Als Ausbildungsberuf benötigt man etwa 3 Jahre. Die Lehrzeit kann jedoch verkürzt werden, wenn andere, fachverwandte Vorbildungen vorhanden sind.
Im Mittelpunkt der Prüfung zum U-Bahn-Fahrer / zur U-Bahn-Fahrerin steht der Nachweis, dass der Anwärter das Fahrzeug in Theorie und Praxis beherrscht. Zudem ist es unerlässlich, auch in schwierigen Situationen besonnen und ruhig zu reagieren. Sofern vorhanden, werden Probleme und Notfälle des Eisenbahner-Alltags im Simulator geprobt.
Die Inhalte der Umschulung und Ausbildung umfassen Themen wie Zugbetrieb, Umweltschutz, Sicherheit am Arbeitsplatz, technische Kommunikation, Kundenkommunikation, Rangieren, Umgang mit Störungen und Defekten sowie Arbeits- und Tarifrecht.

Zielgruppe

Die Umschulung zum U-Bahn-Fahrer / zur U-Bahn-Fahrerin ist für diejenigen von Interesse, die über eine abgeschlossene, technische Ausbildung verfügen oder Qualifikationen in einem verwandten Bereich nachweisen können. Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist bei vielen Umschulungsbetrieben eine Grundvoraussetzung. Obgleich keine konkrete Schulbildung vorausgesetzt wird, verfügen die meisten Umschüler und Auszubildenden über den mittleren Schulabschluss. Zusätzlich zu den geforderten Zugangsvoraussetzungen sollten die Umschüler folgende Eigenschaften mitbringen. Ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit ist ebenso wichtig wie schnelle Reaktionsfähigkeit und handwerkliches Geschick. Ferner ist technisches Verständnis sehr hilfreich. Eine ausgeprägte räumliche Orientierung und ein gutes Kommunikationsvermögen runden das Persönlichkeitsbild ab. Das Mindestalter zum Führen von S- und U-Bahnen, aber auch von Linienbussen beträgt 21 Jahre. Körperliche und geistige Eignung müssen mit einem Attest nachgewiesen werden. Insbesondere ein sehr gutes Sehvermögen ist dabei unerlässlich.

 

Anbieter der Umschulung

Hauptanbieter der Umschulung zum U-Bahn-Fahrer / zur U-Bahn-Fahrerin sind die Vereine des Öffentlichen Nahverkehrs in den Städten und Gemeinden. Im Vordergrund steht dabei, dass sich der Verkehrsverbund nach außen hin mit seinen qualifizierten Mitarbeitern präsentiert. Qualität und Sicherheit stehen an oberster Stelle, weshalb eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem anverwandten Fachgebiet durchaus gefordert werden kann und wird. Diese Vorkenntnisse bestimmen darüber hinaus, ob der Interessent eine Umschulung oder eine verkürzte Ausbildung von etwa 2 Jahren zu absolvieren hat.

Umschulung zum U-Bahn-Fahrer / zur U-Bahn-Fahrerin
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