Assistenten im Gesundheitswesen bilden eine wichtige Schnittstelle zwischen Patient und Personal.

Wissenswertes über die Umschulung

Assistenten und Assistentinnen im Gesundheits- und Sozialwesen haben eine abwechslungsreiche Tätigkeit. Ihre Arbeitsstellen befinden sich in allen Unternehmen der Gesundheitsbranche. Beispiele hierfür sind Arztpraxen und Kliniken, soziale Beratungsstellen, Alten- und Behindertenpflegeheime, das Gesundheitsamt sowie bei Krankenversicherungen.

 

Die Arbeit eines Assistenten / einer Assistentin im Gesundheits- und Sozialwesens umfasst drei Säulen: Erstens, die verwaltend-organisatorische Arbeit. Hierunter fällt die Personalplanung, ihr Einsatz und Bedarf. Darüber hinaus erstellen sie Organisationspläne für technische Geräte und Dienstpläne für die beschäftigten Pflegekräfte und Ärzte. Ergänzt wird die Verwaltungsarbeit durch die Arbeit mit Patientenakten und deren Archivierung.

 

Zweitens, üben sie sozial-beratende Tätigkeiten aus. Assistenten / Assistentinnen im Gesundheits- und Sozialwesen sind Ansprechpartner für Patienten und deren Angehörige. Sie klären über die zu erwartenden Kosten der Behandlung und die Möglichkeiten von Kostenbeteiligung durch staatliche Stellen, die Krankenkassen sowie Vereine auf.

 

Das dritte Tätigkeitsfeld erstreckt sich auf organisatorisch-kaufmännische Aufgabenstellungen. Sie unterstützen ihren Arbeitgeber bei der Rechnungstellung, der Buchhaltung und der Überwachung der Zahlungseingänge. Assistenten und Assistentinnen des Gesundheits- und Sozialwesens sorgen für einen reibungslosen Arbeitsablauf des Büros. Hierfür nehmen sie Anrufe entgegen oder geben Bestellungen für den alltäglichen Bedarf auf.

 

Welche Zukunftsperspektiven bietet der Beruf des Assistenten / Assistentin im Gesundheits- und Sozialwesen?

Assistent und Assistentinnen im Gesundheits- und Sozialwesen können bis hin zum Leiter der kaufmännischen Abteilung aufsteigen. Als Chef-Assistenz sind sie die Schnittstelle des betrieblichen Ablaufs zwischen Patienten, Angestellten, Pflegern und Ärzten. Dafür leisten sie eine herausragende Kommunikationsleistung.

 

Im Anschluss an die Umschulung zur Assistenz im Gesundheits- und Sozialwesen können die Absolventen verschiedene Weiterbildungen belegen, um ihr Fachwissen und Kompetenzen zu vertiefen. Denkbar sind Trainings im Bereich Kommunikation oder Unternehmensorganisation. Darüber hinaus bieten sich Fortbildungen rund um die Buchhaltung an.

 

Werden höhere berufliche Ziele angestrebt, eröffnet ihnen die Weiterbildung zum / zur Fachwirt / in im Gesundheits- und Sozialwesen gute Karrieremöglichkeiten.

 

Zu welchen Berufen passt diese Weiterbildung?

Die Umschulung zum / zur Assistenz im Gesundheits- und Sozialwesen passt besonders zu Kaufleuten für Bürokommunikation und medizinisch-technische Assistenten. Beide Berufsgruppen verfügen über ein ausgeprägtes Vorwissen hinsichtlich der erfolgreichen Organisation und Optimierung der Arbeitsabläufe in der Verwaltung. Darüber hinaus haben sie Erfahrungen im Umgang mit Kunden und Vorgesetzten.

Die Ausbildung eignet sich auch für Quereinsteiger, die sich für die soziale und medizinische Arbeit interessieren.

 

Zugangsvoraussetzungen

Interessenten der Ausbildung zur Assistenz im Gesundheits- und Sozialwesen benötigen mindestens einen mittleren Schulabschluss. Darüber hinaus müssen sie ein Jahr Unterricht an einem Berufskolleg für Gesundheit und Pflege nachweisen.

Neben den formalen Voraussetzungen, müssen sich die angehenden Auszubildenden einige Soft Skills mitbringen. Wichtige Charaktereigenschaften sind unter anderem Verschwiegenheit, Einfühlungsvermögen, Sorgfalt, Kundenorientierung sowie ein hohes Maß an Kommunikationsfähigkeit und Verhandlungstalent.

 

Inhalte und Aufbau der Weiterbildung

Die Ausbildung erstreckt sich über ein Jahr und wird schulisch durchgeführt. Die Unterrichtsfächer reichen von Deutsch, Biologie und Mathematik bis hin zu wirtschaftlichen Inhalten.

 

Während der Umschulung erhalten die Schüler keine Ausbildungsvergütung. Aus diesem Grund ist die mögliche Förderung durch die Agentur für Arbeit besonders wichtig.

 

Welche Förderungen gibt es bei der Fortbildung zum / zur Assistenten / Assistentin im Gesundheits- und Sozialwesen?

Um eine Förderung der Umschulung von der Agentur für Arbeit zu erhalten, müssen einige Auflagen erfüllt werden. Dabei dürfen besonders Bewerber mit gesundheitlichen Umschulungsgründen auf die staatliche Unterstützung hoffen. Für eine Bewilligung spricht, dass der Sektor der Gesundheits- und Sozialarbeit aufgrund des demographischen Wandels in Zukunft weiterhin wachsen wird. Bereits heute fehlen branchenweit Fachkräfte.

 

Anbieter der Umschulung

Die Umschulung findet an Berufskollegen mit gesundheitlichem und sozialem Schwerpunkt statt. Diese finden sich in allen größeren Städten in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Derzeit handelt sich bei diesem Umschulungsgang um eine Nische. Die sozialen und gesundheitlichen Berufskollege werben nicht offensiv mit der Ausbildung zur Assistenz im Gesundheits- und Sozialwesen. Die Agentur für Arbeit kann bei der Vermittlung den passenden Anbieter vermitteln.

 

Verwandte Fernstudiengänge

All diejenigen, die sich für eine Ausbildung im Tätigkeitsbereich des Gesundheits- und Sozialwesens interessieren, könnten sich auch für ein umfassenderes Fernstudium begeistern. Die folgenden Anbieter stellen eine Auswahl der Möglichkeiten dar:

  • SRH Fernhochschule an deutschlandweiten Standorten: Gesundheitsmanagement – zur Webseite
  • TU Kaiserslautern: Management von Gesundheits- und Sozialeinrichtungen (M. A.) – zur Webseite
  • HFH – Hamburger Fernhochschule: Gesundheits- und Sozialmanagement – zur Webseite

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