Hausboote liegen derzeit im Trend – mit diesem Trend lässt sich als Bootsbauer gutes Geld verdienen.

Bootsbauer/innen haben die Aufgabe, Schiffe und Boote sowohl zu bauen als auch zu reparieren. Es handelt sich daher um einen Handwerksberuf, und zwar einen der ältesten, die es überhaupt noch gibt – diesen können Sie auch per Umschulung erlernen. Gearbeitet wird vornehmlich vor Ort auf der Werft oder im Hafen, eben überall dort, wo Boote und Schiffe zu finden sind. Auch wenn heutzutage vornehmlich moderne Wasserfahrzeuge im Einsatz sind, lernen Bootsbauer/innen, alle vorhandenen Schiffstypen zu reparieren und zu bauen. Darunter befinden sich moderne Yachten ebenso wie alte Segelboote. Bootsbauer/innen erhalten Aufträge von Werften ebenso wie von privaten Bootsbesitzern.

Sie bauen die entsprechenden Schiffe und Boote anhand der jeweiligen Anweisungen oder führen Reparaturen und Instandsetzungen durch. In diesem Zusammenhang haben es die Handwerker mit schweren Maschinen und Geräten zu tun, die eine spezielle Schulung erforderlich machen.

 

Zukunftsaussichten nach der Ausbildung

Gut ausgebildete und kompetente Bootsbauer/innen sind besonders für die professionelle Verwendung von Wasserfahrzeugen gefragt. Da nach wie vor zahlreiche Schiffe und Boote für den Transport oder Einsätze im Freizeit- oder Sportbereich verwendet werden, ist zu erwarten, dass Bootsbauer/innen auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten gute Anstellungschancen haben werden. Das gilt sowohl für den nationalen wie auch den nationalen Markt. Voraussetzung ist selbstverständlich eine professionelle Arbeitsweise sowie stetige Weiterbildungen, um den sich verändernden Anforderungen des Marktes entsprechen zu können.

Auf Wunsch können sich Bootsbauer/innen auch zum Meister ausbilden lassen oder ein Studium zum Dipl.-Ing. im Bereich Schiffbau absolvieren und ihre Aufstiegschancen so erhöhen.

 

Inhalt und Länge der Umschulung

Eine Weiterbildung zum/zur Bootsbauer/in dauert ungefähr 24 Monate (im Gegensatz zur regulären Ausbildung, für die 36 Monate veranschlagt werden). Interessenten über 25 Jahre können in diesem Bereich grundsätzlich keine Ausbildung mehr absolvieren, kommen aber unter Umständen für eine Umschulung infrage. Diese unterteilt sich in einen schulischen und einen praktischen Teil. Ersterer vermittelt vornehmlich theoretische Kenntnisse. Dieses Hintergrundwissen ist zwingend erforderlich, denn es stellt die Basis für die spätere handwerkliche Tätigkeit dar.

Zu den Lerninhalten zählen so beispielsweise Materialkunde (Holz, Metall und Kunststoff) sowie das Erstellen und Lesen von Zeichnungen. Im praktischen Teil der Fortbildung zum/zur Bootsbauer/in werden Fertigkeiten in den Bereichen Bau, Wartung und Reparatur vermittelt. Auch der Umgang mit Werkzeugen und Maschinen steht im Fokus. Die Umschulung schließt wie auch die Ausbildung mit der IHK-Prüfung ab.

 

Zielgruppe für die Umschulung

Eine Ausbildung per Umschulung zum/zur Bootsbauer/in eignet sich für alle Menschen, die eine Affinität zu handwerklichen Tätigkeiten und zur Seefahrt beziehungsweise zu Wasserfahrzeugen haben. Da ein Großteil der Arbeit in der Werft, im Hafen oder in Lagerhallen stattfindet und eine gewisse körperliche Fitness voraussetzt, sollten angehende Bootsbauern/Bootsbauerinnen belastbar sein und gerne mit den Händen arbeiten. Allergien gegen Staub, Lacke und Farben sollten nicht vorhanden sein, da die Handwerker es im Arbeitsalltag häufig damit zu tun haben. Eine hohe Stress- und Lärmresistenz ist dagegen von Vorteil.

Oftmals steigen die Temperaturen am Arbeitsplatz stark an: Arbeiten bei Hitze und schlechter Luft sollte für angehende Bootsbauern/Bootsbauerinnen kein Problem darstellen. Frauen und Männer kommen bei entsprechender Eignung gleichermaßen für die Tätigkeit im Bereich Bootsbau infrage.

 

Voraussetzungen auf einen Blick:

  • Körperliche Belastbarkeit
  • Stress- und Lärmresistenz
  • Höhentauglichkeit
  • Keine Allergien gegen Farben oder Lacke

 

Förderungsoptionen

Grundsätzlich ist es möglich, dass das Jobcenter oder die Agentur für Arbeit eine finanzielle Förderung für die Umschulung bzw. Ausbildung zum/zur Bootsbauer/in gewährt. Voraussetzung ist die persönliche und fachliche Eignung für diesen anspruchsvollen Beruf. Idealerweise hat der Interessent bereits eine Ausbildung in einem verwandten Bereich absolviert oder war entsprechend beruflich tätig. In einem ausführlichen Gespräch mit dem persönlichen Ansprechpartner wird ermittelt, inwiefern eine persönliche Eignung besteht und wie die Anstellungs- und Zukunftschancen im individuellen Fall aussehen. Anschließend kann ein Antrag auf Förderung gestellt werden. Wird dieser bewilligt, kann die Behörde einen Teil der anfallenden Kosten oder auch die Gesamtkosten übernehmen.

Alternativ ist es auch möglich, dass die Deutsche Rentenversicherung die Kosten für eine Umschulung zum/zur Bootsbauer/in trägt. Die sogenannten Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben werden ebenfalls auf Antrag und bei individueller Eignung gewährt. Weiterführungen Auskünfte gibt die Behörde selbst.

 

Anbieter der Umschulung

Eine Umschulung zum/zur Bootsbauer/in wird bundesweit von unterschiedlichen Einrichtungen angeboten, darunter die Folgenden:

 

Alternativen im Fernstudium

Alternativ zur Weiterbildung zum/zur Bootsbauer/in können Interessenten auch verwandte oder gleichwertige Berufe im Fernstudium absolvieren. Zur Auswahl stehen hier etwa Fernlehrgänge aus dem Bereich Bootsbau, Schifffahrt und Schiffbau sowie weitere handwerkliche Berufe. Diese können auch neben dem Beruf von zuhause aus erlernt werden, und das im individuellen Lerntempo und ohne das regelmäßige Aufsuchen von Unterrichtsräumen oder Werkstätten.

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