So sieht der Tagesablauf einer Kosmetikerin aus

 

Wie sieht der Tagesablauf einer Kosmetikerin aus?

Die Berufstätigkeit des Kosmetikers/ der Kosmetikerin beinhaltet sämtliche Maßnahmen zur Steigerung des Wohlbefindens der Kunden. Der Arbeitsalltag eines Kosmetikers ist geprägt von kosmetischen Massagen, Haarentfernungen, Hautreinigungen, Ganzkörperkosmetik sowie Maniküre und Pediküre.
Wie in allen Dienstleistungsberufen stehen auch hier die Bedürfnisse des einzelnen Kunden an erster Stelle. Jeder Behandlung geht ein umfassendes Beratungsgespräch voraus. Im Anschluss daran entscheidet der Kunde selbst, welche Maßnahmen letztendlich zu ergreifen sind.
Sind Sie ernsthaft daran interessiert, den Beruf des Kosmetikers näher kennenzulernen? Dann erfahren Sie hier alle wesentlichen Informationen rund um dieses Berufsbild.

 

Tagesablauf einer Kosmetikerin

 

9:00: Anwendungen vorbereiten

Vor Eintreffen des ersten Kunden verschafft sich Ramona einen Überblick über das bevorstehende Tagesgeschäft. Je nach Anwendung sind mehr oder weniger umfangreiche Vorbereitungen zu treffen, welchen sich Ramona zugleich annimmt. Neben der eigentlichen Behandlung spielt das Ambiente ebenfalls eine entscheidende Rolle, denn nur wenn alles stimmt, fühlt sich der Kunde auch wohl.

Nach Ankunft der Kundin beginnt Ramona mit der gewünschten Behandlung.
Wird beispielsweise eine Hot Stone Massage nachgefragt, massiert Ramona mit vorgewärmten Steinen deren Wärme in das Gewebe der Kundin ein. Im Anschluss folgt ein abschließendes Peeling.

 

12:00 Mittagspause

Zwischen einzelnen Kundenterminen obliegt es Ramonas vorausschauender Planung, ausreichend Freiraum für Pausen einzuhalten. Diese Zeit nutzt sie, um sich mit einer Kleinigkeit zu stärken. Eine kurze Verschnaufpause gibt Energie für den restlichen Arbeitsalltag.

 

13:00: Behandlung weiterer Kunden

Je nachdem wie lange einzelne Kundentermine andauern, stehen weitere Behandlungen auf dem Programm. Eine häufig gewünschte Behandlung ist beispielsweise die sogenannte Microdermabrasion. Hierbei handelt es sich um eine Gesichtsbehandlung, bei der abgestorbene Hautzellen entfernt werden.

 

14:00: Schminkarbeiten

Im Anschluss an die Microdermabrasion bekommt die Kundin ein leichtes Tages-Make-up in Abhängigkeit ihres Hauttyps. Bevor Ramona beginnt, berät sie ihre Kunden entsprechend und gibt bei Bedarf eine entsprechende Empfehlung. Erst wenn sich die Kundin einverstanden zeigt, wird Ramona aktiv.

 

14:30: Abschließende Hand-Arm-Massage

Sofern die Kundin mitten im Berufsleben steht und tagtäglich einer monotonen Belastung am Arbeitsplatz ausgesetzt ist, rundet eine Hand-Arm-Massage die Sitzung ab. Hierfür veranschlagt Ramona einen Zeitrahmen von etwa dreißig Minuten. Als kleine Geste überreicht sie ihrer Kundin ein kleines Präsent.

 

15:00: Feierabend

Nachdem sich Ramona von ihrer Kundin verabschiedet hat, beginnt sie mit den Aufräumarbeiten. Hierzu gehört, dass die verwendeten Produkte wieder ihren vorgesehenen Platz im Regal einnehmen und die Liege wieder in ihre Ausgangsposition ausgerichtet wird. Nachdem Ramona alles noch einmal auf seine Rechtmäßigkeit überprüft hat, schließt sie das Geschäft und begibt sich in den Feierabend.

 

Ist der Alltag einer Kosmetikerin jeden Tag derselbe?

Bei der Arbeit der Kosmetikerin/ des Kosmetikers handelt es sich um eine Dienstleistung, die vom Kundenkontakt lebt. Da jede Behandlungsmaßnahme individuell auf die Bedürfnisse des Kunden/ der Kundin zugeschnitten ist, ist der Berufsalltag eines Kosmetikers enorm abwechslungsreich.
Dabei beschränkt sich der Wirkungsbereich eines Kosmetikers keineswegs auf das Auftragen von Make-ups oder kosmetischen Gesichtsmasken. An oberster Stelle stehen stets die Bedürfnisse des Kunden sowie dessen Wohlfühlatmosphäre. Einerseits verschafft ein routiniertes und sicheres Auftreten gegenüber Kunden Sicherheit, andererseits sollte dieser deutlich die Liebe zum Detail spüren.

Mögliche Arbeitsorte für qualifizierte Kosmetiker sind:

  • Kosmetikstudios
  • eigenständige Betriebe oder Kosmetikeinrichtungen
  • Behandlungen in Friseursalons
  • Parfümerien
  • Sonnenstudios
  • Wellnesshotels und Hautarztpraxen

 

Gehalt und Zukunftschancen einer Kosmetikerin

Wer direkt nach der Ausbildung in den Arbeitsalltag der Kosmetikerin startet, findet häufig eine Bezahlung auf Mindestlohnbasis vor. Eine mehrjährige Berufserfahrung, spezielle Qualifikationen durch Fort- und Weiterbildungen sowie die Größe des Arbeitgebers und die Region können die Einkommenshöhe außerdem beeinflussen.
Die Arbeit auf selbstständiger Basis unterliegt keinem monatlich geregelten Einkommen, daher lassen sich hier nur schwer Prognosen hinsichtlich des Verdiensts anstellen.
Ein Jahreseinkommen zwischen 17.000 und 25.500 Euro gilt für den Beruf des Kosmetikers/ der Kosmetikerin als durchaus realistisch.

Mit einer abgeschlossenen Kosmetiker Ausbildung ist der Grundstein für eine Karriere in der Gesundheitsbranche gelegt.
Die stetig zunehmende Anzahl von Kosmetikstudios verspricht nicht nur beste Arbeitsplatzchancen, sondern auch zahlreiche Spezialisierungsmöglichkeiten innerhalb dieser Branche.

Des Weiteren gewährleisten regelmäßige Fort- und Weiterbildungen nicht nur aktuellstes Expertenwissen, vielmehr werten diese die Einkommenssituation attraktiv auf. Die Weiterbildung zum Kosmetikmeister zielt darauf ab, vorhandenes Fachwissen zu vertiefen, eine Fortbildung zum Fachwirt für Kosmetik ermöglicht hingegen die Arbeit im kaufmännischen Bereich. Besonders für praktizierende Friseure oder Fußpfleger stellt die Auszeichnung zum Kosmetiker/ zur Kosmetikerin eine begehrte Zusatzleistung dar.

In jedem Fall treffen Sie in dieser Sparte auf einen nachhaltigen Beruf, welcher sich auch in den kommenden Jahren noch weiter etablieren wird. Denn der Wunsch nach einem gepflegten Auftreten ist in der Gesellschaft tief verankert, was eine steigende Nachfrage nach fachkundigen Kosmetikern begünstigt.

 

Kosmetikerin werden per Umschulung

Der Quereinstieg in den Berufsalltag des Kosmetikers aus einem branchenfremden Beruf ist durch Teilnahme an einem Vollzeit-Lehrgang jederzeit möglich. Hierfür sollten Sie in etwa eine Dauer von knapp zwei Jahren kalkulieren.
Neben einer abgeschlossenen Berufsausbildung mit anschließender Berufserfahrung bestehen in der Regel keine weiteren formalen Zulassungsbeschränkungen.

Damit Sie sich im Beruf des Kosmetikers/ der Kosmetikerin wohlfühlen, sollte Ihnen vor allem die Freude im Umgang mit Kunden Freude bereiten. Außerdem ist die Leidenschaft in Bezug auf sämtliche Schönheitsbereiche unerlässlich, damit sich Ihre Kunden wohlfühlen und Ihnen gegenüber das notwendige Vertrauen entgegenbringen.

 

Kosmetikerin werden per Ausbildung oder Studium

Die klassische Ausbildung zum Kosmetiker/ zur Kosmetikerin ist im dualen System organisiert. So erwerben die Auszubildenden in der Berufsschule alle theoretischen Fertigkeiten, welche sie parallel im Betrieb praktizieren. Alternativ ist auch die rein schulische Ausbildungsform möglich, hierbei handelt es sich allerdings meist um Privatschulen. Unabhängig davon, für welche Ausbildungsvariante Sie sich entscheiden, beträgt deren Umfang für gewöhnlich drei Jahre.

Die Ausbildung zum Kosmetiker/ zur Kosmetikerin ist in die folgenden vier Bereiche gegliedert:

  • Theorie
  • Basisausbildung
  • Fachkosmetik
  • Körperbehandlungen

Im Hinblick auf einen akademischen Abschluss gelten die Studiengänge Kosmetikwissenschaften, Kosmetologie sowie Maskenbild als seriös. Den Schwerpunkt bilden hierbei wissenschaftliche Erkenntnisse. Somit sind Sie vorrangig im Labor anzutreffen wenn es darum geht, Pflegemittel hinsichtlich ihrer Hautverträglichkeit zu prüfen.

 

 

Kosmetikerin werden per Fernstudium

Für das Fernstudium zum/ zur Kosmetiker/ Kosmetikerin sollten Sie etwa eine Regelstudienzeit zwischen einem Jahr und 15 Monaten veranschlagen. Grundsätzlich kann jeder, der sich für die Tätigkeit dieser Berufsgruppe interessiert, zum Studium zugelassen werden. Bevor Sie mit Ihrem Studium beginnen, sollten Sie sich beim jeweiligen Anbieter erkundigen, ob dieser die Anschaffung bestimmter Arbeitsmittel zur Durchführung praktischer Anwendungsübungen voraussetzt. Damit Sie in Ihrer Arbeit Sicherheit erlangen, ist es unbedingt notwendig, die theoretisch erworbenen Fertigkeiten an einer Testperson Ihres Vertrauens zu erproben.