Umschulung zum/zur Erzieher/in in Hamburg: Überblick und Anbieter

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Auch in Hamburg herrscht ein großer Bedarf an Erzieher/innen.

Erzieherin – Gute Berufschancen durch dringenden Personalbedarf

Der Beruf des Erziehers ist ein beliebter Umschulungsberuf. Das Gehalt ist mit 2000-2500 Euro brutto zwar nicht überragend, dafür sind die Perspektiven allerdings sehr gut. 20.000 Erzieher werden nach wie vor in Deutschland gebraucht, viele davon also auch in Hamburg.

Heute ist der Beruf des Erziehers übrigens keine reine Frauendomäne mehr, auch wenn die Frauen noch immer deutlich überwiegen. Sie machen 97 % des Erziehungspersonals in deutschen Kindertagesstätten aus. Ausdrücklich werden inzwischen aber auch Männer ermutigt, eine Ausbildung oder Umschulung zum Erzieher zu machen, da nach Meinung von Pädagogen den Kindern – vor allem den Jungs – sonst die männlichen Vorbilder und Bezugspersonen fehlen. Generell soll die Initiative auch dazu beitragen, den Kindern das gesellschaftliche Miteinander zwischen den Geschlechtern zu vermitteln. Es geht hier daher nicht um die Vermittlung klassischer Rollenverteilungen!

Geeignete männliche Bewerber werden auf Initiative des Bundesfamilienministeriums hin besonders gefördert. 13 Millionen Euro wurden 2013 im Zuge eines Gleichstellungsprojektes dafür vom Staat locker gemacht. Wenn Sie gut mit Kindern umgehen können und auch noch Spaß daran haben, dann sollten Sie die Umschulung zum Erzieher als Hamburger bzw. Hamburgerin daher in Betracht ziehen.

 

Die Ausbildung zum Erzieher

Erzieher können aber nicht nur in Kindergärten Arbeit finden. Ihr Tätigkeitsfeld erstreckt sich auch auf Kinderkrippen, Horte, Kinder- und Jugendheime, Familienberatungsstellen, Wohnheime für Kinder mit Behinderungen und Ferienheime. Früher waren dies zum Teil noch getrennte Berufsfelder mit jeweils ganz eigenen Ausbildungswegen. Heute ist die Ausbildung zum Erzieher dagegen ein einheitlicher Beruf. Die Ausbildungsinhalte sind sehr weit gestreut. Pädagogik und Psychologie gehören ebenso dazu wie Gesundheitslehre, Sportwissenschaft, Musikerziehung, Kunsterziehung, Grundlagen des Werkunterrichts und auch Religionslehre. In entsprechenden Spezialisierungslehrgängen können Sie sich anschließend in einer gewünschten Richtung fortbilden.

Allerdings werden die Ausbildungsinhalte von den verschiedenen Bundesländern sehr unterschiedlich gewichtet. Dennoch wird eine in Deutschland absolvierte Ausbildung oder Umschulung zum Erzieher in allen Bundesländern anerkannt.

 

Umschulung zur Erzieherin in Hamburg

In Hamburg ist eine Umschulung zum Erzieher einzig und allein an der privaten Fachschule für Sozialpädagogik möglich. Diese ist für die Durchführung von Umschulungen zugelassen und kann auch Bildungsgutscheine von der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter annehmen. Allerdings erfolgt hier keine Abschlussprüfung zum staatlich anerkannten Erzieher. Sie müssen sich daher nach der Ausbildung zur Prüfung für Externe anmelden (Kostenpunkt ca. 300 Euro). Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Die Umschulung zum Erzieher nimmt in Hamburg drei Jahre in Anspruch. In den ersten beiden Jahren erhalten Sie dabei Leistungen nach dem SGB III bzw. SGB II. Im dritten Jahr erfolgt eine Vergütung durch die Sozialpädagogische Einrichtung der Stadt Hamburg, von der es ca. 1500 Euro brutto gibt.

Die Umschulung beginnt mit einer zweijährigen schulische Ausbildung in Vollzeit. In ihrem Zuge sind pro Schuljahr auch zwei Grundlagenpraktika im zeitlichen Umfang von je 4-5 Wochen zu absolvieren. Im dritten Jahr schließt sich dann ein einjähriges Berufspraktikum in einer sozialpädagogischen Einrichtung mit einer Wochenarbeitszeit von 35 Stunden zuzüglich praxisbegleitendem Unterricht an.

Die Zugangsvoraussetzungen für eine Umschulung zum Erzieher sind folgende: In Hamburg ist eine Umschulung zum Erzieher möglich, wenn Sie einen Realschulabschluss besitzen und bereits über eine abgeschlossene, mindestens zweijährige Berufsausbildung verfügen. Weiterhin ist die Umschulung auch möglich, wenn Sie einen Realschulabschluss besitzen und mindestens drei Jahre in einem für die Umschulung förderlichen Beruf tätig gewesen sind oder wenn Sie einen Realschulabschluss besitzen und mindestens vier Jahre in Vollzeit gearbeitet haben, egal in welchem Beruf. Schließlich können Sie sich auch für die Umschulung qualifizieren, wenn Sie die Fachhochschulreife oder allgemeine Hochschulreife besitzen und ein einjähriges Praktikum oder eine einjährige Tätigkeit in einem Beruf nachweisen können, welcher für die Umschulung förderlich ist. Außerdem muss noch darauf hingewiesen werden, dass der Erstwohnsitz bei Ausbildungsbeginn in Hamburg liegen muss.

 

 

Alternative: Berufsbegleitende Weiterbildung zum Erzieher in Hamburg

Neben einer Umschulung könnte vielleicht auch eine berufsbegleitende Weiterbildung für Sie in Betracht kommen. Die Voraussetzungen sind hierbei identisch mit den Zulassungsbedingungen für eine Umschulung. Allerdings kommt hinzu, dass Sie bereits ein Arbeitsverhältnis von mindestens 15 Wochenstunden in einer sozialpädagogischen Einrichtung, zum Beispiel einer Kindertagesstätte, vorweisen müssen, etwa als Freiwilliger im sozialen Jahr oder als Hilfskraft. Außerdem muss sich Ihr Arbeitgeber mit Ihrer Teilnahme am Lehrgang einverstanden erklären. Der Vorteil ist, dass Sie bei dieser Form der Weiterbildung ein gesichertes Einkommen haben und nicht auf die Arbeitsagentur oder das Jobcenter angewiesen sind.

Auch die berufsbegleitende Weiterbildung dauert drei Jahre. Außerdem kann in diesem Zuge sogar die Fachhochschulreife erworben werden. An jeweils zwei Wochentagen besuchen Sie dann den Unterricht an einer staatlichen Fachschule für Sozialpädagogik. Um eine bessere Vereinbarkeit mit dem Arbeitsleben zu ermöglichen, kann der Unterricht auch an jeweils einem Wochentag und zwei Abenden in der Woche besucht werden.

Auf dieser Seite finden Sie weiterführende Informationen, wenn Sie sich für eine berufsbegleitende Weiterbildung zum Erzieher in Hamburg interessieren. Hier finden Sie allgemeine Informationen zur Erzieher-Umschulung.

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