Arbeitslosigkeit

Arbeitslos, aber schon neuen Job – muss ich mich dennoch arbeitslos melden?

Sie haben Ihren aktuellen Job zwar verloren, aber schon jetzt einen neuen Arbeitgeber gefunden, bei dem Sie einsteigen können?In welchen Situationen Sie sich dennoch arbeitslos melden müssen und welche weiteren Besonderheiten es außerdem zu bedenken gibt, haben wir Ihnen in diesem Artikel zusammengestellt.Im letzten Teil des Artikels finden Sie einige Beispiele, anhand derer wir die Möglichkeiten praktisch darstellen wollen.
Im nächsten Teil werden einige Grundsätze dargestellt, die den Zusammenhang von Arbeitgeber, Sozialabgaben und Steuern betreffen.

 

Grundsätze

Wer ist zuständig?

Für alle Fragen rund um die Themen Arbeitslosigkeit, Arbeitssuche, Sozialleistungen und Umschulung sind die Zweigstellen der Bundesagentur für Arbeit zuständig.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen Sie bei der Suche nach neuen Tätigkeiten, dem Beantragen von Leistungen und auch bei der Neuanmeldungen einer Beschäftigung.
Sie finden die für Sie zuständige Zweigstelle auf der offiziellen Homepage der Bundesagentur.

 

Wer muss sich melden?

Im Grundsatz müssen sich alle Personen melden, die aktuell kein eigenes Einkommen erwirtschaften und auf Unterstützungen vom Staat angewiesen sind. Die Ermittlung des Ihnen zustehenden Arbeitslosengeldes oder sonstigen Leistungen übernimmt, wie oben dargestellt, die Bundesagentur für Arbeit.

 

Wann muss eine Arbeitslosigkeit gemeldet werden?

Eine bevorstehende Erwerbslosigkeit muss der Bundesagentur für Arbeit schnellstmöglich mitgeteilt werden, also schon bei Bekanntwerden der Kündigung. Sollten Sie einen Arbeitsvertrag haben, der zeitlich befristet ist, gilt der Fristablauf für Sie als Stichtag.
Im Grundsatz sollte die bevorstehende Erwerbslosigkeit schnellstmöglich, also nach der ersten Information, an die Bundesagentur gemeldet werden, um eine drohende Versorgungslücke möglichst schnell zu schließen, bzw. garnicht erst aufkommen zu lassen.

 

Wie muss die Mitteilung erfolgen?

Sie müssen die erste Mitteilung einer bevorstehenden Arbeitslosigkeit nicht persönlich machen, es reicht sich telefonisch bei der Bundesagentur zu melden oder die Meldung online durchzuführen. Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite der Arbeitsagentur.

 

Welche Leistungen sind betroffen?

Bei der Meldung einer Erwerbslosigkeit geht es vor allem darum, etwaige Versorgungslücken zu verhindern.
Betroffen sind alle Sozialleistungen, die bei einem ausgelaufenen Arbeitsvertrag wegfallen – also alle Arbeitgeberanteile zu Kranken-, Renten-, und Sozialversicherung. Insbesondere bei der Krankenversicherungen ist es kritisch, wenn Sie sich nicht schnell um eine Nachbesserung kümmern. Zwar übernehmen die Kassen eine so genannte Übergangsfrist, diese läuft jedoch lediglich einen Monat – danach sind Sie nicht mehr versichert!

 

Arbeitslos und neuer Job in Aussicht – Szenarien

Wie bereits erläutert dient das Melden bei der Bundesagentur nicht etwa einer schlichten Registration von arbeitslosen Menschen, sondern schließt eventuelle Versorgungslücken. Dies ist auch wichtig für die persönliche Altersvorsorge, denn eine lückenlose Versorgung ist auch für eine spätere Rentenberechnung ausschlaggebend!

Wir haben Ihnen im Folgenden drei Szenarien dargestellt, die das unterschiedliche Vorgehen darstellen.

 

Aktuell arbeitslos und neuer Job in Aussicht

Sie sind aktuell ohne Arbeit und haben sich auf eine neue Stelle beworben und sich gegen Ihre Konkurrenten durchgesetzt? Herzlichen Glückwunsch! Nun gilt es, sich bei der Bundesagentur zu melden und das Ende Ihrer Erwerbslosigkeit mitzuteilen. Die neue Anmeldung bei der Rentenkasse und für weitere Sozialabgaben ist nun Ihr neuer Arbeitgeber verantwortlich.
Die Bundesagentur für Arbeit ist ab Beginn Ihrer neuen Tätigkeit grundsätzlich nicht mehr für Sie zuständig.

 

Im Job befindlich, aber gekündigt – neuer Job in Aussicht

Sie befinden sich aktuell in einem Arbeitsverhältnis, doch Ihr Vertrag läuft auf Grund von Kündigung oder Fristablauf ab. Eine neue Tätigkeit ist bereits in Aussicht, doch der Beginn der Tätigkeit liegt in der Zukunft, Sie müssen eine gewisse Zeit überbrücken.
In diesem Fall ist es dringend notwendig, dass Sie der Bundesagentur für Arbeit mitteilen, zu welchem Datum Sie erwerbslos sind und ab wann Ihre neue Tätigkeit beginnt. Die dazwischen liegende Zeit wird dann von der Bundesagentur überbrückt und es wird berechnet, welchen Leistungsanspruch Sie für die Zeit „zwischen den Jobs“ haben.

Ganz wichtig: Auch eine Lücke von nur wenigen Tagen (auch ein Wochenende reicht!) kann sich auf die Versorgung auswirken und muss dementsprechend an die Bundesagentur gemeldet werden!

 

Arbeitsvertrag beendet, doch die neue Stelle beginnt ab sofort

Sie befinden sich aktuell in einem bestehenden Arbeitsverhältnis und haben gekündigt bzw. Ihr Vertrag läuft aus. Der nächste Arbeitgeber wartet jedoch schon und übernimmt Sie direkt im Anschluss? Dann haben Sie Glück und müssen sich um nichts weiter kümmern, denn Ihr neuer Arbeitgeber wird die Ummeldung für die Sozialabgaben selbst übernehmen.

Ganz wichtig: Zwischen Ende des ersten Vertrages und Beginn des darauffolgenden Vertrages darf kein weiterer Tag liegen – beachten Sie insbesondere auch Wochenenden oder Feiertage!

 

Fazit

Abschließend lässt sich also folgender Ablauf festhalten: Nur wenn Sie sich aktuell in einem Job befinden, der zu einem festen Datum beendet werden soll und Ihr nachfolgender Arbeitsvertrag exakt am darauffolgenden Tag beginnt, sich die neue Arbeit also lückenlos anschliesst, müssen Sie sich nicht arbeitslos melden.
In allen anderen Situationen ist es zur Vermeidung von Versorgungslücken unbedingt geraten, sich bei der Bundesagentur für Arbeit zu melden, entweder persönlich oder per Telefon oder online.

Wir hoffen, Ihnen mit diesem Text eine Übersicht zur aktuellen Situationen gegeben zu haben und wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrem neuen Job!

Arbeitslosigkeit und Reisen ins Ausland: Krankenversicherung und Reiserücktrittsversicherung

Reisen und die Welt kennenlernen trotz Arbeitslosigkeit – wie sieht es mit Versicherungen aus?

Reisen ermöglichen jeder Person, die Welt zu erkunden und neue Orte zu erleben. Besonders das Ausland bietet zahlreiche fantastische Einblicke in fremde Kulturen. Dennoch besitzen Reisen ins Ausland auch gewisse Risiken, sodass viele Urlauber eine Reiserücktrittsversicherung abschließen. Doch was passiert bei einer plötzlichen Arbeitslosigkeit? Der Reiserücktritt wegen Arbeitslosigkeit unterliegt, gleich wie die Krankenversicherung, besonderen Regelungen.

 

Reiserücktrittsversicherung bei Arbeitslosigkeit

Reisen, besonders jene ins Ausland, sind eine kostspielige Angelegenheit. Um im Ernstfall bei einer Stornierung nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben, schließen viele Reisende eine Reiserücktrittsversicherung ab. Vor allem bei einer plötzlich auftretenden Arbeitslosigkeit hilft eine Reiserücktrittsversicherung deutlich. Durch die Versicherung müssen Sie die Stornokosten nicht zahlen und erhalten Ihr Geld zurück, sodass Sie dieses während Ihrer Arbeitslosigkeit anderweitig verwenden können. Die Reiserücktrittsversicherung tritt hauptsächlich bei einem unerwarteten Jobverlust aus betriebsbedingten Gründen in Kraft. Sie deckt alle anfallenden Stornokosten. Hierbei ist es wichtig, dass der Arbeitsverlust unerwartet und unvorhersehbar eintritt und durch den Arbeitgeber veranlasst wird. Rechnen Sie hingegen bereits mit einer Arbeitslosigkeit, da bereits Abmahnungen vorliegen oder eine Kündigung verhaltensbedingt ausgesprochen wurde, gilt die Reiserücktrittsversicherung nicht.

Ebenso müssen Sie zwischen einer Kündigung durch den Arbeitgeber sowie einer selbstgeführten Kündigung unterscheiden. Kündigen Sie als Arbeitnehmer Ihren Job, liegt gleichfalls kein Reiserücktrittsversicherungsfall vor. Auch gilt dies für eine Kündigung durch den Arbeitgeber, welche beim Abschluss der Reiserücktrittsversicherung bereits bekannt war. Wird trotz Arbeitslosigkeit die Reise gebucht, besitzt die Versicherung keine Gültigkeit. Dies beruht auf der Tatsache, dass der Schaden durch die Kündigung erwartbar war und anders als bei herkömmlichen Versicherungsbedingungen unerwartet eintrat.

 

Möglichkeiten, die Reiserücktrittsversicherung trotz Arbeitslosigkeit zu erhalten

Dennoch gilt bei einer Arbeitslosigkeit, welche erwartet eintrat, nicht automatisch, dass die Reiserücktrittsversicherung umsonst abgeschlossen wurde. Erhalten Sie die Chance, unerwartet wieder in Ihr altes Beschäftigungsverhältnis einzutreten, gilt die Reiserücktrittsversicherung wieder. Durch den sofortigen Wiedereintritt in die Arbeitswelt besteht kein herkömmlicher Anspruch auf Urlaub, wodurch Sie folglich den Urlaub stornieren müssen. Hier greift die Versicherung ein und bewahrt Sie durch Verluste aufgrund des neuen Arbeitsverhältnisses. Reiserücktrittsversicherungen bieten sich vor allem bei Frühbucherangeboten an, da zwischen der Buchung und dem Antritt der Reise einige Monate liegen.

Haben Sie eine Jahresreiserücktrittsversicherung abgeschlossenen, sollten Sie diese somit auch bei einer Arbeitslosigkeit weiterbezahlen, insofern dies finanziell möglich ist. Um die Kosten, welche durch den Schadensfall entstanden sind, zu erhalten, benötigen Sie lediglich die Stornokostenrechnung sowie eine Kopie Ihrer Kündigung durch den Arbeitgeber.

 

Krankenversicherung und Reisen

Neben einer plötzlichen Stornierung der Reise spielt auch die Krankenversicherung eine zentrale Rolle. Die normale Reiseversicherung deckt einen einmaligen Jahresurlaub gut ab. Planen Sie jedoch eine mehrwöchige oder gar mehrmonatige Reise ins Ausland, benötigen Sie eine vollwertige Auslandskrankenversicherung. Eine Auslandskrankenversicherung deckt eventuelle Kosten für Behandlungen und Medikamente während der Auslandsreise ab. Eine Versicherung für einen dauerhaften Aufenthalt im Ausland sorgt dafür, dass die Beiträge für die deutsche Krankenversicherung nicht mehr gezahlt werden müssen, insofern der Wunsch besteht, dass während des Auslandsaufenthalt eine Abmeldung bei der deutschen Krankenkasse geschieht. Im Ernstfall bezahlt die Auslandskrankenversicherung die Therapie- und Behandlungskosten vor Ort sowie eventuelle Rücktransportkosten, um Schulden zu vermeiden.

Sind Sie arbeitslos oder fürchten, dass eine Arbeitslosigkeit eintritt, können Sie anstatt einer Auslandskrankenversicherung eine Urlaubsreiseversicherung abschließen. Der Vorteil dieser Versicherungsart liegt in ihrer Zeitdauer. Sie gilt standardmäßig nur für maximal acht Wochen. Vor allem für Auslandsurlaube, welche nur wenige Wochen andauern und bei denen Sie immer wieder nach Deutschland zurückkehren, eignen sich diese Versicherungen. In den Versicherungsbedingungen stehen die genauen Gegebenheiten, unter welchen die Versicherung in Kraft tritt. Durch die kurze Dauer eignet sich die Versicherung jedoch immer nur für Urlaube und für keine Weltreisen.

 

Versicherungspflichtig auch während der Reisen

Jeder Reisende in Deutschland ist weiterhin auch während des Urlaubs versichert. Hierbei existiert eine Unterscheidung zwischen freiwillig gesetzlich versichert, gesetzlich pflichtversichert oder privat versichert. Seit dem Jahr 2007 herrscht in Deutschland eine generelle Krankenversicherungspflicht. Unter gesetzlich pflichtversichert fallen alle Personen, welche nicht als versicherungsfrei eingestuft wurde und somit keinen Anspruch auf eine Absicherung im Krankheitsfall hat. Für die Versicherung haftet die gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Als versicherungsfrei gelten Selbstständige, bestimmte Berufsgruppen wie Beamte und Richter sowie Arbeitnehmer mit regelmäßigem Jahresarbeitsentgelt. Dieses muss oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegen. Versicherungsfreie Personen können sich bei der Privaten Krankenversicherung (PKV) versichern oder eine Versicherung der gesetzlichen Krankenversicherung in Anspruch nehmen.

Während Ihrer Reise können Sie die Versicherung weiterzahlen, kündigen oder eine Anwartschaft abschließen. Die Länge der Reise entscheidet hierbei, welche Option die beste ist.

 

Auslandskrankenversicherung für Arbeitslose – Vor- und Nachteile

Kurzurlaube benötigen keine Kündigung der Versicherung, da Sie nach der Reise sich für einen langen Zeitraum in Deutschland aufhalten. Sind Sie allerdings arbeitslos und treten eine Weltreise an, können Sie die Versicherung kündigen, um Kosten zu vermeiden. Die Auslandskrankenversicherung sollten Sie immer abschließen, wenn Sie längere Auslandsaufenthalte planen. Je nach Tarif müssen Sie diese noch vor Reisebeginn unterzeichnen. Vor allem wenn Sie ihre freiwillige Krankenversicherung kündigen wollen, sollten Sie rechtzeitig eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Spontane Pflichtversicherte oder Anwartschaftszahler besitzen die Möglichkeit, den Abschluss der Auslandsversicherung einige Tage vor Reiseantritt durchzuführen. Ebenfalls sollten Sie sich gut über die Reiseziele informieren, da nicht jede Versicherung in jedem Land gilt.

Der Blog Spontan um die Welt listet für Sie zahlreiche nützliche Informationen rund um das Thema Versicherung in Deutschland und Auslandsversicherung auf, sodass Arbeitsnehmer und Arbeitslose schnell auf einen Blick feststellen können, wie ihre persönliche Versicherung für einen Auslandsaufenthalt wirkt.

Betriebsbedingte Kündigung mit 60,61,62,63 oder 64 Jahren – so geht es jetzt weiter

Einen Arbeitsplatz bis zum Rentenantrittsalter zu behalten, ist der Wunsch zahlreicher Arbeitnehmer. Doch in manchen Fällen erfolgt trotz besonderen Kündigungsschutzes von bestimmten Arbeitergruppen eine betriebsbedingte Kündigung.

Vor allem Personen mit 60plus trifft diese Kündigung schwer, da die Betroffenen nur äußerst schwer eine neue Anstellung finden. Was Sie tun können, wenn bei Ihnen eine betriebsbedingte Kündigung mit 60plus erfolgt, erfahren Sie im nachfolgenden Artikel.

 

Gesetzlicher Kündigungsschutz im Alter vorhanden?

Generell herrscht in Deutschland für gewisse Personengruppen ein besonderer Kündigungsschutz. Darunter fallen Schwangere, beeinträchtigte Personen sowie Wehrpflichtige und Zivildienstleistende. Somit verfügen Personen mit 50 Jahren und älter keinen für sie spezifischen Kündigungsschutz, welcher vor Entlassungen jeglicher Art schützen. Erfolgt eine betriebsbedingte Kündigung, müssen die Betroffenen somit die Kündigung entgegennehmen. Dennoch erschweren die Tarifverträge einiger Arbeitergruppen eine Kündigung deutlich. Sind Sie beispielsweise ein Mitarbeiter im öffentlichen Dienst und in diesem bereits seit mehr als 20 Jahren beschäftigt, gilt für Sie eine Kündigung im Alter ab 55 Jahren aufgrund einer Leistungsminderung nicht. Ihr zuständiger Betriebsrat berät Sie, ob ein Kündigungsschutz bezüglich Alter und Dienstleistungszeit in Ihrer Branche gilt oder nicht.

Auch die Altersdiskriminierung verbietet in Deutschland eine Kündigung aufgrund des eigenen Alters. Somit wird nur eine betriebsbedingte Kündigung rechtskräftig. Eine betriebsbedingte Kündigung erfolgt, wenn der Betrieb beispielsweise sein Personal aufgrund betrieblicher Erfordernisse reduzieren muss. Von dieser Kündigung ist kein Arbeitnehmer ausgenommen, welcher keinen besonderen Kündigungsschutz besitzt.

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https://www.youtube.com/watch?v=qZbIr4ejOhs

Kündigung mit 60plus – neue Optionen für jeden Arbeitnehmer

Erfolgt eine betriebsbedingte Kündigung für Arbeitnehmer im fortgeschrittenen Alter, stehen mehrere Optionen offen. Sie können sich dafür entscheiden, erneut arbeitstätig zu werden und sich nach einer neuen, passenden Arbeitsstelle umschauen. Aufgrund des hohen Alters der Arbeitnehmer entscheiden sich jedoch viele Arbeitgeber gegen eine Anstellung von Personen der Altersklasse 60plus. Dies kann zu einem daran liegen, dass in diesem Alter arbeitstechnische Ausfälle aufgrund Krankheiten häufiger eintreten. Auch die Tatsache, dass der Arbeitnehmer bald in Rente gehen kann, wirkt sich oft negativ auf eine Anstellung aus.

Alternativ zu einer Anstellung in der bisherigen Betriebsbranche kann eine Umschulung durchgeführt werden. Je nach Umfang kann eine Umschulung zwischen einem halben und mehreren Jahren betragen, wobei häufig eine betriebliche Umschulung stattfinden. Aufgrund des Alters lohnt sich eine Umschulung, um einen neuen Arbeitsplatz zu erhalten. Das Jobcenter gibt Ihnen hierzu ausführlich Auskunft, welche Umschulungen sich für Sie eignen und ob dieses Vorhaben sinnvoll ist.

 

Rente als Ausweg aus der Arbeitslosigkeit

Lässt sich kein neuer Arbeitsplatz finden, kann unter Umständen eine Rente beantragt werden. Neben der herkömmlichen Altersrente kommen für Sie unter anderem ebenfalls eine Erwerbsunfähigkeitsrente oder Frührente in Betracht. Bei einer Erwerbsunfähigkeitsrente müssen Sie beweisen, dass aufgrund körperlicher oder geistiger Beschwerden keine Arbeitstätigkeit mehr durchgeführt werden kann. Hierzu benötigen Sie dementsprechende ärztliche Atteste, welche die Erwerbsunfähigkeit belegen. Bei einer betriebsbedingten Kündigung liegt nur im Ausnahmefall eine Erkrankung vor, welche schließlich zum Erhalt der Erwerbsunfähigkeitsrente beiträgt.

Die Frührente bietet Ihnen die Option, bereits ab einem Alter von 55 Jahren in Pension zu gehen, wenn Sie hierbei ebenso bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Im Gegensatz zur Altersrente müssen Sie mit Abstrichen bei der Auszahlungshöhe rechnen. Jeder Abschlag wird von der Bruttorente genommen, wobei danach noch Krankenversicherungs- und Pflegeversicherungsbeiträge abgezogen werden. Der Abschlag für alle Frührenten beträgt 0,3 Prozent für jeden Monat, welcher noch benötigt wird, um das offizielle Rentenantrittsalter zu erreichen. Je früher die Frührente folglich beantragt wird, desto geringer fällt die Rente aus. Bei beispielsweise fünf Jahren vor Rentenantrittsalter beträgt die Minderung rund 18 Prozent. Entscheiden Sie sich für eine Frührente, müssen Sie folglich für sich selbst beschließen, ob dies finanziell eine sinnvolle Lösung ist. Wenige Berufsgruppen erhalten eine Frühpension ohne Abschläge bereits mit 55 Jahren. Bei anderen Berufsgruppen kann erst mit 63 Jahren eine Frührente mit Abschlägen beantragt werden. Als generelle Voraussetzung für eine Frühpension gelten 35 Jahre gezahlte Rentenbeiträge bei der Pensionsversicherung.

 

Rente mit 63 ohne Abschläge

Haben Sie beim Zeitpunkt der betriebsbedingten Kündigung das Rentenantrittsalter noch nicht erreicht oder benötigen Sie noch ein paar Einzahlungsjahre bei der Pensionsversicherung, können Sie jederzeit eine Frührente beantragen. Dennoch besteht die Chance, bereits mit 63 Jahren in Rente ohne Abschläge zu gehen. Das entsprechende Gesetz gilt seit 1. Juli 2014. Sie können bereits mit 63 Jahren in Rente gehen, wenn Sie die notwendigen 45 Versicherungsjahre bezahlt und den Status besonders langjährig Versicherter erreicht haben.

Langjährig Versicherte, Personen mit nur 35 Versicherungsjahren, müssen mit Abschlägen rechnen, wenn sie mit 63 Jahren in Pension gehen möchten. Die Wartezeit im Ausmaß von 35 Jahren auf die Rente beinhalten Lehrlingsjahre und die Bundeswehr. Ebenfalls gehören Beitrags- und Ersatzzeiten sowie Anrechnungszeiten wie Studium, Schule, Krankheit, Schwangerschaft und Arbeitslosigkeit zur Wartezeit für die herkömmliche Pension.

Kündigung durch den Arbeitgeber im Krankheitsfall – und nun?

Kündigung wegen langer Erkrankung – was nun?

Das eigene Immunsystem ist anfällig für Krankheiten, welche manchmal einige Wochen bis Monate andauern. Für Arbeitnehmer besteht die Chance, während eines Krankheitsfalls eine Freistellung von der Arbeit zu erhalten. Doch nicht jeder Arbeitgeber sieht den Krankheitsfall eines Angestellten positiv. In bestimmten Fällen ist der Arbeitgeber berechtigt, eine Kündigung im Krankheitsfall durchzuführen. Was die betroffenen Arbeitnehmer in solchen Situationen tun können, verrät Ihnen der nachfolgende Artikel.

 

Kündigung trotz Krankheit leicht möglich

Obwohl Unternehmen wenig von kranken Arbeitnehmern profitieren, weigern sich viele von ihnen, in den Krankenstand zu gehen. Dies hängt vor allem mit der Angst zusammen, währenddessen gekündigt zu werden. Der Mythos, dass Krankheit vor einer Kündigung schützt, ist schon lange widerrufen. Ab einer Krankheitsdauer von sechs Wochen jährlich besteht ein hohes Risiko, dass der Arbeitgeber den Arbeitnehmer trotz anhaltender Krankheit kündigt. Ist der Arbeitnehmer aufgrund einer Krankheit arbeitsunfähig, kann der Arbeitgeber ihn mittels Kündigungsschreiben nach Hause leicht feuern.

Die Anzahl an krankheitsbedingten Kündigung nimmt dabei stark zu. Vor allem Arbeitnehmer mit einer dauerhaften bzw. wiederkehrenden Krankheit werden häufig während des Krankenstands entlassen, da die anfallenden Arbeitszeiten nicht mehr aufgeholt werden können und das Unternehmen folglich Schwierigkeiten besitzt.

https://www.youtube.com/watch?v=0ATuS-C-dTc

Verhältnismäßigkeitsprüfung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Ist der Arbeitnehmer mehr als sechs Wochen im Jahr krank, kann der Arbeitgeber ihn kündigen. Jeder Arbeitnehmer besitzt jedoch das Recht auf eine Verhältnismäßigkeitsprüfung. Bei dieser Prüfung werden die Interessen von Arbeitnehmer und Arbeitgeber abgewogen. Die Krankheit des Arbeitnehmers spielt hierbei eine wesentliche Rolle. Handelt es sich beispielsweise um eine körperlich extrem belastende Tätigkeit wie etwa in der Produktion, weist der Körper nach zahlreichen Arbeitsjahren schlichtweg Gebrechen auf, welche zu anhaltenden Erkrankungen führen.

Obwohl bei der Verhältnismäßigkeitsprüfung die Kündigung meist nicht zurückgenommen wird, einigen sich viele Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf eine Abfindung. Diese hilft dem Arbeitnehmer für einige Woche bzw. Monate finanziell, bis er eine neue Tätigkeit gefunden hat. Ebenfalls lassen sich mittels Abfindung leichter Therapien und Behandlungen bezahlen, um wieder arbeitsfähig zu werden.

 

Besondere Regelungen für Schwangere und Beeinträchtigte

Eine Kündigung in der Schwangerschaft ist unzulässig und kann folglich angefochten werden. Schwangerschaft fällt nicht unter Krankheit, wobei Schwangere generell einen besonderen Kündigungsschutz genießen. Erfolgt während Ihrer Schwangerschaft eine Kündigung, ist diese nichtig und Sie müssen nicht um Ihren Arbeitsplatz bangen. Auch bei beeinträchtigten Personen liegt ein besonderer Kündigungsschutz vor.

Möchte der Arbeitgeber einen beeinträchtigten Arbeitnehmer kündigen, muss dies zunächst vom Integrationsamt zugestimmt werden. Anders sieht es aus, wenn der beeinträchtigte Mitarbeiter eine Krankheit aufweist, welche nichts mit Beeinträchtigung zu tun hat. In diesem Fall liegt ein Kündigungsgrund vor, welcher auch bei herkömmlichen Angestellten angewandt wird.

Die Kündigung während einer Krankheit muss jedoch bei beeinträchtigen Personen überprüft werden, um festzustellen, ob die Krankheit mit der Beeinträchtigung zusammenhängt oder nicht. Ist ein klarer Zusammenhang gegeben, wird die Kündigung überprüft, sodass der Arbeitsplatz gegebenenfalls erhalten bleibt.

 

Versetzung als Möglichkeit, den Arbeitsplatz zu behalten

Wird die anhaltende Erkrankung aufgrund eines sehr belastenden Arbeitsumfelds verursacht, sodass ein dauerhaftes Fernbleiben vom Arbeitsplatz und folglich eine Kündigung durch den Arbeitgeber eintritt, besteht die Chance auf eine Versetzung am Arbeitsplatz. Können Sie aufgrund Ihres Arbeitsumfelds nicht mehr arbeiten, können Sie mit Ihrem Arbeitsgeber bezüglich einer Versetzung an einen anderen Arbeitsplatz reden. Ebenfalls bietet sich ein Gespräch an, welches die Anpassung der Arbeitsumgebung beinhaltet. Eine Versetzung an einen anderen Arbeitsplatz oder zu einer anderen Position kann dazu führen, dass Ihre gesundheitlichen Beschwerden verschwinden oder sich zumindest lindern, wodurch Sie vor allem einer personenbedingten Kündigung entgehen.

 

Klage als letzte Lösung

Sind Sie der Meinung, Ihre Kündigung aufgrund einer anhaltenden Krankheit sei ungerecht, können Sie dies entweder persönlich mit dem Arbeitgeber bereden oder eine Klage vor Gericht vorbringen. Eine Klage ist meist die letzte Lösung für Arbeitnehmer, welche jedoch plausible Gründe benötigt, damit die Kündigung als ungerechtfertigt behandelt wird. Beispielsweise können Sie Ihren Arbeitgeber verklagen, wenn dieser Sie trotz Rehabilitationsmaßnahmen kündigt, welche wiederum eine positive Zukunftsprognose für Sie als Arbeitnehmer verspricht. Jede Klage wird einzeln überprüft, sodass Sie teilweise Wochen bis Monate auf ein Ergebnis warten müssen.

 

Gerechtfertigte Kündigung im Krankheitsfall – Lösungen für Ihr Problem

Liegt eine gerechtfertigte Kündigung aufgrund anhaltender gesundheitlicher Probleme vor und können Sie diese Lage nicht mit Ihrem Arbeitgeber klären, bieten sich mehrere Alternativen für Sie an. Zunächst können Sie Rehabilitationsmaßnahmen durchführen, welche Ihre Beschwerden lindert oder gar beseitigt. Hiermit werden Sie wieder arbeitsfähig und können entweder zurück an Ihren alten Arbeitsplatz oder sich auf die Suche nach einer neuen Stelle begeben. Ebenfalls bieten sich für Sie Umschulungen an.

Zahlreiche Umschulungen werden von Personen in Anspruch genommen, welche aufgrund körperlicher Beschwerden ihre alte Tätigkeit nicht mehr fortführen können. Im Zuge eines Gesprächs mit dem zuständigen Jobcenter oder dem Amt für Arbeit erfahren Sie schnell, welche Umschulungen für Sie verfügbar sind. Angebote bezüglich Umschulungen erhalten Sie auch online bei zahlreichen Anbietern.

Können Sie jedoch durch Ihre Erkrankung keine Tätigkeit mehr ausüben, können Sie eine Erwerbsunfähigkeitsrente beantragen. Diese ist speziell für Personen verfügbar, welche durch psychische oder physische Krankheiten nicht mehr in der Lage sind, eine Arbeit nachzugehen. Weitere Informationen bezüglich Erwerbsunfähigkeitsrente erhalten Sie auf der Website erwerbsunfähigkeitsrente.de.

„Arbeitslos“ oder „arbeitssuchend“: Das ist der Unterschied

Wer arbeitslos ist, hat der Definition nach keine Arbeit – so eindeutig scheint der Begriff der Arbeitslosigkeit zu sein. Ob Statistiken oder Formulare beim Arbeitsamt; häufig kommt er zum Einsatz. Daneben findet sich aber besonders in Lebensläufen auch immer wieder die Bezeichnung „arbeitssuchend“. Was auf den ersten Blick identisch klingt, ist es bei genauerer Betrachtung nicht, und auch für die Behörden machen die beiden Worten einen entscheidenden Unterschied.

 

Arbeitslosigkeit: So wird der Begriff genau definiert

Der Volkswirtschaftslehre zufolge ist Arbeitslosigkeit der Zustand des Fehlens einer Beschäftigung für einen arbeitsfähigen Arbeitnehmer. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet das, keine vertraglich geregelte Tätigkeit zu haben, mit der man seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Im engeren Verständnis ist dabei von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen die Rede, denn auch bei Ausüben eines sogenannten Minijobs gelten Arbeitnehmer parallel als arbeitslos, da in diesem Fall keine Krankenkassen- oder Rentenversicherungsbeiträge gezahlt werden und der Lohn zu gering ausfällt, um davon zu leben. Arbeitslose erhalten, abhängig von der vorhergehenden Beschäftigungsart und –Dauer, entweder ALG 1 oder ALG II, auch als Hartz IV bekannt. Diese Leistungen sollen verhindern, dass Erwerbslose ihre Wohnung und ihren Lebensstandard verlieren und die Zeit bis zur nächsten Anstellung finanziell überbrücken können.

 

Wer arbeitssuchend ist, muss nicht zwangsläufig arbeitslos sein

Grundsätzlich sind Arbeitslose, die arbeitsfähig und arbeitswillig sind, auch automatisch arbeitssuchend, denn es ist davon auszugehen, dass die betroffenen Personen bemüht sind, möglichst schnell eine neue passende Anstellung zu finden. Andererseits ist aber nicht jeder, der dem Gesetz nach als arbeitssuchend gilt, auch gleichzeitig arbeitslos.

Als arbeitssuchend nach §37b, SGB III ist etwa jede Person einzustufen, die sich noch in einem bestehenden Arbeitsverhältnis befindet, aber bereits weiß, dass dieses innerhalb der nächsten drei Monate endet und sie so arbeitslos werden wird. In diesem Fall ist eine Meldung bei der Agentur für Arbeit erforderlich, und zwar sobald der Betreffende Kenntnis von der bevorstehenden Arbeitslosigkeit nimmt. Kommt er dieser Pflicht nicht nach, kann die Behörde das ab Eintreten der Arbeitslosigkeit fällige Arbeitslosengeld vorübergehend streichen.

 

Arbeitssuchend und berufstätig: Neuorientierungen, Arbeitsplatzwechsel und Co.

Natürlich kann es auch trotz eines dauerhaft bestehenden Arbeitsverhältnisses dazu kommen, dass Arbeitnehmer als arbeitssuchend einzustufen sind. Das gilt beispielsweise dann, wenn sie sich an ihrem Arbeitsplatz nicht mehr wohl fühlen, eine neue Herausforderung suchen oder sich beruflich ganz neu orientieren wollen. Ist das Ende der aktuellen Beschäftigung noch nicht in Sicht, besteht auch keine Meldepflicht bei der Agentur für Arbeit, insbesondere dann, wenn ein nahtloser Übergang in eine neue Anstellung geplant ist.

Besteht Interesse an einer beruflichen Umorientierung, kann es dennoch sinnvoll sein, die Behörde anzusprechen, da sie bei den entsprechenden Maßnahmen behilflich sein kann. Unter Umständen ist auch eine finanzielle Förderung von Umschulungen oder Weiterbildungen möglich. Die Agentur für Arbeit hilft hier weiter.

 

Arbeitssuchende und Arbeitslose: Rechte und Pflichten

Wer bei der Arbeitsagentur oder beim Jobcenter arbeitslos gemeldet ist, erhält entsprechende finanzielle Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts. Die Behörde bemüht sich zudem, passende Arbeitsangebote zu finden und die Arbeitslosigkeit möglicht schnell wieder zu beenden, gegebenenfalls auch mithilfe der Teilnahme an Fortbildungen und vergleichbaren Maßnahmen. Außerdem besteht über das Amt eine Krankenversicherung. Gleichzeitig hat auch der Arbeitslose selbst bestimmte Pflichten zu erfüllen. So muss der Betreffende zu angeordneten Terminen vor Ort erscheinen, sich aktiv um eine neue Anstellung kümmern und sich auf Arbeitsangebote der Behörde bewerben. Urlaubsreisen müssen vorab angemeldet und genehmigt werden.

Arbeitssuchende, die sich noch in einem Beschäftigungsverhältnis befinden, erhalten keine finanziellen Leistungen und müssen abgesehen von der Meldung einer drohenden Arbeitslosigkeit keine Pflichten erfüllen. Sie können sich aber in die Jobbörse aufnehmen lassen und so Vermittlungsangebote erhalten. Im Gegensatz zu arbeitslosen Personen müssen sie sich aber nicht zwangsläufig auf jede angebotene Stelle bewerben. Dennoch gilt Vorsicht im Umgang mit Stellenangeboten: Wird im Nachhinein im Falle einer eingetretenen Arbeitslosigkeit bekannt, dass ein Arbeitssuchender ein lukratives und passendes Angebot ohne triftigen Grund abgelehnt hat, kann er im Zweifelsfall rückwirkend belangt werden.

 

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Glück und Zufriedenheit trotz Arbeitslosigkeit: Die 5 besten Tipps

Hobbies und Leidenschaften sind eine gute Art, Positives ins Leben zu holen – und trotz Arbeitslosigkeit glücklich zu sein.

In der Vergangenheit frönten besonders wohlhabende Menschen der sogenannten „Kunst des Müßiggangs“, des süßen Nichtstuns – und waren damit in der Gesellschaft anerkannt.

In unserer modernen Leistungsgesellschaft sieht das dagegen anders aus: Nur wer arbeitet, ist etwas wert, und nicht selten stellt die Erwerbstätigkeit den Mittelpunkt des Lebens dar. Auch das Selbstwertgefühl hängt bei vielen Menschen unmittelbar mit ihrer Arbeit zusammen. Arbeitslosigkeit gilt dagegen als ein Zustand, der möglichst schnell wieder beendet werden soll.

Es gibt aber auch Personen, die ganz ohne einen festen Job, Kollegen und Aufstiegschancen glücklich sind – diese fünf Tipps zeigen, wie es geht…

 

Ein erfülltes Leben ohne Arbeit: Hobbys, Leidenschaften und mehr

Oftmals arbeiten Menschen nicht nur, um Geld zu verdienen und ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Sie fühlen sich durch die Tätigkeit wertvoll und haben das Gefühl, gebraucht zu werden und ihren Platz in der Gesellschaft gefunden zu haben. Das geht aber auch ohne einen regulären Job: Wer ein ausgefülltes Leben hat, wird den täglichen Aufenthalt am Arbeitsplatz nur wenig bis gar nicht vermissen. Hobbys und Leidenschaften machen das Leben lebenswert, auch wenn es keinen finanziellen Lohn dafür gibt. Vielleicht schlägt das Herz ja für die Malerei oder Musik, oder darf es ein sportliches Hobby sein? Ohne jeden Tag zur Arbeit gehen zu müssen steht ausreichend freie Zeit für Verfügung für das, was man schon immer tun wollte.

 

Ehrenämter: Helfen verleiht dem Leben einen Sinn

Nicht zu arbeiten bedeutet nicht untätig zu sein. Wer gerne anderen Menschen oder auch Tieren hilft und sich in der Gesellschaft nützlich machen möchte, kann ehrenamtlich tätig werden. Für Helfertätigkeiten in Altenheimen, Krankenhäusern, Kinderheimen oder anderen Einrichtungen gibt es zwar keinen finanziellen Lohn; dafür spüren ehrenamtliche Arbeiter die Dankbarkeit und Freude der Personen, mit denen sie im Rahmen ihrer Tätigkeit zu tun haben. Besonders für Menschen, die das Gefühl haben möchten, gebraucht zu werden, ist ein Ehrenamt eine sinnvolle und lohnenswerte Alternative zu einem regulären Job. Mehr Informationen über Ehrenämter und alle damit verbundenen Regeln und Anforderungen gibt es hier.

 

Passives Einkommen: Genug Geld auch ohne regulären Job

Die meisten Berufstätigen arbeiten in erster Linie wegen der Bezahlung, die den Lebensunterhalt sichert und, je nach Verdienst, auch Luxusgüter, Reisen und mehr finanziert. Wie wäre es aber, wenn regelmäßig Geld in die Kasse kommen würde, ohne dass dafür gearbeitet wird? Passives Einkommen verspricht genau das: Einnahmen ohne Arbeit, die quasi rund um die Uhr fließen. Damit das auch wirklich in einer annehmbaren Höhe klappt, ist ein gutes Gespür für den jeweiligen Markt erforderlich – und dazu eine große Portion Glück. Möglichkeiten, passives Einkommen zu generieren, sind etwa Investitionen in Aktien, das Führen eines Blogs oder einer Website, die Veröffentlichung von Musikstücken oder Büchern oder das Programmieren von Software. Läuft das Business, fällt es sicherlich leicht, ohne Arbeit glücklich zu sein.

 

Soziale Kontakte: Ein sicheres Standbein in guten und schlechten Zeiten

Am Arbeitsplatz geht es nicht nur um das Verrichten bestimmter festgelegter Tätigkeiten und die damit verbundene Bezahlung; es findet auch ein meist reger Austausch mit Kollegen, Vorgesetzten und Kunden statt. Wer stattdessen ein Leben ohne Arbeit führt, geht unter Umständen Gefahr, sich zu isolieren. Soziale Kontakte sind aber von großer Bedeutung und sorgen allgemein für mehr Zufriedenheit, ungeachtet der sonstigen Lebensumstände. Ein regelmäßiges Kaffeetrinken mit der Nachbarin, Kinobesuche mit Freunden und vergleichbare Aktivitäten machen nicht nur Spaß, sondern lassen auch ohne festen Job am Leben teilhaben. Neue Kontakte finden sich auch über Kurse an der Volkshochschule, Besuche im Fitnessstudio oder gemeinsame Unternehmungen, die in den sozialen Medien angeboten werden.

 

Auf die Einstellung kommt es an: Positiv und auch ohne Arbeit glücklich

Die tatsächlichen Lebensumstände tragen nur einen Teil zur Zufriedenheit des Einzelnen bei. Wesentlich wichtiger ist die innere Einstellung. Was wie eine Plattitüde klingt, ist mittlerweile wissenschaftlich erwiesen. Menschen, die dem Leben positiv gegenüber stehen, fällt es leichter, ihm auch ohne einen festen und regelmäßigen Job einen Sinn zu verleihen. Wer damit Schwierigkeiten hat, sollte sich bewusst machen, dass das Leben nicht nur aus Arbeit besteht, sondern viele weitere Aspekte bereithält. Auch hier können Kurse etwa an der Volkshochschule helfen, die eigene Einstellung zu verändern und sich selbst beim Aufbau eines glücklichen Lebens ohne Arbeit nicht selbst im Weg zu stehen.

 
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