Umschulung zum/ zur Florist/in

Floristik schenkt Glücksmomente. © marog-pixcells - Fotolia.com
Floristik schenkt Glücksmomente.

Wir haben Ihnen in diesem Artikel alle Informationen zusammengestellt, die Sie vor der Entscheidung über eine Umschulung zur Floristin wissen sollten: Dauer und Voraussetzungen der Umschulung, finanzielle Hilfe durch die Arbeitsagentur und Jobcenter, Ablauf der verkürzte Ausbildung, Ausbildungsinhalte, Anbieter der Umschulung, Floristikkurse für Quereinsteiger und vieles mehr.

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Was macht den Beruf der Floristen aus?

In der Umschulung zur Floristin wird nicht nur die Kunst, Blumen und Pflanzen zu züchten, zu pflegen und dekorativ zu arrangieren, vermittelt. Der Umschulungsberuf wird stark von kaufmännischen Tätigkeiten geprägt. Durch die große Bedeutung von der Bestellung über Onlineshops kommt neben dem Tagesgeschäft auch die Auslieferung von Blumensträußen an Kunden hinzu. Der Berufsalltag von Blumenhändlern besteht aus:

  • Einholung von Angeboten auf dem Großmarkt, Vergleichen von Preisen, Einkauf neuer Waren und Berechnung von Verkaufspreisen
  • Beratung bei Brautschmuck und Beerdigungskränzen und zur Pflege von Pflanzen bei Schädlingsbefall
  • Gestalten von Dekorationen z. B. Weihnachtsgestecke und Ostersträuße
  • Dekorieren von Räumlichkeiten wie Kirchen
  • Versorgung und Pflege der Pflanzen im Blumenladen

 

Zu wem passt der Umschulungsberuf Florist?

Als Blumenhändler werden nur Umschüler glücklich, die Pflanzen lieben. Ansonsten sehen die Zugangsvoraussetzungen keinen bestimmten Schulabschluss vor und ein Hauptschulabschluss ist somit ausreichend. Eine Umschulung ist besonders für gelernte Gärtner und Gärtnerinnen in den Bereichen Friedhofsgärtnerei, Zierpflanzenbau und Staudengärtnerei geeignet.

Personen, die keinen Ausbildungshintergrund im Gartenbau haben und eine Umschulung zum Floristen bzw. zur Floristin anstreben, sollten einen Bezug zur Arbeit mit Zierpflanzen sowie ein großes Maß an Kreativität mitbringen. Sie sollten ferner eine Affinität für das Dekorieren und Freude beim Umgang mit Kunden haben. Auch sollte ein gewisses Maß an organisatorischem Talent wie auch kaufmännisches Interesse vorhanden sein. Der Arbeitsort ist überwiegend der Blumenladen und die Arbeitszeit beträgt in der Regel acht Stunden. Schichtdienst ist ungewöhnlich. 

 

Der Beruf des Floristen ist das Richtige für Sie, wenn Sie...
Die Floristen-Umschulung
  • ein kreativer Mensch sind
  • ein Gespür für die Ästhetik und ein Händchen für Pflanzen haben
  • gerne Menschen beraten
  • Lust darauf haben, sich evtl. selbständig zu machen
  • einen erfüllenden, positiven Job einer hohen Bezahlung vorziehen
  • Ihnen geregelte Arbeitszeiten wichtig sind.

 

Zukunftsaussichten

Der Bedarf an neu ausgebildeten Floristen ist bundesweit gleichmäßig verteilt und liegt im mittleren Bereich. Es handelt sich zwar nicht um einen besonders vom Arbeitsamt geförderten Umschulungsberuf. Dennoch ist ein staatliche Unterstützung während der Umschulung möglich.
Nach der Umschulung kann die Möglichkeit der Selbstständigkeit ins Auge gefasst werden. Hierfür empfehlen sich kompakte Weiterbildungen im Bereich Unternehmensführung.

Den Beruf der Floristin hatte ich zwar nicht wirklich im Blick, aber ich wollte mich mit etwas Schönem umgeben, das war mir klar, als ich aus dem Vetrieb von Solaranlagen 2014 ausstieg, das war mir viel zu abstrakt. Heute, nach der Floristen-Umschulung arbeite ich in einem kleinen Blumenladen mit zwei total lieben Kolleginnen und fühle mich in diesem Beruf sehr wohl. Besonders schätze ich die Freude von Kunden über extra für Sie zusammengestellte Sträuße, z.B zur Hochzeit.Nora R., Berlin, zu ihren Erfahrungen bei und nach der Floristik-Umschulung

Die Tendenz geht zu ausgefallenen Blumendekorationen. Zunehmend wichtig werden Social Media Kompetenzen. Kunden suchen nicht selten ihre Hochzeitsdekoration über Instagram, Pinterest & Co. aus. Mit einer entsprechenden Reichweite und guten Kooperationen mit Hochzeitsplanern kann die Nachfrage nach den eigenen Kreationen sehr hoch sein. Die Umschulung zum Floristen bzw. zur Floristin wird aufgrund der Arbeit mit positiv besetzten Blumen als sehr befriedigend und lohnend empfunden.

 

Muss man eine Umschulung machen um Blumenhändler/in zu werden?

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Nein, Sie müssen formal keine Ausbildung oder Umschulung zur Floristin / zum Florist abgeschlossen haben. Insbesondere müssen Sie auch kein Floristmeister sein. Mit einem Floristikkurs für Quereinsteiger schaffen Sie also auch den Einstieg. Wenn Sie sich selbstständig machen möchten, wäre es also kein Hindernis, wenn Sie sich als Quereinsteiger gegen eine verkürzte Ausbildung entscheiden. Tatsächlich sind die meisten Blumenhändler jedoch entsprechend qualifiziert. Wenn Sie nicht planen, ein eigenes Geschäft zu eröffnen, dann wird von angestellten Mitarbeitern in der Regel eine Ausbildung verlangt.

 

Was sind die Inhalte der Umschulung zur Floristin?

Die Umschulung erfolgt in der Regel als verkürzte betrieblichen Ausbildung. Die Umschüler/-innen absolvieren nach dem dualen Ausbildungssystem den praktischen Teil in einem Blumenladen und den theoretischen Teil bei einem Umschulungsanbieter (Akademie, Berufsschule etc.).

Als theoretischer Teil der Umschulung wird Fachwissen zu Pflanzen und Werkstoffen vermittelt, sowie betriebswirtschaftliches Wissen beigebracht. Im Blumenladen lernen Sie die unterschiedlichen Zierpflanzenarten kennen, wie diese versorgt und gepflegt werden. Weitere praktische Ausbildungsinhalte sind:

  • Wie werden Sträuße gebunden und Gestecke angefertigt?  Wie werden Kränze hergestellt? Welche Anforderungen gelten bei der Braut- und Trauerfloristik?
  • Handhabung von Arbeitsinstrumenten (z. B. Zangen, Messer und Scheren)
  • Welche Dekorationen passen zu welchen Räumlichkeiten und Anlässen?
  • Organisatorische und kaufmännische Kenntnisse wie die Bedarfsermittlung, das Einholen von Angeboten und die Kalkulation von Preisen nach dem Schema der Kosten- und Leistungsrechnung.
  • Grundsätze der Kundenberatung und Grundzüge der Werbepsychologie

 

Wie lange dauert die Umschulung?

Die Dauer der Umschulung liegt bei zwei Jahren. Wer die Voraussetzungen einer Umschulung nicht erfüllt, der muss die dreijährige Ausbildung absolvieren. In der Regel kann die Umschulung nur verkürzt aufgenommen werden, wenn bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen wurde. Allerdings ist der Abschluss einer ersten Ausbildung nicht zwingend: Wenn Sie bereits mehrere Jahre ungelernt Arbeitserfahrung gesammelt haben, kann diese auch genügen.

Die Umschulung zur Floristin kann auch in Teilzeit absolviert werden und verlängert sich dann auf drei Jahre. Wenn Sie die verkürzte Ausbildung mit finanzieller Unterstützung des Arbeitsamts absolvieren möchten, dann ist eine Teilzeitumschulung nur bei Betreuung von eigenen Kindern, Pflege von Angehörigen oder aus gesundheitlichen Gründen möglich.

 

Fördermaßnahmen

Anders als bei einer betrieblichen Ausbildung, wird während einer Umschulung meint keine monatliche Ausbildungsvergütung gezahlt. Während einer Umschulung zum Floristen bzw. zur Floristin bekommen Sie von der Arbeitsagentur bzw. Jobcenter  Leistungen auf der Basis des neuen Bürgergeldes (früher: ALG1 bzw. ALG2) ausbezahlt. Voraussetzung für das monatliche Umschulungsgehalt ist ein Bildungsgutschein. Diese staatliche Leistung wird individuell festgesetzt. Es ist allerdings möglich, dass der Ausbildungsbetrieb Ihnen zusätzlich ein monatliches Gehalt als Bonus zahlt. Hier sollten die Grenzen des Zuverdienst berücksichtigt werden, da es andernfalls zu einer Verrechnung kommt.

Zum Umschulungsgehalt können zusätzlich Zuschüsse und Förderungen beantragt werden. Diese kann besonders dann gewährt werden, wenn der Umschüler bzw. die Umschülerin Wohngeld benötigt oder eine Familie zu versorgen hat. Hier finden Sie eine Übersicht aller finanziellen Zuschüsse währen der Umschulung.

 

Wie viel verdient man nach einer Umschulung zum Floristen/ zur Floristin?

Als Minimumgehalt für ausgebildete Floristen nach einer Ausbildung oder Umschulung sieht der Tarifvertrag ein monatliches Bruttoeinkommen zwischen 1900 und 2250 Euro vor. Dieses Gehalt gilt nur für Berufseinsteiger. Bereits im zweiten Berufsjahr erhalten zahlreiche Floristen eine Lohnerhöhung. Als Maximalbruttolohn für ausgebildete Fachkräfte gilt ein Bruttomonatslohn von 3500 Euro. Die Floristen übernehmen hierbei in vielen Fällen einen großen Verantwortungsbereich, sodass sich ihr Tätigkeitsfeld im Vergleich zum Berufsbeginn wesentlich erweitert.

 

Weiterbildung: Lohnt sich der Meister in der Floristik?

Entscheiden sich Floristen, an ihre Umschulung die Meisterausbildung anzuhängen, erwartet sie zugleich eine Lohnerhöhung. Bei Berufsbeginn verdienen Floristmeister durchschnittlich 2700 Euro brutto je Monat. Der Monatsverdienst kann sich auf bis zu 2400 Euro monatlich brutto mit zunehmender Berufserfahrung erhöhen.

 

Anbieter der Umschulung

Die Umschulung zum Floristen bzw. zur Floristin wird hauptsächlich von Blumenläden angeboten. Aber auch Zierpflanzengärtnereien bieten eine solche Umschulung an. In den Berufsschulen, z.B. in Hamburg, München, Leipzig, Stuttgart, Bremen oder Köln werden die theoretischen Lerninhalte übermittelt.

 

Einige Anbieter der Umschulung zum Floristen/ zur Floristin

 

Alternative Umschulungen im Fernstudium

Die Fernschulen SGD und ILS bieten alternativ einen Fernlehrgang im Bereich der Gartengestaltung an.

 

Floristikkurse für den Quereinstieg

Des Weiteren gibt es Floristikkurse für Quereinsteiger, z.B. bei Ihrer Volkshochschule oder an diversen Bildungszentren für Floristik, z.B. der Flowerart Academy.

Umschulung per Fernstudium - die Studienführer Winter/Frühling 2022/23 sind da:

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3 Gedanken zu „Umschulung zum/ zur Florist/in“

  1. Ich hab als Kind ein Praktikum in einen Blumenladen gemacht. Liebte es Blumen zu binden.

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  2. Ich wäre so gerne Floristin – schon seit meiner Kindheit möchte ich mich eigentlich liebr mit Pflanzen beschäftigen statt mit Menschen 😉 Doch ich habe Angst dass ich mir dann keinen Blumenladen leisten kann weil ja die meisten Floristen selbständig sind oder? Und ich lebe hier in einem Dorf in dem größtenteils alte Leute leben und in eine Stadt ziehen möchte ich nicht.

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    • Ich finde es sogar sehr schön in einem Dorf einen Blumenladen zu eröffnen. Es ist nicht viel los, die miete ist günstiger und du bekommst sicher viele stammkunden.

      Antworten

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