Arbeitslos, aber schon neuen Job – muss ich mich dennoch arbeitslos melden?

Sie haben Ihren aktuellen Job zwar verloren, aber schon jetzt einen neuen Arbeitgeber gefunden, bei dem Sie einsteigen können?In welchen Situationen Sie sich dennoch arbeitslos melden müssen und welche weiteren Besonderheiten es außerdem zu bedenken gibt, haben wir Ihnen in diesem Artikel zusammengestellt.Im letzten Teil des Artikels finden Sie einige Beispiele, anhand derer wir die Möglichkeiten praktisch darstellen wollen.
Im nächsten Teil werden einige Grundsätze dargestellt, die den Zusammenhang von Arbeitgeber, Sozialabgaben und Steuern betreffen.

 

Grundsätze

Wer ist zuständig?

Für alle Fragen rund um die Themen Arbeitslosigkeit, Arbeitssuche, Sozialleistungen und Umschulung sind die Zweigstellen der Bundesagentur für Arbeit zuständig.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen Sie bei der Suche nach neuen Tätigkeiten, dem Beantragen von Leistungen und auch bei der Neuanmeldungen einer Beschäftigung.
Sie finden die für Sie zuständige Zweigstelle auf der offiziellen Homepage der Bundesagentur.

 

Wer muss sich melden?

Im Grundsatz müssen sich alle Personen melden, die aktuell kein eigenes Einkommen erwirtschaften und auf Unterstützungen vom Staat angewiesen sind. Die Ermittlung des Ihnen zustehenden Arbeitslosengeldes oder sonstigen Leistungen übernimmt, wie oben dargestellt, die Bundesagentur für Arbeit.

 

Wann muss eine Arbeitslosigkeit gemeldet werden?

Eine bevorstehende Erwerbslosigkeit muss der Bundesagentur für Arbeit schnellstmöglich mitgeteilt werden, also schon bei Bekanntwerden der Kündigung. Sollten Sie einen Arbeitsvertrag haben, der zeitlich befristet ist, gilt der Fristablauf für Sie als Stichtag.
Im Grundsatz sollte die bevorstehende Erwerbslosigkeit schnellstmöglich, also nach der ersten Information, an die Bundesagentur gemeldet werden, um eine drohende Versorgungslücke möglichst schnell zu schließen, bzw. garnicht erst aufkommen zu lassen.

 

Wie muss die Mitteilung erfolgen?

Sie müssen die erste Mitteilung einer bevorstehenden Arbeitslosigkeit nicht persönlich machen, es reicht sich telefonisch bei der Bundesagentur zu melden oder die Meldung online durchzuführen. Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite der Arbeitsagentur.

 

Welche Leistungen sind betroffen?

Bei der Meldung einer Erwerbslosigkeit geht es vor allem darum, etwaige Versorgungslücken zu verhindern.
Betroffen sind alle Sozialleistungen, die bei einem ausgelaufenen Arbeitsvertrag wegfallen – also alle Arbeitgeberanteile zu Kranken-, Renten-, und Sozialversicherung. Insbesondere bei der Krankenversicherungen ist es kritisch, wenn Sie sich nicht schnell um eine Nachbesserung kümmern. Zwar übernehmen die Kassen eine so genannte Übergangsfrist, diese läuft jedoch lediglich einen Monat – danach sind Sie nicht mehr versichert!

 

Arbeitslos und neuer Job in Aussicht – Szenarien

Wie bereits erläutert dient das Melden bei der Bundesagentur nicht etwa einer schlichten Registration von arbeitslosen Menschen, sondern schließt eventuelle Versorgungslücken. Dies ist auch wichtig für die persönliche Altersvorsorge, denn eine lückenlose Versorgung ist auch für eine spätere Rentenberechnung ausschlaggebend!

Wir haben Ihnen im Folgenden drei Szenarien dargestellt, die das unterschiedliche Vorgehen darstellen.

 

Aktuell arbeitslos und neuer Job in Aussicht

Sie sind aktuell ohne Arbeit und haben sich auf eine neue Stelle beworben und sich gegen Ihre Konkurrenten durchgesetzt? Herzlichen Glückwunsch! Nun gilt es, sich bei der Bundesagentur zu melden und das Ende Ihrer Erwerbslosigkeit mitzuteilen. Die neue Anmeldung bei der Rentenkasse und für weitere Sozialabgaben ist nun Ihr neuer Arbeitgeber verantwortlich.
Die Bundesagentur für Arbeit ist ab Beginn Ihrer neuen Tätigkeit grundsätzlich nicht mehr für Sie zuständig.

 

Im Job befindlich, aber gekündigt – neuer Job in Aussicht

Sie befinden sich aktuell in einem Arbeitsverhältnis, doch Ihr Vertrag läuft auf Grund von Kündigung oder Fristablauf ab. Eine neue Tätigkeit ist bereits in Aussicht, doch der Beginn der Tätigkeit liegt in der Zukunft, Sie müssen eine gewisse Zeit überbrücken.
In diesem Fall ist es dringend notwendig, dass Sie der Bundesagentur für Arbeit mitteilen, zu welchem Datum Sie erwerbslos sind und ab wann Ihre neue Tätigkeit beginnt. Die dazwischen liegende Zeit wird dann von der Bundesagentur überbrückt und es wird berechnet, welchen Leistungsanspruch Sie für die Zeit „zwischen den Jobs“ haben.

Ganz wichtig: Auch eine Lücke von nur wenigen Tagen (auch ein Wochenende reicht!) kann sich auf die Versorgung auswirken und muss dementsprechend an die Bundesagentur gemeldet werden!

 

Arbeitsvertrag beendet, doch die neue Stelle beginnt ab sofort

Sie befinden sich aktuell in einem bestehenden Arbeitsverhältnis und haben gekündigt bzw. Ihr Vertrag läuft aus. Der nächste Arbeitgeber wartet jedoch schon und übernimmt Sie direkt im Anschluss? Dann haben Sie Glück und müssen sich um nichts weiter kümmern, denn Ihr neuer Arbeitgeber wird die Ummeldung für die Sozialabgaben selbst übernehmen.

Ganz wichtig: Zwischen Ende des ersten Vertrages und Beginn des darauffolgenden Vertrages darf kein weiterer Tag liegen – beachten Sie insbesondere auch Wochenenden oder Feiertage!

 

Fazit

Abschließend lässt sich also folgender Ablauf festhalten: Nur wenn Sie sich aktuell in einem Job befinden, der zu einem festen Datum beendet werden soll und Ihr nachfolgender Arbeitsvertrag exakt am darauffolgenden Tag beginnt, sich die neue Arbeit also lückenlos anschliesst, müssen Sie sich nicht arbeitslos melden.
In allen anderen Situationen ist es zur Vermeidung von Versorgungslücken unbedingt geraten, sich bei der Bundesagentur für Arbeit zu melden, entweder persönlich oder per Telefon oder online.

Wir hoffen, Ihnen mit diesem Text eine Übersicht zur aktuellen Situationen gegeben zu haben und wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrem neuen Job!

34 Gedanken zu „Arbeitslos, aber schon neuen Job – muss ich mich dennoch arbeitslos melden?“

  1. Guten Tag,

    ich bin offiziell zum 02.06.2022 arbeitslos gemeldet, da ich erfolgreich meinen staatlich geprüften Holztechniker absolviert habe. Am 19.09.2022 würde meine Weiterbildung zum technischen Betriebswirt weitergehen. Dies bezüglich habe ich mich arbeitslos gemeldet. Die Dame meinte, ich solle mich jetzt bei Firmen bewerben. Sie meinte, ich könne mich ja als alles bewerben. Für diese Übergangszeit werde ich aber nirgends als Holztechniker angestellt. Besteht die Möglichkeit in diesem Zeitraum nicht zu arbeiten? Ich habe eine offizielle Bestätigung der IHK über den Beginn der Weiterbildung. Kann ich diese zusätzlich als Schreiben einreichen?

    Vielen Dank.

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    • Hallo Marcello,

      die rechtliche Situation ist wie folgt: Wenn Sie ALG1 oder ALG2-Leistungen beantragen möchten, dann müssen Sie dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Dies bedeutet, dass Sie sich um eine Anstellung bemühen, also Bewerbungen schreiben müssen. Weder das Arbeitslosengeld1 noch Hartz4 sind als Überbrückungsgelder zwischen Weiterbildungen oder Ausbildungen gedacht.

      Es gibt eine Praxis in den Arbeitsämtern, dass die Anträge bewilligt werden, ohne dass man sich um eine zwischenzeitliche Anstellung kümmern muss, wenn
      – bereits ein Arbeitsvertrag unterschrieben wurde und
      – der Zeitraum zwischen altem und neuem Arbeitsverhältnis kurz ist.
      Das ist auf eine zukünftige, sehr sicher stattfindende Weiterbildung übertragbar. Allerdings ist der bei Ihnen im Raum stehende Zeitraum von 3.5 Monaten nicht unbedingt mehr kurz.

      Es ist nicht im Sinne des Steuerzahlers, dass Ihnen 3.5 Monate übergangsweise die Lebenshaltungskosten gedeckt werden und Sie faktisch einen bezahlten Urlaub erhalten. Drastisch ausgedrückt, aber so verstehen Sie die Perspektive Ihrer Kundenbetreuerin beim Amt.

      Eine ganz andere Frage ist, wie realistisch es ist, dass Sie für den besagten Zeitraum eine Anstellung finden. Aber Sie als Leistungsbezieher können nicht von vornherein davon ausgehen, dass Sie sich nicht darum bemühen müssen. Tatsächlich gibt es genug Zeitarbeitsfirmen die auch kurzfristig gut ausgebildete Fachkräfte wie Sie es sind, suchen.

      Wir wünschen Ihnen alles Gute und viel Erfolg bei Ihrer Weiterbildung!

      Antworten
  2. Ein sonniges Hallo 🙂

    Ein herzliches Dankeschön für den Artikel und die Kommentare auf die gestellten Fragen.
    Ich würde gern erfahren, ob ich auch auf den Bezug von ALG I verzichten kann, wenn ich bspw. Ersparnisse habe, auf die ich zurückgreifen kann?
    Ich habe 4 Jahre VZ in einer soz.pfl. Beschäftigung gearbeitet und damit auch in die AV eingezahlt. Verfällt mein Beitrag, wenn ich ihn nicht beanspruche??
    Da ich ein Sabbath-jahr einlegen und dann eine Umschulung machen möchte, möchte ich mich nicht arbeitssuchend und auch nicht arbeitslos melden.

    Welche Abgaben sind denn außer der RV und KV noch von mir selbst zu leisten?

    ich bedanke mich herzlich im Voraus für Ihre Rückmeldung.

    Viele Grüße

    Antworten
    • Liebe Angelique,

      vielen Dank für Ihre Geduld.

      Natürlich müssen Sie sich nicht arbeitslos bzw. arbeitssuchend melden, wenn Sie keine Leistungen beanspruchen möchten.

      Das Problem von Reisen, Auszeiten, Sabaticals, Selbstständigkeit auf Probe nach Beendigung einer Anstellung: Die Anwartschaftszeit auf Arbeitslosengeld darf im Zeitpunkt der Arbeitslosdmeldung noch nicht abgelaufen sein. Sie können nur auf Ihr ALG1 zurückgreifen, wenn Sie innerhalb der letzten 30 Monate vor der Arbeitslosmeldung mindestens 360 Kalendertage versicherungspflichtig beschäftigt war. Wenn Sie den Zeitraum des ALG1 nach hinten verschieben möchten, dann müssen Sie also unbedingt diese Frist auf dem Schirm haben. Wenn Sie nur ein Jahr Auszeit planen, dann besteht hier also eigentlich kein Problem.

      Auf Sie kommen in diesem Zeitraum Beiträge zur Krankenversicherung und Pflegeversicherung zu. Die Beiträge zur Rentenversicherung sind freiwillig, aber können hilfreich sein, damit sich Ihr Renteneintritt nicht nach hinten verschiebt.

      Wir wünschen Ihnen alles Gute!

      Antworten
  3. Hallo,

    Ich mache zur Zeit ein Freiwilliges Soziales Jahr und verdiene ganz wenig Geld. Nun möchte ich, in Absprache mit meiner Chefin, einen Monat vor Beginn meiner Ausbildung am 01.08.2022 kündigen.

    Also ich möchte bis zum 30.06.2022 arbeiten. Das heißt, ich wäre einen Monat ohne Beschäftigung, aber ich habe ja schon meine Ausbildung für den 01.08.2022. Ich habe so viel gespartes, dass ich den Monat gut zurecht komme.

    Was muss ich nun tun? Muss ich mich bei jemandem melden und Bescheid geben, dass ich einen Monat ohne Arbeit bin? Krankenkasse oder ähnliches?

    Ich möchte auch nichts falsch machen, und eine Strafe erhalten.

    Mit freundlichen Grüßen

    Antworten
    • Hallo Lisa,

      Sie haben keine Strafe zu befürchten, wenn Sie passiv bleiben. Sie müssen sich nicht arbeitssuchend bzw. arbeitslos melden. Eine solche Meldung ist nur erforderlich, wenn Sie ALG1-Leistungen beziehen wollen würden. Dabei stellt sich natürlich die Frage, ob diese Ihnen aufgrund derZahlungen während Ihres Sozialen Jahres zustehen würden.

      Bei der Krankenversicherung sollten Sie sich melden, wenn die Arbeitsstelle einen Anteil zur Krankenversicherung übernommen hat. Aufgrund Ihres mutmaßlich jungen Alters vermuten wird, dass Sie während des Sozialen Jahres über Ihre Eltern familienversichert waren. Ist dies der Fall, dann würden sich durch das Ende des Sozialen Jahres keine Änderungen ergeben. Die Service-Berater bei der Rankenversicherung sind meist äußerst nett und Sie brauchen keine Hemmungen haben, sich telefonisch zu Ihrer Sachlage zu erkundigen.

      Wir wünschen Ihnen einen erholsame Zeit vor der Ausbildung und viel Erfolg in diesem neuen Lebensabschnitt! Alles Gute!

      Antworten
  4. Hallo,

    ich schließe zum 30.06. mein Studium ab und habe einen Arbeitsvertrag ab dem 01.09. Aufgrund von Erspartem bin ich nicht Hartz-IV-berechtigt und habe nicht vor, in der Zwischenzeit aktiv eine Beschäftigung zu suchen oder anzunehmen. Kann es trotzdem sinnvoll sein, mich für Juli und August arbeitslos zu melden? Gäbe es dadurch bessere Konditionen für die Krankenversicherung oder hilft es für die Berechnung meiner Rentenansprüche? Gibt es bei Nichtannahme von Angeboten negative Konsequenzen, auch wenn man keine Leistungen bezieht?

    Vielen Dank.

    Antworten
    • Hallo Julian,

      danke für Ihre Nachricht.

      Es ist eher unwahrscheinlich, dass der Jobvermittler große Energie entfalten wird, um Sie in eine zweimonatige Beschäftigung zu vermitteln. Erfahrungsgemäß werden formal Arbeitssuchende, die bereits einen unterschriebenen Arbeitsvertrag vorlegen können, nicht weiter zur Jobsuche aufgefordert. Etwas anderes gilt natürlich, wenn der Arbeitsantritt erst in mehreren Monaten sein sollte.

      Es ist möglich, dass Sie sich arbeitssuchend melden (so schnell wie möglich!) und im Zeitraum der Arbeitslosigkeit auch nur teilweise Leistungen beziehen. Dies gilt insbesondere für die gesetzliche Krankenversicherung. Allerdings ist die Regel, dass Sie sich 3 Monate vor dem Beginn der Arbeitslosigkeit schon arbeitssuchend melden müssen. Wenn Sie jedoch drei Monate vor Ihrem Studiumsende noch davon ausgehen konnten, dass Sie relativ nahtlos eine Beschäftigung finden würden, dann kann man es schon mal übersehen…. Die Sperrfrist für Leistungen wie eine Übernahme von Krankenkassenbeiträgen liegt hier meist nur bei 2 Wochen. Sie würden also im ersten Monate der Arbeitslosigkeit noch den Betrag hälftig selbst zahlen.

      Wenn Sie keinen Anspruch auf ALG1 haben, dann übernimmt das Arbeitsamt auch keine Beiträge an die Rentenversicherung. Was Sie jedoch tun können: Wenn es Ihnen wichtig ist, dass von Studiumsende an nahtlos die Einzahlung in die Rentenversicherung beginnt, dann kontaktieren Sie die Rentenversicherung und leisten Sie eine freiwillige Zahlung. Alternativ gibt es grundsätzlich die Möglichkeit, die Zeit der Arbeitslosigkeit als Wartezeit werden zu lassen. Dadurch erhöht sich zwar nicht Ihr Rentenanspruch, jedoch würden Sie früher den Renteneintrittsbeginn erreichen. Kontaktieren Sie hierfür ebenfalls die Rentenversicherung.

      Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Berufseinstieg und alles Gute!

      Antworten
  5. Guten Tag
    Ich bin seit Ende Maerz arbeitslos, gekündigt auf ärztlichen Rat , Attest vorhanden, per Aufhebungsvertrag + einer Abfindungszahlung. Seit Anfang der Woche bin ich beim Arbeitsamt gemeldet da ich krank wir bis dato.
    Ich habe zum Juli bereits eine neue Stelle. Muss oder sollte ich dies bereits dem Arbeitsamt mitteilen? Wird für die Zeit der Überbrückung auch gezahlt trotz Abfindung und neuem Job?

    Zweite Frage: Habe ich Anspruch auf Arbeitslosengeld trotz Abfindungszahlung? Die Sperrzeit tritt bei mir nicht ein, wenn ich es richtig verstanden habe, da ich ein ärztliches Attest habe.
    Danke und Grüße
    Thomas.

    Antworten
    • Hallo Thomas,

      danke für Ihre Nachfrage.

      Eine Abfindung hat in der Regel keinen Einfluss auf den Anspruch auf ALG1. Ebenso besteht im Grundsatz ein Anspruch auf ALG-I, wenn bereits ein neuer Arbeitsvertrag unterschrieben wurde. Wenn ein Arbeitsvertrag durch einen Aufhebungsvertrag beendet wird, dann kann jedoch eine Sperrfrist aus unterschiedlichen Gründen eintreten:

      Die Aufhebung darf zB nicht vor dem Ablauf der (eigentlichen) Kündigungsfrist ihre Wirkung entfalten. Wurde der Vertrag „zu früh“ aufgehoben, dann besteht der Anspruch auf Arbeitslosengeld erst ab dem Zeitpunkt einer hypothetischen Kündigung. Auch die verspätete Meldung als arbeitssuchend / arbeitslos kann eine Sperre nach sich ziehen.

      Von einem generellen Entfallen der Sperrfrist wegen einem ärztlichen Attest ist uns nichts bekannt. Wenn Ihnen die Berufsausübung wegen gesundheitlichen Beschwerden unmöglich war, spricht dies zB für eine Krankschreibung. Es gibt Sonderfälle wie Mobbing am Arbeitsplatz. Letztlich kommt es auf den Inhalt des Attest und dessen Plausibilität an…

      Wir wünschen Ihnen alles Gute und viel erfolg bei Jobwechsel.

      Antworten
  6. Hallo,

    ich bin derzeit in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis, welches ich fristgerecht zum 30.06.2022 gekündigt habe. Ab dem 01.08.2022 beginnt meine neue Ausbildung. Das Heißt ich bin den kompletten Juli ohne Beschäftigung. Muss ich mich in diesen 4 Wochen arbeitslos melden? Und bekomme ich außerdem Leistungen, wenn nein von was kann ich dann meinen Lebensunterhalt bestreiten? Bzw. wie viel darf ich denn verdienen? Wie sieht es mit der Rentenversicherung aus? LG

    Antworten
    • Hallo Emily,

      im Grundsatz müssen Sie sich nicht arbeitslos melden, es gibt keine Pflicht dazu. Allerdings kann es für Sie Nachteile bedeuten, wenn Sie sich dagegen entscheiden.

      Wenn die Arbeitslosigkeit darauf beruht, dass Sie selbst Ihre Anstellung gekündigt haben, dann wird für den Bezug von Leistungen häufig eine Sperrfrist angewendet. Dabei wird häufig unterschieden um welche Leistungen es geht: Bei der Krankenversicherung ist die Sperrfirst bei Kündigung durch den Arbeitnehmer meist nur 2 Wochen, danach übernimmt die Arbeitsagentur die Krankenkassenbeiträge.

      Hinsichtlich ALG1/ALG2-Leistungen wird häufig eine längere Sperrfrist angewendet. Es ist aber tatsächlich so, dass der entscheidende Mitarbeiter des Arbeitsamts einen gewissen Ermessensspielraum hat. Entscheidungen können so getroffen werden, es muss aber nicht so sein.

      Sollten Sie keine Leistungen bewilligt bekommen, dann müssten Sie sich bei Ihrer Krankenversicherung für einen Monat freiwillig versichern. Auch bei der Rentenversicherung können Sie freiwillig einen Monatsbetrag leisten.

      Wenn Sie Ihren Lebensunterhalt nicht von Ersparnissen bestreiten können, dann raten wir Ihnen, dass Sie sich zeitnah arbeitssuchend melden (es gilt eine Frist von 3 Monaten vor Ablauf des Beschäftigungsverhältnisses). Überlegen Sie sich schon vor dem Gesprächstermin, warum Sie nicht erst zu Ende Juli gekündigt haben und weisen Sie nach, dass Sie im Juli finanzielle Schwierigkeiten bekommen werden. Vielleicht gibt es auch die Möglichkeit, dass Sie für den Monat Juli übergangsweise in eine Beschäftigung vermittelt werden bekommen.

      Wir wünschen Ihnen alles Gute und viel Erfolg für Ihre Ausbildung!

      Antworten
  7. Hallo.
    Ich wurde leider gekündigt aber habe direkt einen neuen Job also keine Lücke. Muss ich mich trotzdem arbeitssuchend melden? Neuer Vertrag ist noch nicht unterschrieben.

    Antworten
    • Hallo Nina,

      danke für Ihre Nachfrage.

      Also, im Grundsatz sollten Sie sich arbeitslos melden, wenn Sie nach Ablauf der Kündigungsfrist auf ALG1 oder ALG2-Leistung angewiesen sein könnten. Solange Sie den neuen Arbeitsvertrag noch nicht unterschrieben haben, können Sie sich nicht sicher sein, dass Sie in einem ungünstigen Fall nicht doch auf staatliche Leistung zurückgreifen wollen.

      Wenn Sie sich arbeitssuchend melden, dann könnten Sie gleich angeben, dass Sie aber bereits sich auf Arbeitsplatzsuche begeben haben und davon ausgehen, dass Sie schon bald einen neuen Vertrag unterschreiben werden. Die Angabe führt in der Regel dazu, dass Sie nicht aufgefordert werden, weitere Bewerbungen zu schreiben.

      Wir wünschen Ihnen alles Gute und für Ihren Jobwechsel viel Erfolg!

      Antworten
  8. Hallo ich habe zum 30.06. mein Arbeitsverhältnis gekündigt und werde erst zum 01.09 ein neues beginnen. In der Zeit werden wir reisen. Muss ich mich dafür arbeitslos melden?

    Antworten
    • Hallo Deniz,

      danke für Ihre Nachfrage.

      Wenn Sie sich arbeitslos melden (u.a. mit der Rechtsfolge, dass Sie ALG1/ALG2-Leistungen beziehen können), dann müssen Sie dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und können nicht drei Monate reisen. Im Umkehrschluss, wenn Sie fest planen zu verreisen und insbesondere schon einen Arbeitsvertrag unterschrieben haben, dann können Sie auf eine Arbeitslosenmeldung verzichten. Diese ist ja grundsätzlich nicht verpflichtend.

      Kümmern Sie sich jedoch um Informationen z.B. von Ihrer Krankenversicherung, ob es die Möglichkeit gibt, diese für den Zeitraum Ihrer Reise pausieren zu lassen, da Sie sich ansonsten bis zum Arbeitsbeginn freiwillig versichern lassen müssen.

      Wir wünschen Ihnen alles Gute

      Antworten
  9. Hallo. Ich hätte mal eine Frage bezüglich einer erwerbslosen Zeit von genau einem Monat. Ich erhalte meinen Gesellenbrief Ende Januar und plane den gesamten Februar zunächst nicht zu arbeiten (statt enorm viel Urlaub zu nehmen). Ab März habe ich bei meinem Ausbildungsbetrieb wieder einen unterschriebenen Arbeitsvertrag, ich werde also übernommen, aber auf meinen Wunsch erst einen Monat später.

    Ich will keine Leistungen in Anspruch nehmen. Das brauche ich finanziell einfach nicht und den Papierkram will ich mir sparen. Meine Idee war, nicht zur BfA zu gehen, sondern meinen Krankenkassenbeitrag selbstständig zu zahlen, nach Rücksprache. Ich bin ja weder arbeitslos, noch arbeitssuchend.

    Ist das eine dumme Idee? Welche Konsequenzen drohen? Wird beispielsweise die Rente so weit gemindert dass es überhaupt ausschlaggebend ist?

    Danke für die Hilfe!

    Antworten
    • Hallo Benjamin,

      danke für Ihre Frage.

      Natürlich sind Sie nicht verpflichtet, sich arbeitssuchend zu melden, auch wenn es für einen Monat unproblematisch möglich wäre. Sie haben die sich ergebenden Konsequenzen bereits richtig aufgezählt:

      – Sie bezahlen den Krankenkassenbeitrag selbst und zwar auf der Bemessungsgrundlage von keinem Einkommen. Die Krankenkasse wird sich bei Ihnen melden und sich über Ihre Einkommensverhältnisse für den besagten Monat informieren. Sie können angeben, dass Sie von einigen wenigen Hundert Euro Ihrer Ersparnisse leben werden. Wir können Ihnen leider keine genaue Information geben, welchen Betrag Sie für Ihren eigenen Lebensunterhalt angeben sollten. Manche Krankenkassen erwarten hier konkrete Angaben. Entscheiden Sie sich für eine Summe deutlich unter 1000 Euro.

      – Wenn Sie planen den Monat im Ausland zu verbringen, dann sollten Sie statt der Gesetzlichen Krankenversicherung eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Diese sind mit größerem Leistungsumfang oft günstiger als die gesetzliche Krankenversicherung. Fragen Sie bei Ihrer Krankenversicherung nach, ob Sie im Zeitraum Ihrer Abwesenheit die Versicherung ruhen lassen können. Oft ist das unkompliziert möglich. Achten Sie aber darauf, dass Sie mit Ihrer Rückkehr aus dem Ausland nahtlos wieder versichert sind.

      – Bei der Rentenversicherung würde Ihnen ein Beitragsmonat fehlen. Bis zu Ihrem regulären Renteneintritt werden Sie durch diesen Fehlmonat keinen finanziellen Unterschied mehr merken. Jedoch würde Ihre „Beitragshistorie“ unterbrochen werden, was unter Umständen sich zu einem späteren Zeitpunkt mal auswirken könnte. Um dies zu verhindern, könnten Sie bei der Rentenversicherung nachfragen, ob Sie einen freiwilligen Monatsbeitrag zahlen dürfen. In der Regel ist das kein Problem und Sie könnten einen geringeren Betrag wählen, der aber Ihre Beitragshistorie dennoch aufrechterhält.

      Wir wünschen Ihnen alles Gute und einen schönen Urlaub!

      Antworten
  10. Guten Tag, aus dem Artikel wird mir keine Frage nicht ganz klar beantwortet, wenn ich AGL I bekomme und eine Arbeit erst z.B. in 9 Monaten antrete, bekomme ich „ohne wenn und aber“ bis zum Arbeitseintritt weiterhin das ALG I. Oder werden dann Sperrfristen verhängt weil man nicht schnellstmöglich eine Arbeit eintritt?

    Antworten
    • Hallo Janna,

      eine Sperrfrist wird verhängt, wenn Sie Zum Beispiel ALG1-Leistungen beanspruchen möchten, allerdings Ihre Anstellung selbst gekündigt haben. Die Frage, ob Ihnen die Zahlungen „ohne wenn und aber“ geleistet werden, kann so nicht beantwortet werden, insbesondere wenn der Sachbearbeiter den Verdacht hegt, dass Sie sich nicht zum nächsten möglichen Eintrittszeitpunkt bewerben, sondern eben bewusst erst in ein paar Monaten die Arbeit aufnehmen möchten.

      Wenn der neue Arbeitgeber auf Nachfrage bestätigt, dass er/sie Sie erst in neun Monaten beschäftigen kann, spricht dies dafür, dass Ihnen in dem Zeitraum Arbeitslosengeld I ausbezahlt wird. In der Regel müssen Sie dann den unterschriebenen Arbeitsvertrag vorlegen können. Sie werden zusätzlich Argumente brauchende Raum es genau dieser Arbeitgeber sein soll, wenn andere Unternehmen Sie bereits früher einstellen könnten.

      Dabei ist es aber auch möglich, dass Ihnen bis zum Arbeitsbeginn übergangsweise Beschäftigungen vorgeschlagen werden, zum Beispiel über Zeitarbeitsfirmen. Sie sehen, von einem Leistungsbezug „ohne wenn und aber“ kann nicht ausgegangen werden…

      Wir wünschen Ihnen alles Gute!

      Antworten
  11. Hallo, ich habe zwei Putzstellen von unterschiedlichen Firmen. Bei der einen Putzstelle wurde ich gekündigt. Die andere Putzstelle existiert aber noch. Muss ich mich arbeitslos melden?

    Antworten
    • Hallo Jawad,

      danke für Ihre Nachricht.

      Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Zunächst „müssen“ Sie sich nie arbeitslos melden, aber Sie können es machen, falls es Ihnen zB finanzielle Vorteile bringt (Arbeitslosengeld usw.).

      Wenn der gekündigte Job sozialversicherungspflichtig war, also Beiträge zur Arbeitslosenversicherung entrichtet wurden, dann haben Sie für diesen Job auch einen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Dieses Teil-Arbeitslosengeld bekommen Sie natürlich nur, wenn Sie sich auch arbeitslos melden.

      Sozialversicherungspflichtige Jobs sind in der Regel keine Minijobs mit weniger als 450 Euro monatlichem Einkommen.

      Wir wünschen Ihnen alles Gute!

      Antworten
  12. Hallo,

    ich bin ab dem 01.01.22 erwerbslos und würde dann ALG1 beziehen. Evtl. mit Sperre, da ich selber gekündigt habe.

    Ab August 2022 werde ich eine Ausbildung beginnen, da ich mich beruflich umorientieren werde.

    Habe ich in der Zwischenzeit Anspruch auf ALG1? Es handelt sich also um 5-8 Monate Überbrückung – je nachdem, ob ich eine Sperre erhalte oder nicht.

    Freundliche Grüße

    Antworten
    • Hallo Anja,

      danke für Ihre Nachfrage.
      Wenn Ihnen im Grundsatz ein Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 zusteht, dann bekommen Sie, vorbehaltlich der Sperre, den entsprechenden Betrag bist zum Beginn der Ausbildung ausbezahlt. Sobald Sie Auszubildende sind, erlisch der Anspruch auf das ALG1, da Sie dann „dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen“, wie es im Beamtendeutsch heißt.

      Eine andere Frage ist, wie Sie damit umgehen, dass das Arbeitsamt Sie (vermutlich schon jetzt) auffordert, sich auf Jobsuche zu begeben. Der zu überbrückende Zeitraum ist immerhin ein halbes Jahr lang und somit genug Zeit für eine zum Beispiel befristete Tätigkeit von 3 Monaten etc. Wenn Sie planen, den Übergangszeitraum für ein vorbereitendes Praktikum zu verwenden, dann unterliegt dieses (eigentlich) der Meldepflicht.

      Ja nachdem wie die Stimmung bei Beratungsterminen ist, kann es in manchen Fällen gut sein, dass Sie die Ausbildung erwähnen. Das Wissen, das Sie im August sicher aus der persönlichen Fallstatstik des Kundenbetreuers verschwinden werden, sorgt manchmal für eine entspanntere Haltung auf der anderen Seite des Schreibtischs.

      Wir wünschen Ihnen alles Gute und viel Erfolg bei Ihrer zweiten Ausbildung!

      Antworten
  13. Guten Tag

    Bis Ende Oktober habe ich noch einen festen Arbeitsvertrag. Der Arbeitsvertrag wurde von meiner Seite, in Einverständnis mit meinem Arbeitgeber, gekündigt.
    Ab der zweiten Novemberwoche beginnt eine 5-wöchige Schulung für meine Tätigkeit, bei einem neuen Arbeitgeber. Während der Schulung bekomme ich vom Arbeitgeber kein Geld. Erst nach Schulungsabschluss wird mitgeteilt, ob man die Prüfung bestanden und übernommen wird.
    Hinzu kommt noch, dass ich in ein anderes Bundesland umziehen muss.
    Meine Anfragen und Antragstellung auf Arbeitslosengeld wurde, bereits mehrmals abgelehnt sowie konnten die Mitarbeiter vom Jobcenter keine Auskunft geben, ob mir überhaupt was zu steht.
    Frage: Steht mir in der Zeit, ab November bis zum Ende meiner Schulung, vom Staat etwas zu?

    MfG Dirlam

    Antworten
    • Hallo Dirlam,

      danke für Ihre Nachfrage.

      Ob Ihnen Leistungen während der Schulung vom Jobcenter gewährt werden, ist eine gesetzlich vorgesehene Ermessensfrage. Ihre Konstellation erfüllt eher den Fall, in denen Leistungen abgelehnt werden.
      Zunächst haben Sie freiwillig ein Anstellungsverhältnis beendet. Dies löst regelmäßig eine Sperrfrist für ALG-Leistungen aus. Einzelne Ausnahmen sind zwar anerkannt, zum Beispiel wenn ein Arbeitnehmer durch Mobbing zur Kündigung gedrängt wurde.
      Bei der Schulung handelt es sich auch nicht im eine durch das Jobcenter geförderte Maßnahme, die mit Leistungen bezuschusst werden könnte. Dafür hätte die Schulung zuerst genehmigt werden und Gründe, wie die des § 81 SGB III hätten gegeben sein müssen. Zusätzlich stehen Sie „dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung“ (Voraussetzung für eine Arbeitslosmeldung mit Leistungsbezug), da Sie durch die Schulung gebunden sind.
      Es sprechen somit einige Gründe dafür, dass das Ermessen, ob Ihnen Leistungen gewährt werden sollten, zu einem ablehnenden Bescheid führen.

      Wir wünschen Ihnen viel Erfolg für Ihre Schulung und die Abschlussprüfung!

      Antworten
  14. Hallo,

    vielen Dank für den aufschlussreichen Artikel!
    Ich habe daran anschließend 2 Fragen:
    – Wie ist das, wenn auf die Beschäftigung ein Vollzeit-Praktikum folgt?
    – Und was passiert, wenn man aus familiären Gründen in ein anderes Bundesland zieht und in dem Zeitraum des Umzuges einige Wochen arbeitslos ist? Wie wirkt sich das auf die Jobvermittlung aus?

    Vielen Dank schonmal im Voraus!

    Antworten
    • Hallo Maxi,

      ich bin mir nicht ganz sicher, in welchem Kontext Sie die Fragen beantwortet brauchen. Ich gehe davon aus, dass Sie in beiden Varianten jeweils den nächsten Job bereits verbindlich erhalten haben und es um einen ALG1-Anspruch geht.

      Ein Vollzeitpraktikum und zeitgleich arbeitslos melden ist immer problematisch, da Sie als Praktikant dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen und ALG-Leistungen nicht zur Subvention oder Finanzierung von einem Praktika dienen sollen. Nur im absoluten Ausnahmefall gestattet die AfA Vollzeitpraktika während ALG-Bezug. Wenn es sicher ist, dass Sie nach kurzer Zeit wieder in einem festen Arbeitsverhältnis stehen werden, dann kommt Ihnen das Arbeitsamt ggf. Ihnen entgegen.

      Wenn Sie Ihre Stelle in einem anderen Bundesland kündigen oder verlieren melden Sie sich innerhalb der Fristen bei der lokalen Dienststelle der Arbeitsagentur arbeitssuchend bzw. arbeitslos und würden dort bereits angeben, dass Sie umziehen werden, deswegen sich auf Stellen am neuen Wohnort bewerben und werden am neuen Wohnort einem neuen Sachbearbeiter zugeteilt werden. Wenn Sie dort bereits eine neue Stelle in Aussicht haben, überbrücken Sie die Zwischenzeit mit Ihren ALG1-Leistungen.
      Wir wünschen Ihnen viel Erfolg für Ihr neues Vorhaben!

      Antworten
      • Vielen Dank für die Antworten und die guten Wünsche!
        Sie haben es richtig verstanden: Es ging mir in diesem Fall um bereits verbindlich zugesagte nächste Jobs. Jetzt würde mich aber doch noch interessieren, was passiert, wenn man sich arbeitslos meldet (in unserem konkreten Fall 3 Monate vor Vertragende) und zu diesem Zeitpunkt noch keine feste Stelle am neuen Wohnort hat. Wird man dann bereits vermittelt, sobald man sich arbeitslos gemeldet hat? Oder sind da auch individuelle Absprachen mit der Arbeitsagentur möglich?
        Und was passiert, wenn man weder ALG und noch eine Vermittlung haben will bzw. kein Anspruch auf ALG hat (weil noch nie eingezahlt)? Muss man sich dann überhaupt arbeitslos melden?

        Schöne Feiertage und viele Grüße!

        Antworten
        • Nein, es gibt keine Pflicht sich arbeitssuchend oder arbeitslos zu melden. Wenn Sie die dreimonatige Frist einhalten, übernimmt die Arbeitsagentur die Beiträge für die Rentenversicherung und Krankenversicherung, was für viele Arbeitslose eine große Entlastung darstellt. Sollten Sie keinen ALG1-Anspruch haben, dann ist das Jobcenter für Sie zuständig und Sie können Hartz4-Leistungen beziehen.

          Sie werden vermittelt, sobald Sie sich arbeitssuchend melden (3 Monate vor Vertragsende). Halten Sie die Frist nicht ein und melden sich zum Beispiel arbeitslos (d.h. das Arbeitsverhältnis ist bereits beendet), dann werden Sie für die ALG1/ALG2-Leistungen zunächst gesperrt.

          Nach unserer Erfahrung können mit kulanten Mitarbeitern der AfA oder des JC sehr individuelle Absprachen getroffen werden. Wenn Sie nachvollziehbare Gründe haben und nicht den Eindruck vermitteln, sich auf Kosten der Steuerzahler eine lauschige Zeit machen zu wollen, und auf einen flexiblen Kundenberater treffen, dann ist vieles möglich.
          Alles Gute!

          Antworten
    • Wie ist das zu deuten? Ich würde gekündigt, ich hatte 3Std am Tag von MO-Fr so war der AV.Nun sollte ich noch eine andere Arbeit wo anders machen in der gleichen Firma noch 2 St dazu, anderes Objekt also Baustellen Wechsel, dem zu Folge HABE ICH gesagt Nein, da ich DARÜBER KEINEN AV HABE.Der Arbeitgeber sagte Verweigerung.Aber einen anderen AV hatte ich nicht. Demzufolge WÜRDE ich in der Probezeit gekündigt, aber einfach deswegen und an 14 Tage Kündigung wie es im AV steht , hat er sich nicht gehalten. Ist diese Kündigng DEMZUFOLGE unwirksam ?

      Antworten
      • Hallo Annett,

        leider ist uns nicht ganz klar, wie Ihre Situation tatsächlich abgelaufen ist. Rein rechtlich, können Sie während der Probezeit so gekündigt werden, wie es in Ihrem Arbeitsvertrag geregelt ist. Meist ist geregelt, dass die Kündigung in der Probezeit ohne bestimmte Gründe möglich ist und dass die Kündigung fristlos erfolgen kann.

        Wenn bei Ihnen im Vertrag steht, dass die Frist 14 Tage beträgt, dann haben Sie auch für diese 14 Tage eine Anspruch auf Lohn.

        Wenn der Vertrag Sie zu einem Leistungsumfang von 3 Stunden verpflichtet, dann sind Sie natürlich nicht zu weiteren 2 Stunden Arbeit verpflichtet. Etwas anderes kann gelten, wenn der Vertrag eine Regelung zu Mehrarbeit enthält.

        Wir wünschen Ihnen alles Gute für Ihren weiteren Weg!

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  15. Hallo wie geht es ihnen ????? ?????
    Ich bin schweißfachingenieur aber ich möchte für immer nach deutschland gehen und an der pilotschule studieren.

    Kann Sie mir helfen ?? ??????????

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    • Hallo Shahram,

      danke für Ihre Nachricht. Eine Umschulung vom Schweißfachingenieur auf Pilot wird in Deutschland von der Agentur für Arbeit nicht gefördert. Sie können lediglich die Ausbildung zum Piloten privat finanzieren (zum Beispiel über einen Ausbildungskredit).
      Viel Erfolg!

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