Einer der Hauptarbeitsorte von MTA sind Labore.

Der medizinisch-technische Assistent, häufig mit MTA abgekürzt, umfasst insgesamt vier Berufsbilder. Alle Berufe bestehen in Form eines technischen Assistenten in der Human- und Tiermedizin. Der MTA arbeitet, anders als die medizinische Fachkraft, nicht in der Praxis eines Arztes, sondern führt die Untersuchungen an seinen Patienten selbstständig und direkt durch. Medizinisch-technische Assistenten arbeiten aufgrund ihrer Spezialisierung unter anderem in medizinischen Laboratorien, Kliniken, Facharztpraxen oder Forschungseinrichtung.

Durch eine Umschulung zum MTA mit einem selbstgewählten Schwerpunkt erhalten alle Interessenten die Chance, den abwechslungsreichen Beruf im Medizinsektor kennenzulernen und künftig Patienten ordnungsgemäß behandeln und betreuen zu können.

 

Die Tätigkeit als medizinisch-technischer Assistent

Der medizinisch-technische Assistent, häufig MTA genannt, besitzt eine ähnliche Funktionswiese wie der medizinische Fachangestellte. Anders als ein herkömmlicher Arzthelfer jedoch führen die MTAs die Untersuchungen und Behandlungen ihrer Patienten nicht in einer Arztpraxis durch und ist somit nicht die Schnittstelle zwischen Arzt und Patient, sondern arbeitet selbstständig in einer dementsprechenden Einrichtung. Zu diesen zählen unter anderem medizinische Laboratorien, Facharztpraxen, Kliniken, Zentren für Diagnostik und medizintechnische Unternehmen. Der MTA übernimmt alle Untersuchungs- und Diagnostikschritte selbstständig und direkt.

Anders als der medizinische Fachangestellte müssen medizinisch-angestellte Assistenten aus insgesamt vier Berufsbildern wählen. Diese beinhalten sowohl Human- wie Tiermedizin. Jedes Berufsbild wiederum besitzt eine eigene Abkürzung. Zur Auswahl stehen der medizinisch-technische Assistent für Funktionsdiagnostik (MTAF), der medizinisch-technische Radiologieassistent (RTA; MTRA oder MTA-R), der medizinisch-technische Laboratoriumsassistent (MTLA oder MTLA-L) sowie der veterinärmedizinische -technische Assistent (VMTA).

Obwohl die Einteilung in vier Berufsbilder bereits seit Jahrzehnten besteht, existiert eine Gemeinsamkeit für alle MTAs. Zu ihren Hauptaufgaben zählt die Benutzung von medizintechnischen Geräten. Ebenfalls müssen sie in der Lage sein, verschiedene Untersuchungen mit Hilfe der Geräte durchzuführen und eine passende Diagnose zu stellen.

 

Zukunftsaussichten für das jeweilige Berufsbild

Der Bedarf an medizintechnischen Assistenten hängt stark vom jeweiligen Ausbildungsschwerpunkt ab. Vor allem in der Humanmedizin sind gut ausgebildete Fachkräfte stark gefragt. Um die eigenen Berufschancen zu steigern, existieren Möglichkeiten einer weiteren Ausbildung aufgrund der gewählten Spezialisierung. Die vorhandenen Weiterbildungen sind wiederum vom Spezialgebiet abhängig. Besteht nur eine geringe Nachfrage nach Fachkräften mit einer Standardausbildung, können sich Interessenten aufgrund der weiterführenden Ausbildung eine höhere Berufschance ermöglichen.

Zudem besteht die Chance auf ein Studium der Medizintechnik, welches wiederum weitere Tätigkeitsfelder offenbart. Vor allem in Praxen oder labortechnischen Einrichtungen besteht die Chance, mit der Standardausbildung sowie einer Weiterbildung schnell eine geeignete Anstellung zu finden.

 

Inhalte und Länge der Umschulung

Standardmäßig dauert die Weiterbildung zum medizin-technischen Assistenten drei Jahre. Die exakte Dauer hängt vom gewählten Schwerpunkt ab. Die Ausbildungszeit gliedert sich in Theorie- und Praxiseinheiten. Der MTRA umfasst eine Ausbildung im Umfang von 2.800 Theorie- und 1.600 Praxisstunden. Der MTLA hingegen besitzt eine länger dauernde Theorieausbildung im Umfang von 3.170 Stunden. Seine Praxiszeit hingegen beträgt nur 1.230 Stunden. Dieselben Theorie- und Praxiseinheiten gelten ebenfalls für den VMTA. Der MTFA dafür weist die meisten Praxisstunden in Ausmaß von 2.030 Stunden auf. Sein theoretischer Unterricht dafür beträgt 2.370 Stunden.

Im Zuge der praktischen Ausbildung führen die Umschüler mehrere Praktika vor Ort in einer ausgewählten Ausbildungseinrichtung statt. Im ersten Ausbildungsjahr ist dies ein Krankenhaus bzw. eine Klinik. Im zweiten Jahr können sie zwischen einem Klinik- und Institutspraktikum wählen. Die Praktika dienen der Anwendung des gelernten theoretischen Wissens sowie auf der Vorbereitung auf den späteren Arbeitsalltag. Die genauen Inhalte der praktischen Ausbildung unterscheiden sich zudem je nach Spezialisierung.

Die theoretische Ausbildung hingegen ist für alle vier Berufsbilder gleich. Sie beinhaltet zunächst die Berufs-, Gesetztes- und Staatskunde inklusiver berufs- und arbeitsrechtlicher Regelungen. Ebenfalls besteht ein Schwerpunkt auf dem Fach Mathematik. Die Umschüler erlernen die Grundlagen der Mathematik, das Rechnen mit Potenzen, Logarithmen und Gleichungen sowie die fachbezogene Anwendung der Mathematik. Unter das Gebiet der Biologie und Ökologie fallen der Mensch und die Umwelt, die Zelle sowie die dazugehörigen Themen Zellstoffwechsel und Zellvermehrung.

Arbeitspraktisch ausgerichtete Fächer bestehen in Form von Hygiene, Anatomie und Physiologie. Das Gebiet der Hygiene schließt die Sozialhygiene, Sterilisation, Desinfektion und Gesundheitsvorsoge mitein. Im Bereich der Anatomie erlernen die Umschüler den Aufbau des Nervensystems, die Sinnesorgane, das Atmungssystem sowie Herz- und Blutgefäßsystem. Die Physiologie hingegen besteht aus der allgemeinen Physiologie, der Sinnesphysiologie und dem Zentralnervensystem.

Sobald die Weiterbildung mit einem Zertifikat abgeschlossen wurde, können die Umschüler in die Praxis gehen. Sie benötigten hierfür eine besondere Erlaubnis nach dem sogenannten MTA-Gesetz. Die Berufserlaubnis erhalten alle Interessenten bei der zuständigen Landesbehörde.

Zielgruppe der zweiten Ausbildung zum medizin-technischen Assistenten

Die Zielgruppe für eine Umschulung zum medizin-technischen Assistenten besteht vor allem aus Personen aus artverwandten Berufen. Dies kann beispielsweise der ärztliche Assistent in der Humanmedizin oder Veterinärmedizin sein. Auch spricht die Umschulung Tier- und allgemeine Heilpraktiker, Pflegekräfte oder Personen aus pflegenden Berufen an.

Voraussetzung für die Umschulung zum MTA ist ein mittlerer Bildungsabschluss wie etwa die mittlere Reife, die Fachoberschulreife oder ein Realschulabschluss. Jeder Anbieter der Umschulung kann zudem eigene Zulassungsvoraussetzungen vorschreiben. Ebenfalls müssen die Interessenten ein ärztliches Attest übermitteln, welches ihre gesundheitliche Eignung bestätigt.

 

Fördermöglichkeiten für die Umschulung

Die Fördermöglichkeiten für eine Umschulung zum medizin-technischen Assistenten sind leider stark begrenzt. Interessenten können BaFög beantragen. Zugleich sind individuelle Förderungen über die Agentur für Arbeit und das Jobcenter möglich.

 

Anbieter der Umschulung zum MA

Die Umschulung zum MTA wird deutschlandweit von zahlreichen Instituten ermöglicht. Hierzu zählen:

 

Verwandte Bereiche des MTA als Fernstudium

Alternativ zur Umschulung zum medizin-technischen Assistenten bietet sich ein Fernstudium in artverwandten Bereichen an. Dies können beispielsweise Ernährungsberatung, Gesundheitsmanagement, Pflegemanagement, Management im Gesundheitswesen oder Gesundheitsökonomie sein. Ebenfalls existieren Fernstudien zum Heilpraktiker, Tierheilpraktiker, Physiotherapeuten und Tierphysiotherapeuten.

 

Andere Alternativen, um Medizinisch-Technischer Assistent bzw. Medizinisch-Technische Assistentin zu werden

Der Medizinisch-Technischer Assistent bzw. die Medizinisch-Technische Assistentin, meist mit MTA abgekürzt, umfasst insgesamt vier Berufsbilder aus dem Bereich der Human- und Tiermedizin. Die selbstständige Arbeit direkt am Patienten, meist in Laboratorien, Kliniken, Forschungseinrichtungen oder Facharztpraxen, bietet ein breites Tätigkeitsfeld. Während das Fachwissen des MTA auch durch ein Studium erlernt werden kann, stellen eine berufsbegleitende Ausbildung sowie ein Quereinstieg gute Möglichkeiten dar, um den vielseitigen Beruf ausüben zu können.

 

Berufsbegleitende Ausbildung

Bevor eine berufsbegleitende Ausbildung zum MTA absolviert wird, müssen die Interessenten sich entscheiden, welche Fachrichtung sie einschlagen möchten. Zur Auswahl stehen der Medizinisch-Technische Assistent für Funktionsdiagnostik, der Medizinisch-Technische Radiologieassistent, der Medizinisch-Technische Laboratoriumsassistent und der Veterinärmedizinisch-Technische Assistent. Obwohl jede Fachrichtung ihre eigenen Spezialisierungen besitzt, weisen die einzelnen Ausbildungen Ähnlichkeiten sowohl in der Länge der Ausbildung wie in ihren Inhalten auf.

Durchschnittlich dauert die berufsbegleitende wie Vollzeitausbildung zum MTA drei Jahre. Die exakte Dauer der Ausbildung hängt wesentlich vom gewählten Schwerpunkt ab, wodurch sie variieren kann. Interessenten müssen mindestens einen Realabschluss besitzen, um die Ausbildung durchführen zu können. Generell teilt sich die berufsbegleitende Ausbildung zum MTA in einen Praxis- und einen Theorieteil, wobei der inhaltliche Ausbildungsschwerpunkt meist auf die theoretische Ausbildung gelegt wird.

Allerdings unterscheidet sich das Verhältnis von Theorie- und Praxisausbildung ebenso je nach gewählter Fachrichtung. Da die berufsbegleitende Ausbildung meist schulisch stattfindet, müssen die Auszubildenden mehrere Praktika in einer ausgewählten Ausbildungseinrichtung absolvieren.

 

Studium

Deutschlandweit bieten vor allem private Bildungsinstitute oder Forschungseinrichtungen Studiengänge zum MTA an. Hierbei besteht die Auswahl an Standard- und dualen Studien. Ebenfalls unterscheidet sich die Studiendauer zentral je nach Anbieter. Je nach Studium werden bereits erste Berufserfahrungen bzw. eine abgeschlossene Berufsausbildung vorausgesetzt. Belegt der Interessent ein duales Studium, muss er bereits während seiner Studienzeit aktiv als MTA bei einem entsprechenden Arbeitgeber, beispielsweise einer Klinik oder einem Laboratorium, arbeiten.

Der wesentliche Vorteil der dualen Studien für die verschiedenen MTA-Richtungen besteht darin, dass die Studenten ein Gehalt für ihre Tätigkeit bekommen und somit ihr Studium einfacher finanzieren können. Die Akademie für Gesundheitsberufe des Universitätsklinikums Ulm beispielsweise führt ein duales Studium zum Medizinisch-Technischen Laborassistenten. Auch an der IB Hochschule ist ein Studiengang verfügbar, welches stets im Oktober beginnt und sowohl Vollzeit wie berufsbegleitend belegbar ist.

 

Quereinstieg

Da der Beruf des Medizinisch-Technischen Assistenten ausführliches Fachwissen erfordert, ist ein Quereinstieg in den Beruf nur schwer möglich. Möchten bzw. können Interessenten an der Tätigkeit kein Studium oder eine Ausbildung durchführen, besteht die Chance auf eine Umschulung oder spezifische Seminare. Die Umschulung dauert in der Regel drei Jahre und findet meist ausschließlich schulisch statt.

Da die Umschüler für eine schulische Umschulung kein Entgelt erhalten, dennoch häufig eine Umschulungsgebühr bezahlen müssen, besteht die Chance auf Förderungen. Für eine rein schulische Umschulung können Interessenten BAföG beantragen. Die spezifischen Seminare hingegen teilen sich meist in Weiterbildungs- und Ausbildungsseminare, sodass sie unterschiedliche Voraussetzungen besitzen.

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