Der Karosseriebau ist in der Automobilnation Deutschland ein gefragter Beruf.

Karosseriebauer und Karosseriebauerinnen sind Spezialisten für das Fahrzeugäußere. Sie können Oberflächen prüfen, elektronisch vermessen und sind Fachleute für deren Schutz. Sie beurteilen Schäden, Störungen und Mängel an der Karosserie, finden die Ursachen und können diese beheben.

Karosseriebauer und Karosseriebauerinnen bereiten das Kraftfahrzeug auf eine Lackierung vor und übernehmen nötige Schweiß- und Ausbeularbeiten. Sie können ganze Karosserien, Karosserieteile und Aufbauten herstellen. Doch auch wenn es um elektrische und elektronische Einbauten geht, sind sie durch ihre Ausbildung in der Lage diese zu installieren, zu prüfen und Probleme zu behandeln.

 

Karosseriebauer und Karosseriebauerinnen arbeiten mit allen möglichen Kraftfahrzeugen, von Oldtimern bis hin zu nach Kundenwunsch gefertigten Verkaufsfahrzeugen. Ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit ist, neben der handwerklichen Leistung, die Kundenberatung. Sie umfasst sowohl geplante Um- und Anbauten, als auch die Wiederherstellung und die Pflege von Karosserieteilen und Lacken.

 

Welche Zukunftsperspektiven bietet der Beruf des Karosseriebauers / der Karosseriebauerin?

Karosseriebauer arbeiten bei Fahrzeugherstellern, Automobilzulieferern, Werkstätten, Fahrzeughändlern und Ersatzteilherstellern und -händlern. Sie sind Fachleute auf ihrem Gebiet und je nach Erfahrung und Fertigkeiten sehr gefragt. Der zukünftige Lohn hängt auch vom Arbeitgeber und dem Unternehmenstyp ab. Durchschnittlich liegt er bei etwa 12 Euro pro Stunde. Allerdings verdienen Karosseriebauer, die kundenspezifische Einzelstücke fertigen und montieren, ein Vielfaches davon.

 

Nach dem Erhalt des Gesellenbriefs, kann auch eine Weiterbildung zum Meister angestrebt werden.

 

Zu welchen Berufen passt diese Weiterbildung?

Die Weiterbildung zum Karosseriebauer / zur Karosseriebauerin bietet sich für all diejenigen an, die beruflich bereits mit Kraftfahrzeugen zu tun haben. Hierzu zählen beispielsweise KFZ-Mechatroniker und -mechaniker, Lackierer oder Händler.

 

Zugangsvoraussetzungen

Es gibt keine formalen Ausbildungshürden. Der Interessent sollte allerdings gesundheitlich belastbar und kommunikationsfähig sein. Dies ist insbesondere wichtig für die Kundenberatung, bei der auch ein gutes Verhandlungsgeschick von Vorteil ist.

 

Inhalte und Aufbau der Weiterbildung

Dem Beruf des Karosseriebauers liegt eine Ausbildung zugrunde. Wie bei allen klassischen Ausbildungsberufen in Deutschland, beträgt die Lehrzeit drei Jahren und wird mit einem Gesellenbrief abgeschlossen. Im Falle einer Umschulung kann die Ausbildungsdauer auf Antrag verkürzt werden.

 

Die Weiterbildung zum Karosseriebauer erfolgt dual: Die theoretischen Inhalte werden an der Berufsschule vermittelt, die Praxis lehrt der Betrieb.

 

Ausbildungsinhalte sind unter anderem die Arbeitsplanung, -kontrolle und -bewertung, das Lesen und Verstehen technischer Unterlagen, der Umgang mit benötigtem Werkzeug und Maschinen, die Fertigung von Karosserien und Anbauten und der erfolgreiche Kundenkontakt.

 

Welche Förderungen gibt es bei der Fortbildung zum Karosseriebauer?

Möchte man sich zum Karosseriebauer umschulen lassen, ist der der erste Ansprechpartner die Bundesagentur für Arbeit. Diese prüft, ob man förderberechtigt ist. Die wichtigste Voraussetzung hierfür, ist eine drohende oder bereits bestehende Arbeitslosigkeit, weil der erlernte Beruf auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr gefragt ist. Außerdem muss der neu erlernte Beruf Zukunftschancen bieten. Für die Weiterbildung kann ein Bildungsgutschein ausgestellt werden, mit dem die Kosten der Fortbildung übernommen werden. Durch die duale Ausbildung erhält man außerdem einen Lehrlingsgehalt.

 

Ein weiterer Fördergrund sind gesundheitliche Probleme, die ein Arbeiten im erlernten Beruf unmöglich machen. In diesem Fall übernimmt die Deutsche Rentenversicherung die Kosten. Sie übernimmt während der Ausbildungsdauer die Unterhaltskosten und weitere entstehenden Ausgaben.

 

Ist man berufsbedingt erkrankt oder kann aufgrund eines Arbeitsunfalls nicht mehr in seinem Beruf arbeiten, übernimmt die gesetzliche Unfallversicherung oder die Berufsgenossenschaft die Weiterbildungskosten.

 

Anbieter der Umschulung

Die erste Adresse für Umschulungsinteressenten, ist die Bundesagentur für Arbeit. Sie kann, nach Prüfung der Fördermöglichkeiten, einen Ausbildungsplatz vermitteln.

Ansonsten können sich Interessenten auch direkt bei den ausbildenden Betrieben bewerben. Diese übernehmen dann die Anmeldung an der Berufsschule.

 

Verwandte Fernstudiengänge

Der Studiengang “Fahrzeugintegration/Karosserietechnik” ist dem Beruf des Karosseriebauers ähnlich. Dieser kann man jedoch nicht über eine Fernuniversität belegt werden. Anbieter des Präsenzstudiums sind unter anderen:

  • Hochschule Esslingen: “Fahrzeugtechnik (B. Eng.)” – zur Homepage
  • Ostfalia Hochschule: “”Fahrzeugtechnik (B. Eng.)” – zur Homepage
  • HM – Hochschule München: “Fahrzeugtechnik (B. Sc.)” – zur Homepage

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