Die Umschulung zum Tanztherapeuten ermöglicht auch Selbsterfahrung.

Übersicht über das Berufsbild

Tanztherapeuten und ‑therapeutinnen verwenden Methoden der Tanz- und Bewegungstherapie, um so Patienten beim Heilprozess oder bei der sonderpädagogischen Therapie zu unterstützen. Sie arbeiten dabei eng mit Ärzten und Ärztinnen zusammen, und erarbeiten mit diesen, bzw. auch durch das Gespräch mit Angehörigen und dem Patienten selbst einen Therapieplan und stellen eine Diagnose. Darauf aufbauend legen sie die Methoden der Behandlung und der therapeutischen Maßnahmen fest.

Außerdem definieren sie Ziele der Therapie und legen Pläne für diese fest. Durch Einzel- oder Gruppentherapien werden die Patienten dazu angeleitet, über den Tanz ihre Emotionen darzustellen, Konflikten zu verarbeiten und darüber reflektierende Gespräche zu führen. Die Tanztherapeuten beobachten den Erfolg ihrer tanztherapeutischen Maßnahmen anhand des Verhaltens der Patienten und analysieren dabei die einzelnen therapeutischen Schritte. Manchmal greifen sie in den Verlauf aktiv ein. Sie führen Buch über den Therapieverlauf und das Ergebnis der Therapie.

Der Beruf hat auch eine wissenschaftliche Komponente: Tanztherapeuten und ‑therapeutinnen beschäftigen sich beispielsweise mit der Konzeption und der Beurteilung von Therapieverfahren. Dazu veröffentlichen sie auch Forschungsergebnisse. An Hochschulen sind sie manchmal als Dozenten tätig. Den Weg zur wissenschaftlichen Arbeit eröffnet entweder ein Masterstudium oder eine Promotion. Tanztherapeuten arbeiten oftmals in Kliniken, in Gesundheitszentren, in Jugendarbeitsstätten oder haben auch eine eigene Praxis.

Das Durchschnittsgehalt von Tanztherapeuten liegt zwischen 1500 und 2300 Euro brutto im Monat.

 

Zukunftsaussichten für den Beruf des/der Tanztherapeuten/-in

Die klassische Medizin ist im Wandel begriffen und im Zuge dessen werden auch viele Therapiemethoden erkannt, die früher so nicht durchgeführt wurden. Auch viele Patienten haben den Wert einer solchen Therapiemethode erkannt. Der Beruf der/des Tanztherapeuten/-in wird daher auch in der Zukunft sowohl sicher als auch hoch anerkannt bleiben.

 

Eine Umschulung zum/zur Tanztherapeuten/-in: Überblick

In der Umschulung zum Berufsbild des Tanztherapeuten spielen theoretische aber auch praxisnahe Aspekte eine große Rolle. Zunächst geht es darum, die theoretischen Hintergründe der Tanztherapie kennenzulernen: Dabei entwickeln die Teilnehmer ein Verständnis für tiefenpsychologische Zusammenhänge und erkennen die Verbindung zwischen Tanz und Therapie. In diesem Zusammenhang gibt es auch psychotherapeutische Schulungen. Der praxisbezogene Teil stellt zunächst verschiedene Tanztherapien vor: Welche Bewegungsabläufe eignen sich besonders gut für welche Patienten, wie lassen sich die Patienten am besten an die Bewegungen heranführen, welche Techniken gibt es dabei? Diesen und ähnlichen Fragen widmet sich der praxisbezogene Teil der Fortbildung.

Die Fortbildung baut meist auf mehren Stufen auf: einer einführenden und mehreren Stufen für Fortgeschrittene. Die Einführungsstufe dauert etwa zwei Jahre, die fortführenden Stufen dauern jeweils auch ein bis zwei Jahre.

 

Zielgruppe der Umschulung zum/zur Tanztherapeuten/-in

Generell sollten Grundkenntnisse im Bereich des Tanzes oder aber der Psychotherapie vorliegen. Ideal ist diese Umschulung für Teilnehmer aus den Bereichen Pädagogik, Tanz, Yoga, Qigong, Heilpraxis, Psychotherapie oder allgemein aus der Medizin.

 

Förderungsmöglichkeiten für die Umschulung zum/zur Tanztherapeutin

Es gibt in vielen Bundesländern die Möglichkeit, Bildungsschecks in Anspruch zu nehmen. Dabei werden Ihnen bis zu 50% der Kosten ersetzt. Mehr Informationen dazu erhalten Sie über die offizielle Homepage Ihres Bundeslandes. Viele Weiterbildungen
sind auch steuerlich absetzbar. Von den einzelnen Bundesländern gibt es auch noch weitere Förderungsmöglichkeiten. Genaueres finden Sie hier.

 

Anbieter der Umschulung

Für eine Fortbildung in diesem Bereich kommen verschiedene Institute in Frage, darunter beispielsweise das EZETTHERA, Die Deutsche Gesellschaft für Tanztherapie oder das IEK-Berlin. Es gibt in diesem Bereich aber viele verschiedene private Anbieter, die für die Fortbildung in Frage kämen.

 

Verwandte Bereiche der Umschulung als Fernstudium

Es gibt sehr viele Fernstudienrichtungen, die als Basis für das Berufsbild des Tanztherapeuten dienen können. Derzeit ist es beispielsweise über die Sporthochschule Köln möglich, ein Fernstudium im Bereich der Musik- und Tanztherapie aufzunehmen. Klassisch verwandt damit ist ein Fernstudium der Psychotherapie, da dies gut auf den psychologischen Aspekt der Tanztherapie vorbereitet.

Eine andere Möglichkeit ist es, Tanz direkt zu studieren, da man dadurch ein gutes Gefühl für dieses Kernelement dieser Therapieform bekommt und dadurch auch besser in der Lage ist, dieses Wissen an die Schüler weiterzugeben.

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