Bereiten Sie Menschen den Weg zum Führerschein! © lassedesignen – Fotolia.com

Das Berufsbild

Fahrlehrer und Fahrlehrerinnen geben theoretischen Unterricht sowie Fahrstunden, um Führerscheinanwärter auf die Prüfung und das selbstständige Führen eines Kraftfahrzeugs vorzubereiten. In der Theorie vermitteln Fahrlehrer die Grundlagen zur Funktion eines Autos sowie wichtige Verhaltensregeln im Straßenverkehr.
Die Kenntnisse aus diesem Unterricht dienen der Vorbereitung auf die schriftliche Führerscheinprüfung. Zusätzlich werden Testfragebögen bearbeitet, ausgewertet und mit den Schülerinnen und Schülern besprochen.

In der praktischen Phase der Fahrschule leiten Fahrlehrer und Fahrlehrerinnen zum sicheren Führen eines Kraftfahrzeugs im öffentlichen Straßenverkehr an. Zu den Lehrinhalten gehören beispielsweise Anfahren und Bremsen, Lenken, Kuppeln, Schalten, sicheres Einparken sowie rücksichtvolles und vorausschauendes Fahren.
Darüber hinaus stimmen Fahrlehrer und Fahrlehrerinnen die Termine für die theoretischen und praktischen Unterrichtsstunden ab, weisen die geleisteten Stunden nach und schätzen die Fähigkeiten und Kenntnisse des Schülers / der Schülerin ein, um an der schriftlichen und praktischen Führerscheinprüfung teilzunehmen. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, meldet der Fahrlehrer selbstständig zur Prüfung an und begleitet seine Schützlinge bei dieser Fahrt.

 

Zukunftsaussichten

Der Beruf des Fahrlehrers bietet sehr viele Möglichkeiten zu Spezialisierungen, Weiterbildungen und auch für eine Selbstständigkeit. Um als Lehrer für bestimmte Kraftfahrzeugklasse zugelassen zu werden, benötigt man in erster Linie selbst den Führerschein für diese Klasse, z. B. Motorrad, LKW oder Bus. Darüber hinaus muss eine langjährige, unfallfreie Fahrerfahrung auf dem gewünschten Fahrzeug gegeben sein. Für die Leitung einer eigenen Fahrschule werden neben fahrerischem und pädagogischem Wissen auch Kenntnisse in Unternehmensführung, Buchhaltung und EDV vorausgesetzt. Im akademischen Bereich steht Fahrlehrern und Fahrlehrerinnen die Prüfung zum Fachwirt / zur Fachwirtin für Verkehr offen. Zusätzlich kann bei Vorliegen einer Hochschulzugangsberechtigung auch ein Studium der Fahrzeugtechnik oder Verkehrsbetriebswirtschaft absolviert werden.

 

Inhalte und Dauer der Umschulung

Die Dauer der Umschulung oder Weiterbildung zum Fahrlehrer / zur Fahrlehrerin ist abhängig von der gewählten Fahrzeugklasse und beträgt zwischen ein und zwölf Monaten. Sie setzt sich aus einem theoretischen und einem praktischen Teil zusammen. Inhaltlich muss sich der Fahrlehreranwärter mit Fahrverhalten, den Regeln im Straßenverkehr, mit Recht, Technik und Umweltschutz ebenso auseinandersetzen wie mit dem Fahren selbst, den Grundlagen der Verkehrspädagogik sowie betriebswirtschaftlichen Regelungen.

Die Abschlussprüfung kann ablegen, wer eine Umschulung an einer eingetragenen Fahrlehrerausbildungsstätte sowie einer Ausbildungsfahrschule absolviert hat. Darüber hinaus müssen die geforderten theoretischen und praktischen Unterrichtsstunden aus der Ausbildung nachgewiesen werden. Die Fahrlehrerlaubnis kann erteilt werden, wenn der Prüfling in den vergangenen drei Jahren an einer Umschulung zum Fahrlehrer / zur Fahrlehrerin teilgenommen hat und die fachliche sowie persönliche Eignung bei der Prüfung bewiesen hat.

 

Zielgruppe

Voraussetzung für die Zulassung zur Umschulung zum Fahrlehrer ist mindestens der Hauptschulabschluss. Zusätzlich wird eine abgeschlossene Berufsausbildung benötigt. Die Bewerber müssen anfangs einen Antrag auf Erteilung einer befristeten Fahrlehrererlaubnis stellen und zudem ihre geistige und körperliche Eignung mittels Attest nachweisen. Fahrpraxis in der gewünschten Fahrzeugklasse ist durch geeignete Unterlagen zu bescheinigen und diese dürfen nicht älter als 5 Jahre sein. Je nach Fahrzeugklasse können 2 bis 3 Jahre Fahrerfahrungen gefordert werden.

 

Fördermöglichkeiten

Eine Umschulung zum Fahrlehrer / zur Fahrlehrerin kann bei Vorliegen der individuellen Voraussetzungen mit einem Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Alternativ ist es möglich, über das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz ein „Meister-BAföG“ zu beantragen, dass in Form eines Darlehens zur Deckung der Ausbildungs- und Lebenshaltungskosten während der Umschulungszeit genehmigt werden kann.

 

Anbieter der Umschulung

Die Umschulung zum Fahrlehrer wird in der Regel von örtlichen Fahrlehrerausbildungszentren und Ausbildungsfahrschulen angeboten.


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