Nicht jeder Antrag auf eine Umschulung wir akzeptiert. Es gibt Fälle, in denen die Umschulung nicht genehmigt wird. Die Personen, die eine Ablehnung erhalten, sind daraufhin oft sehr niedergeschlagen und sehen keinen Ausweg aus der schwierigen beruflichen Situation.
Doch gibt es verschiedene Möglichkeiten, um dennoch eine Förderung der Ausbildung zu erreichen. Wenn Sie eine Ablehnung erhalten haben, sollten Sie den Mut nicht verlieren und weiterhin versuchen, Ihr Ziel zu erreichen. Hier finden Sie einige Alternativen, wie Sie dennoch eine Förderung bewilligt bekommen können.

 

Eine Neuformulierung des Antrags

In vielen Fällen gibt es keine festen Regelungen, wann eine Umschulung finanziert werden muss. Insbesondere bei der Umschulung durch das Arbeitsamt hängt dies stark von der persönlichen Einschätzung durch den Sachbearbeiter ab. Wenn Ihr Antrag abgelehnt wurde, kann es daher sinnvoll sein, diesen neu zu formulieren und daraufhin erneut einzureichen. Wenn Sie beispielsweise eine stichhaltigere Begründung einreichen, weshalb Sie in Ihrem bisherigen Beruf keine Zukunftsaussichten haben und weshalb Sie durch eine Umschulung wieder erwerbstätig werden können, kann dies die Möglichkeiten für eine Annahme verbessern. Auch wen Sie beispielsweise durch ein Praktikum Eigeninitiative ergreifen, zeigt dies, dass Sie sich intensiv mit dem neuen Berufsfeld beschäftigen, wodurch sich die Chancen auf eine Annahme deutlich verbessern können.

 

Antrag bei einem anderen Träger

Wenn Ihr Antrag abgelehnt wurde, kann dies auch daran liegen, dass Sie sich an den falschen Träger gewandt haben. Es gibt verschiedene Institutionen, die in unterschiedlichen Fällen zuständig sind. Wenn beispielsweise Ihr Antrag beim Arbeitsamt abgelehnt wurde, sollten Sie genau überprüfen, ob nicht die Rentenversicherung oder die Berufsgenossenschaft für Ihren Fall zuständig sein könnte. Oftmals wurde der Antrag einfach an der falschen Stelle eingereicht und deshalb abgelehnt. Wenn Sie bei einem anderen Träger einen Antrag auf die Förderung der Umschulung stellen, ist es möglich, dass dieser dann akzeptiert wird.

 

Einen anderen Beruf auswählen

Die Bewilligung der Umschulung läuft je nach Träger unterschiedlich ab. Bei der Rentenversicherung wird beispielsweise überprüft, ob ein grundsätzlicher Anspruch auf eine Umschulung besteht. Sollte dies der Fall sein, wird diese genehmigt und erst anschließend wird der Beruf ausgewählt, den die betroffene Person erlernen soll. Wenn Sie jedoch einen Antrag beim Arbeitsamt stellen, müssen Sie auch angeben, welchen Beruf Sie erlernen wollen. Sicherlich ist es sinnvoll, eine Ausbildung zu wählen, die Ihnen selbst auch Spaß macht. Allerdings legen die Sachbearbeiter beim Arbeitsamt auch sehr viel Wert darauf, dass eine hohe Nachfrage im entsprechenden Berufsfeld besteht. Sollte Ihre erste Wahl abgelehnt werden, kann es sinnvoll sein, die Berufswahl nochmals zu überdenken. Denn wenn Sie selbst bei der Auswahl die Arbeitsmarktsituation berücksichtigen, kann es möglich sein, bei einem erneuten Antrag für die Umschulung in einem anderen Bereich, eine Bewilligung zu erhalten.


3 Kommentar zu “Umschulung abgelehnt- was nun?”

  1. Hallo, ich bin Verwaltungsfachangestellte nur finde ich seid 6 Jahren keinen Job. Ich habe schon alles mit gemacht und auch die Sachen vom Arbeitsamt, nur nichts klappt. Ich bettle um eine Umschulung oder sonstige Sachen, aber alles aber auch alles wird mir abgelehnt. Ich habe drei Kindergärten bei mir in der nähe. aber ich brauche ein Anerkennungs-Jahr und auch das bekomme ich nicht Nun die Frage wie machen das die andren? Ich möchte gerne Arbeiten, nur Hilft mir keiner von gar keiner Stelle.

  2. Sehr toll ist es, wenn der Fallberater meint, dass man keinen Anspruch auf eine Umschulung habe, weil man ja “Gesund” wäre.
    Es würde ja reichen, wenn man eine Helfertätigkeit ausübt und bräuchte keine Qualifzierung zu einer besser bezahlten Arbeit.
    Allein, dass ich mit einer 40h Vollzeitstelle als “Helfer” mit 9€ pro Stunde noch unter dem Leistungssatz verdiene und als Alleinverdiener dennoch Zuschüsse beantragen muss, um über die Runden zu kommen.
    Das reicht dem Fallberater allerdings nicht aus. O-Ton: Das Ziel des Jobcenters ist es, ihren Leistungsbezug zu verringern oder zu Beenden. Es ist nicht unsere Aufgabe ihre Vita grade zu rücken!
    Als ob ich absichtlich vor 25 Jahren 2 Arbeitsunfälle hatte, die mich zwangen meinen erlernten Beruf aufzugeben…

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