Umschulung zum Busfahrer/zur Busfahrerin

Bringen Sie Menschen sicher ans Ziel! © autofocus67 - Fotolia.com
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BusfahrerInnen führen nach ihrer Umschulung ihre Fahrzeuge nicht nur im regionalen Linienverkehr, sondern sind auch in Schulbussen sowie im Bedarfs- und Reiseverkehr tätig. Sie können national wie international berufstätig und sowohl kommunal wie privatwirtschaftlich angestellt sein. Teilweise üben sie ihre Tätigkeit auch im Dienst der Bahn aus, wenn der Einsatz von Schienenersatzverkehr notwendig ist.

Darüber hinaus tragen BusfahrerInnen nach ihrer Umschulung Verantwortung für den ordnungsgemäßen Zustand ihres Fahrzeugs. Dazu gehören sowohl Verkehrs- und Betriebssicherheit des Busses als auch die innere Ordnung. Je nach Einsatzgebiet achten sie auf die Einhaltung der Fahrpläne, verkaufen und kontrollieren die Gültigkeit der Fahrbescheinigungen der Passagiere. Im Fernverkehr kann es zu ihren Aufgaben gehören, das Gepäck der Reisenden zu verstauen, die Fahrgäste zu betreuen oder als Reiseleiter zu fungieren. Teilweise übernehmen sie auch Bürotätigkeiten und arbeiten bei der Dienstplanerstellung oder der Routenplanung.

Der Beruf des Busfahrers ist das Richtige für Sie, wenn Sie...
Busfahrer-Umschulung: Infos
  • gerne mit Menschen arbeiten
  • gerne große Fahrzeuge lenken
  • eine strukturierte Arbeitsweise mögen
  • in Schichtarbeit und flexibel arbeiten können
  • auch bei Konflikten durch schwierige Fahrgäste im Bus ruhig bleiben und deeskalierend reagieren

 

Zukunftsaussichten nach der Umschulung zum Busfahrer

BusfahrerInnen können auf eine sehr positive Berufsperspektive schauen. Die Beförderungszahlen des öffentlichen Nahverkehrs sind in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen. Das zunehmende Umweltbewusstsein der Bevölkerung und die steigenden Benzinpreise lassen die öffentlichen Verkehrsmittel in der Beliebtheit stetig steigen. Außerdem werden in den nächsten Jahren immer mehr BusfahrerInnen in Rente gehen, sodass die Unternehmen spätestens ab 2015 mit einen akuten Personalmangel rechnen.

 

Inhalte und Dauer der Umschulung

BusfahrerInnen haben einen anspruchsvollen Beruf, der hohe Aufmerksamkeit, Kundenfreundlichkeit und Kommunikationsfähigkeit erfordert. Die Ausbildung zum Berufsbusfahrer ist direkt im Anschluss an den Schulabschluss (mindestens Hauptschulabschluss) möglich, sofern das 18. bzw. 21. Lebensjahr bereits abgeschlossen worden ist. Im Anschluss an die Ausbildung bzw. Umschulung kann sofort ein Einsatz für den öffentlichen Nahverkehr erfolgen. Es ist keine weitere berufliche Vorbildung notwendig.

 

Ist ein Quereinstieg als Busfahrer möglich?

Ja, der Beruf des Busfahrers ist für Quereinsteiger ideal, da keine Vorkenntnisse erforderlich sind. Deswegen eignet sich der Beruf sehr gut für Menschen, die sich beruflich umorientieren möchten oder müssen.

 

Kann man sich auch in Teilzeit zur Busfahrerin umschulen lassen?

Ja, die Umschulung kann immer auch in Teilzeit absolviert werden. Ausnahmen können gelten, wenn es sich um einen sehr kurzen Lehrgang handelt (zum Beispiel Umschulung zum Busfahrer in Hamburg in nur 3 Monaten). Darüber hinaus ist auch das spätere Berufsleben des Busfahrers für Teilzeitarbeit geeignet.

 

Die rechtliche Grundlage bildet das Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrFQG). Wichtige Fähigkeiten sind Beobachtungsgenauigkeit, hohes Konzentrationsvermögen, schnelle Reaktionsfähigkeit, eine gute Hand-Augen-Koordination sowie handwerkliches Geschick und technisches Verständnis.

Wie lange dauert die Umschulung zum Busfahrer?

Es gibt zwei Ausbildungswege, die nach Abschluss das Führen eines Busses erlauben: die Ausbildung zum Berufskraftfahrer oder zur Fachkraft im Fahrbetrieb. Beide Ausbildungen dauern je zwei bis drei Jahre, es werden jedoch unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. Die theoretischen Kenntnisse werden in der Berufsschule vermittelt, den praktischen Teil übernehmen die Verkehrsbetriebe.

Voraussetzung für die Ausbildung zum Berufskraftfahrer sind:

  • Volljährigkeit, teilweise auch Mindestalter 21 Jahre
  • mindestens Hauptschulabschluss
  • das Vorhandensein eines Pkw-Führerscheins (seit mindestens einem Jahr)
  • die bestandene medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU)
  • Bildungsgutschein oder Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein

 

Die Ausbildung ist technisch geprägt. Schwerpunkte sind u. a. die Straßenverkehrsordnung, das Feststellen und Beheben technischer Fehler und Mängel am Fahrzeug, wirtschaftliches Fahren, Tarifrecht und Kundenkommunikation, aber auch Routen- und Tourenplanung oder Repräsentation des eigenen Betriebs.

 

Wie unterscheiden sich die Umschulung zur Fachkraft im Fahrbetrieb, Berufskraftfahrer und Umschulung zum Busfahrer?

Als Fachkraft im Fahrbetrieb beschäftigt man sich eher mit den kaufmännisch-serviceorientierten Aspekten des Berufs. Erlernt werden Anforderungen im Kundenkontakt, z. B. das Managen von Kundenbeschwerden oder das Kommunizieren von Störungen und kurzfristigen Fahrplanänderungen, Grundlagen des Unternehmenmanagements, tarifrechtliche, gesetzliche und vertragliche Bestimmungen für den Personennahverkehr oder auch die Erstellung von Fahr- und Dienstplänen. Der Gesetzgeber schreibt keine konkreten Zugangsvoraussetzungen vor. Einige Betriebe verlangen eine erfolgreiche medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) sowie ein augenärztliches Zeugnis.

Wenn Sie sich für eine Umschulung zum Berufskraftfahrer interessieren, dann finden Sie detaillierte Informationen im Artikel: Umschulung zum Berufskraftfahrer. 

 

Gibt es eine kurze Weiterbildung zum Busfahrer?

Ja, alternativ besteht teilweise auch die die Möglichkeit einer Kurzausbildung zum Omnibusfahrer / Busfahrer im öffentlichen Nahverkehr. Diese Ausbildung dauert 3-6 Monate und berechtigt zum Führen eines Busses im Linienverkehr. Oft geht der Umschulungszeit noch ein Qualifizierungsprogramm voraus, das weitere 4-6 Monate dauert. In der Regel ist somit von einer Dauer von mindestens einem Jahr auszugehen.

 

Fördermaßnahmen für die Umschulung

Alle Ausbildungswege zum Busfahrer werden vergütet. Wie hoch das monatliche Gehalt des Auszubildenden ist, hängt von der Ausbildungsstätte, der Branche und dem Tarifvertrag der Region ab, an den die privaten Betriebe jedoch nicht gebunden sind.

Zur Orientierung können folgende Zahlen dienen, allerdings stellen sie nur Durchschnittswerte dar und sind keine Garantie. Gültig ist immer die im Ausbildungsvertrag festgehaltene Vergütung, außer sie stellt einen Verstoß gegen einen verbindlichen Tarifvertrag dar. Im 1. Ausbildungsjahr kann der Verdienst zwischen ca. 400-650 Euro liegen, im 2. Jahr bei ca. 450-700 Euro und im 3. Jahr bei ca. 500-750 Euro.

 

Wieviel verdient man während der Umschulung?

Wird Ihre Umschulung staatlich gefördert, also vom der Agentur für Arbeit, vom Jobcenter oder von der Rentenversicherung finanziert, dann orientiert sich die Bezahlung an unterschiedlichen Maßstäben: Je nachdem,  liegt das Umschulungsgehalt näher an Ihrem ALG-1 Betrag, an dem Satz nach Harzt-4 oder an den Bezügen nach Krankengeld. Darüberhinaus können ergänzend Zuschüsse für die Umschulung beantragt werden.

 

Wann finanziert das Arbeitsamt eine Umschulung zum Busfahrer?

Die Agentur für Arbeit fördert die verkürzte Ausbildung mit einem Bildungsgutschein. Unter bestimmten Voraussetzungen kann außerdem eine Förderung auch alternativ durch die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) erfolgen.

Der Bildungsgutschein wird vom Arbeitsamt unter den Voraussetzungen der §§ 81 SGB III vergeben, wenn die Umschulung notwendig ist, um die Bewerber

bei Arbeitslosigkeit beruflich einzugliedern,

eine ihnen drohende Arbeitslosigkeit abzuwenden oder

weil bei ihnen wegen fehlenden Berufsabschlusses die Notwendigkeit der Weiterbildung anerkannt ist,  (…)

 

Des Weiteren ist Voraussetzung, dass Sie sich vor Beginn der Teilnahme von der Agentur für Arbeit beraten haben lassen und die Umschulung bei einem Umschulungsanbieter machen, der für die Förderung zugelassen ist.

 

Fördert das Jobcenter eine Umschulung zum Busfahrer?

Ja, auf das Jobcenter kann eine Umschulung zum Busfahrer finanzieren, wobei die Förderung durch das Jobcenter sich nach den gleichen Maßstäben des SGB III richtet. Das Jobcenter ist für die Beantragung des Bildungsgutscheins zuständig, wenn Sie länger als ein Jahr arbeitslos sind.

 

Anbieter der Umschulung

Wer sich zum Busfahrer/zur Busfahrerin oder zum Berufskraftfahrer oder zur Fachkraft im Fahrbetrieb umschulen lassen möchte, hat die Wahl zwischen unterschiedlichen Anbietern: 

  • Umschulung zum Busfahrer bei einem städtischen oder kommunalen Verkehrsbetrieb
  • Umschulung zum Berufskraftfahrer bei einer Spedition oder Logistikunternehmen
  • Umschulung zur Fachkraft im Fahrbetrieb bei einem öffentlichen Verkehrsbetrieb

Auch die Industrie- und Handelskammern bieten entsprechende Ausbildungen an. Einige private Betriebe bilden ebenfalls selbst aus, wenn sie die Berechtigung dazu haben. Es handelt sich dabei vor allem um Busreiseunternehmer. Eine Anlaufstelle hierfür sind die Landesverbände des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer, die einen Überblick über entsprechende Ausbildungsbetriebe geben können.

 

Kann ich eine Umschulung zum Busfahrer bei den städtischen Verkehrsbetrieben machen?

Ja, die öffentlichen Verkehrsbetriebe aller Städte und Kommunen bieten Ausbildungen und Umschulungen zum Busfahrer an. Verkehrsbetriebe wie die BVG (Berlin), die MVG / SVM (München), die SSB (Stuttgart), VAG (Nürnberg), VHH (Hamburg), DSW21 (Dortmund), DVB (Dresden), LVB (Leipzig) oder der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (Köln, Düsseldorf etc.) sind die größten Anbieter von Umschulungen um öffentlichen Verkehrsnetz.

 

Welche Vorteile hat die Umschulung bei einem öffentlichen Verkehrsbetrieb?

Die Umschulung zum Busfahrer bei einem kommunalen Verkehrsbetrieb bringt Ihnen viele Vorteile:

  • Bezahlung nach Tarif:  Die öffentlichen Verkehrsbetriebe sind in der Regel an einen Tarifvertrag gebunden. Es ist für Sie somit absehbar und garantiert, welches Einkommen Sie zu welchem Zeitpunkt Ihrer Berufslebens Sie erzielen werden. Auch Gehaltserhöhungen werden automatisch für jeden einzelnen Angestellten durchgesetzt, sobald Sie im Tarifvertrag festgelegt wurden.
  • Solventer und verlässlicher Arbeitgeber: Als Garanten der öffentlichen Daseinsvorsorge werden städtische Verkehrsbetriebe über Steuergelder finanziert und unterlegen somit keinen Konjunkturschwankungen. Es handelt sich um einen sicheren Arbeitsplatz.

 

Alternative Umschulungen als Fernstudium

Alternativ zur Ausbildung kann auch ein Fernstudium zur Umschulung sinnvoll sein. Mögliche Fernstudiengänge gibt es im Bereich der Verkehrslogistik, Transportwesen und Logistik oder auch Kraftfahrzeugtechnik. Weitere Optionen bietet ein Studium zum Betriebswirt/zur Betriebwirtin für Automobilwirtschaft oder Verkehr.

Umschulung per Fernstudium - unsere Empfehlungen:

 

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5 Gedanken zu „Umschulung zum Busfahrer/zur Busfahrerin“

  1. Endlich nicht mehr arbeitslos!

    Nach 6 Jahren Arbeitslosigkeit habe ich letztes Jahr meine Umschulung zur Busfahrerin endlich erfolgreich beendet und kann jetzt bei mir im Landkreis arbeiten und muss dabei nicht mal mehr aufstocken – ich hatte die Hoffnung auf einen Job schon komplett weggeworfen. Es lohnt sich, man muss nur dranbleiben, wie bei so vielem im Leben!

    Antworten
    • Guten Tag,

      vielen Dank für Ihre Nachricht.

      Wir freuen uns sehr für Sie, dass Sie mit dem Abschluss Ihrer Umschulung in ein neues Kapitel starten können. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg für Ihr weiteres Berufsleben!

      Antworten
  2. Guten Abend,

    Ich wollte wissen, ob man in Traunstein bei Ihnen auch die Möglichkeit hat, eine Umschuldung zum Busfahrer machen kann?

    Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung

    Mit freundlichen Grüßen
    M.K

    Antworten
    • Hallo,

      danke für Ihre Nachfrage.

      Prinzipiell ist eine Umschulung immer möglich, wenn der jeweilige Verkehrsbetrieb freie Ausbildungsstellen hat, da für Ausbildungen und Umschulungen ähnliche Anforderungen gelten. Erkundigen Sie sich ob, die Verkehrsbetriebe Traunstein offene Ausbildungsstellen haben. Soll die Umschulung vom Arbeitsamt oder Jobcenter finanziert werden, dann solchen Sie bitte die jeweilige Stelle für eine Beratung auf BEVOR Sie sich bewerben.

      Wir wünschen Ihnen viel Erfolg.

      Antworten

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