7 Tipps zur Entwicklung einer positiven Tagesstruktur bei Arbeitslosigkeit

Positive Tagesstruktur heißt zuerst einmal: Runter von der Couch!

Früher wurde der Tagesrhythmus der Menschen vom Wetter und von den Jahreszeiten bestimmt. Heute erhält der Tag seine Struktur durch Schul- oder Arbeitszeiten. Als Arbeitsloser haben Sie das Privileg, Ihren Tag selbst einteilen zu können.

Gerade während Ihrer Arbeitslosigkeit ist es ungeheuer wichtig, dass Sie in einer geregelten Tagesstruktur leben. „Abhängen“ ist Gift für Körper und Seele.

 

Tipp 1: Neue Gewohnheiten entwickeln

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Gewohnheiten vereinfachen unser Leben, weil wir durch sie weniger Entscheidungen treffen müssen. Wäre es nicht stressig, wenn Sie jedes Mal neu entscheiden müssten, wohin Sie Ihre Haarbürste legen sollen? Oder, wohin Sie Ihre Jacke hängen und wo Sie Ihre Schuhe abstellen sollen? Ungewohnte Lebensumstände sind ein gewaltiger Stressfaktor. Deshalb sollten Sie für die Zeit Ihrer Arbeitslosigkeit neue Gewohnheiten entwickeln, die Ihnen das Leben erleichtern.

 

Tipp 2: Einen festen Tagesablauf organisieren

Stellen Sie sich für jeden Werktag bestimmte Aufgaben, denen Sie sich eine bestimmte Zeit lang widmen. Erstellen Sie einen Tagesplan, an den Sie sich kompromisslos halten. Am besten verplanen Sie jeden Tag acht Stunden – also die Zeit, die Sie normalerweise auf der Arbeit verbringen würden. Natürlich geht es nicht darum, dass Sie den ganzen Tag lang Bewerbungen schreiben. Sie können etwas für Ihre Gesundheit tun und jeden Tag eine Stunde lang Fahrrad fahren, joggen oder ins Schwimmbad gehen. Vielleicht würden Sie gern eine neue Sprache lernen oder sich anderweitig weiterbilden? Jetzt können Sie all das in Angriff nehmen, was Sie schon immer einmal tun wollten.

 

Tipp 3: Ungeliebte Aufgaben mit angenehmen Beschäftigungen abwechseln

Wer schreibt schon gern Bewerbungen? Aber die müssen nun Mal sein. Also nehmen Sie sich vor, sich jeden Tag mindestens eine Stunde lang um das Thema „Bewerbungen“ zu kümmern: Stellenangebote finden, Hintergrundwissen über die Firmen sammeln und mitreißende Anschreiben aufsetzen, die vor Motivation nur so sprühen. Nach der ungeliebten „Bewerbungsstunde“ belohnen Sie sich mit einer Beschäftigung, an der Sie so richtig Spaß haben. Danach geht es wieder an einen Job, den Sie nicht so gerne machen usw.

 

Tipp 4: Den „inneren Schweinehund“ austricksen

Die größte Schwierigkeit beim Einhalten einer positiven Tagesstruktur während der Arbeitslosigkeit ist die fehlende Kontrollinstanz. Alles hängt an Ihnen: Sie stellen die Regeln auf, müssen deren Einhaltung kontrollieren und sind auch noch ausführendes Organ. Dazu brauchen Sie eine ordentliche Portion Selbstdisziplin. Hier einige Tricks gegen den „inneren Schweinehund“: für jede Beschäftigungseinheit den Wecker stellen. Aufgaben abbrechen, wenn die dafür vorgesehene Zeit vorbei ist. Keine Kaffeepause vor ungeliebten Jobs. Da Sie Ihren „inneren Schweinehund“ selbst am besten kennen, fallen Ihnen bestimmt noch mehr Tricks ein.

 



Tipp 5: Energiefresser beseitigen

Kennen Sie das? Jeden Tag, wenn Sie die Schublade mit den Socken heraus ziehen, ärgern Sie sich. Abgesehen von einigen Paaren, die Sie brav zusammengerollt erwarten, treiben sich in dieser Schublade unzählige Einzelgänger herum. Da Sie nicht wissen, ob es sich bei diesen nur um Herumtreiber oder um echte Singles handelt, bleibt das Socken-Problem ungelöst. Und jeden Morgen ärgern Sie sich aufs Neue. Natürlich haben Sie Wichtigeres zu tun, als Socken zu sortieren. Andererseits ist es aber unproduktiv, Ihre Energie jeden Tag für ein paar Minuten in den Ärger über das Socken-Chaos zu investieren. Deshalb sollten Sie während Ihrer Arbeitslosigkeit jeden Tag eine Stunde für unerledigte Aufgaben reservieren.

 

Tipp 6: Pausen machen

Einige der selbst gewählten Jobs während Ihrer Arbeitslosigkeit sind Bildschirmjobs. Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben belegt, dass es sinnvoll ist, nach 45 Minuten Arbeit am Bildschirm eine Pause von 10 Minuten einzulegen. Ihre Augen brauchen diese Auszeit, um sich zu regenerieren. Verspannungen lösen sich, wenn Sie für eine Weile eine andere Haltung einnehmen. Vielleicht können Sie sich ja dazu überwinden, in diesen 10 Minuten etwas für Ihre Fitness zu tun und ein paar Gymnastikübungen zu machen? Als Arbeitsloser bestimmen Sie Ihre Tagesstruktur selbst und haben die Möglichkeit, Ihrem Körper etwas Gutes zu tun.

 

Tipp 7: Auf Ihr Aussehen achten

Als Arbeitsloser sollten Sie auf ein gepflegtes Erscheinungsbild achten. Selbst wenn Sie den Tag größtenteils zu Hause verbringen, ist gutes Aussehen angesagt. Jogginghosen mögen zwar bequem sein, aber sie sind nicht besonders Figur-schmeichelnd. Natürlich brauchen Sie sich nicht bis zum Exzess zu stylen aber Sie sollten schon zufrieden mit Ihrem Äußeren sein, wenn Sie in einen Spiegel blicken. Wer zufrieden mit seinem Aussehen ist, hat mehr Selbstvertrauen. Und wer mehr Selbstvertrauen hat, sieht das Leben positiver und ist erfolgreicher. Also planen Sie jeden Tag etwas Zeit für ein gepflegtes Äußeres ein, auch wenn Sie nicht zur Arbeit müssen.

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