Berufswechsel als Controller/in: Nie mehr Controlling!

Mit Controlling macht man sich nicht nur Freunde…Zeit für einen Berufswechsel?

Nie wieder im Controlling arbeiten! Aber was kommt danach? Es gibt eine Vielzahl von Alternativen zum Beruf des Controllers. Zum Einen ist die Vorbildung im Bereich der Betriebswirtschaft ein großer Vorteil.
Mit der Vorbildung bzw. einem Studium im Bereich BWL bieten sich viele spannende Tätigkeitsfelder an. Darunter beispielsweise das Business Development, das Projektmanagement oder die interne Revision.

Grundsätzlich kann man sagen, dass das Wissen des Controllers auch in anderen Bereichen hilfreich ist, wie beispielsweise im Pricing, dem Produktmanagement und auch der Buchhaltung und Konzernrechnungslegung. Hier helfen die Grundlagen, die der Cotroller im Rahmen seines Studiums und der praktischen Tätigkeit erworben hat.

 

 

Projektmanagement

Ein Projektmanager betreut Ziele, die ein Unternehmen umsetzen möchte. Er bewertet die Durchführbarkeit, entwickelt Konzepte und Planung und wertet sie betriebswirtschaftlich aus. Die Aussichten in dieser Sparte nach einem Berufswechsel aus dem Controlling-Bereich sind gut, denn es wird immer mehr Personal gesucht, das sich später auch auf eine Führungsposition bewerben kann.

Basis für die Umschulung zum Projektmanager ist eine längere Berufserfahrung.
Im Zeitraum von wenigen Tagen bis hin zu mehreren Monaten werden in einem Lehrgang die wichtigsten Kernkompetenzen vermittelt. In der Regel kann die Umschulung parallel zur beruflichen Tätigkeit erfolgen, somit ist sie auch leicht finanzierbar.
Es werden Aspekte des Teambuildings sowie der Steuerung und die Kontrolle von unternehmensbezogenen Projekten vermittelt.

 

Unter anderem stehen folgende Themen auf dem Lehrplan:

  • Abwicklung und Steuerung
  • Aufgabenverteilung
  • Definition von Sollwerten (Basisplan)
  • Überwachung der Ressourcenleistung
  • Projektorganisation
  • Methoden des Projektmanagements
  • Projektsteuerung/Projektcontrolling
  • Projektansichten/Diagramme
  • Ressourcenmanagement und -zuweisung
  • Projektstatistik

 

Ausbildung in Business Development

Eng verknüpft mit dem eben genannten Beruf ist auch der des Business Developers. Er kümmert sich um die Erschließung neuer Märkte unter berücksichtigung diverser Kriterien und arbeitet eng mit dem Geschäftsleitung eines Unternehmens zusammen. Durch die Globalisierung und Digitalisierung rücken die Erschaffung neuer Märkte immer mehr in den Fokus. Es wird zunehmend wichtiger, “agil” und handlungsfähig zu bleiben. Der Business Developer begleitet Veränderungsprozesse, die Unternehmen langfristig stärken.

Der Beruf bietet ehemaligen Controllern ebenfalls die Chance sich im Ausland zu engagieren, um Beispielsweise mit internationalen Klienten zu verhandeln und somit vielfältige Erfahrungen zu sammeln.

Kreativität, Durchsetzungsvermögen und ein Gefühl für Trends und Änderungen am Markt sowie eigenverantwortliches Handeln sind Grundvoraussetzung. Gutes Business-Englisch ist jedoch gerade im Ausland von großem Vorteil. Der Erwerb des Zertifikats ist mit Kosten für den Auszubildenden verbunden, die in der Regel selbst zu tragen sind.
Das Einstiegsgehalt liegt bei ca. 45.000 € im Jahr, je nach Unternehmen und Bundesland.

 

Der Berufswechsel vom Controlling zur Internen Revision

In diesem Bereich werden für Unternehmen individuelle finanzielle Risiken bewertet und eingeschätzt. Zwar besteht hier auch wieder die Nähe zur betriebswirtschaftlichen Tätigkeit, allerdings mit mehr Abwechslung. Der Mitarbeiter in der internen Revision begutachtet dabei verschiedene Abteilungen eines Unternehmens und schätzt deren monetäre Risiken ein. Er entwirft Strategien, um Risiken zu minimieren und komplett auszuschließen. Die Verbesserung der Effektivität von Risikomanagement und Verbesserung der Geschäftsprozesse stehen im Fokus. Somit ist die interne Revision ein Bindeglied, um nachhaltig die Sicherheit des Unternehmens zu stützen. Meist ist sie der Geschäftsführung direkt als “Stabsstelle” unterstellt.

Das Einstiegsgehalt liegt bei ca. 50.000 € pro Jahr, wobei es je nach Unternehmen und Bundesland schwankt. Banken, Konzerne, sowie auch Stadtwerke suchen Mitarbeiter in diesem Bereich, Tendenz eher steigend.

 

Marketing studieren

Wer kreativ arbeiten möchte, aber eine Affinität zu Zahlen und betriebswirtschaftlichen Abläufen besitzt, ist mit dem Studiengang Marketing gut beraten. Fachleute beraten Unternehmen zu den Herausforderungen des digitalen Zeitalters, entwerfen und betreuen Werbekampagnen. Dabei setzen sie unterschiedliche Kanäle der Kommunikation ein und entwerfen Strategien zur Imageverbesserung eines Konzerns oder dem Verkauf neuer Produkte, die gerade erst auf den Markt gebracht werden.
Marketing ist ein spannendes Tätigkeitsfeld, das ganz neue Ausblicke auf die Zukunft eröffnet.Zum einen dadurch, dass die Firmen zukünftig mehr in Werbung investieren werden und zum anderen durch die Hürden der Digitalisierung. Diese bringen neue Impulse in die Wirtschaft und letztendlich auch neue Jobs auf den Markt. Im Bereich Marketing gibt es viele Unterkategorien, wie z.B. das Marketingcontrolling, aber auch Markt- und Meinungsforschung sowie operatives Marketing.

 

Folgende Studieninhalte werden u.A. vermittelt:

  • Betriebswirtschaftliche Grundlagen
  • Wirtschaftsmathematik / Statistik
  • Volkswirtschaftslehre
  • Rechnungswesen / Finanzierung
  • Corporate Management
  • Wirtschaftsrecht
  • Projektmanagement

 

Die Regelstudienzeit beträgt sechs bis sieben Semester. Sowohl Fachhochschulen, als auch Universitäten bieten diesen Studiengang an. Dabei sind Modelle wie Vollzeit, ein duales Studium aber auch ein Fern- bzw. Abendstudium neben dem Beruf denkbar. Das durchschnittliche Einstiegsgehalt im Bereich Marketing beträgt je nach Bundesland und Unternehmen ca. 32.000 € im Bereich PR und Unternehmenskommunikation und als Marketing Manager ca. 40.000 €.

 

Quereinstieg in einen komplett anderen Bereich

Ein Quereinstieg ermöglicht ganz neue Perspektiven, Abwechslung und andere Verdienstmöglichkeiten. Oft wird in den Bereichen, in denen Fachkräftemangel herrscht, gesucht. Das sind unter anderem die IT-Branche, der Gesundheits- und medizinische Bereich, sozialen Berufe sowie im Ingenieurwesen. Hier sind die Erfolgsaussichten auf einen sicheren Job mit gutem Gehalt hoch.

Nicht jeder kann und möchte aber noch ein Studium an seine jetzige Vorbildung anhängen. Auch andere Weg führen bekanntlich nach Rom. So ermöglichen Schulungen, Seminare und Aus- und Weiterbildungen den Weg zum neuen Job. Wer sich beruflich neu orientieren möchte, sollte sich zunächst im Klaren über die eigenen Kompetenzen und die Wunschvorstellungen sein. Auch parallel zur beruflichen Tätigkeit ist es möglich, sich Fähigkeiten anzueignen, die eine Umschulung vereinfachen. Wichtig ist, dass der Interessent Durchhaltevermögen mitbringt und über eine hohe Bereitschaft verfügt, sich weiterzubilden.

Die Bundesländer fördern jeweils mit unterschiedlichen Programmen Quereinsteiger. Sie stellen beispielsweise Bildungsgutscheine bereit, um die finanzielle Unterstützung für die Interessenten zu gewährleisten. Darunter sind die Initiative Arbeit Schleswig-Holstein im Norden, das Programm „Individuelle Weiterbildung in Niedersachsen“, den Verein „Weiterbildung Hessen e.V.“ und den Qualischeck in Rheinland-Pfalz. Bis zu 90 % der Gebühren werden im Rahmen der Programme übernommen. Als Rechercheplattform eignet sich die Internetseite des Kultusministeriums des Bundeslandes.

 

 

Quellen:
https://www.ibb.com/weiterbildung/projektmanagement-inkl-microsoft-project-3-fuer-arbeitssuchende
https://www.absolventa.de/jobs/channel/business-development/thema/beruf
https://www.campusjaeger.de/karriereguide/berufswelt/business-development-manager
https://www.gehalt.de/einkommen/suche/interne-revision
https://ratgeber-umschulung.de/dienstleistung/projektmanager/
https://www.campusjaeger.de/karriereguide/berufswelt/business-development-manager
https://quer-einstieg.de/tipps/weiterbildung/foerderprogramme-bundeslaender/
https://www.marketing-studieren.de/studiengaenge/marketing/
https://www.absolventa.de/jobs/channel/marketing/thema/gehalt

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