Umschulungsberufe im Bereich Arbeit mit Kindern – ein Überblick

Viele Menschen empfinden die Arbeit mit Kindern als besonders erfüllend und streben daher eine berufliche Laufbahn in diesem Bereich an. Auch Umschulungen im Bereich Arbeit mit Kindern sind aus diesem Grund sehr beliebt. Wenn Sie mit Kindern jeglicher Altersgruppe arbeiten möchten, benötigen Sie meist ein polizeiliches Führungszeugnis sowie entsprechende Erfahrung im Umgang mit Kindern, die im beruflichen oder privaten Bereich erworben werden kann.

Ob eine Umschulung in einem der gewünschten Berufe im Einzelfall möglich ist, entscheidet die persönliche Eignung sowie die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt.

 

Umschulung zum Kinderpfleger/zur Kinderpflegerin

Kinderpflege umfasst auch Spaß und Spiel. © drubig-photo – Fotolia.com

Kinderpfleger/innen sind in Kindergärten, in Ganztagsschulen und in Kinderheimen sowie in Einrichtungen für behinderte Kinder zu finden. Sie haben die Aufgabe, die Kinder zu begleiten und bei alltäglichen Verrichtungen zu unterstützen. Je nach Altersgruppe kann es sich dabei um das Wickeln und Füttern, das Anziehen oder das Helfen bei den Hausaufgaben und dem Lernen für Klassenarbeiten handeln. Meist haben Sie es als Kinderpfleger/in mit Babys, Kleinkindern oder Grundschulkindern zu tun. Alternativ lautet die Berufsbezeichnung auch Sozialpädagogische/r Assistent/in. Für diese Tätigkeit sollten Sie Sensibilität, Spaß am Umgang mit Kindern, Geduld, Kreativität und Stressresistenz sowie ein gutes Durchsetzungsvermögen mitbringen.

Eine Umschulung zum Kinderpfleger/zur Kinderpflegerin dauert zwischen 24 und 36 Monaten; es sind für Sie aber auch kürzere Weiterbildungen im Angebot, die unter Umständen auch berufsbegleitend absolviert werden können. Vermittelt werden jeweils theoretische Inhalte; eine größere Rolle spielt hier aber der Praxisanteil. Letzterer wird in der Kindertagessstätte oder einer vergleichbaren Einrichtung zusammen mit Erziehern und Erzieherinnen erlebt. Um eine Umschulung zum Kinderpfleger/zur Kinderpflegerin zu absolvieren, ist mindestens ein Hauptschulabschluss sowie eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem verwandten oder anderweitigen Bereich erforderlich. Frauen und Männer sind gleichermaßen Zielgruppe dieser beliebten Fortbildung.

Weitere Informationen zur Umschulung zum Kinderpfleger.

 

Umschulung zum Erzieher/zur Erzieherin

Erzieher -für viele ein Traumberuf, für andere nicht…

Als Erzieher/in arbeiten Sie insbesondere mit Kindern der Altersgruppe zwischen drei und sechs Jahren. Sie sind so etwa in Kindertagessstätten, Kinderheimen, Kinderkliniken sowie Familienberatungsstellen und vergleichbaren Einrichtung tätig und helfen den Kindern beispielsweise beim Erlernen eines sozialen Verhaltens und dem Zurechtkommen mit Gleichaltrigern und anderen Menschen. Arbeitgeber können sowohl städtisch als auch kirchlich sein und je nach Einsatzgebiet sehr unterschiedlich ausfallen. Als Erzieher/in sollten Sie gern mit kleineren Kindern arbeiten und idealerweise bereits Erfahrung im Umgang mit diesen vorweisen können. Weitere Voraussetzungen sind Belastbarkeit, Geduld, Teamfähigkeit und ein gewisses Fingerspitzengefühl im Umgang mit Kindern und Eltern.

Die Dauer einer Umschulung zum Erzieher/zur Erzieherin beträgt je nach Bundesland und Bildungsträger 24 bis 48 Monate. Vermittelt werden sowohl theoretische als auch praktische Inhalte, so etwa das Lösen von Konflikten, der Umgang mit psychologischen Veränderungen und das Verstehen und Analysieren von zwischenmenschlichen Beziehungen. Die Zukunftschancen für Erzieher/innen sind sehr gut, da immer mehr Kinder in Tagesstätten betreut werden und auch in sozialen Einrichtungen erwartet wird, dass in den kommenden Jahren ein hoher Bedarf an kompetenten Erzieher/innen bestehen wird.

Weitere Informationen zur Umschulung zum Erzieher.

 

Umschulung zum Logopäden/zur Logopädin

Sprachtherapie kann auch Spaß machen. © Dan Race – Fotolia.com

Logopäden/Logopädinnen sind auch als Sprachtherapeuten/Sprachtherapeutinnen bekannt. Sie arbeiten häufig mit Kindern und helfen diesen, Sprachprobleme wie Lispeln, Stottern und vergleichbare Schwierigkeiten zu therapieren und so dauerhaft zu beseitigen. Auch Schluck- und Atemprobleme werden in diesem Zusammenhang behandelt. Dazu wird zunächst die Ursache der Probleme ermittelt und dann zusammen mit dem Patienten und gegebenenfalls dessen Familie eine geeignete Therapie eingeleitet. Als Logopäde/Logopädin sind Sie in einer eigenen Praxis, aber auch in Kliniken und Krankenhäusern tätig. Für die Arbeit sind Einfühlungsvermögen, Spaß am Umgang mit Menschen und ein umfangreiches Fachwissen ebenso erforderlich wie Geduld und Stressresistenz.

Wer eine Umschulung zum Logopäden/zur Logopädin absolvieren möchte, braucht dafür 36 Monate. Diese Dauer kann verkürzt werden, wenn Sie bereits eine Berufsausbildung in einem verwandten Bereich abgeschlossen haben. Vermittelt werden im Rahmen der Fortbildung medizinische, sprachwissenschaftliche und organisatorische Inhalte ebenso wie psychologische und pädagogische und soziologische Grundkenntnisse. Voraussetzung für die Teilnahme an einer Umschulung ist mindestens ein Realschulabschluss. Auch ein Zugang mit einem Hauptschulabschluss und einer abgeschlossenen Berufsausbildung ist bei einigen Einrichtungen möglich. Zielgruppe sind Männer und Frauen mit einer Affinität zur Arbeit mit Kindern sowie zur Wissenschaft und Medizin.

Weitere Informationen zur Umschulung zum Logopäden.

 


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