Umschulung zum Metallbauer / zur Metallbauerin

Metallbearbeitung in ihrer höchsten Präzision. © Alterfalter - Fotolia.com
Metallbearbeitung in ihrer höchsten Präzision.
© Alterfalter – Fotolia.com

Metallbauer/-innen fertigen Bauteile, Architekturelemente sowie Gebrauchsgegenstände aus Metall an, montieren sie und halten sie instand. Für die Herstellung entwerfen sie auch Skizzen und Pläne für die Arbeitsvorgänge. Sie erfolgt durch die Erhitzung von Rohmetall in Schmiedeöfen, so dass es anschließend geformt werden kann, was durch Hämmern, Kanten, Schlichten, Biegen, Körnen, Lochen und Meißeln durchgeführt wird. Häufig werden Metallgegenstände ausschließlich durch Maschinen hergestellt, wobei der Metallbauer bzw. die Metallbauerin somit eine überwachende Tätigkeit hat.

Im Zusammenhang steht dabei die Qualitätskontrolle der Produkte als Prüfverfahren, ob die Maschinen korrekt eingestellt sind. Die Endprodukte werden schließlich dem Kunden geliefert und häufig montiert. Metallbauer/-innen können auch die Funktion von Restaurateuren übernehmen, indem sie historische Objekte wiederherstellen.

 

Zukunftsaussichten

Handwerksberufe haben die Eigenschaft, dass sie immer gebraucht werden. Mit den Metallbauer/-innen sieht es nicht anders aus, weswegen die Perspektiven im positiven Licht stehen. Es gibt gute Weiterbildungsmöglichkeiten, so dass Gesellen eine Meisterprüfung ablegen und in die Selbstständigkeit gehen können.

 

Inhalte und Länge der Umschulung

Da Metall der hauptsächliche Werkstoff ist, werden angehende Metallbauer/-innen mit den Eigenschaften desselben betraut. Zu diesen Eigenschaften zählen u. a. die Verarbeitungsmöglichkeiten sowie die Schmelztemperatur. Der Einsatz von Werkzeugen ist für die Bearbeitung von Metall elementar und daher muss der Umgang mit ihnen erlernt werden. Zudem kommen Metallbauer/-innen hauptsächlich mit Maschinen in Kontakt. Deren Bedienung muss ebenfalls erlernt werden, wie auch die unterschiedlichen Einstellungen bei den jeweiligen Fertigungsverfahren.

Relevant ist auch die Erlangung des Verständnisses von technischen Unterlagen, Protokollen und Skizzen. Insbesondere bei maschinenintensiven Fertigungsverfahren erlernen die Umschüler/-innen die Anwendung des betriebseigenen Qualitätsmanagements. Sie lernen ferner, wie unterschiedliche Werkstoffe mit Schrauben und Nieten verbunden werden, wie die Behandlung von Oberflächen optimal vorgenommen wird, wie Dokumentationen (z. B. für Arbeitsabläufe) angefertigt werden, wie Schmiedeöfen benutzt werden und wie Metallgegenstände montiert werden.

 

Wie lange dauert die Umschulung?

Die Umschulung umfasst eine Länge von dreieinhalb Jahren, die durch die vorherige Ausübung ähnlicher Berufe auf zwei Jahre verkürzt werden kann. In seltenen Fällen ist die Umschulung auch in Teilzeit möglich. Eine berufsbegleitende Umschulung wird bislang nicht angeboten. 

 

Zielgruppe der Umschulung

Der Metallbau ist ein reiner handwerklicher Beruf. Aus diesem Grunde müssen Umschüler/-innen eine handwerkliche Geschicklichkeit besitzen; insbesondere sollte dafür der Umgang mit Werkzeugen gefestigt sein. Für die Bedienung der Maschinen sollten sie ein technisches Verständnis aufbringen und für das Ermitteln von Flächen, Volumina und Massen, das Auswerten von technischen Zeichnungen und das Berechnen von Material- und Energiebedarf sind mathematische Kenntnisse unerlässlich. Das Anfertigen von Skizzen erfordert eine zeichnerische Befähigung. Zudem sollte die Bereitschaft für das Analysieren von Montageplänen bestehen. Als Zugangsvoraussetzung ist ein guter Hauptschulabschluss ausreichend. Je nach Unternehmen können auch höhere Abschlüsse verlangt werden.

 

Förderungen

Die Umschulung zum Metallbauer bzw. zur Metallbauerin wird in der Regel von der Bundesagentur für Arbeit gefördert, insofern besondere Gründe vorliegen (z. B. Unzufriedenheit mit dem alten Beruf, körperliche oder psychische Beschwerden bei der Ausübung des vorigen Berufes).

 

Anbieter der Umschulung

Die Umschulung findet hauptsächlich in Metallbaubetrieben, besonders in Werkstätten und Werkhallen, statt. Der Besuch der Berufsschule gibt den Umschülern und Umschülerinnen die erforderlichen theoretischen Kenntnisse.

 

Verwandte Bereiche, in denen auch eine Umschulung möglich ist

Innerhalb der Metallbranche gibt es mehrere alternative Möglichkeiten:

2 Gedanken zu „Umschulung zum Metallbauer / zur Metallbauerin“

    • Hallo Herr Sagir,

      danke für Ihre Nachfrage.

      Ja, eine Umschulung vom Kfz-Mechatroniker zum Metallbauer ist möglich. Erkundigen Sie sich bei der Agentur für Arbeit nach Anbietern in Ihrer Region. Das Jobcenter ist nur für Sie zuständig, falls Sie länger als 1 Jahr arbeitslos sein sollten.

      Erkundigen Sie sich bei den Umschulungsanbietern ausdrücklich danach, ob Sie die verkürzte Umschulung (2 Jahre) machen können. Nach unserer Einschätzung sollte der Beruf des KfZ-Mechatronikers genug verwandt sein.

      Bereiten Sie sich unbedingt auf den Gesprächstermin beim Arbeitsamt vor und seinen Sie auf Fragen, Warum können Sie nicht mehr als KfZ-Mechatroniker arbeiten? gewappnet. In diesem Artikel finden Sie Tipps für das Beratungsgespräch: Umschulung mit Hilfe des Arbeitsamts

      Viel Erfolg!

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