Zweitausbildung und Unterhalt

Die Düsseldorfer Tabelle legt den Mindestunterhalt für Kinder fest.
Die Düsseldorfer Tabelle legt den Mindestunterhalt für Kinder fest.

Wenn Sie eine zweite Ausbildung beginnen und bisher von Ihren Eltern Unterhalt bezogen haben, interessiert es Sie sicher, was sich nun für Sie ändert.
Sind Ihre Eltern weiterhin zum Unterhalt verpflichtet?

Hier ein paar Infos zur Unterhaltspflicht während einer Zweitausbildung.

 

Die Grundsätze: Unterhaltspflicht der Eltern

Gemäß dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) sind Eltern ihren Kindern gegenüber unterhaltspflichtig, sofern diese nicht selbst in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Die Unterhaltspflicht ist allein dadurch gegeben, dass Eltern und Kinder in gerader Linie verwandt sind und besteht im Grunde das ganze Leben. Kristallklar ist natürlich der Fall bei minderjährigen Kindern im Vorschul- und Schulalter, da diese noch kein eigenes Einkommen haben.

Einkünfte aus Schülerarbeiten, die in ihrer Höhe einem Taschengeld vergleichbar sind, müssen übrigens nicht für die Deckung der Lebenshaltungskosten herangezogen werden. Die rechtliche Lage ändert sich, sobald ein noch minderjähriges Kind eine Berufsausbildung beginnt und hierfür eine Vergütung erhält. Die Ausbildungsvergütung muss das Kind für die Deckung des Lebensunterhalts einsetzen, sie wird in der Regel jedoch nicht ausreichen, weswegen die Eltern weiterhin in der Unterhaltspflicht bleiben. Der Unterhaltsanspruch des Kindes mindert sich dann aber entsprechend (§ 1612 Abs. 1 BGB).

Solange das Kind zuhause in einer intakten Ehe wohnt, wird der Unterhalt in der Regel durch Sachleistungen wie Verpflegung und Kleidung sowie ideelle Leistungen wie Pflege und Erziehung erbracht. Wenn jedoch ein Ehepartner die Familie verlässt und keine Leistungen mehr erbringt, muss er ersatzweise finanziellen Unterhalt leisten. Die Bedarfssätze hängen vom Alter des Kindes ab und werden nach der sogenannten “Düsseldorfer Tabelle” berechnet.

 

Unterhaltspflicht beim volljährigen Kind

Prinzipiell hat auch das volljährige Kind noch Anspruch auf Unterhalt durch die Eltern. Ausbildungsvergütungen oder sonstige Einkünfte aus Vollzeitarbeit (nicht Ferienjobs oder Schülerarbeit) muss das Kind jedoch zur Finanzierung seines Lebensstandards verwenden, denn das volljährige Kind ist nun für sich selbst verantwortlich. Das heißt, das volljährige Kind muss nun eigenverantwortlich für seinen Lebensunterhalt aufkommen – außer es ist in Ausbildung.

 

Unterhalt während der Ausbildung

Hier wird es nun allmählich interessant für Sie. Denn gemäß § 1610 Abs. 2 BGB können Sie als volljähriges Kind von Ihren Eltern den sogenannten Ausbildungsunterhalt verlangen, wenn und solange Sie sich in der Ausbildung befinden. Hier kommt dann immer wieder die Frage auf, ob Eltern auch unterhaltspflichtig bleiben, wenn ihre Kinder nach abgeschlossener Erstausbildung eine zweite Ausbildung beginnen oder ein Studium beginnen. Die aktuelle Rechtslage hierzu ist, dass die Eltern während einer Zweitausbildung nur noch ausnahmsweise zum Unterhalt verpflichtet sind.

Die Argumentation ist wie folgt: Indem die Eltern mit ihren Unterhaltsleistungen dem Kind eine angemessene Berufsausbildung ermöglicht haben, haben sie ihre gesetzlichen Verpflichtungen erfüllt. Sie sind deshalb nicht verpflichtet, weiteren Unterhalt zu zahlen, wenn das Kind eine Zweitausbildung beginnt. Allerdings gibt es einige Ausnahmen, die wir uns nun ansehen wollen.

Nach verschiedenen Urteilen des Bundesgerichtshofs besteht in folgenden Fällen ein Anspruch auf Unterhalt weiter:

  1. Ihr Beruf kann von Ihnen aus gesundheitlichen oder anderen Gründen nicht ausgeübt werden. Die Gründe waren bei Ausbildungsbeginn nicht absehbar. Ein Beispiel hierfür ist wieder einmal die klassische Mehlstauballergie des Bäckers.
  2. Die Eltern haben Sie gegen Ihren Willen in die falsche Ausbildung gedrängt oder Sie haben die Ausbildung nur den Eltern zuliebe abgeschlossen, zum Beispiel der Arztsohn, der unbedingt Chirurg werden sollte, aber kein Blut sehen kann.
  3. Die Ausbildung, die Sie begonnen haben beruhte auf signifikanten Fehleinschätzungen Ihrer Begabung. Das könnte zum Beispiel ein Fluglotse mit ADHS sein.
  4. Die weitere Ausbildung steht zeitlich und sachlich in engem Zusammenhang zur bisherigen Ausbildung.

Konkrete Entscheidungen zum vierten Fall hängen aber extrem stark vom Einzelfall ab und sind deshalb kaum zu verallgemeinern, deshalb hierzu auch kein konkretes Beispiel.

 

Minderjährigenunterhalt und Volljährigenunterhalt

Da Sie bereits eine Erstausbildung hinter sich haben und eine Zweitausbildung anstreben, ist mit Sicherheit davon auszugehen, dass Sie bereits volljährig sind. Während wie oben erläutert Minderjährigen ihren Unterhalt in Form von Naturalleistungen und ideellen Leistungen wie Betreuung, Pflege und Erziehung erhalten, benötigt ein Volljähriger solche Leistungen nicht mehr. Das bedeutet, Sie haben als Volljähriger grundsätzlich Anspruch auf Unterhaltsleistung in monetärer Form. Ihre Eltern werden also barunterhaltspflichtig.

Im Fall von getrennt lebenden Eltern werden zur Berechnung der jeweiligen Leistungen die Einkommen und Vermögen der Eltern miteinander verrechnet. Wenn zum Beispiel Ihre Mutter EUR 3.000 pro Monat verdient, Ihr Vater aber nur EUR 2.000, muss die Mutter 3/5 Ihres Unterhaltsbedarfs decken, der Vater 2/5.

Fazit:

In gewissen Fällen haben Sie bei einer Zweitausbildung Anspruch auf Unterhalt, es sind jedoch eher Ausnahmen. Richten Sie sich also besser darauf ein, ihre zweite Ausbildung auf anderen Wegen zu finanzieren als durch den Unterhalt Ihrer Eltern.

31 Gedanken zu „Zweitausbildung und Unterhalt“

  1. Hallo!
    ich versuche mich gerade durch die Bafög Anträge zu kämpfen. Mein Problem ist, dass ich elternunabhängig gefördert werden möchte was nicht wirklich machbar scheint aber ohne Bafög habe ich zu wenig Geld (und meine Eltern verdienen für Bafög zu viel. Sagt bafög).
    Kurze Zusammenfassung: ich bin 26 und habe 2013 mein ABI gemacht und danach erstmal ein FSJ
    Ausbildung zur MTLA (3 jahre schulische Ausbildung, in der mich meine Eltern komplett unterstützt haben in einer anderen Stadt).
    Halbes Jahr Praktikum in der Klinik (unbezahlt. Auch unterstützt von Eltern)
    1 Jahr und 11 Monate in einem Labor gearbeitet als MTLA. Keine Unterstützung von Eltern und kein Kindergeld mehr.
    Beginn des Medizinstudiums (mein Traum, den meine Eltern zwar nie verstehen und nachvollziehen konnten aber mich meines Traumes Willen bekräftigt haben darin) Sommersemester 2020, zu Beginn von Corona und Zusammenziehen mit meinem Freund. Keine finanzielle Unterstützung von meinen Eltern. Habe einen Job gehabt und von Erspartem gelebt (nicht genug verdient um über die 900€/Monat zu kommen. Wer tut das schon?).
    1. Semesterferien: 2 Jobs. Auch nicht genug Geld für Bafög um als Arbeitszeit zu gelten.
    2. Semester: kein Job, da zu stressig. Gelebt vom angespartem Geld, immernoch keine finanzielle Unterstützung.
    2. Semesterferien: Wieder einen Job angefangen und genug verdient um zu gelten.
    3. Semester Job und finanzielle Unterstützung der Eltern, da ich nicht genug verdienen konnte.
    Das Problem: Ich habe noch ein Geschwisterchen, das letztes Jahr ABI gemacht hat und auch langsam auf den weiterführenden Weg will (persönliche Probleme haben bisher dazu geführt, dass das noch nicht passiert ist). Meine Eltern müssen noch Raten abbezahlen, das Haus braucht dieses Jahr ein neues Dach und mein Vater gibt mir 300€ im Monat. Er hat ausgerechnet, wie viel er mir geben kann und mehr ist nicht drin (Kurzarbeit dank Corona hilft da auch nicht viel weiter). Zur Zeit steckt mein Geschwisterchen zurück. Ich verdiene so zwischen 200 und 300 im Monat. Ich brauche mindestens 550€ für notwendige Ausgaben und da ist Essen nicht mit einberechnet.
    Bafög wird das nicht anerkennen. Gibt es eine Möglichkeit, meine Eltern von der Unterhaltspflicht, die sie offiziell haben aber in meinem Fall keinen Sinn ergibt, zu entbinden?

    Vielen Dank!

    Antworten
    • Hallo Sarah,

      vielen Dank für Ihre Nachfrage.

      Wenn Ihre Eltern eine Unterhaltspflicht unterliegen, (was angenommen werden könnte, da das Medizin Studium als eine Weiterführung der Ausbildung zur Medizinisch-Technische-Laboratoriumsassistentin verstanden werden kann), dann gibt es keine Möglichkeit “der Entbindung von der Pflicht”.

      Stellen Sie in jedem Fall dennoch den Antrag auf Elternunabhängiges Bafög. Fragen Sie alternativ nach einer Darlehns-Option. Informieren Sie sich auch über einen staatlichen Studienkredit bei der KfW

      Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und alles Gute!

      Antworten
  2. Hallo.
    Ich habe für meinen Sohn bis zum Ende der Ausbildung zum Elektriker Unterhalt bezahlt.
    Nach der Ausbildung arbeitete er ca 4 Jahre in diesem Beruf.
    Dann hat er ein Studium zum Techniker begonnen. Er erhielt Schülerbafög dafür.
    Das Studium ist nun beendet.
    Nun erhielt ich ein Schreiben der Bafögstelle, mit der Aufforderung mein Einkommen darzulegen.
    Ich denke ich bin nicht mehr dazu verpflichtet dieses Bafög zurück zu zahlen, nachdem mein Sohn nach der Ausbildung einige Jahre im Job gearbeitet hat.
    Liege ich mit meiner Annahme richtig?
    Vielen Dank

    Antworten
    • Hallo Jörg,

      danke für Ihre Nachricht.

      Leider kann es sein, dass Sie tatsächlich während des Studiums noch unterhaltspflichtig gewesen sein könnten.
      Wenn ein Studium in einem fachlichen Zusammenhang mit der Ausbildung steht, wird teilweise davon ausgegangen, dass die Unterhaltspflicht der Eltern auch nach der ersten abgeschossenen Ausbildung fortbesteht. Da dieser Zusammenhang von den Gerichten bereits bei (unserer Ansicht nach) ferner liegenden Konstellationen bejaht wurde (zB Ausbildung zum Bankkaufmann, dann Lehramtsstudium), meinen wir, dass der Zusammenhang bei einer Elektrikerausbildung und einem Technikerstudium wohl angenommen werden würde.

      Wenn Sie nach der Auskunfserteilung einen Zahlungsbescheid bekommen sollten, können Sie dagegen einen Widerspruch einlegen und diesen auf die mehrjährige Berufstätigkeit stützen.

      Wir wünschen Ihnen alles Gute!

      Antworten
  3. Hallo,
    ich wollte mich erkundigen, inwieweit meine Eltern noch dazu verpflichtet sind mir Unterhalt zu zahlen.

    Ich bin 26 Jahre alt und habe nach meinem Abitur ein Bachelorstudium in Biologie angefangen. Dies
    habe ich nach 3 Semestern aufgrund einer Interessenänderung abgebrochen und eine dreijährige Berufsausbildung als Tischler erfolgreich abgeschlossen. Im Anschluss daran habe ich nun ein Bachelorstudium in Bauingenieurwesen begonnen.
    Im ersten Jahr meines ersten Studiums habe ich BAföG erhalten, aber den Antrag nicht verlängert, da ich nur noch Anspruch auf 10€ pro Monat hatte.

    Habe ich ich aufgrund meiner abgeschlossenen Berufsausbildung anspruch auf elternunabhängiges BAföG oder sind meine Eltern weiterhin verpflichtet mich zu unterstützen?

    Antworten
    • Hallo Benjamin,

      danke für Ihre Nachfrage.

      Bei Ihnen wird es bei der Beantragung des elternunabhängigen Bafög zentral um die Frage gehen, ob das Bauingenieur-Studium eine Weiterführung Ihrer ersten Berufsausbildung zum Tischler sein könnte. Die drei Semester Bachelorstudium Biologie hingegen sind irrelevant.

      Die entscheidenden Sachbearbeiter sind hier an interne Richtlinien gebunden, scheinen aber dennoch einen gewissen Ermessensspielraum nutzen zu können. Uns sind widersprüchliche Entscheidungen bekannt, allerdings nicht im Bereich Ingenieurwesen. Es ist nicht fernliegend, dass der Bafög-Antrag abgelehnt wird, da ein Ingenieurstudium als Fortführung einer handwerklichen Ausbildung verstanden werden kann. Sie werden es letztlich darauf ankommen lassen und den Antrag stellen müssen um Klarheit zu haben.

      Wir drücken Ihnen die Daumen für eine günstige Entscheidung und wünschen Alles Gute und viel Erfolg für Ihr Studium!

      Antworten
  4. Hallo, ich bin 26 Jahre alt, bin mit 16 bei meinen Eltern ausgezogen und habe seitdem zwar öfter Unterstützung von Ihnen erhalten, mich jedoch die meiste Zeit selbst finanziert. Allerdings hatte ich nie genug Geld um die 5 Jahre Erwerbstätigkeit nachzuweisen. Ich habe immer von weniger als 700 Euro im Monat gelebt. Von 2018 bis 2020 habe ich dann eine Ausbildung als staatl. gepr. wirtschaftliche Assistentin für das Fremdsprachensekretariat mit Zusatzqualifikation Fachhochschulreife erfolgreich durchlaufen. Danach habe ich von September 2020 bis jetzt als Verkäuferin gearbeitet und ca.600 Euro im Monat verdient, und (aus reiner Freundlichkeit) je 150 Euro Zuschuss von meiner Mutter und meinem Vater bekommen. Jetzt möchte ich aber noch einmal die 3-jährige schulische Ausbildung zur Ergotherapeutin machen. Meine Eltern können und wollen mir das aber nicht finanzieren da sie inzwischen selbst weniger verdienen und sich in Scheidung befinden. Meinen Recherchen nach sind meine Eltern nun aber nicht mehr Unterhaltspflichtig und ich könnte Bafög Vorausleistung beantragen und hoffen, dass ich dann elternunabhängig gefördert werde weil meine Eltern nach Zivilrecht nicht mehr Unterhaltspflichtig sind. Und die Ausbildungen stehen ja auch nicht in zeitlichem oder fachlichen Zusammenhang.
    Allerdings bin ich mir nicht sicher ob meine zweijährige Ausbildung reicht, damit der Unterhaltsanspruch gegen meine Eltern erlischt. Habt ihr da eine Einschätzung dazu? Wäre sehr sehr dankbar. Ohne elternunabhängiges Bafög werde ich mir die Ausbildung wohl nicht leisten können.

    Vielen Dank, lg
    Sandra

    Antworten
    • Hallo Sandra,

      vielen Dank für Ihre Anfrage und für Ihre Geduld.

      Sie haben es eigentlich schon gesagt. Im Grundsatz ist die Unterhaltspflicht der Eltern mit Abschluss einer anerkannten Berufsausbildung beendet, gleich ob die Ausbildung zwei oder drei Jahre gedauert hat. Wir sehen bei Ihnen keine der Rückausnahmen erfüllt. Wir empfehlen Ihnen von dieser Annahme auszugehen und das elternunabhängige Bafög zu beantragen.

      Viel Erfolg und alles Gute für Ihre Ausbildung, in die Sie hoffentlich bald starten!

      Antworten
  5. Guten Abend,
    ich habe eine Frage bezüglich Unterhaltsanspruch meines 22 jähr. Sohnes ggü seinem Vater. Mein Sohn hat von 2015 bis 2017 eine schulische Ausbildung zum technischen Assistenten absolviert. Danach hatte er eine Ausbildung zum Fachinformatiker begonnen, die er aber aus persönlichen Gründen im März 2018 abgebrochen hat. Danach hatte er bis Dezember 2020 eine “Findungsphase”, in der er nichts konkretes gemacht hat. Also gut 2,5 Jahre. Seit Dezember 2020 hat er nun einen Fernbildungsgang zum Fachinformatiker begonnen. Ich bin nun arbeitslos als Mutter und er ebenfalls, das Jobcenter möchte nun seinen Vater “in die Pflicht nehmen”, was unserer Meinung nach nicht rechtmässig ist, da zwischen den beiden Ausbildungen ja nun kein zeitlicher Zusammenhang mehr besteht. Seh ich das nun richtig oder muss mein Ex-Mann nun finanziell einspringen?
    Vielen Dank
    Gabi

    Antworten
    • Hallo Gabi,

      danke für Ihre Nachricht.

      Sie scheinen sich ja bereits informiert zu haben. Der Unterhaltsanspruch des volljährigen Kindes gegen ein Elternteil endet mit Abschluss der ersten beruflichen Ausbildung. Fachinformatiker ist in der Regel keine Ausbildung, die im Zusammenhang mit der ersten Ausbildung zum Techniker steht. Was noch “im Zusammenhang” steht, darüber kann man sich trefflich streiten und auch Gerichte können vom bisherigen Verständnis dieses bewusst unbestimmten Begriffs abweichen.

      Das Jobcenter scheint zu prüfen, ob sie sich an den Vater halten können. Normalerweise kann man davon ausgehen, dass bevor diese Entscheidung abschließend gefällt wird, dass ein Jurist für das Jobcenter die Angelegenheit überprüft.

      Wenn für Sie die Situation schwierig ist, zum Beispiel, weil Sie keinen Kontakt zum Ex-Mann wünschen, dann besteht von Ihrer Seite dennoch keine Möglichkeit, dass Sie sozusagen für ihn versuchen, die Anspruchsgeltendmachung durch das Jobcenter zu verhindern.

      Wir wünschen Ihnen alles Gute und eine gütliche Lösung für alle Beteiligten.

      Antworten
  6. Hallo,
    ich frage mich ob ich eine Möglichkeit für Elternunabhängiges BAFÖG habe.

    Mein Werdegang:
    Ich machte meine fachhochschulreife nach der 12. nachdem ich meinen ersten ausbildungsplatz zur tierarzt Helferin verlor (davor erweiterter Realschulabschluss)

    Von 2016-2018 habe ich eine Ausbildung zur Medizinischen Fachangestelltengemacht und um 1 Jahr verkürzt. Damit habe ich meine HZB erhalten.

    Danach ging ich an eine Hochschule und fing an zu studieren in zeitlichem und inhaltlichen Kontext (Gesundheitsmanagement). In dem Bereich habe ich jedoch für mich keine Zukunft gesehen, weshalb ich BWL studierte. Jetzt habe ich auch dieses Studium in vollzeit abgebrochen, mache dies jedoch im Fernstudium (private Online Uni) zuende und bestreite zusätzlich eine kaufmännische Ausbildung (groß und außenhandelskauffrau).

    Meine Eltern sind selber finanziell ausgeschöpft da mein Vater lange krank wurde (aktuell wieder im Arbeitsleben trotz schwerbehinderung). Laut bafög Rechner verdienten sie sowohl in der krankenzeit als auch jetzt zu viel für meinen Elternabhängigen Bafög Satz.

    Eigentlich sind sie doch aber gar nicht mehr untergaltspflichtig, deshalb könnte ich Glück haben mit Elternunabhängigem Bafög?

    Ich selber bin aktuell 23 und werde 24. Bafög beantragt habe ich noch nie da mich meine Eltern bislang unterstützt haben, sich aber ihre Situation verändert hat.

    Für eine grobe Einschätzung wäre ich euch sehr dankbar.

    LG Mareike

    Antworten
    • Hallo Mareike,

      danke für Ihre Anfrage. Ihre Eltern sind nicht mehr unterhaltspflichtig für Sie. Da Sie bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen haben und das Online BWL-Studium nicht auf die MFA-Ausbildung aufbaut, kommt auch keine Ausnahmeregelung in Betracht.

      Die Voraussetzungen für Elternunabhängiges Bafög für Ihr Online Studium sind in § 11 BAFöG geregelt. Wenn wir Ihre Ausführungen richtig verstehen, dann erfüllen Sie keine der Voraussetzungen. Wir sehen als Anspruchsgrundlage somit nur den Auffangtatbestand: Wenn Sie die Voraussetzungen für eine elternunabhängige Förderung zwar nicht erfüllen, die Eltern aber nicht mehr unterhaltspflichtig sind und ohne BAföG die Ausbildung gefährdet wäre. Hinsichtlich Ausbildung könnte man auf das Online Studium oder die Zweitausbildung abstellen. Wir tun uns schwer, eine Einschätzung für Ihr Online Studium abzugeben.

      Die Hochschulzugangsberechtigung, die Sie auf dem zweiten Bildungsweg erlangt haben, müsste Zugangsvoraussetzung für Ihr Online Studium sein. Wenn Sie das Online Studium keine HZB voraussetzt, dann ist es meist auch nicht Bafög förderungsfähig. Wenn die HZB hingegen erforderlich ist, dann können Sie Bafög beantragen. Nehmen Sie das reguläre Antragsformular, es gelten für Sie dieselben Bestimmungen und Anforderungen hinsichtlich Unterlagen. Hierbei wird natürlich berücksichtigt werden, dass Ihre Zweitausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau vergütet wird und es wird die Frage aufkommen, wieviele Stunden Sie den tatsächlich studieren.

      Sie können natürlich auch die Zweitausbildung in den Vordergrund stellen, aber auch hier erfüllen Sie die regulären Voraussetzungen des § 11 BAFöG nicht. Letztlich würden wir Ihnen empfehlen, einfach einen Bafög-Antrag zu stellen und die Entscheidung abzuwarten. Sie haben schließlich nichts zu verlieren.

      Wir wünschen Ihnen alles Gute und viel Erfolg für Ihren beruflichen Werdegang.

      Antworten
  7. Hallo,
    wir Eltern einer Tochter haben versucht uns über die Bafögförderung schlau zu machen, aber leider sind wir ein wenig überfordert.
    unsere Situation:
    Wir haben ein gutes Verhältnis zu unser Tochter und sie wird im Sommer 27 Jahre alt.
    Sie wohnt seit 2015 im eigenen Hausstand (jetzt mit Freund der auch studiert).

    Kurzer Werdegang:
    Zunächst hatte unsere Tochter leider das Abitur in der 10. Klasse abgebrochen.
    Auf der Realschule erlangte sie einen guten Abschluss mit Qualifikation.
    Es folgte ein Freiwillige Soziales Jahr (FSJ).
    Im Anschluss absolviert sie erfolgreich eine 3 jährige Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten.
    Nach ca.4 Monaten kam es zum Auflösungsvertrag.
    Dann begann sie das Abitur in Vollzeit nachzuholen. Mit Erfolg. Hier Bezog sie Elternunabhängiges Bafög .

    Nun möchte sie eine zweite neue Ausbildung (Studium) beginnen und Bafög beantragen.
    Zunächst für ein Semester Bildungswissenschaften als Fernstudium.
    Dann ist ein Wechsel auf Grundschullehramt auf einer Universität geplant.

    Unsere Fragen:
    1. Sind wir als Eltern zur Mitwirkung am Bafögantrag verpflichtet?
    2. Sind wir hier noch unterhaltspflichtig?
    Laut Bafögrechner im Internet müssten wir mit unseren gemeinsamen Einkommen ca. 800 Euro Unterhalt zahlen.

    Unsere Ansicht nach endete die 1.Ausbildung nach Abschluss der Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten.
    Eine eine neue /zweite Ausbildung (Studium) ist aus unsere Sicht nicht notwendig, da…
    
1. aus gesundheitlichen Gründen diese NICHT notwendig ist
    2. die erste Ausbildung NICHT auf einer deutlichen Fehleinschätzung ihrer Begabung beruhte
    3. unser Tochter von uns NICHT in einen unbefriedigenden, ihrer Begabung nicht hinreichend Rechnung tragenden Beruf gedrängt geworden ist
    4. die Ausbildung nach den gemeinsamen Vorstellungen von ihr und uns umfasste
    5. das angestrebte Studium fachlich NICHT in Anlehnung bzw. Weiterführung der Erstausbildung ist.

    Über eine Antwort wären wir dankbar.
    Mit freundlichen Gruß
    Ecki

    Antworten
    • Hallo Ecki,

      nun, uns scheint, Sie sind bestens über die Voraussetzungen zu Bafög bei einer zweiten Berufsausbildung informiert. Sollte Ihre Tochter Bafög beantragen, wären Sie zur Mitwirkung verpflichtet und sollten die von ihr benötigten Daten zur Verfügung stellen. Allerdings teilen wir Ihre Meinung, dass Sie nicht verpflichtet sind, das Studium Ihrer Tochter zu finanzieren.

      Da Sie erwähnen, dass Sie mit Ihrer Tochter eine gute Beziehung haben, was nicht selbstverständlich, sondern für alle Seiten ein glückliche Begebenheit ist, möchten Sie vielleicht erwägen, wie Sie unabhängig von einer rechtlichen Verpflichtung, Ihre Tochter auf ihrem weiteren Weg unterstützen können…

      Wir wünschen Ihrer Familie und Ihnen alles Gute!

      Antworten
  8. Guten Tag,
    Ich gehe seit diesem Jahr Sept. 2020 in die BOS-Vorkasse. Ich habe vor ca 1-2 Wochen einen Bescheid vom Bafög-Amt bekommen, dass ich nur sehr wenig Geld bekomme. Ich wohne schon seit meiner Ausbildung (3. Jährig) in einer eigenen Wohnung und meine Eltern haben mich auch da schon finanziell unterstützt. Jetzt ist das natürlich meine zweite Ausbildung und sie möchten mich nicht mehr finanziell unterstützen. Gibt es eine Möglichkeit doch noch an mehr Geld beim Bafög-Amt zu kommen, denn ich gehe schon nebenbei arbeiten (zumindest soweit ich das vom Bafög darf) und muss meine Miete bezahlen. Vielen Dank im voraus für Ihre Hilfe
    Leon

    Antworten
    • Hallo Leon,

      danke für Ihre Anfrage.

      Die Förderung durch Bafög soll den Abschluss einer ersten Berufsausbildung fördern. Eine zweite Ausbildung ist nur unter den Ausnahmen von § 7 Abs. 2 BAföG förderungsfähig, unter den Sie zu fallen scheinen (vielleicht Nr. 4a aufgrund der von Ihnen erwähnten BOS-Vorklasse.).

      Sie können gegen den Bescheid immer einen Widerspruch einlegen und begrenzen diesen nur auf die Höhe des gestatten Betrags. Denken Sie bitte an den Ablauf der Widerspruchsfrist. Der Bescheid sollte begründet sein und daraus sollten Sie entnehmen können, warum Ihnen nur ein reduzierter Betrag zuerkannt wurde. Vielleicht ergibt sich hier ein Anknüpfungspunkt für den Widerspruch.

      Unabhängig vom Bafögamt gibt es in Ausnahmefällen den Weg über elterlichen Unterhalt auch bei Zweitausbildungen.
      Denkbar wäre auch ein zinsgünstiges Darlehn (Bildungskredit), zu Beispiel über die Kfw.

      Wenn es an Ihrer BOS einen Ansprechpartner für das Thema Bafög gibt, dann lassen Sie sich dort beraten – oft trifft man dort auf wahre Experten.

      Wir wünschen Ihnen alles Gute und viel Erfolg!

      Antworten
  9. Liebe Redaktion,
    könnte es sein, dass mir meine Eltern zu Unterhalt verpflichtet sind, weil es einen engen zeitlichen und inhaltlichen Zusammenhang zwischen meiner Ausbildung (KFZ-Mechatroniker-Meister) und meinem Erststudium (Elektrotechnik) gibt?
    Ich habe, zu dem Zeitpunkt als ich 22 Jahre alt wurde, meine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker beendet. 9 Monate nach dem Ende meiner Ausbildung habe ich an einem Vollzeit-Lehrgang zum Meister teilgenommen und diesen Lehrgang kurz bevor ich 24 Jahre alt wurde, bestanden (nach 15 Monaten, weil eine Prüfung zu wiederholen war). Dann habe ein Jahr gearbeitet und kurz nachdem ich 25 Jahre alt geworden war, habe ich ein Studium der Elektrotechnik aufgenommen. Die Fortbildung zum Meister hat mir erst die Studiumsaufnahme ermöglicht, was zu Beginn, als ich von der Schule abging, so natürlich nicht abzusehen war.

    Antworten
    • Hallo Karl,

      danke für Ihre Nachricht. Leider kommen wir eher zu der Einschätzung, dass bei Ihnen mit Abschluss der gesamten Ausbildungslaufbahn KFZ-Mechatronik und Eintritt ins das Berufsleben als KFZ-Mechatroniker keine Unterhaltspflicht seitens der Eltern besteht. Der Meister ermöglicht Ihnen ein Studium, ist und bleibt aber eine Berufsausbildung und keine Schulausbildung an die das Studium als erste Berufsausbildung anschließen würde.

      Sie sollten dennoch unbedingt eine Beratung des Studentenwerks aufsuchen, alternativ einen Fachanwalt für Sozialrecht für eine kostenpflichtige Erstberatung konsultieren. Sollte man Ihnen dort eine andere Einschätzung geben, dann danken wir Ihnen im Voraus für eine Weitergabe der Informationen. Sie helfen so anderen in ähnlicher Situation.

      Wir wünschen Ihnen alles Gute und viel Erfolg für Ihr Studium!

      Antworten
  10. Hallo
    Mein Sohn ist 19 und hat jetzt seine Schulische Ausbildung abgeschlossen zum Assistent System Informatik.
    Muss ich als Vater jetzt noch weiter Unterhalt zahlen ??.
    Er will jetzt noch seinen Schulabschluss nach machen .

    Antworten
  11. Hallo,

    Ich habe eine Frage wegen Bafög für meine Tochter.
    Ich bin von meiner Expartnerin schon lange geschiedenen und habe auch seitdem kein Kontakt zu meinen Kindern mehr gehabt. Langsam nähern wir uns wieder an. Meine Tochter hatte eine erste Ausbildung gemacht und nun eine zweite. Sie bekommt Bafög. Ich habe Unterhalt gezahlt und jetzt verlangt das Amt, dass ich bezahle. Ich habe gelesen, dass ich nicht verpflichtete bin, eine zweite Ausbildung zu finanzieren, oder?
    Würde mich über eine Antwort freuen.

    Antworten
    • Hallo Frank,

      vielen Dank für Ihre Nachricht.

      In der Regel sind Eltern, unabhängig von der Frage, ob verheiratet oder geschieden, verpflichtet die erste Ausbildung ihrer Kinder zu finanzieren. Dabei muss es sich um eine abgeschlossene, dreijährige Ausbildung handeln. Sollte Ihre Tochter nur eine ein jährige Ausbildung abgeschlossen oder eine mehrjährige Ausbildung ohne Abschluss beendet haben, dann wären Sie womöglich weiter zur Finanzierung verpflichtet.

      Auf welcher Grundlage Sie verpflichtet sein könnten, erfahren Sie nur vom Bafög-Amt selbst. Lassen Sie den Bescheid von einem Fachanwalt für Sozialrecht ggf. prüfen.

      Antworten
  12. Hallo
    Meine Tochter *98, hat auf eigenen Wunsch des Gymnasium in der 11.Klasse abgebrochen und sich (mir meiner Zustimmung, da damals unter 18 ) auf einer Fachschule angemeldet um dort eine Ausbildung als Damenmaßschneiderin und das Fachabitur zu machen ( 3 jähriger Ausbildungsgang ) Trotz guter Noten möchte sie nicht weiter in diesem Bereich arbeiten ( Rat der Lehrer war Besuch der Techniker/Meisterschule) Allerdings möchte sie nun 1 Jahr jobben und danach ein Studium der Fotografie beginnen ( Abgabefrist der Bewerbungssfotos war verstrichen ). Bisher habe ich alleine den Unterhalt getragen, da der Vater seit der Scheidung vor 17 Jahren ALG2 bezieht. Die Tochter lebte in meinem Haushalt. Nun möchte sie zum Vater bzw. in eine WG ziehen. Und hätte gerne von mir weiterhin Unterhalt.

    Antworten
    • Hallo Susanne,

      danke für Ihre Frage.
      Zunächst muss ich vorausschicken, dass ich keine Rechtsberatung im Einzelfall anbieten kann.
      Wenn ich Ihre Ausführungen richtig verstanden haben, dann hat Ihre Tochter die dreijährige Ausbildung abgeschlossen und die offene Frage des weiteren Unterhaltsanspruch bezieht sich auf die anschließende Meisterschule oder das Fotografie-Studium. In diesem Fall hätte Ihre Tochter keinen weiteren Unterhaltsanspruch, da Eltern nur zur Finanzierung der ersten Ausbildung verpflichtet sind.
      Sollte Ihre Tochter die Fachschule für Damenmaßschneiderin noch nicht abgeschlossen haben, dann wäre das zukünftige Fotografie-Studium die Erstausbildung und der Unterhaltsanspruch bestünde fort.

      Ich hoffe, diese Informationen sind Ihnen hilfreich,
      viele Grüße

      Antworten
      • Vielen Dank für die Antwort, die sich mit meiner Auffassung deckt. Ja, die Ausbildung wurde abgeschlossen und auch das Fachabitur bestanden.
        Meisterschule wird (leider ) abgelehnt, hier hätte ich einen weiteren Unterhaltsanspruch noch herleiten können.

        Fotografie ist der neue Studienwunsch .

        Nochmals vielen Danl

        Antworten
  13. Hi,
    Ich habe eine Ausbildung zur Krankenschwester erfolgreich abgeschlossen (31.3.2014), danach war ich 30Monate jobben (Nicht als Krankenschwester) in der ganzen Welt (Tauchlehrer, etc) und habe nun ein Studium in Biologie begonnen (1.10.2016).
    Das BaföG-Amt hält meine Eltern für weiterhin Unterhaltspflichtig, obwohl zwischen den beiden Ausbildungen (mMn) kein enger fachlicher Zusammenhang besteht, die zweite Ausbildung nicht im engen zeitlichen Zusammenhang mit der Erstausbildung aufgenommen wird und die weitere Ausbildung für die Eltern nicht vorhersehbar war.
    Leider ist eine Uni auch kein Abendgymnasium oder Kolleg, ich bin noch keine 30, war keine fünf Jahre erwerbstätig oder drei Jahre als Krankenschwester …
    Die Unterhaltspflicht meiner Eltern könnte man wohl rechtlich prüfen lassen, allerdings fürchte, dass es die Situation nur verschlimmert… Sollte ich es machen in der Hoffnung doch noch BaföG zu bekommen, oder lieber den Kopf einziehen und mich meinem Schicksal ergeben?
    Gruß, Verena

    Antworten
  14. Mein Sohn hat eine Ausbildung als Kinderpfleger erfolgreich abgeschlossen und absolviert nun eine Ausbildung zum Erzieher. Er wohnt noch bei mir aber sein Vater (von mir getrennt lebend) kann auf Grund von ALG 2 Bezug kein Unterhalt bezahlen. Bei Auszug in eine eigene Wohnung wäre ich dazu verpflichtet Unterhalt zu zahlen oder bekäme mein Sohn mehr Bafög?

    Antworten
  15. Hallo.
    Mein Mann hat 2 Kinder aus einer vorherigen Ehe. Die eine ist ausser Haus aber die andere (19 jahre) ist jetzt einfach wie selbstverständlich wieder bei uns eingezogen . Sie hat eine Ausbildung absolviert als hauswirtschaftlerin . Die haben wir finanziell auch komplett getragen . Nun hat sie einfach ne neue Ausbildung begonnen als köchin? Da bekommt sie 600 Euro im Monat die sie auch für sich einbehält. Mein Mann und ich haben einen gemeinsamen 5 jährigen Sohn und ich bin zur Zeit schwanger mit unseren 2 gemeinsamen Kind. Die familiäre Situation ist im Moment sehr schwierig da seine Tochter Der Meinung ist sie hätte hier all in gebucht und sagt immer zu uns wir wären bis 25 Jahre dazu verpflichtet sie zu finanzieren . Das wird unsere Ehe aber keine 3 Jahre überstehen . Ihre Mutter hat noch nie Unterhalt bezahlt da mein Mann keine Lust hat sich mit ihr deswegen zu unterhalten .
    Müssen wir sie jetzt bei uns wohnen lassen und ihr 3 Jahre die 2 Ausbildung finanzieren oder nicht? Wir haben ja auch bald noch ein Baby. LG Corinna

    Antworten
  16. Hallo. Ich habe nach meinem Realschulabschluss eine Ausbildung zur Sozialassistentin begonnen und erfolgreich beendet. Nun beginne ich eine Ausbildung zur Gesundheits-und Krankenpflegerin. Von zu Hause bin ich ausgezogen. Jetzt ist die Frage ob ich weiterhin Unterhalt bekomme da es ja meine zweite Ausbildung ist?

    Antworten
    • Hallo Jasmin, in der Regel bekommen Sie bei einer erfolgreich abgeschlossenen Erstausbildung keinen Unterhalt mehr. Nun lässt sich darüber streiten, ob die Sozialassistenten-Ausbildung eine “vollständige” Ausbildung ist, da sie ja nur 24 Monate dauert. Das wird dann bei einer evtl. gerichtlichen Auseinandersetzung darüber, wenn Sie es denn so weit kommen lassen sollten, die Richterin entscheiden und abwägen.

      Antworten
  17. Hallo, ich bin auf der Suche nach Antworten. Mein Sohn (23) hat 2016 das Berufskolleg für Gesundheit und Pflege abgeschlossen. Damit verbunden war auch der Abschluss als Assistent im Sozial- und Gesundheitswesen. Bis zum Abschluss habe ich Unterhalt gezahlt. Nach nunmehr 2 Jahren hat ihm die Berufsberatung geraten, eine Ausbildung zum Erzieher zu beginnen. Er begehrt nun erneut Unterhalt und Chancen stehen für mich schlecht, keinen Unterhalt zahlen zu müssen. Obwohl der fachliche Zusammenhang erkennbar ist, so ist der zeitliche Zusammenhang doch eher grenzwertig.
    Meine Anwältin rät mir tatsächlich dazu, zu zahlen, da die Gerichte in diesen Fällen einen Unterhaltsanspruch befürworten. Ich weiß, dass mein Sohn im erlernten Beruf nie gearbeitet hat, stattdessen ein FSJ in einem Kino gemacht hat und sich danach ein weiteres Jahr in verschiedenen Bereichen “orientiert” hat. Vielleicht kann mir jemand sagen, warum ich nun doch wieder Unterhalt zahlen muss?

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    • Lieber Rollwage,

      für den Unterhaltsanspruch ist es maßgeblich, ob das Berufskolleg als Ausbildung im Sinne des Unterhaltsrechs verstanden wird. Denn einerseits müssen Sie nach einer bereits abgeschlossenen Ausbildung nicht für eine zweite Ausbildung aufkommen. Andererseits ist die Frage, ob der “Assistent im Gesundheits- und Sozialwesen” als vollwertige Ausbildung gesehen werden kann, da dieser ja nur 12 Monate dauert und nicht 3 Jahre, wie eine reguläre Ausbildung.

      Wenn Ihre Anwältin dazu rät, den Unterhaltsanspruch anzuerkennen, dann geht sie von der Einschätzung aus, dass das Gericht die erste schulische Ausbildung auch nicht als “vollwertige” Ausbildung sehen wird und den Unterhaltsanspruch deshalb bejahen wird.

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