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Umschulung, aber kein Geld zur Finanzierung? Tipps

Eine Umschulung meint eine besondere Form der beruflichen Weiterbildung, durch die keine bereits vorhandenen Kenntnisse und Fähigkeiten wiederholt beziehungsweise vertieft werden, sondern durch die die Teilnehmenden ganz neue Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben. Das Ziel ist, Arbeitnehmer durch das Erlernen einer bisher noch nicht ausgeübten beruflichen Tätigkeit weiter zu qualifizieren. Darüber sollen drohende Arbeitslosigkeit abgewendet und die Chancen für den Einzelnen auf dem Arbeitsmarkt erhöht werden. Bei Umschulungen handelt es sich um Weiterbildungsmaßnahmen, die im Berufsbildungsgesetz in Paragraph 1, Absatz 5 geregelt sind.

Abhängig vom Berufsfeld und den jeweiligen Vorkenntnissen kann eine Umschulung einen zeitlichen Rahmen von mehreren Monaten oder auch bis zu zwei Jahre haben. Wie eine Erstausbildung kann sie rein schulisch erfolgen, aber auch dual – das heißt sowohl betrieblich als auch schulisch – oder überbetrieblich ablaufen.

Rein schulische Umschulungen werden von Berufsschulen und Berufsfachschulen angeboten und werden durch Praktika ergänzt. Betriebliche beziehungsweise duale Umschulungen sind in einen praktischen Teil der Ausbildung im Betrieb und einen theoretischen Teil in der Berufsschule geteilt. Während vom Betrieb als Ausbildungsstätte ein festes Ausbildungsgehalt gezahlt wird, gibt es dies in der rein schulischen Form der Umschulung nicht, wodurch die finanzielle Belastung für den Auszubildenden beziehungsweise Umschüler natürlich eine höhere ist.

Überbetriebliche Umschulungen werden meist von privaten Bildungsträgern angeboten. Hier werden sowohl praktische als auch theoretische Fähigkeiten vermittelt, die teils ebenfalls durch Praktika ergänzt werden.
Die Kosten für Umschulungen sind – insbesondere bei überbetrieblichen Umschulungen, aber auch bei der rein schulischen Form der Umschulung – häufig recht hoch und können oftmals nicht privat finanziert werden. Treffen bestimmte Voraussetzungen zu, gibt es aber die Möglichkeit, sich eine Umschulung finanzieren zu lassen. Das heißt wiederum, dass bestimmte Gründe für die Umschulung vorliegen müssen und dass allein der Wunsch nach einem Wechsel des Berufsfelds nicht ausreicht. Außerdem muss die Teilnahme an der Umschulung Kenntnisse über Aufgaben und Tätigkeiten zum Ergebnis haben, die in der vorherigen beruflichen Tätigkeit nicht erlernt wurden.

Als weitere Gründe gelten zum Beispiel Arbeitslosigkeit, ungenügende Nachfrage im gelernten Beruf, längere Abwesenheit im bisherigen Beruf (zum Beispiel aufgrund von Krankheit oder Kindererziehung), Berufsunfähigkeit und technische Neuerungen im bisherigen Berufsfeld.

Außerdem muss die Tätigkeit, die durch die Umschulung angestrebt wird, auf dem Arbeitsmarkt ausreichend nachgefragt sein; das heißt, für Umschulungen zu Berufsbildern, die kaum oder gar nicht gefragt sind, gibt es keine oder nur geringe Chancen, eine Umschulungsmaßnahme bewilligt zu bekommen. Wenn Sie also überlegen, eine Umschulung zu absolvieren, sollten Sie sich genaue Gedanken darüber machen, welchen Beruf Sie erlernen möchten und was Ihre Gründe dafür sind. Vor dem Träger, der für die Finanzierung Ihrer Umschulungsmaßnahme in Frage kommt, müssen Sie diese plausibel darlegen und gegebenenfalls verhandeln können.

Eine weitere Voraussetzung für die Kostenübernahme durch einen Träger ist eine erste abgeschlossene Berufsausbildung, zumindest muss aber eine Ausbildung begonnen worden sein. Nur wenn bereits eine Ausbildung begonnen wurde, diese aber aus triftigen Gründen nicht beendet werden kann, kann eine Umschulungsmaßnahme bewilligt werden.

 

Finanzierung der Umschulung

Die Finanzierung einer Umschulungsmaßnahme kann über verschiedene Kostenträger erfolgen. Welcher Träger in Frage kommt, hängt auch von dem Grund ab, aus dem sich für die Umschulung entschieden wurde.
Die Kosten können beispielsweise durch die Arbeitsagentur übernommen werden. Hier ist es wichtig, sich frühzeitig für eine persönliche Beratung zu melden und diese auch wahrzunehmen. Im Gespräch werden die notwendigen Voraussetzungen für die Übernahme der Kosten geprüft, das heißt, die persönliche Eignung wird bewertet und außerdem beurteilt, ob mit der geplanten Weiterbildung wirklich neue Berufschancen verbunden sind. Verläuft die Prüfung positiv, erhält man einen sogenannten „Bildungsgutschein“ beziehungsweise eine „Bildungsprämie“. Ersterer wird bewilligt, wenn bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung vorliegt oder aber mindestens 3 Jahre praktische Erfahrung im Berufsfeld nachgewiesen werden können. Eine Bildungsprämie hingegen fördert Erwerbstätige und Erwerbsrückkehrer.

Im Anschluss an eine Fortbildung mit Bildungsgutschein – und sofern im neuen Berufsfeld eine Arbeitsstelle gefunden wurde – kann bei der Arbeitsagentur eine Weiterbildungsprämie beantragt werden.

Neben den Kosten für die Umschulung selbst kann auch die Bewilligung weiterer Fördermittel beantragt werden. Darunter fallen etwa die Finanzierung von Lehrmitteln wie Büchern, Arbeitskleidung oder Prüfungsgebühren und die Finanzierung von Fahrtkosten, die den Anfahrtsweg zwischen Wohnung und Ausbildungsstätte decken. Wenn zur Wahrnehmung der Umschulung ein Wohnortswechsel nötig ist, übernehmen Arbeitsagentur und Jobcenter eine Anfahrt zur Arbeitsstätte und pro Monat eine Fahrt in den vorherigen Wohnort. Die Höchstgrenze der Fahrtkostenübernahme hierfür beträgt monatlich 470 Euro. Für eine auswärtige Unterkunft können bis zu 340 Euro im Monat und für Verpflegung 136 Euro übernommen werden.
Umschüler, die Eltern sind, können die Finanzierung von Kosten, die für die Kinderbetreuung anfallen, beantragen. So werden für Kinder unter 15 Jahren monatlich bis zu 130 Euro pro Kind übernommen.

Zusätzlich können Besucher einer Berufsfachschule prüfen, ob sie Anspruch auf das sogenannte Aufstiegs-BAföG des Bundesministeriums für Bildung und Forschung haben. Hierfür müssen die Voraussetzungen der entsprechenden Fortbildungsordnung für die Zulassung für die angestrebte Fortbildung erfüllt sein.

Eine finanzielle Förderung ist neben der Kostenübernahme durch die Agentur für Arbeit auch über die jeweilige Berufsgenossenschaft möglich. Dies ist allerdings nur im Falle einer Berufsunfähigkeit durch einen Arbeitsunfall möglich, das heißt, wenn die betreffende Person ihrer bisher ausgeübten Tätigkeit wegen eines Arbeitsunfalls nicht mehr nachgehen kann. Oft müssen vor einer Bewilligung verschiedene Anstrengungen der Rehabilitation unternommen werden. Erst eine anschließende ärztliche Untersuchung mit dem Ergebnis der Berufsunfähigkeit führt dann zur Bewilligung der Kostenübernahme durch die Genossenschaft.

Auch die gesetzliche Rentenversicherung kann in bestimmten Fällen Umschulungen finanzieren, beispielsweise wenn eine Berufsunfähigkeit vorliegt, also die betreffende Person geistig oder körperlich nicht mehr in der Lage ist, ihrem vorherigen Beruf weiter nachzugehen. Eine von zwei Voraussetzungen muss hierfür zutreffen: Entweder muss die Person, die an der Umschulung interessiert ist, mindestens 15 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt haben, oder sie muss eine Erwerbsminderungsrente bekommen.

Wenn das Arbeitsamt Ihre Umschulung bewilligt, werden sämtliche Kosten übernommen, die im Rahmen der Umschulungsmaßnahme anfallen. Sind Sie Empfänger von Arbeitslosengeld I oder II, erhalten Sie diese Leistungen weiter.

 

Was tun?

Sind Sie überzeugt, dass eine Umschulung für Sie das Richtige ist? Vereinbaren Sie in dem Fall einen Beratungstermin mit dem Berater der für Sie zuständigen Agentur für Arbeit. Fragen Sie dabei nach der Möglichkeit, die Umschulung über den Bildungsgutschein zu finanzieren. Prüfen Sie parallel auch, ob für Sie auch andere Leistungsträger, zum Beispiel die Renten- oder Unfallversicherung, in Frage kommen.

Umschulungen: Voraussetzungen + So gelingt die Finanzierung

Eine Umschulung meint eine besondere Form der beruflichen Weiterbildung, durch die keine bereits vorhandenen Kenntnisse und Fähigkeiten wiederholt beziehungsweise vertieft werden, sondern durch die die Teilnehmenden ganz neue Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben.

Das Ziel ist, Arbeitnehmer durch das Erlernen einer bisher noch nicht ausgeübten beruflichen Tätigkeit weiter zu qualifizieren. Darüber sollen drohende Arbeitslosigkeit abgewendet und die Chancen für den Einzelnen auf dem Arbeitsmarkt erhöht werden. Bei Umschulungen handelt es sich um Weiterbildungsmaßnahmen, die im Berufsbildungsgesetz in Paragraph 1, Absatz 5 geregelt sind.

Abhängig vom Berufsfeld und den jeweiligen Vorkenntnissen kann eine Umschulung einen zeitlichen Rahmen von mehreren Monaten oder auch bis zu zwei Jahre haben. Wie eine Erstausbildung kann sie rein schulisch erfolgen, aber auch dual – das heißt sowohl betrieblich als auch schulisch – oder überbetrieblich ablaufen.

Rein schulische Umschulungen werden von Berufsschulen und Berufsfachschulen angeboten und werden durch Praktika ergänzt. Betriebliche beziehungsweise duale Umschulungen sind in einen praktischen Teil der Ausbildung im Betrieb und einen theoretischen Teil in der Berufsschule geteilt. Während vom Betrieb als Ausbildungsstätte ein festes Ausbildungsgehalt gezahlt wird, gibt es dies in der rein schulischen Form der Umschulung nicht, wodurch die finanzielle Belastung für den Auszubildenden beziehungsweise Umschüler natürlich eine höhere ist.

Überbetriebliche Umschulungen werden meist von privaten Bildungsträgern angeboten. Hier werden sowohl praktische als auch theoretische Fähigkeiten vermittelt, die teils ebenfalls durch Praktika ergänzt werden.

Die Kosten für Umschulungen sind – insbesondere bei überbetrieblichen Umschulungen, aber auch bei der rein schulischen Form der Umschulung – häufig recht hoch und können oftmals nicht privat finanziert werden. Treffen bestimmte Voraussetzungen zu, gibt es aber die Möglichkeit, sich eine Umschulung finanzieren zu lassen. Das heißt wiederum, dass bestimmte Gründe für die Umschulung vorliegen müssen und dass allein der Wunsch nach einem Wechsel des Berufsfelds nicht ausreicht. Außerdem muss die Teilnahme an der Umschulung Kenntnisse über Aufgaben und Tätigkeiten zum Ergebnis haben, die in der vorherigen beruflichen Tätigkeit nicht erlernt wurden.

Als weitere Gründe gelten zum Beispiel Arbeitslosigkeit, ungenügende Nachfrage im gelernten Beruf, längere Abwesenheit im bisherigen Beruf (zum Beispiel aufgrund von Krankheit oder Kindererziehung), Berufsunfähigkeit und technische Neuerungen im bisherigen Berufsfeld.
Außerdem muss die Tätigkeit, die durch die Umschulung angestrebt wird, auf dem Arbeitsmarkt ausreichend nachgefragt sein; das heißt, für Umschulungen zu Berufsbildern, die kaum oder gar nicht gefragt sind, gibt es keine oder nur geringe Chancen, eine Umschulungsmaßnahme bewilligt zu bekommen. Wenn Sie also überlegen, eine Umschulung zu absolvieren, sollten Sie sich genaue Gedanken darüber machen, welchen Beruf Sie erlernen möchten und was Ihre Gründe dafür sind. Vor dem Träger, der für die Finanzierung Ihrer Umschulungsmaßnahme in Frage kommt, müssen Sie diese plausibel darlegen und gegebenenfalls verhandeln können.

Eine weitere Voraussetzung für die Kostenübernahme durch einen Träger ist eine erste abgeschlossene Berufsausbildung, zumindest muss aber eine Ausbildung begonnen worden sein. Nur wenn bereits eine Ausbildung begonnen wurde, diese aber aus triftigen Gründen nicht beendet werden kann, kann eine Umschulungsmaßnahme bewilligt werden.

Finanzierung einer Umschulung

Die Finanzierung einer Umschulungsmaßnahme kann über verschiedene Kostenträger erfolgen. Welcher Träger in Frage kommt, hängt auch von dem Grund ab, aus dem sich für die Umschulung entschieden wurde.
Die Kosten können beispielsweise durch die Arbeitsagentur übernommen werden. Hier ist es wichtig, sich frühzeitig für eine persönliche Beratung zu melden und diese auch wahrzunehmen. Im Gespräch werden die notwendigen Voraussetzungen für die Übernahme der Kosten geprüft, das heißt, die persönliche Eignung wird bewertet und außerdem beurteilt, ob mit der geplanten Weiterbildung wirklich neue Berufschancen verbunden sind. Verläuft die Prüfung positiv, erhält man einen sogenannten „Bildungsgutschein“ beziehungsweise eine „Bildungsprämie“. Ersterer wird bewilligt, wenn bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung vorliegt oder aber mindestens 3 Jahre praktische Erfahrung im Berufsfeld nachgewiesen werden können. Eine Bildungsprämie hingegen fördert Erwerbstätige und Erwerbsrückkehrer.

Im Anschluss an eine Fortbildung mit Bildungsgutschein – und sofern im neuen Berufsfeld eine Arbeitsstelle gefunden wurde – kann bei der Arbeitsagentur eine Weiterbildungsprämie beantragt werden.

Neben den Kosten für die Umschulung selbst kann auch die Bewilligung weiterer Fördermittel beantragt werden. Darunter fallen etwa die Finanzierung von Lehrmitteln wie Büchern, Arbeitskleidung oder Prüfungsgebühren und die Finanzierung von Fahrtkosten, die den Anfahrtsweg zwischen Wohnung und Ausbildungsstätte decken. Wenn zur Wahrnehmung der Umschulung ein Wohnortswechsel nötig ist, übernehmen Arbeitsagentur und Jobcenter eine Anfahrt zur Arbeitsstätte und pro Monat eine Fahrt in den vorherigen Wohnort. Die Höchstgrenze der Fahrtkostenübernahme hierfür beträgt monatlich 470 Euro. Für eine auswärtige Unterkunft können bis zu 340 Euro im Monat und für Verpflegung 136 Euro übernommen werden.

Umschüler, die Eltern sind, können die Finanzierung von Kosten, die für die Kinderbetreuung anfallen, beantragen. So werden für Kinder unter 15 Jahren monatlich bis zu 130 Euro pro Kind übernommen.

Zusätzlich können Besucher einer Berufsfachschule prüfen, ob sie Anspruch auf das sogenannte Aufstiegs-BAföG des Bundesministeriums für Bildung und Forschung haben. Hierfür müssen die Voraussetzungen der entsprechenden Fortbildungsordnung für die Zulassung für die angestrebte Fortbildung erfüllt sein.

Eine finanzielle Förderung ist neben der Kostenübernahme durch die Agentur für Arbeit auch über die jeweilige Berufsgenossenschaft möglich. Dies ist allerdings nur im Falle einer Berufsunfähigkeit durch einen Arbeitsunfall möglich, das heißt, wenn die betreffende Person ihrer bisher ausgeübten Tätigkeit wegen eines Arbeitsunfalls nicht mehr nachgehen kann. Oft müssen vor einer Bewilligung verschiedene Anstrengungen der Rehabilitation unternommen werden. Erst eine anschließende ärztliche Untersuchung mit dem Ergebnis der Berufsunfähigkeit führt dann zur Bewilligung der Kostenübernahme durch die Genossenschaft.

Auch die gesetzliche Rentenversicherung kann in bestimmten Fällen Umschulungen finanzieren, beispielsweise wenn eine Berufsunfähigkeit vorliegt, also die betreffende Person geistig oder körperlich nicht mehr in der Lage ist, ihrem vorherigen Beruf weiter nachzugehen. Eine von zwei Voraussetzungen muss hierfür zutreffen: Entweder muss die Person, die an der Umschulung interessiert ist, mindestens 15 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt haben, oder sie muss eine Erwerbsminderungsrente bekommen.

Wenn das Arbeitsamt Ihre Umschulung bewilligt, werden sämtliche Kosten übernommen, die im Rahmen der Umschulungsmaßnahme anfallen. Sind Sie Empfänger von Arbeitslosengeld I oder II, erhalten Sie diese Leistungen weiter.

 

Was ist zu tun? Das empfehlen wir

Sind Sie überzeugt, dass eine Umschulung für Sie das Richtige ist? Vereinbaren Sie in dem Fall einen Beratungstermin mit dem Berater der für Sie zuständigen Agentur für Arbeit. Fragen Sie dabei nach der Möglichkeit, die Umschulung über den Bildungsgutschein zu finanzieren. Prüfen Sie parallel auch, ob für Sie auch andere Leistungsträger, zum Beispiel die Renten- oder Unfallversicherung, in Frage kommen.

Umschulung selber bezahlen – Der Ratgeber

Die Umschulung selbst zu finanzieren bleibt manchmal die einzige Möglichkeit.

Wer in der misslichen Lage ist, dass die Arbeitsagentur die Finanzierung einer Umschulung nicht übernimmt, stellt sich vielleicht die Frage, ob eine Umschulung nicht auch selbst finanziert werde könnte. Dieser Artikel gibt eine umfassende Übersicht, unter welchen Voraussetzungen dies der Fall ist, was es zuvor und dabei zu beachten gilt und welche Alternativen darüberhinaus bestehen.

Kann man bei einer Ablehnung eine Umschulung auf eigene Kosten machen?

Nachdem Sie eine Ablehnung erhalten haben, mag einer der ersten Gedanken sein – Ich mache die Umschulung trotzdem und bezahle sie zur Not selber. Zunächst sollten Sie diesen Gedanken zur Seite schieben und folgende Schritte unternehmen:

Legen Sie innerhalb der vier wöchigen Widerspruchsfrist Widerspruch gegen die ablehnende Entscheidung  ein. Auch wenn Sie Zweifel am Erfolg des Widerspruchs haben oder sich nicht sicher sind, ob die Widerspruchsfrist schon abgelaufen ist, sollten Sie es vorsorglich tun. Möglicherweise ist es noch verfrüht sich schon Gedanken über eine eigenständige Finanzierung zu machen.

Was kostet eine selbstfinanzierte Umschulung?

Der Unterschied zwischen einer privaten Umschulung und zu einer vom Arbeitsagentur finanzierten Umschulung ist vor allem ein finanzieller. Die Kosten einer Umschulung sind beachtlich, insbesondere wenn man sie selber stemmen muss. Zunächst die kommen auf den Umschüler die Kosten der Umschulung an sich zu, also der Betrag denn der Bildungsträger in Rechnung stellt. Regelmäßig sind dies einige hundert Euros im Monat.

Zusätzlich belasten die Krankenkassenbeiträge den Umschüler: Die Krankenversicherung wird vom Kostenträger der Umschulung finanziert. Bei einer selbstfinanzierten Umschulung bleiben diese Kosten an Ihnen hängen.

Kann man während einer selbstbezahlten Umschulung ALG II beziehen?

Darüberhinaus sehen die deutschen Gesetze keinen Ausnahmetatbestand vor, wie der Staat den Umschüler unterstützt, wenn eine Umschulung selbst bezahlt wird: Im Grundsatz kommt kein Arbeitslosengeld in Betracht, da Sie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen. Da es sich nicht um eine Ausbildung handelt, ist auch das Bafög nicht einschlägig. Denkbar sind allerdings zwei andere Wege der Finanzierung. 

“Wichtigen Grund” für Umschulung darlegen, statt selber zahlen

Der Staat gibt umschulungswilligen Bürgern leider keinen Anspruch auf eine geförderte Umschulung, sondern stellt die Bewilligung in das Ermessen der Behörden. Der Ermessensspielraum reduziert sich jedoch, wenn die Umschulung notwendig ist, also ein wichtiger Grund für die Umschulung vorliegt.

Als wichtiger Grund wird anerkannt, wenn aufgrund einer körperlichen Beeinträchtigung ohne die Umschulung der erlernte Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Aber auch sehr geringe Erfolgsaussichten auf dem Arbeitsmarkt für den erlernten Beruf, sprechen für eine Umschulung, wenn dadurch der Umschüler wieder in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden kann. Sie könnten Ihren Umschulungswunsch in dieser Konstellation durch eine große Anzahl an Ablehnungen bei Ihrer Arbeitsplatzsuche unterstützen.

Umschulung selbst finanzieren mit Unterstützung des Europäischen Sozialfond

Statt die eigenen Ersparnisse aufzubrauchen, könnte eine Förderung durch den Europäischen Sozialfond eine alternative darstellen. Eine Beratung durch die Arbeitsagentur ist möglich, aber nicht zwingend erforderlich. Auf der Seite www.esf.de erfahren Sie mehr zu den Förderbedingungen, Antragstellung und Beratungsstellen.

Umschulung durch einen Fernkurs

Eine Umschulung kann sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit per Fernstudium erfolgen. Die größten Fernschulen bieten Angebote aus Wirtschaft, Technik, Persönlichkeitsbildung und noch vielem mehr.

Diese neuen Fernkurse sind Deine Bildungschance im Herbst 2018

Noch genießen wir das schöne Wetter des Spätsommers, doch der Herbst mit seinen nasse, grauen Tagen steht bald in den Startlöchern. Die Vorstellung daran mag vielen zuwider sein, doch der Wechsel der Jahreszeit hat auch sein Gutes: Zeit für eine Investition in berufliche Chancen und Persönlichkeitsentwicklung durch eine Weiterbildung, Fernstudium oder Fernkurs.

Die größten und renommiertesten Fernkursanbieter Deutschlands haben neue, interessante Fernkurse konzipiert, die im Herbst 2018 begonnen werden können.

 

Fachberatung für die Ernährung von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen

Gesundes Essen darf kein Luxus sein: Die ausreichende Versorgung mit Nährstoffen ist für die Entwicklung von Babies, Kindern und Jugendlichen elementar.

Der neue ILS-Fernkurs richtet sich nicht nur an Pädagogen, Erzieher, Tagesmütter und alle anderen Berufsgruppen, die Kinder in jedem Lebensalter betreuen, sondern auch an Eltern, die sich fundiert mit der gesunden Ernährung ihrer Kinder auseinandersetzen möchten. Gesunde Ernährung bei Kindern ist ein Dauerthema: Jährlich veröffentlichen Gesundheitsorganisationen erschreckende Zahlen zu Übergewicht und Fehlernährung bei Kindern.

Der Fernkurs behandelt zunächst die grundlegenden Fragen wie, welche Nährstoffe sind für die gesunde Entwicklung des Kindes elementar und wie können diese in der alltäglichen Ernährung dem Kind zugeführt werden. Anschließend wird tiefer in das Thema eingestiegen und die Bereiche Kalorienberechnung und sportunterstützte Ernährungsumstellung bei übergewichtigen Kindern vertieft. Für Pädagogen können die Informationen des Fernkurses rund um Suchtlebensmittel bei Jugendlichen eine wertvolle Unterstützung im Berufsalltag sein: Alkohol, Energydrinks und Zucker beeinflussten die physische und psychische Entwicklung der jungen Menschen und oftmals besteht hier bei den Jugendlichen große Unwissenheit über die langfristigen Auswirkungen.

Nach Abschluss des Fernkurses kann man durch ein Präsensseminar mit Abschlussprüfung zusätzlich das Zertifikat “Geprüfte/r Fachberater/in für die Ernährung von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen“ erhalten. Der Fernkurs ist mit dem Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit zu 100 % förderungsfähig.

 

Geprüfte / r Ayurveda-Gesundheitsberater/in

In der asiatischen Kultur werden die Vorzüge der ayurvedischen Heilbehandlung schon seit Jahrhunderten geschätzt.

Endlich ein SGD-Fernkurs für alle, die sich für Aryurveda interessieren: Ayurveda ist eine Jahrhunderte alte Heilkunst, bestehend aus entspannenden Heilritualen wie Energie aktivierenden Massagen, Stirngüssen mit warmen Öl und Entlastungskuren. Dabei ist Ayurveda nicht auf Spa- und Wellnessbereich begrenzt, sondern spielt gerade auch in der Küche eine große Rolle: Auch die ayurvedische Ernährung mit exotischen Gewürzen, frischen Kräutern und einer speziellen Art der Essenszubereitung steht im Zentrum dieser Heilmethoden.

Der Fernkurs ist eine optimale Weiterbildung für alle Berufsgruppen, die bereits in medizinischen Berufen, in der Pflege oder in Spa- und Wellnessbereichen arbeiten. Wer eine Umschulung in diesem Bereichen erwägt, findet hier einen interessanten Teilbereich der alternativen Medizin, der die zukünftige berufliche Tätigkeit bereichert.

Der Fernkurs dauert ein Jahr und schließt mit einem zweitägigen Praxisseminar ab.

 

Traditionelle Europäische Medizin

Wem ayurvedische Behandlungen zu exotisch sind und sich lieber auf europäische Heilmethoden fokussieren möchte, der wird mit dem neuen Fernkurs “Traditionelle Europäische Medizin” fündig.

In europäischen Klöstern werden seit Jahrhunderten wertvolles Wissen zur heilenden Wirkung von Pflanzen bewahrt. Der Fernkurs “Traditionelle europäische Medizin” vermittelt diesen wertvollen Schatz.

Viele verbinden mit der traditionellen Medizin in Europa die Namen von Paracelsius und Hildegard von Bingen. Tatsächlich beginnt die Geschichte der europäischen Naturmedizin bereits vor dem Mittelalter. Die Heilmittel wie Bachblütentherapie, Kneippkuren und Kräutertinkturen sind bis heute anerkannt. Der Fernkurs “Traditionelle europäische Medizin” vermittelt innerhalb von 12 Monaten praktisch anwendbares Wissen über Heilkräuter und daraus herstellbare Tinkturen, die Heilkraft der Ernährung durch Kräuter, Wurzeln und ausgewählte Lebensmittel sowie Aus- und Ableitungsverfahren und Körperübungen.

In dem Fernkurs kommen alle an traditioneller Medizin interessierte Personen auf ihre Kosten. Die umfassenden Informationen sind auch für Heilpraktiker und Pflegeberufe eine interessante Ergänzung des Wissensspektrums.

Der Fernkurs wird von der SGD-Hochschule und der ILS-Hochschule angeboten.

Wein- und Genussexperte/in

Sie können sich vorstellen, Gästen in der Gastronomie interessantes Wissen über Wein, seinen Anbau und Geschichte zu vermitteln? Für alle Weinliebhaber bietet die SGD-Hochschule einen Fernkurs Wein- und Genussexperte an. Der Kurs ist eine optimale Vorbereitung für alle die einen Wechsel in die Gastronomie und insbesondere eine Umschulung zum Sommelier planen.

Ein guter Wein ist zu einem schönen Essen nicht wegzudenken: Weinexperten verwöhnen Gäste mit Ihrer kundigen Auswahl und vervollkommnen das Restauranterlebnis.

Inhaltlich werden Sie in den Bereichen Weinsorten, Weinanbau, Herstellungsverfahren sowie Weinsensorik und Verkostungstechniken ausgebildet. Ein Fernkurs zum Weinexperte kann einen flexiblen Weg in die spannende und abwechslungsreiche Welt der Weingastronomie ebenen: Wer nach 12 erfolgreichen Monaten das SGD-Abschlusszeugnis in den Händen hält, kann durch die weiteren Kurse „Genussentdecker I und II“ sowie Bestehen des IHK-Zertifikatstests auch ein IHK-Zeugnis erlangen.

 

Schmuckdesign und Schmuckherstellung

Schmuck ist eine Jahrhunderte alte Kulturtradition: Ob zu Feiertagen, besonderen Anlässen oder für das kleine besondere etwas im Alltag – Schmuck komplementiert ein Outfit und hebt einzelne Körperpartien hervor. Der SGD-Fernkurs zum Schmuckdesign widmet sich diesem spannenden Kulturgut und eignet sich besonders für Modeverkäufer, Künstler und alle die sich gerne privat mit Kunsthandwerk beschäftigen möchten.

Seit der frühen Geschichte der Menschheit schmücken Menschen in allen Kulturen sich mit zierenden Elementen.

Der Kurs vermittelt zunächst Grundkenntnisse der Geschichte des Schmucks, seine Bedeutung in den jeweiligen Kulturen und Epochen. Vertieft wird anschließend die individuelle Stilfindung, Schmuckherstellung und Werkstoffkunde vermittelt. Dabei werden auch neue Trends vermittelt, wie Upcycling, dem kreativen Erschaffen von Schmuck durch einfache und meist günstige Ausgangsprodukte. Der Kurs enthält ein drei-tägiges Praxisseminar in dem insbesondere die praktischen Fertigkeiten geübt werden.

Doch der Künstler lebt nicht vom Anblick seiner Werke allein: Präsentationstechniken und Verkaufsberatung als wichtigen Bestandteil des Produktmarketings schließen den 14-monatigen Fernkurs ab.

 

Kommunikationstrainer/in und Rhetoriktrainer/in

Hand aufs Herz: Wer wird nicht schon allein bei dem Gedanken an eine öffentliche Rede oder Präsentation vor einem Publikum Angst und Bang? In vielen Momenten im Berufsleben nehmen wir uns zurück statt mit deutlicher und gut hörbarer Stimme unseren Standpunkt zu vertreten und überzeugen zu präsentieren. Der neue Fernkurs Kommunikationstrainer/in und Rhetoriktrainer/in kann hier endlich Abhilfe schaffen.

Frei reden und souverän präsentieren sind für jeden durch einen Fernkurs erlernbare Fähigkeiten.

Auf den ersten Blick klingt es vielleicht überraschend, aber Menschen, die sich bisher mit freiem Sprechen und souveränen Auftreten schwer getan haben, sind besonders geeignet, anderen Kommunikation und Rhetorik zu vermitteln. Nur wer nachvollziehen kann, wie groß die Ängste vor dem Reden in manchen Situationen sein können, kann andere auf dem eigenen Weg optimal unterstützen. Wer sich bereits auf einer Bühne und vor Publikum wohlfühlt, lernt in diesem Fernkurs weitere Profikniffe für die Tätigkeit als Trainer inklusive Didaktik, Methodik und Vermittlungsmethoden.

Der Fernkurs dauert ein Jahr und beinhaltet ein zwei-tägiges Präsensseminar. 

Natur- und Umweltpädagogik

Die Natur entdecken, die Umwelt schützen und diese für unsere Nachwelt erhalten – Natur- und Umweltpädagogik vermittelt Kindern den sorgsamen Umgang mit der Natur.

Ob Stadt- oder Landkinder, der Zugang zu Natur und Umwelt erschließt sich Kindern durch die Unterstützung eines Natur- und Umweltpädagogen in besonders intensiver Weise. Wie vermittelt man Kindern in unterschiedlichen Altersgruppen Naturschutz? Wie kann Biologie anschaulich und fassbar vermittelt werden? Wer sich für diese Fragestellungen interessiert, kann im 12-monatigen Fernkurs Natur- und Umweltpädagogik viel lernen.

Wer bereits mit Kindern arbeitet, wird in diesem Fernkurs viel über die kindgerechte Vermittlung erfahren. Der Fernkurs ist die optimale Vorbereitung auf eine Umschulung im Bereich Ökotourismus.

 

Fordern Sie gleich Infomaterial der ILS und des SGD an – kostenlos und unverbindlich:







Ist eine Umschulung innerhalb eines Jahres möglich? 

Bei einer Umschulung handelt es sich um eine verkürzte Ausbildung für den Arbeitsmarkt, daher nehmen diese Maßnahmen auch nicht so viel Zeit in Anspruch wie herkömmliche Berufsausbildungen. Auch kürzere Umschulungen sind dabei möglich!

 

Warum dauern Umschulungen kürzer als Berufsausbildungen?

Herkömmliche Berufsausbildungen dauern mehrere Jahre, bei Umschulungen wird diese Zeit meist aber um zwei Drittel abgekürzt. Wenn der gewünschte Beruf im Normalfall eine Ausbildungszeit von drei Jahren in Anspruch nimmt, wie das bei herkömmlichen Lehrberufen der Fall ist, so können Sie damit rechnen, dass eine Umschulung lediglich zwei Jahre andauert. Der

Grund für die verkürzte Ausbildungsdauer ist folgender: Zur Umschulung wird zugelassen, wer bereits eine Ausbildung absolviert oder zumindest damit begonnen hat – das bedeutet auch, dass diese Personen bereits Erfahrungen im Berufsleben gemacht haben. Die Lehrpläne bei Umschulungen richten sich aber dennoch auf die vollwertige Ausbildung der Lernenden – die zusätzliche Erfahrung im Vergleich zu einem Lehrling rechtfertigt aber die kürzere Ausbildungsdauer. Je nachdem, ob die Umschulung auf Vollzeit- oder Teilzeitbasis erfolgt, ergeben sich auch unterschiedliche Zeitspannen innerhalb der Ausbildung.

 

Umschulungen auf Teilzeitbasis

Die Gründe für eine Umschulung auf Teilzeitbasis liegen meistens im privaten Umfeld – meist muss noch Verantwortung für einen anderen Menschen übernommen werden, was eine vollzeitliche Ausbildung und Betätigung nicht möglich macht. Doch keine Sorge, auch das ist möglich. Die meisten Umschulungen auf Teilzeitbasis dauern zwei bis drei Jahre, wobei das maximale Stundenausmaß von 25 Zeitstunden nicht überschritten werden darf.

Angebote für Umschulungen auf Teilzeitbasis finden sich in allen möglichen Branchen und Berufen, allerdings sollten Sie bedenken, dass es schwierig werden könnte, einen Arbeitgeber zu finden, der Sie dann dabei unterstützt.

 

Umschulung innerhalb eines einzigen Jahres?

Eventuell sind Sie auf der Suche nach besonders kurzen Umschulungen, um möglichst schnell wieder ins Berufsleben einsteigen zu können – doch Sie sollten bedenken, dass es sich bei der Umschulung um eine vollwertige Ausbildung handelt, die ein gewisses Maß an Zeit benötigt. Die Ausbildungszeit verkürzt sich dabei bei Umschulungen ohnehin meist um ein Drittel. Das bedeutet, dass ein Lehrberuf, der eine dreijährige Ausbildung erfordert, innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen werden kann.

Das betrifft die meisten Berufe, daher sollten Sie auch mit einer Ausbildungsdauer von ungefähr zwei Jahren rechnen. Allerdings gibt es auch Berufe, die lediglich eine zweijährige Lernphase erfordern. In solchen Fällen verkürzt sich die Ausbildungsdauer durch eine Umschulung auf ein Jahr und vier Monate.

 

Welche Berufe betrifft das?

Es gibt ein paar Berufe, deren herkömmliche Ausbildung insgesamt lediglich zwei Jahre beansprucht. Suchen Sie am besten im Internet nach solchen Berufen, um ein Bild über die möglichen Sparten zu bekommen. Auch hier möchten wir Ihnen gleich ein paar Berufe inklusive Umschulungsmöglichkeit mit auf den Weg geben: 

1. Die Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik dauert nur zwei Jahre. Eine Umschulung ist in diesem Bereich auch in nur 16 Monaten möglich – das bietet zum Beispiel die TAS-Technische Ausbildungsstätten GmbH in Cellean. Diese Richtung ermöglicht auch mehrere Spezialisierungen, zum Beispiel Montagetechnik, Konstruktionstechnik oder Zerspannungstechnik.

2. Auch die Ausbildung zu/r Fachlagerist/in dauert normalerweise nur zwei Jahre und kann daher über eine Umschulung innerhalb von 16 Monaten abgeschlossen werden. Möglich ist das zum Beispiel beim Logistic Training Center GmbH.

3. Bei Verkäufer/innen sieht die Sache nicht anders aus, auch ihre Ausbildungsdauer beträgt zwei Jahre und daher können Sie auch diesen Weg innerhalb von 16 Monaten gehen. Ausbildungsmöglichkeiten finden Sie für diesen Beruf in vielen Regionen und Schulen Deutschlands.

4. Maschinen- und Anlagenführer/innen haben ebenfalls in der Regel eine zweijährige Ausbildung. Auch hier sind Umschulungen innerhalb von 16 Monaten möglich. Solche Umschulungen werden auch von der IHK angeboten, sehen Sie sich beispielsweise dieses Angebot aus Augsburg an: Klick.

5. Nur unwesentlich länger, nämlich 18 Monate, dauert eine Umschulungsmaßnahme zum/r Industrieelektriker/in für Betriebstechnik in Chemnitz.

6. Auch eine Umschulung zur Fachkraft im Gastgewerbe benötigt lediglich einen Zeitaufwand von 16 Monaten. Möglich ist eine solche Umschulung beispielsweise bei kiezküchen gastronomie & Bildungszentrum in Berlin.

 

Zertifizierungsmaßnahmen innerhalb von zwölf Monaten

Neben solchen regulären Umschulungen in ein anderes Berufsfeld besteht auch die Möglichkeit, gewisse Zertifizierungen abzulegen, die lediglich zwölf Monate in Anspruch nehmen. Dabei kann es sich um Weiterbildungen handeln, die in den Bereich Ihrer eigentlichen Ausbildung fällt, oder um sonstige nützliche Zusatzqualifikationen. Die Dauer solche Kurse kann sehr stark variieren, manche dieser Kurse dauern auch lediglich ein paar Tage oder Wochen, zum Beispiel Kurse im Zusammenhang mit dem Umgang mit Computern.

Andererseits sind auch einjährige praktische Ausbildungen in dieser Kategorie zu nennen. Der Abschluss erfolgt jedenfalls anschließend mit einer internen Prüfung beim Anbieter der Qualifizierungsmaßnahme.

Fernstudium trotz Arbeitslosigkeit – geht das?

Wer arbeitslos ist, tut gut daran, sich fortzubilden und seine beruflichen und fachlichen Qualifikationen auszuweiten. Nicht nur eine Umschulung oder eine zweite Ausbildung kommt in diesem Zusammenhang infrage, auch ein Fernstudium stellt für viele Menschen zumindest theoretisch eine gute Alternative dar, um eine zusätzliche Qualifikation zu erreichen. Wenn Sie Arbeitslosengeld I oder II beziehen, können Sie aber nicht uneingeschränkt auf dem Fernweg studieren: Wenn weiterhin Geldleistungen bezogen werden sollen, gilt es, einige wichtige Punkte zu beachten.

 

Für wen kommt ein Fernstudium infrage?

Ein Fernstudiengang wird oftmals von Personen absolviert, die berufstätig sind und sich nebenbei weiterbilden oder in einem anderen Bereich umorientieren wollen. In diesem Fall findet der Lehrgang in Teilzeit neben dem Beruf statt. Bei Vollzeitstudenten auf dem Fernweg handelt es sich dagegen meist um Menschen, die offiziell den Studentenstatus tragen und sich so ausschließlich auf ihr Studium konzentrieren. Grundsätzlich könnte man meinen, dass auch Arbeitslose zu dieser Gruppe zählen können, da sie keiner Erwerbstätigkeit nachgehen und theoretisch über ausreichend Zeit verfügen, um an einem Vollzeitstudium teilzunehmen.

Der Gesetzgeber sieht dies allerdings anders: Wenn Sie Arbeitslosengeld I oder II beziehen, müssen Sie dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und sich aktiv um eine neue Anstellung bemühen. Mit einem Vollzeitstudium ist das schwer möglich, da die Zeit für den Lehrgang aufgewendet wird und sich eine neue Arbeitsstelle und das Studium in dieser Form ausschließen.

 

Teilzeit-Fernstudium für Arbeitssuchende

Das bedeutet aber nicht, dass Sie als Arbeitslose/r grundsätzlich nicht an einem Fernstudium teilnehmen können. Allerdings müssen Sie als Leistungsbezieher nachweisen, dass Sie trotz der Teilnahme an einem ausgewählten Fernlehrgang weiterhin dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Dies ist besonders bei einem Teilzeitstudium oder einem Wochenendstudium der Fall. In diesem Zusammenhang haben Sie glaubhaft zu belegen, wie viele Stunden pro Woche Sie für das Fernstudium aufwenden und dass neben diesem ausreichend Zeit für eine potenzielle neue Anstellung bleibt. In Absprache mit dem persönlichen Ansprechpartner bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter kann dann beispielsweise vereinbart werden, dass für die Dauer des Fernstudiums eine Teilzeitstelle angestrebt wird. So können Weiterbildung und Berufsleben unter einen Hut gebracht werden.

 

Wer trägt die Kosten für das Fernstudium?

Fernstudiengänge sind selbstverständlich nicht gratis, sondern erfordern Teilnahme- und Studiengebühren, die je nach Dauer und Umfang des Lehrgangs recht hoch ausfallen können. Arbeitslose dürften in vielen Fällen Probleme haben, diese aus eigener Tasche zu bewältigen. Eine Kostenübernahme durch die Agentur für Arbeit beziehungsweise das Jobcenter ist in einigen Fällen möglich – so zum Beispiel dann, wenn das Fernstudium eine spezifische Zusatzqualifikation für Ihre individuellen beruflichen Fähigkeiten darstellt und sich die Chancen auf eine Anstellung durch Abschluss der Fortbildung deutlich erhöhen. Trifft dies zu, kann der Ansprechpartner einen Bildungsgutschein ausstellen, der in Höhe der Kosten für das Fernstudium ausfällt. Vorab sollten Sie aber klären, ob der gewählte Bildungsträger den Bildungsgutschein akzeptiert.

 

Fernstudium immer der Arbeitsagentur melden

Als Arbeitslose/r sind Sie verpflichtet, der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter zu melden, wenn Sie ein Fernstudium absolvieren oder dies planen. Dies ist erforderlich, um eine eventuelle Kostenübernahme abzuklären und um die Teilnahme an einem Studium genehmigen zu lassen, sofern diese Einfluss auf die Stellensuche hat. Verbieten kann der Leistungsträger das Fernstudium nur dann, wenn Sie dadurch nicht mehr dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen – in diesem Fall kann die Arbeitsagentur etwa auch das Erbringen der finanziellen Leistungen verweigern.

Wer Arbeitslosengeld bezieht und dennoch in Vollzeit studieren möchte, hat unter Umständen auch die Möglichkeit, offiziell zum Studenten zu werden. Dann besteht kein Anspruch auf finanzielle Leistungen vom Arbeitsamt; dafür kann in vielen Fällen aber BAföG beantragt werden. Ein weiterer Vorteil dieser Variante: In Ihrem Lebenslauf werden die Studienzeiten auch bei einem Fernlehrgang dann auch als solche geführt, und es entstehen keine Lücken durch eine offizielle Arbeitslosigkeit. Welche Variante beim Fernstudium sich für Sie am Besten eignet, hängt vom jeweiligen Einzelfall ab. Eine Beratung etwa bei der Agentur für Arbeit oder bei vergleichbaren Stellen kann dabei helfen, die passende Alternative für die individuelle Situation zu finden.