Umschulung zum/zur Wundmanager/in

ausbildung wundmanagement
Professionelles Versorgen von Wunden will gelernt sein.

Wundmanager kommen nach ihrer Umschulung in Krankenhäusern, in Pflegeeinrichtungen und in Altenheimen zum Einsatz. Ihre Aufgabengebiete umfassen die professionelle Behandlung von chronischen Wunden und der Methodeneinsatz zur positiven Beeinflussung dieser chronischen Wunden.

Die Behandlung erfolgt im Beisein des Wundmanagers auch immer unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit. Dazu gehört auch, dass sich der Wundmanager bereits vor Entstehung von chronischen Wunden Gedanken über eine Vorbeugung von chronischen Wunden bei Risikopatienten macht.

Diese Voraussetzungen sollten Sie zur Umschulung in Wundmanagement mitbringen:

  • „Blut sehen“ können
  • Einfühlungsvermögen und Empathie

 

Die Zukunftsaussichten

Für den Beruf des Wundmanager kann wie für viele andere Berufe in der Pflegebranche ein insgesamt positives Zukunftsbild gezeichnet werden. Die Demographie-Entwicklung in Europa und insbesondere in Deutschland zeigt einen Trend hin zur alternden Gesellschaft, in welcher auch der Bedarf an Pflegekräften weiter ansteigen wird.

Gerade bei älteren Patienten, die zudem noch bettlägerig sind, ist das Risiko für die Entstehung von chronischen Wunden erhöht. Da die Zahl dieser älteren Patienten in einer alternden Gesellschaft mit ansteigt, wird auch der Bedarf an Wundmanager ansteigen.

 

Inhalte und Länge der Wundmanagement-Umschulung

Die Weiterbildungen im Wundmanagement sind von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich und unterscheiden sich sowohl in der genauen Bezeichnung als auch vom Inhalt her. Eine klassische Fortbildung zum Wundmanager kann beispielsweise ca. 40 Unterrichtseinheiten a 45 Minuten ausmachen. Den Großteil der Fortbildung nimmt dabei das Modul Wundbehandlung ein, welches die Hälfte der Unterrichtseinheiten umfasst. Jeweils 5 Unterrichtseinheiten werden das Thema Rechtskunde und das Thema Dokumentation behandelt, weitere 10 Unterrichtseinheiten nimmt das Thema Prophylaxen ein.

Dagegen wird bei einer Fortbildung zum Wandmanager der Fokus auf das Thema Betriebswirtschaftliche Grundlagen zur Unternehmenserweiterung oder Existenzgründung gelegt, 48 von 72 Unterrichtseinheiten erfolgen zu diesem Thema. Die weiteren Themen Ethik und Recht sowie Anleitung und Beratung in der Pflege nehmen nur einen kleinen Teil der Fortbildung ein. Die fachlichen Inhalte zur reinen Wundbehandlung wird in dieser Fortbildung bereits vorausgesetzt. Dazu wird auf die Zulassungsvoraussetzungen verwiesen, welche die Fortbildungen zum Wundexperten und zum Fachtherapeut Wunde verlangt.

Eine gehobene Form des Wundmanagers wird bei der Fortbildung Akademische/r Wundmanager/in angeboten. In ein beziehungsweise zwei Semester können Akademiker mit Anstellung im gehobenen Gesundheits- und Krankenpflegedienst die Weiterbildung als Certified Program oder als Akademische/r Wundmanager/in belegen. Die Fortbildung beinhaltet Themen wie das erfolgreiche Planen der Wundpflege, Identifikation von Früh- und Spätproblemen, das Erstellen von Pflegekonzepten, Beratung und Anleitung der Bezugspersonen zu präventiven Maßnahmen sowie die Beratung von Pflegefachkräften.

 

Zielgruppe der Umschulung

So unterschiedlich die Inhalte der Umschulungen zum Wundmanager sind, so unterschiedlich sind auch die Zielgruppen für die Umschulungen. Bei Basislehrgängen in Richtung Wundmanagement richtet sich die Fortbildung vor allem an interessierte Fachkräfte aus den Pflegeberufen, aber auch an Personen mit beratenden Funktionen im Gesundheitswesen.

Die reine betriebswirtschaftliche Fortbildung zum Wundmanager wiederum richtet sich darüber hinaus an die Fachkräfte, welche bereits eine Basisausbildung in Richtung Wundmanagement durchgeführt haben. Berufserfahrungen in diesem Bereich sind auch Voraussetzung. Eine akademische Fortbildung zum Wundmanager wiederum richtet sich vor allem an Angehörige des gehobenen Gesundheits- und Krankenpflegedienst: an Ärzte und Pflegeberufen in leitenden Stellungen.

 

Förderungen durch das Jobcenter und sonstige Förderungen

Die Förderungen durch das Jobcenter beziehungsweise anderweitige Förderungen durch das jeweilige Bundesland sind in der Regel stark abhängig vom Wohnort des jeweiligen Interessenten. Das Arbeitsamt erteilt unter bestimmten Voraussetzungen einen Bildungsgutschein. Teilweise werden auch Weiterbildungen zum Wundmanager durch den Bildungsgutschein gefördert.

Des Weiteren bietet beispielsweise Nordrhein-Westfalen den Bildungsscheck NRW, Hessen den Qualifizierungscheck, Brandenburg den Bildungsscheck und in Rheinland-Pfalz den Qualischeck an. Alle diese Bezeichnungen stehen für die jeweils landeseigenen Förderungen von beruflichen Umschulungen und Fortbildungen. Gefördert wird auch eine berufliche Weiterbildung zum Wundmanager, wenn die jeweils landestypischen Voraussetzungen für die jeweilige Förderung eingehalten werden. Weitere Informationen zur landesweiten Förderung erfahren Sie in der Regel direkt beim Anbieter der Fortbildung oder auf den Seiten des Ministeriums für Arbeit in dem jeweiligen Bundesland.

 

Umschulungsalternative: Fernstudium

Zum Teil im Fernstudium mit der Einbindung von Blended Learning als Lernformat bietet die Donau Universität Krems die akademische Weiterbildung zum/zur Wundmanager/in an. Dieser Fernlerngang richtet sich vor allem an Fachkräfte in den Gesundheits- und Pflegeberufen mit einem abgeschlossenen Hochschulstudium plus Berufserfahrung. Aber auch mit dem Diplom des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege plus einschlägiger Berufserfahrung kann nach Eignungsprüfung die Zulassung zur Fortbildung gewährt werden.

Der Fernlehrgang kann als einsemestrige oder zweisemestrige Fortbildung gewählt werden, das einsemestrige Certified Program kostet dabei 2850 Euro, das zweisemestrige Studium zum/zur Akademische/r Wundmanager/in kostet 4100 Euro, erfordert aber bereits das Certified Program als Basisausbildung. Entsprechend summieren sich die Gesamtkosten dieses Kurses auf 6950 Euro.

 

Wundmanagement am Wochenende per Kurs lernen

Wundmanagement Kurse werden auch lokal bei kleineren Anbietern im Präsenzunterricht angeboten. Diese Kurse zum Wundexperten oder in speziellen Bereichen der Wundversorgung dauern meist 3-4 Tage und finden meist alle ein bis zwei Wochen am Wochenende statt, können also sehr gut berufsbegleitend absolviert werden.

Umschulung per Fernstudium - die Studienführer Winter/Frühling 2022/23 sind da:

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10 Gedanken zu „Umschulung zum/zur Wundmanager/in“

  1. Hallo,

    ich bin seit 24 Jahren als examinierte Altenpflegerin tätig und möchte bedingt durch gesundheitliche Beschwerden aus der Pflege aussteigen.

    Würde die Agentur für Arbeit mir die Umschulung im Wundmanagement bezahlen bzw. einen Bildungsgutschein ausstellen?

    Vielen Dank für eine Antwort!

    Antworten
    • Hallo Silke,

      danke für Ihre Nachfrage. Aufgrund Ihrer Berufsausbildung und Arbeitserfahrung passt die Umschulung zur Wundmanagerin ideal zu Ihnen.

      Ob Sie den Bildungsgutschein bekommen, können wir Ihnen natürlich nicht sicher sagen. Gesundheitsbeschwerden sind ein sehr häufiger Grund für einen Berufswechsel aus der Pflege. Die Entscheidung der Arbeitsagentur hängt letztlich wohl davon ab, ob Sie glaubhaft vermitteln können, dass Sie wegen einer Krankheit oder körperlichen Einschränkungen nicht mehr in der Altenpflege arbeiten können. Sprechen Sie deswegen mit Ihrem Hausarzt oder behandelnden Facharzt darüber. Entsprechende Atteste sind sehr hilfreich.

      Wir wünschen Ihnen alles Gute und viel Erfolg bei den nächsten Schritten!

      Antworten
  2. Sehr geehrte Damen und Herren,

    Ich habe eine Frage: Ich bin gelernte Zahnmedizinische Fachangestellte (ZMF). Ich arbeite seit vier Jahren in der ambulanten Altenpflege und habe auch eine vierjährige Berufserfahrung in der Behandlungspflege. Dürfte ich unter diesen Voraussetzungen eine Qualifikation als Wundexpertin machen?

    Lg Nancy

    Antworten
    • Hallo Nancy,

      vielen Dank für Ihre Nachfrage.

      Wir meinen, dass Sie gute Aussichten haben werden, die Weiterbildung im Wundmanagement machen zu können. Wie Sie sicherlich wissen, ist grundsätzlich Voraussetzung, dass Sie eine Ausbildung in der Pflege haben. Wenn Sie bereits seit vier Jahren in der Behandlungspflege arbeiten, dann sollten Sie gegenüber dem Ausbildungsinstitut an genau dieser Berufserfahrung anknüpfen. Besorgen Sie sich von Ihrem Arbeitgeber eine entsprechende Bescheinigung.

      Von Fortbildung zu Fortbildung werden die Zulassungsvoraussetzungen unterschiedlich streng behandelt und es ist nicht immer ersichtlich, wieviel Entscheidungsspielraum den Zertifizierungsstellen zugemessen wird. Wir gehen davon aus, dass Ihr beruflicher Werdegang genau die Grauzone darstellt zwischen „vertretbar, aber erfüllt formal nicht die Voraussetzungen“.

      Wir empfehlen Ihnen bei mehreren Ausbildungsinstituten zu Ihrer Situation nachzufragen. Wenn es von Ihrem Wohnort aus möglich ist, dann können Sie sich auch an Ausbildungsstätten in anderen Bundesländern wenden. Wir hören immer wieder, dass Zulassungsvoraussetzungen in machen Ländern strenger eingehalten werden als in anderen.

      Wir freuen uns sehr, wenn Sie sich zu einem späteren Zeitpunkt gegebenenfalls nochmals bei uns melden. Die Erfahrungsberichte sind uns sehr hilfreich und ermöglichen uns anderen in Ihrer Situation weiterzuhelfen.

      Wir wünschen Ihnen alles Gute und drücken die Daumen für Ihre Anfragen! Viel Erfolg!

      Antworten
  3. Hallo,

    Ich interessiere mich für die Weiterbildung im Bereich Wundmanagement. Seit 2019 arbeite ich als Betreuungskraft nach Paragraph 43b SGB 11. Kann ich mich zum Wundexperten weiterbilden oder ist eine pflegerische Ausbildung erforderlich?

    Über eine Antwort freue ich mich und verbleibe

    Mit freundlichen Grüßen

    Jennifer

    Antworten
    • Hallo Jennifer,

      danke für Ihre Nachfrage.

      Ja, die Ausbildung bzw. Umschulung zur Wundmanagerin ist eine Fortbildung, die auf eine pflegerischen Beruf aufbaut. In der Regel müssen Sie zwar keine Pflegefachkraft sein, aber die Ausbildung zur Pflegehelferin wird als Mindestqualifikation vorausgesetzt. Falls Sie Pflegefachkraft / Pflegehelferin werden wollen würden, dann gibt es hier häufig auch berufsbegleitenden Optionen. Teilweise sogar über den jetzigen Arbeitgeber.

      Wir können Ihnen nicht sagen, ob es gegebenenfalls die Möglichkeit einer Anerkennung von Einzelqualifikationen gibt, falls Sie faktisch als Betreuungskraft auch Pflegeleistungen erbringen. Ist dies der Fall, dann könnten Sie sich bei dem in Betracht kommenden Ausbildungsstelle konkret danach erkundigen.

      Wir wünschen Ihnen alles Gute und viel Erfolg bei den nächsten Schritten!

      Antworten
  4. Hallo
    Ich bin Altenpflegehelferin und würde gerne eine Weiterbildung / Umschulung zum Wundmanager machen!
    Ist dies mit meiner Qualifikation möglich?!
    Danke, LG Sandra

    Antworten
    • Hallo Sandra,

      danke für Ihre Nachfrage.

      Ja, auch als Pflegehelferin in der Altenpflege können Sie die Weiterbildung zur Wundmanagerin absolvieren. Die Weiterbildungsmöglichkeit zum Einstieg ist meist „Wundexperte“ und anschließend kann auch noch die Schulung zum „Fachtherapeuten Wunde“ belegt werden.

      Wir wünschen Ihnen alles Gute und viel Erfolg bei Ihrer Fortbildung!

      Antworten
  5. Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich würde gern den Wundmanager über das Fernstudium in meinem BFD machen.
    Mein Dienstzeitende ist der 30.06.2023 und würde dieses gern danach absolvieren.
    Wie würde dieser Lehrgang genau ablaufen?
    Hatten Sie evt. schon jemand von der Bundeswehr sodass Sie mir sagen könnten ob die Kosten dafür übernommen wurden?
    Ich bin bereits seit 2013 Wundexpertin.

    Vielen Dank für Ihre Antwort.

    Mit freundlichen Grüßen

    Christina

    Antworten
    • Hallo Christina,

      für das Fernstudium wenden Sie sich bitte direkt an die Donau-Universität Krems, die die Weiterbildung zum Wundmanagerin im Fernstudium anbietet. Leider können wir Ihnen keine Informationen darüber geben, welche Weiterbildungen von der Bundeswehr übernommen werden und welche nicht. Da die Umschulung zu Ihrem bisherigen Berufsprofil zu passen scheint, vermuten wir, dass die Wahrscheinlichkeit einer Kostenübernahme eher gegeben ist.

      Alles Gute!

      Antworten

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