Eine Fotografin an ihrem Computer-Arbeitsplatz.
© Dan Race – Fotolia.com

Berufsbild

Fotografen/-innen machen professionelle Aufnahmen unter unterschiedlichsten Bedingungen. Sie wählen je nach Motiv, Umgebung und Anforderungen das richtige Aufnahmematerial sowie ein geeignetes Objektiv. Durch ihr Fachwissen können sie sich für verschiedene fotografische Techniken entscheiden und ihr Motiv perfekt beleuchten. Außerdem haben sie Kenntnisse in Bildbearbeitung und können ihre Fotografien retuschieren, vergrößern oder vervielfältigen.

Fotografen/-innen können sich auf Schwerpunkte wie Porträt-, Produkt-, Event-, Luftbild-, Mode-, Industrie- und Architektur- oder Wissenschaftsfotografie spezialisieren. Danach richtet sich auch ihr späteres Einsatzgebiet.
Bei der Porträtfotografie arbeiten sie viel mit Menschen. Die Fotografen/-innen müssen freundlich und kundenorientiert sein. Sie beraten ihre Kunden z. B. bei der Kleiderauswahl für ein Bewerbungsfoto und gehen gleichzeitig auf die Wünsche und Erwartungen des Kunden ein. In der Produktfotografie hingegen arragieren sie Objekte oder Aufnahmesituationen nach den Anforderungen des Kunden und achten darauf, dass ihre Fotografie die gewünschte Botschaft transportiert.

Die Wissenschaftsfotografie hat ebenso spezielle Anforderungen. Oft werden spezielle Kamerasysteme verwendet, um exakte Aufnahmen zu gewährleisten. Möglich sind Fotografien im Makrobereich und das Erstellen von Dokumentationsaufnahmen oder Fotostrecken. Je nach Forschungsbereich müssen die Fotografen/-innen besondere hygienische, klimatische oder andere Anforderungen beachten.

 

Zukunftsaussichten

Der Photoindustrieverband zeichnet für die Branche in Zukunft ein positives Bild. Durch die stetige Weiterentwicklung der Technik steigen die Möglichkeiten des professionellen Einsatzes von Fotografie. Darüber hinaus erfordern viele neue Techniken Fachwissen, um damit gute Ergebnisse erzielen zu können. Die vielseitige Verwendbarkeit von digitalen Fotografien eröffnet zudem neue Möglichkeiten des Einsatzes von Aufnahmen.

 

Inhalte und Dauer der Umschulung

Der Beruf des Fotografen/der Fotografin bedarf einer 3-jährigen Ausbildung, die parallel in einer Berufsschule und einem Ausbildungsbetrieb absolviert wird. Es ist jedoch auch möglich, an einer Berufsfachschule eine rein schulische Ausbildung zu absolvieren. Ein bestimmter Abschluss ist grundsätzlich nicht erforderlich, teilweise legen die Betriebe jedoch eigene Voraussetzungen fest. Wichtige Fähigkeiten für den Beruf sind Beobachtungsgenauigkeit, eine gute Hand-Augen-Koordination, technisches Verständnis sowie ein gutes Gespür für Ästhetik. Desweiteren sind mathematisch-rechnerische Kenntnisse und ein gutes Ausdrucksvermögen notwendig.

Im theoretischen Teil der Ausbildung sind u. a. Inhalte, wie Bildideen entwickelt und umgesetzt und Konzepte entworfen werden, wie mit Licht gearbeitet und eine eigene Bildsprache entwickelt wird. Im Betrieb werden diese Kenntnisse angewandt. So wird das Beraten von Kunden geübt, Handhaben von fotografischen Aufnahmegeräten an verschiedenen Kameras ausprobiert, die Wirkung unterschiedlicher Beleuchtung und Objektive veranschaulicht und die Grundlagen der Bildbearbeitung erlernt. Im zweiten Teil der Ausbildung erfolgt dann eine Spezialisierung in den Bereichen Porträtfotografie, Produktfotografie, Industrie- und Architekturfotografie oder Wissenschaftsfotografie. Im gewählten Schwerpunkt werden dann spezielle Kenntnisse vermittelt.

Die Ausbildung kann an einer staatlichen Einrichtung im Handwerk oder an einer privaten Schule erfolgen. Private Anbieter verlangen meist eine Schulgebühr, die ca. 500-700 Euro pro Monat betragen kann.

Fördermaßnahmen

Die duale Ausbildung an der Berufsschule und im Handwerk wird vergütet. Auszubildende und Umschüler ab dem 18. Lebensjahr erhalten etwa 260 Euro pro Monat im ersten Ausbildungsjahr, ca. 285 Euro im zweiten und ca. 315 Euro im dritten Jahr. Die genaue Höhe hängt jedoch vom Ausbildungsbetrieb und der Region ab, sodass diese Zahlen nur eine Orientierung bieten können. Gültig sind die Vereinbarungen im Ausbildungsvertrag. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Ausbildung zusätzlich durch das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) oder die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) gefördert werden.

 

Wie viel verdient man nach einer Umschulung zum Fotografen/ zur Fotografin?

Als Fotograf bzw. Fotografin halten Sie Momente für die Ewigkeit fest. Die Fotografie bietet zahlreiche Gebiete wie Portrait- und Landschaftsfotografie. Fotografen können ihrer Tätigkeit dabei selbstständig oder bei einem Fotostudio nachgehen. Die Anstellungsart bestimmt letztendlich ebenfalls den Verdienst für Fotografen. Beschließen Sie, sich zu einem Fotografen bzw. zu einer Fotografin umschulen zu lassen, ist es wichtig, eine zutreffende Einrichtung zu finden. Das Gehalt von Fotografen bestimmt letztendlich der Betrieb. Schließt der Betrieb einen Tarifvertrag ab, gelten für ihn die bundesweiten Regelungen bezüglich Gehaltszahlungen. Liegt jedoch kein Abschluss bezüglich Tarifvertrag vor, können die Größe und Ort des Betriebs den monatlichen Verdienst beeinflussen.

Die Ausbildung zum Fotografen bringt ein generell geringes Gehalt von meist nur 500 Euro, sodass die Umschulung bezüglich Verdienst die bessere Variante ist. Als Einstiegsgehalt für ausgebildete bzw. umgeschulte Fotografen gilt ein Bruttoverdienst von monatlich 1.400 bis 2.200 Euro. Meist verdienen angestellte Fotografen mit Berufserfahrung monatlich bis zu 2.500 Euro brutto. Mit der Weiterbildung zum Fotografenmeister erhöht sich auch der Verdienst. Fotografenmeister erhalten zu Berufsbeginn monatlich 1.800 Euro brutto und mit Berufserfahrung sogar bis zu 3.200 Euro brutto monatlich.

Der Monatsbruttoverdienst für Fotografen muss aber nicht zwingend eingehalten werden. Der Arbeitsplatz bestimmt immer, wie hoch der Verdienst ausfällt. Besonders bei selbstständigen Fotografen hängt das Monatsgehalt stark von der vorliegenden Auftragslage ab. Selbstständige Fotografen mit einem guten Ruf und einem großen Kundenkreis verdienen wesentlich mehr als Fotografen, welche erst einen Bekanntheitsgrad aufbauen müssen. Neue selbstständige Fotografen müssen zugleich bei Berufsbeginn den Großteil der notwendigen Ausrüstung anschaffen. Aus diesem Grund müssen sie die Tagessätze für die Aufträge durchschnittlich höher ansetzen als Fotografen mit bereits vorhandener Ausrüstung. Meist verlangen selbstständige Fotografen je nach Auftrag 300 bis 700 Euro. Auch Auftragssätze je nach Einsatzgebiet von 1000 bis 2000 Euro sind möglich.

 

Anbieter der Umschulung

Die meisten Ausbildungen werden in kleineren Fotoateliers und -studios absolviert. Teilweise bieten jedoch auch Betriebe, die im Grafikbereich tätig sind, oder Forschungseinrichtungen Ausbildungsplätze an, sofern sie über eine eigene Fotografieabteilung verfügen. Zentrale Ansprechpartner können die Industrie- und Handwerkskammern sein, die oft einen Überblick über die angebotenen Ausbildungsplätze in der Region haben.

 

Alternative Fernstudium

Im Bereich Fotografie gibt es alternativ verschiedene Studiengänge, die auch als Fernstudium zu absolvieren sind. Mögliche Fächer sind hier Fotografie allgemein, digitale Fotografie, geprüfte/r Fotodesigner/in, Grafikdesign oder Multimedia. Etwas technischer ist ein Studiengang im Bereich der Fototechnik, der zum Abschluss Fotoingenieur führt.

Die SGD bietet eine große Auswahl von Fernkursen aus dem Bereich Fotografie an, über die Sie sich über folgenden Link informieren können: SGD Fotografie-Kurse: Digitale Fotografie | Foto-Designer/in | Professionelles Fotografieren*

 

Kennen Sie das spannende Genre der Street Photography? Auf dieser Webseite können Sie sich darüber informieren.

Umschulung zum Fotografen/zur Fotografin
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Weitere Informationen...

  • Derzeitige Chancen auf dem Arbeitsmarkt
  • Zukunftsaussichten
  • Eignung für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen
  • Verdienstmöglichkeiten
  • Möglichkeit zur erfolgreichen Selbständigkeit
  • Persönliche Erfüllung durch kreative Tätigkeit
3,3
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