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Neue Umschulung nach einem Umschulungsabbruch? So geht´s

Eine Umschulung stellt für viele Menschen die einzige Möglichkeit dar, um wieder erfolgreich ins Berufsleben einsteigen zu können und einer neuen, bereichernden Tätigkeit nachzugehen. Dennoch kann es immer wieder vorkommen, dass man im Laufe einer solchen bemerkt, dass die gewählte Umschulung bzw. der Beruf, den man gerade erlernt doch nicht ganz der richtige ist und man stattdessen lieber einen anderen Ausbildungsweg einschlagen möchte. Ist das bei Ihnen der Fall, so sollten Sie sich zunächst darüber im Klaren sein, dass die Teilnahme an einer Umschulung zwar in vielen Fällen freiwillig ist, der Abbruch dieser jedoch einige Schwierigkeiten mit sich bringen kann, vor allem dann, wenn man danach eine weitere Umschulung beginnen möchte und auf finanzielle Unterstützung angewiesen ist.

Wenn Sie bereits mit dem Gedanken spielen, dass die von Ihnen gewählte Umschulung vielleicht doch nicht ganz das richtige ist und Sie sich über andere Ausbildungswege informieren möchten, erfahren Sie hier, worauf es beim Abbruch Ihrer aktuellen Umschulung zu achten gilt. Auf diese Weise wird es Ihnen leichter gelingen, nicht nur die richtige Wahl zu treffen, sondern die negativen Konsequenzen für Ihr zukünftiges Berufsleben möglichst gering zu halten und vielleicht sogar eine Finanzierung der neuen Umschulung zu erreichen.

 

Warum kann es zu Problemen kommen, wenn ich meine Umschulung abbrechen möchte?

Generell handelt es sich bei einer Umschulung um eine Bildungsmöglichkeit, die in den meisten Fällen auf freiwilliger Basis geschieht und daher können Sie diese auch jederzeit beenden, wenn Sie das Gefühl haben, dass der eingeschlagene Berufsweg doch nicht der richtige für Sie ist oder Sie sich aus einem anderen Grund mit diesem nicht wohlfühlen.

Wurde in der ihnen die Umschulung allerdings vom Jobcenter finanziert bzw. haben Sie finanzielle Förderungen erhalten, um diese machen zu können, kann der Abbruch der Umschulung mit erheblichen finanziellen Konsequenzen einhergehen, die Sie unbedingt vor Abbruch der Umschulung genau abklären sollten. Falls Sie sich hierbei nicht sofort an Ihren Betreuer im Jobcenter wenden möchten bzw. vielleicht erst darüber nachdenken, ob die aktuell durchgeführte Umschulung für Sie passend ist, sehen Sie sich am besten Ihren Umschulungsvertrag genauer an. Wurde Ihre Umschulung nämlich von der Arbeitsagentur finanziert, so werden Sie verschiedene Klauseln in dem Vertrag finden, in denen genau festgehalten wurde, ob und wieviel Sie im Falle eines Umschulungsabbruchs selbst bezahlen müssen.

Natürlich kann es aber auch sein, dass Sie einen triftigen Grund dafür haben, die begonnene Umschulung abzubrechen. Die Gründe, die durchaus dazu führen können, dass Sie Ihre aktuelle Umschulung abbrechen und stattdessen eine neue beginnen können, die Ihnen ebenfalls vollständig oder zumindest zum Teil finanziert wird, möchten wir Ihnen nun genauer vorstellen.

 

Welche Gründe sprechen für den Beginn einer neuen Umschulung nach Abbruch der alten?

Hat Ihnen die Arbeitsagentur den Beginn einer Umschulung ermöglicht und kommt vielleicht sogar vollständig für die entstehenden Kosten auf, so reicht es keinesfalls aus, wenn Sie einfach feststellen sollten, dass Ihnen der angestrebte Beruf nun doch keinen Spaß macht, um nicht zumindest einen Teil der bereits absolvierten Umschulungseinheiten selbst finanzieren zu müssen. Ohne triftigen Grund für den Abbruch der Umschulung werden Sie nämlich auf alle Fälle zumindest eine Entschädigungsleistung bezahlen. Daher ist es auch absolut empfehlenswert, sich bereits vor dem Beginn einer neuen Ausbildung intensiv mit dem Berufsbild zu beschäftigen sowie dem Arbeitsalltag, der nach Absolvierung der Umschulung auf Sie zukommen wird.

Bevor Sie sich für eine Umschulung entscheiden ist es zum Beispiel eine gute Idee, ein Praktikum in dem jeweiligen Berufsfeld zu absolvieren. Zudem sollten Sie sich genau überlegen, ob die Absolvierung der Lerninhalte in Ihrem Alltag Platz findet und Sie ausreichend Zeit haben, um sich gewissenhaft auf anstehende Prüfungen vorzubereiten.

Es gibt jedoch auch 2 Gründe, bei denen die Arbeitsagentur dem Abbruch einer Umschulung meist zustimmt und Ihnen wahrscheinlich sogar dabei helfen wird, einen besser geeigneten Ausbildungsweg zu finden:

 

Abbruch der Umschulung aus gesundheitlichen Gründen

Sollten Sie während der Umschulung draufkommen, dass Sie zum Beispiel auf Substanzen, mit denen Sie in der neuen Arbeitsumgebung häufig in Kontakt treten allergisch reagieren oder die körperliche Anstrengung in dem neuen Berufsfeld einfach zu viel für Sie ist, so handelt es sich bei dem Abbruch einer Umschulung aus gesundheitlichen Gründen durchaus um eine nachvollziehbare Begründung dafür, warum Sie eine Ausbildung nicht erfolgreich abschließen können. Der Weg zu einer neuen Umschulung ist in diesen Fällen in den meisten wegen frei und wird nicht mit zusätzlichen Kosten für Sie verbunden sein.

 

Abbruch der Umschulung aufgrund psychischer Überforderung

Ein weiterer triftiger Grund, warum viele Menschen eine Umschulung doch nicht bis zum Ende durchhalten können und diese schließlich abbrechen, kann eine seelische, psychische oder auch emotionale Überforderung darstellen. Vor allem viele Frauen entscheiden sich nach der Elternzeit dazu, in ein anderes Berufsfeld einzusteigen, um auf diese Weise ihre Chancen am Arbeitsmarkt zu erhöhen und dennoch genug Zeit für die Kinder zu haben. Lässt sich die Kinderbetreuung jedoch nicht mit dem Lehrplan vereinbaren und sind die Ansprüche an die Lehrgangsteilnehmer einfach zu hoch, so kann dies ebenfalls dazu führen, dass ein Wechsel der Umschulung möglich ist, ohne dass dafür finanzielle Kosten auf Sie zukommen. Dabei ist es jedoch wichtig, zunächst ein offenes Gespräch mit der jeweiligen Bildungseinrichtung zu suchen, um mögliche Lösungen zu finden.

Zudem kann auch eine psychische Überbelastung einer auszubildenden Person im neuen Berufsfeld ein Grund dafür sein, warum einer Umschulung nicht erfolgreich zum Abschluss gebracht werden kann.

 

Was muss ich tun, wenn ich eine Umschulung abbrechen und eine neue beginnen will?

Sollten Sie Ihre aktuelle Umschulung abbrechen möchten, in naher Zukunft jedoch eine neue beginnen wollen, ohne dabei finanzielle Einbußen in Kauf nehmen zu müssen, so ist es zunächst wichtig sich von einem Arzt oder dem jeweiligen Bildungsträger bescheinigen zu lassen, dass es Ihnen nicht möglich ist, den aktuellen Umschulungsweg weiterhin zu bestreiten. Anschließend ist es empfehlenswert sofort das direkte Gespräch mit Ihrem Betreuer bei der Arbeitsagentur zu suchen und diesem zu vermitteln, dass Sie absolut gewillt sind, eine Umschulung erfolgreich abzuschließen und somit wieder ins Berufsleben einzusteigen.

Entscheiden Sie sich dann noch für eine neue Umschulung in einem Bereich, in dem Sie sehr gute Berufsaussichten haben, erhöhen Sie Ihre Chancen weiter, auch die neue Umschulung zumindest zum Teil finanziert zu bekommen und dem Start in eine erfolgreichere sowie glücklicheren beruflichen Zukunft steht (fast) nichts mehr im Wege.

Muss ich trotz Arbeitslosigkeit weiterhin Unterhalt zahlen? 

Eine Scheidung ist in den meisten Fällen ein alles andere als leichter Trennungsprozess und das vor allem dann, wenn es sich um ein Ehepaar handelt, das gemeinsame Kinder hat. Die Klärung der Unterhaltspflicht stellt dabei häufig einen besonders wichtigen Punkt bei den Scheidungsmodalitäten dar und konnte dieser zur Zufriedenheit aller beteiligten Personen geklärt werden, fällt diesen meist ein großer Stein vom Herzen. Was passiert jedoch, wenn die unterhaltspflichtige Person plötzlich arbeitslos wird?

Sollten auch Sie sich aktuell in dieser Situation befinden oder sich einfach bereits im Vorhinein darüber informieren wollen was passiert, wenn Sie arbeitslos werden, Sie jedoch Unterhalt für ein oder auch mehrere Kinder bezahlen müssen, erhalten Sie in diesem Ratgeber alle benötigten Informationen.

 

Besteht weiterhin Unterhaltspflicht trotz Jobverlust und wie sieht diese aus?

Generell kann an dieser Stelle festgehalten werden, dass ein Jobverlust keinesfalls als ausreichender Grund dafür verwendet werden kann, rechtlich geregelte Unterhaltszahlungen einfach auszusetzen oder auch nur zu kürzen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn es sich um den Unterhalt für ein minderjähriges Kind handelt. Sollten Sie also als unterhaltspflichtige Person einen Jobverlust hinnehmen müssen, so liegt es in Ihrer an Verantwortung trotzdem weiterhin für den Unterhalt des Kindes bzw. der Kinder aufkommen zu können.
In vielen Fällen ist es jedoch möglich, aufgrund der Jobsituation eine Verringerung des Unterhalts zu beantragen, zu diesem Zweck müssen jedoch einige Bedingungen erfüllt werden, die folgendermaßen aussehen:

  • es handelt sich um eine betriebsbedingte Kündigung und die unterhaltspflichtige Person hatte keinen Einfluss darauf, dass es zum Jobverlust gekommen ist
  • die Aussicht innerhalb kürzester Zeit eine ähnlich gut bezahlte Stelle zu erhalten ist aufgrund der aktuellen Arbeitsmarktbedingungen sehr gering
  • die unterhaltspflichtige Person ist aufgrund einer Krankheit nicht imstande, diese oder eine ähnliche Arbeit auszuführen und muss aus diesem Grund Gehaltseinbußen in Kauf nehmen

 

Sollte keiner dieser Grunde zutreffen und Sie sind vielleicht selbst an der Arbeitslosigkeit schuld, da Sie sich einfach nicht mehr wohl in Ihrem Job gefühlt haben und sich nun auf der Suche nach einer neuen Arbeit befinden, die Ihnen einfach mehr Freude bereitet, so müssen Sie damit rechnen, dass bei der Berechnung Ihrer Unterhaltszahlungen weiterhin Ihr letztes Gehalt als Berechnungsbasis herangezogen wird.

 

Welche Verpflichtungen habe ich, wenn ich Unterhalt zahle und arbeitslos bin?

Sollten Sie Kinder haben, die noch minderjährig sind und für sie Unterhalts bezahlen, so liegt eine sogenannte verschärfte Unterhaltspflicht vor. Das bedeutet, Sie haben nur 2 bis 3 Monate nach der Kündigung Zeit, einen Job zu suchen und somit Ihrer Unterhaltspflicht wieder im geregelten Maße nachkommen zu können. Sollten Sie es nicht schaffen, in dieser Zeit eine neue Anstellung zu finden, gelten für Sie von nun an die gleichen strengen Kriterien bei der Jobsuche, die auch Hartz IV-Empfänger zu erfüllen haben.

Wichtig ist hierbei zu bedenken, dass Kinder in diesem Fall bis zum 21. Lebensjahr als minderjährig gelten, wenn diese noch bei einem der beiden Elternteile wohnhaft und schulpflichtig sind bzw. ihre Ausbildung noch nicht abgeschlossen haben.
Sind Sie unterhaltspflichtig und finden Sie seit mehreren Monaten keine neue Arbeit, müssen Sie sich von nun an besonders intensiv um einen neuen Arbeitsplatz bemühen und dabei reicht es nicht aus, sich einfach nur als arbeitssuchend zu melden.

Vielmehr wird von Ihnen erwartet, dass Sie sich täglich nach neuen Stellenangeboten umschauen, sämtliche Bewerbungen sowie Bewerbungsgespräche, zu denen Sie eingeladen werden genauestens dokumentieren und jedem Monat mindestens zwischen 20 und 30 Bewerbungen vorlegen können.

Zudem sollten Sie in diesem Fall jeden Tag zumindest 8 Stunden dafür aufwenden, um sich eine neue Arbeit zu suchen, um auf diese Weise Ihre Chancen stark zu erhöhen, schnellstmöglich wieder ein Arbeitsverhältnis antreten zu können. Auch eigenständige Stellengesuche sowie das Informieren über mögliche Umschulungsangebote werden gerne vom Jobcenter gesehen.

Ist eine unterhaltspflichtige Person nicht dazu bereit, diesen Verpflichtungen nachzukommen, so muss ein Gerichtsverfahren darüber entscheiden, ob wirklich eine Nichtvermittelbarkeit vorliegt oder die unterhaltspflichtige Person einfach nur unwillig ist. Ist das der Fall, wird der Unterhalt auf Basis eines fiktiven Einkommens berechnet und in den meisten Fällen stark erhöht.

 

Selbstständig und unterhaltspflichtig – was ist, wenn mein Einkommen nicht ausreicht?

Sollten Sie selbstständig tätig sein und aus diesem Grund über ein stark schwankendes Einkommen verfügen, ist es zunächst möglich die Höhe der Unterhaltspflicht aufgrund der durchschnittlichen Verdiensthöhe pro Monat zu berechnen. Sollten die Einkünfte aus der jeweiligen selbstständigen Tätigkeit nicht ausreichen, um Unterhalt zu bezahlen, kann die unterhaltspflichtige Person sogar gesetzlich dazu verpflichtet werden, die selbstständige Tätigkeit aufzugeben und sich stattdessen ein anderes Einkommen, meist in Form eines abhängigen Arbeitsverhältnisses zu suchen.

Vor allem, wenn noch nicht abzusehen ist, ab wann sich die Einkommenssituation der unterhaltspflichtigen Person bzw. der Firma verbessert, kann es sich hierbei um die einzige Lösung handeln, dafür zu sorgen, dass das unterhaltsberechtigte Kind bzw. die Kinder das Geld erhalten, das ihnen zusteht.

Besteht hingegen der Wunsch, von nun an selbstständig tätig zu sein und aus einem abhängigen Arbeitsverhältnis herauszutreten, müssen zu diesem Zweck Kapitalrücklagen gebildet werden, denn der Wechsel in die Selbstständigkeit ist keinesfalls eine Rechtfertigung dafür, weniger Kindesunterhalt zu bezahlen bzw. diesen vielleicht sogar eigenmächtig zu reduzieren.

 

Was passiert, wenn ich unterhaltspflichtig bin, jedoch aufgrund einer Krankheit nicht mehr arbeiten gehen kann?

Sollte der Unterhaltsschuldner aufgrund einer Krankheit nicht mehr dazu in der Lage sein, einer regelmäßigen Arbeit nachzugehen, ist er zunächst dazu verpflichtet alles in seiner Macht stehende zu tun, um möglichst schnell wieder die volle Erwerbsfähigkeit zu erreichen. Hierzu zählen sämtliche Therapien bzw. Behandlungen, die bei der Heilung der Krankheit bzw. der Behebung der Einschränkung helfen können. Zudem muss die Arbeitsunfähigkeit durch ein ärztliches Attest bestätigt werden und eine Abklärung erfolgen, inwieweit die Erkrankung bzw. die Einschränkung die Arbeitsfähigkeit der unterhaltspflichtigen Person einschränkt. Wurde bestätigt, dass der Unterhaltszahler aktuell nicht dazu in der Lage ist, die bisherige oder eine andere Arbeit auszuführen, kommt es zu einer Neuberechnung der Unterhaltszahlung und diese wird geringer ausfallen.

Umschulung mit Meister-BAföG finanzieren: Ratgeber

Sie befinden sich im Beruf und haben bereits eine erste Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen, sehnen sich nun jedoch nach einer Umschulung? Eventuell kommt für Sie die Beantragung vom Meister-BAföG in Betracht.
Im folgenden Artikel haben wir Ihnen die wichtigsten Informationen zusammengestellt und einen kleinen Ratgeber formuliert.
Zunächst werden wir einige Grundlagen zum Thema Meister-BAföG erläutern und später auf die Antragstellung und Besonderheiten der Rückzahlung eingehen. Viel Spaß beim Lesen!

 

Meister-BAföG – Grundsätze

 

Was ist das Meister-BAföG?

Das als Meister-BAfög bekannt gewordenen Förderprogramm wird auch Techniker-BAföG genannt, ist aber seit dem 01.08.2016 offiziell mit dem Titel „Aufstiegs-BAföG“ bezeichnet.
Dieses staatliche Programm soll bereits fertig ausgebildeten Personen die Möglichkeit geben, sich in ihrem Berufsfeld weiter fortzubilden. Die Förderung dieser Fortbildungsmaßnahmen ist lediglich an die Voraussetzung geknüpft, dass bereits eine erste Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen wurde. Eine Altersgrenze oder eine Festlegung auf bestimmte Berufe gibt es hingegen nicht. Seit dem 01.08.2016 werden nun auch Personen gefördert, die über ein abgeschlossenes Bachelorstudium verfügen.
Ziel des Programmes ist es, durch finanzielle Unterstützung der Fortbildung bestimmte Kenntnisse und Fähigkeiten von Fachkräften ausbilden zu lassen und diesen Personen eine bessere berufliche Perspektive zu verschaffen.

 

Was beinhaltet das Meister-BAföG?

Wie auch beim Studenten-BAföG richtet sich der individuelle Fördersatz beim Meister-BAföG nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG).
Gefördert werden durch das Meister-BAföG Weiterbildungen und Berufsqualifikationen. Hier kommt es auf die spezielle Form der jeweiligen Maßnahme nicht an, so können etwa Fernstudiengänge, Präsenzlehrgänge in Teil- oder Vollzeit oder andere Maßnahmen angegeben werden.
Die finanzielle Unterstützung soll hierbei vermeiden, dass die finanzielle Situation der Antragsteller sich durch ihre Maßnahmen zur weiteren Qualifikation verschlechtern.
Eine Förderung nach dem AFBG bringt die Antragsteller übrigens nur bis zu einem gewissen Punkt. Hochschulstudiengänge werden nicht übernommen – es handelt sich im Grundsatz um spezielle Berufsförderungen.

 

In welchem Umfang wird gefördert?

Grundsätzlich regelt das AFBG die Höhe der jeweiligen Förderung in Betrachtung der individuellen Lebensumstände. So unterscheiden sich die möglichen Fördersummen je nach familiärer Situation mitunter erheblich. Diverse BAföG-Rechner im Internet geben Aufschluss über die persönlichen Möglichkeiten.
Nach dem AFBG erhalten Antragsteller einen Zuschuss von 40% der eingereichten Kosten – diese Summe muss nicht zurückgezahlt werden und kann vom Staat übernommen werden.
Die Restsumme muss persönlich erbracht werden, kann aber mittels kostengünstiger Kredite der KfW abbezahlt werden.
Wir haben an dieser Stelle darauf verzichtet, Beispielrechnungen aufzustellen, da die zu beachtenden Faktoren sich von Antragsteller zu Antragsteller unterscheiden und eine Abbildung bestimmter Beispiele nicht zu einer Orientierung geeignet sind. Ein Rechner für den individuellen Fördersatz finden Sie hier.

Zu beachten gilt jedoch: Zwischen dem gezahlten BAföG und dem persönlichen Vermögen gibt es einen Zusammenhang. Im AFBG finden sich daher bestimmte Freibeträge, welche für einen Antrag beachtet und mit eingerechnet werden müssen.
Besonders bei Immobilienbesitzern ist die Aufrechnung dieser Freibeträge nicht ganz unkompliziert – hier ist genau zu beachten, welche Sätze angegeben werden müssen!

 

Wer wird gefördert?

Wie bereits erwähnt ist das Meister-BAföG für Berufsaufsteiger entwickelt worden und soll ausgebildetem Fachpersonal die Möglichkeit einer weiteren Fortbildung oder Spezialisierung bieten.


Hierzu gehören neben Handwerkern auch

  • Steuerfachwirte
  • Fachkrankenpfleger
  • Erzieher
  • Techniker
  • Fachkaufleute
  • Industriemeister
  • Programmierer
  • Betriebsinformatiker
  • Fachwirt
  • Betriebswirt
  • Bilanzbuchhalter
  • Controller

 

Diese Aufzählung ist natürlich nicht abschließend sondern lässt sich um diverse Berufsgruppen und Ausbildungszweigen fortsetzen – wir wollen hiermit lediglich einen ersten Überblick geben.


Die Förderung mittels Meister-BAföG ist nicht altersabhängig, sondern kann von allen Altersgruppen genutzt werden.

 

Steuer

Die Ausbildungen, die vom Meister-BAfög unterstützt werden, unterliegen steuerrechtlich den Fortbildungsmaßnahmen und können entsprechend bei der Lohn- bzw. Einkommenssteuer berücksichtigt werden.
Fahrtkosten, Werbungskosten und Verpflegungsmehraufwand sind ebenso steuerlich geltend zu machen wie die mit einem etwaigen Kredit verbunden Zinsen.

Nachdem wir Ihnen nun die Grundlagen des Meister-BAföG aufgelistet haben, möchten wir im nächsten Teil zu den Antragsmöglichkeiten kommen.

 

Meister-BAföG richtig beantragen

Bei der Beantragung der Unterstützungsleistung ist es enorm wichtig, dass der Antrag zeitgerecht, das heißt noch vor Beginn der Maßnahme eingereicht wird.
Es empfiehlt sich, das fertige Formular eingehend zu prüfen und bei Fragen oder Unsicherheiten bei der entsprechenden Stelle nachzufragen – falsch ausgefüllte Anträge verzögern die Auszahlung der Leistungen und können zum Teil auch zu einer Ablehnung des Antrages führen.

Zuständig für die Beantragung von Meister-BAföG ist, genauso wie beim Studenten-BAföG, das örtlich zuständige BAföG Amt. Die eventuell notwendigen Kredite werden über die KfW in Bonn erstellt und ausgezahlt – die Kreditanstalt für Wiederaufbau ist hier der feste Partner der BAföG-Ämter und kann nicht gegen andere Anbieter ausgetauscht werden.

Die Formulare und Unterlagen sind auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit hier einsehbar.

Zum Stellen des Antrages gibt es viele Online-Hilfestellungen und weiterführende Artikel. Wir empfehlen Ihnen, sich ausführlich mit den Möglichkeiten und Antragsformen auseinander zu setzen. Eine tiefergehende Information zum Thema erhalten Sie persönlich bei Ihrer Bundesagentur für Arbeit oder online hier.

 

Meister-BAföG – Fazit

Mit dem Meister-BAföG können bereits berufstätige und ausgebildete Fachleute weitere Fortbildungsmaßnahmen nutzen und hierbei finanziell unterstützt werden.
Die Förderung von 40% der entstehenden Kosten ist für alle Antragsteller geeignet, entstehenden Kosten einer Fortbildung und eventuelle Verdienstausfälle zu kompensieren.

Wenn Ihre Voraussetzungen zum beantragen der Förderung stimmen und Sie mit dieser Unterstützung einen Schritt in Ihre berufliche Zukunft wagen wollen, wünschen wir Ihnen hierbei viel Erfolg!

Antrag auf Umschulung abgelehnt – brauche ich einen Anwalt?

Sie haben eine Antrag auf Umschulung gestellt, da Sie aus bestimmten Gründen an einer beruflichen Umorientierung interessiert sind, doch der Antrag wurde abgelehnt? Wir stellen Ihnen im folgenden Text die wichtigsten Informationen zu diesem Thema zusammen und bieten Ihnen eine Orientierung, was Ihre rechtlichen Möglichkeiten angeht.
Zunächst werden einige Grundsätze zum Thema Umschulung dargestellt.

 

Umschulungsanträge – Grundsätze

 

Was ist eine Umschulung?

Unter einer Umschulung versteht man eine berufsbildende Maßnahme, die einen Arbeitnehmer befähigen soll, in einem anderen Beruf zu arbeiten – ganz gleich, welchen Beruf die betreffende Person ursprünglich gelernt hat.
Geregelt werden die rechtlichen Ansprüche und die Ausgestaltung der einzelnen Umschulungsangebote durch das Berufsbildungsgesetz (BBiG).
Zur Fortbildung oder Anpassungsfortbildung besteht der Hauptunterschied in der Tatsache, dass im Rahmen einer Umschulung nicht auf bestehende Fähigkeiten aufgebaut, sondern komplett neue Kenntnisse vermittelt werden sollen.
Umschulungen dauern in der Regel neun Monate bis zwei Jahre und können in ihrer Ausgestaltung unterschiedlich sein.

 

Wer hat Anspruch auf eine Umschulung?

Umschulungen werden für Menschen angeboten, die aus einem bestimmten Grund nicht mehr in ihrem erlernten Beruf arbeiten können.
Gründe hierfür sind vielfältig, häufige Gründe sind etwa eine Berufsunfähigkeit oder längere berufliche Abwesenheit auf Grund von Krankheiten.
Berufsunfähigkeit liegen immer dann vor, wenn chronische Krankheiten oder Behinderungen es unmöglich machen, die erlernte Tätigkeit weiter auszuüben.
Auch geringe Einstellungsmöglichkeiten im Berufsfeld sind ein Grund für eine Umschulung – hier ist wichtig, dass auch Fortbildungen nicht zu einer Chancenerhöhung führen.

 

Wie wird der Antrag gestellt?

Grundsätzlich steht jedem offen, auf eigene Faust eine Umschulung zu beginnen. Häufig ist dies jedoch mit starken finanziellen Belastungen verbunden, die allein nicht bewältigt werden können. Hier hilft die Bundesagentur für Arbeit. Der Antrag auf eine Umschulungsmaßnahme kann bei der Agentur für Arbeit gestellt werden, der Antragsteller muss dann darlegen, warum er für seine Umschulung unterstützt werden muss.
Anspruch auf eine Umschulung hat nach dem SGB III (Drittes Buch des Sozialgesetzbuch) hat jedoch nur, wer eine solche Maßnahme benötigt, um eine bestehende oder drohende Arbeitslosigkeit zu beenden bzw. zu verhindern.
Nach dem SGB VI (Sechstes Buch Sozialgesetzbuch) und dem SGB VII (Siebtes Buch Sozialgesetzbuch) ist es aber auch möglich, aus gesundheitlichen Gründen eine Umschulung zu beantragen und hierbei unterstützt zu werden.

  • Weitere Informationen zu den Leistungen der Bundesagentur für Arbeit finden Sie hier

 

Wer kann den Antrag ablehnen?

Die Anträge auf Umschulung können bei der zuständigen Stelle angenommen, aber auch abgelehnt werden. Diese Stelle ist bei Fragen der Unterstützung für Umschulungen die Bundesagentur für Arbeit – hier werden die Anträge bearbeitet und angenommen bzw. abgelehnt.
Insbesondere dann, wenn die Bundesagentur annimmt, dass es sich bei der Umschulung nicht um eine notwendige, sondern lediglich eine Entscheidung aus persönlichen Interessensgründen handelt, werden die Anträge regelmäßig abgelehnt. Kurz gesagt: Es wird angenommen, dass es keine zwingenden Gründe für die Umschulung gibt.

Im folgenden Teil wird dargelegt werden, wie bei einer Ablehnung weiter vorgegangen wird.

 

Antrag auf Umschulung abgelehnt. Wie geht es weiter?

Bevor Sie sich nach einem negativen Bescheid um einen Rechtsbeistand oder Anwalt kümmern, sollten Sie sich anhand der folgenden Punkte orientieren und zunächst auf anderem Weg versuchen, Ihren Antrag doch noch zu einem positiven Bescheid zu bringen.

 

Erste Schritte

 

Neuformulierung des Antrags

Zugegebenermaßen sind die Formulare und Antragsmodalitäten kompliziert. Nehmen Sie sich jedoch die Zeit, Ihren Antrag neu zu formulieren. Insbesondere die Begründung, warum Sie in Ihrem aktuellen Beruf nicht weiter arbeiten können, in einem anderen Feld aber aus der drohenden Arbeitslosigkeit herauskommen könnten, ist wichtig.
Begründen Sie ausführlich, wie Sie sich in Ihrem neuen Berufsfeld orientieren und in eine Erwerbstätigkeit zurückfinden werden. Haben Sie bereits erste Erfahrungen gesammelt, etwa in einem Praktikum? Perfekt! Gehen Sie besonders auf solche Punkte ein, denn damit zeigen Sie Ihrem Sachbearbeiter, dass Sie es ernst meinen.

 

Anderen Träger für die Umschulung auswählen

Wie bereits beschrieben ist zwar grundsätzlich die Bundesagentur für Arbeit zuständig, in bestimmten Fällen kann es jedoch auch Abweichungen geben: Die Rentenversicherung oder Berufsgenossenschaft ist in bestimmten Fällen für eine Umschulung zuständig – stellen Sie Ihren Antrag direkt an diese Organisationen.
Nur, weil Ihr Antrag bei einem Träger abgelehnt wurde heißt das nicht, dass er nich bei einem anderen angenommen werden kann.

 

Berufsauswahl überdenken

Bei Umschulungsanträgen an die Bundesagentur für Arbeit muss immer auch ein gewünschter Beruf angegeben werden.
Sie müssen sich bei der Wahl dieses Berufes natürlich an Ihre persönlichen Interessen halten. Doch Sie sollten auch nicht außer Acht lassen, dass die Bundesagentur besonders daran interessiert ist, Sie im Anschluss an die Umschulung auch in die Erwerbstätigkeit zu bringen.
Schauen Sie also genau nach, wie die tatsächlichen Zukunftschancen in Ihrem gewählten Beruf sind. Eventuell gibt es geeignetere Felder, in denen Sie eine bessere Chance haben, eine Anstellung zu erhalten? Sollte das der Fall sein, überarbeiten Sie Ihren Antrag. Es ist gut möglich, dass die Bundesagentur für Arbeit ihn nun akzeptiert.

 

Rechtliche Schritte

Bei den Umschulungsangeboten der Bundesagentur für Arbeit handelt es sich gemäß dem Wortlaut des SGB um eine so genannten Kann-Leistung. Die Entscheidung, ob eine entsprechende Förderung vorgenommen wird oder nicht obliegt dem jeweiligen Sachbearbeiter.
Die Sachbearbeiter der Bundesagentur haben ein bestimmtes Kontingent an zu vergeben Mitteln zur Verfügung und müssen mit diesen Mitteln verantwortungsvoll umgehen.
Sehen sie bei einer beantragten Maßnahme also keine bzw. nur geringe Erfolgschancen, werden sie einen Antrag eher ablehnen.

Für Sie ist jedoch wichtig: Es gibt keinen Rechtsanspruch für eine Umschulung. Das bedeutet also auch, dass das Einschalten eines Anwaltes nicht zielführend ist.
Besser ist es, das persönliche Gespräch mit Ihrem Sachbearbeiter zu suchen und eine individuelle Lösung anzustreben.

 

Umschulung abgelehnt – Fazit

Wenn Ihr Antrag auf Umschulung abgelehnt wurde, haben Sie einige Möglichkeiten, Ihren Antrag neu zu stellen oder zu überarbeiten.
Achten Sie hierbei auf die angegebenen Fristen und Vorgaben und Sie haben eine gute Chance, doch noch für eine Umschulung ausgewählt zu werden.
Ein Rechtsanspruch auf Umschulung gibt es jedoch nicht, einen Anwalt hinzuzuziehen ist also nicht geeignet, um Ihren Antrag durchzusetzen.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg mit Ihrem Antrag und in Ihrem neuen Beruf!

Hier erfahren Sie weitere Informationen zu diesem Thema.

Finanzierung eines Fernstudiums beim ILS: 5 Möglichkeiten (2019)

Viele Leute entscheiden sich dafür, sich ein Fernstudium zu finanzieren, denn es hat zahlreiche Vorteile. Man kann sich seinen Wohnort frei aussuchen und zeitlich ist man so flexibel, dass man problemlos eine Familie und einen Job neben dem Studium haben kann. Leider kostet ein Fernstudium aber häufig sehr viel Geld, denn im Gegensatz zu Präsenzstudiengängen an kommerziellen, staatlichen Universitäten sind die Fernstudiengänge an den privaten Fernhochschulen in aller Regel an hohe Studiengebühren geknüpft.

Wie Sie sich ein Fernstudium beim ILS trotzdem finanzieren können, erfahren Sie in diesem Artikel.

 

Nebenjob und Berufstätigkeit als Möglichkeit zur Finanzierung eines Fernstudiums beim ILS

Als Fernstudent/in können Sie sich Ihren Wohnort aussuchen und sind zeitlich sehr flexibel. Viele Arbeitgeber/innen nehmen deshalb bevorzugt Fernstudent/in/en für kleinere Aushilfsstellen auf 450 Euro Basis. Sie haben damit die Möglichkeit deutschlandweit zu jobben und sind nicht fest an Stellenangebote an einem Ort angewiesen. Dadurch bieten sich Ihnen deutlich mehr Möglichkeiten, sodass ein Nebenjob sehr leicht möglich ist. Dies gilt natürlich nur für Personen, die nicht aus anderen Gründen wie einer Familie örtlich gebunden sind.

Die zeitliche Flexibilität eines Fernstudiums bietet Ihnen aber auch die Möglichkeit, in Voll- oder Teilzeit in einer Festanstellung mit sozialversicherungspflichtiger Bezahlung tätig zu sein. Sie können also problemlos neben dem Studium einer Berufstätigkeit nachgehen. Damit lässt sich das Fernstudium am besten finanzieren. Das Plus an Einkünften, das sie im Vergleich zu Studierenden von Präsenzstudiengängen haben reicht selbst für die Finanzierung der teuersten Fernstudiengänge aus.

Ein Nebenjob auf 450 Euro Basis kann übrigens problemlos ergänzend zu BAföG, Studienkrediten oder Stipendien als Möglichkeit der Studienfinanzierung genutzt werden. Daher sollte eine Nebentätigkeit gerade bei einem Fernstudium immer als zusätzliche Finanzierungsmöglichkeit ins Auge gefasst werden.

 

Stipendien zur Finanzierung eines Studiums beim ILS

Sowohl staatliche, als auch privat finanzierte Stellen schreiben regelmäßig Stipendien für Studienanfänger/innen und bereits Studierende aus. Es gibt mittlerweile so viele Stipendienausschreibungen, dass diese kaum noch zählbar sind. Am Bekanntesten ist die Begabtenförderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Wenn Sie bereits eine Ausbildung mit sehr guten Noten abgeschlossen haben, sollten Sie sich hierfür bewerben. Ganz egal, ob Sie in Vollzeit berufstätig sind oder sich Ihr Studium anderweitig finanzieren, die Begabtenförderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung von bis zu 6000 Euro bekommen Sie oben drauf, wenn Sie ausgewählt werden.

Aber auch wenn Sie noch keine abgeschlossene Berufsausbildung haben, können Sie ein Stipendium bekommen. Es gibt mittlerweile Studienstipendien für fast alle Zielgruppen. Bestimmte Anbieter schreiben Stipendien für durchschnittlich begabte Menschen aus, andere machen das Stipendium von der sozialen Herkunft abhängig. Gerade für Fernstudierende, die oft Eltern sind, gibt es zusätzlich Stipendienangebote. Sicherlich finanzieren nicht alle Stipendien die Studiengebühren vollständig, sie geben aber einen hohen Zuschuss dazu.

Bestimmte Websites wie mystipendium.de helfen bei der Suche nach einem geeigneten Stipendium. Am besten überlegen Sie sich im Vorfeld der Bewerbung für ein Stipendium, welche Kriterien Sie erfüllen können und welche nicht und suchen dann gezielt nach einem Stipendienangebot für Ihre Zielgruppe.

 

Finanzierung durch den Arbeitgeber

Viele Arbeitgeber fördern es, wenn ihre Angestellten studieren. Das gilt insbesondere für Arbeitgeber in der Wirtschaft. Gerade dann, wenn Sie bereits eine Ausbildung in dem Bereich abgeschlossen haben, in dem Sie ein Fernstudium anstreben und das Fernstudium eine zusätzliche, höhere Qualifikation darstellt, finanzieren viele Arbeitgeber das Studium. Denn Arbeitgeber haben ein großes Interesse an gut ausgebildeten Mitarbeitern. Daher ist es durchaus möglich, dass der Arbeitgeber Ihnen Ihr Studium beim ILS vollständig bezahlt.

Viele Arbeitgeber erwarten hierfür allerdings, dass sich die Mitarbeiter, gewissermaßen als Gegenleistung, verpflichten, über einen längeren Zeitraum im Betrieb tätig zu bleiben. Diese Verpflichtungen sind Arbeitsvertraglich zwar nicht bindend, werden aber dennoch massiv getätigt. Das Nachfragen beim Arbeitgeber lohnt sich aber in jedem Fall, denn selbst wenn der Arbeitgeber das Studium nicht finanziell fördert, kann er zumindest zeitliche Entlastungen für das Studium ermöglichen.

Insbesondere vor und zu Prüfungsterminen kann das Ihnen viel erleichtern, da Prüfungen auch im Fernstudium beim ILS häufig an einer zentralen Stelle der Universität stattfinden müssen, wozu auf der Arbeit ein Urlaub mitsamt Anreise zur Universität notwendig ist. Außerdem benötigen Sie vor Prüfungen Zeit zur Prüfungsvorbereitung. In Absprache mit dem Arbeitgeber lassen sich hier viele Lösungsmöglichkeiten finden. Beispiele wären der flexible Abbau von Überstunden oder die Ermöglichung kurzfristig Urlaub zu bekommen.

 

BAföG

Wenn Sie noch nicht studiert haben und auch noch keine Ausbildung abgeschlossen haben, steht Ihnen auch als Fernstudent/in beim ILS wie bei jedem Studium BAföG zu. Den vollen Satz bekommen Sie allerdings nur dann, wenn Personen, die Ihnen gegenüber Unterhaltspflichtig sind, eine bestimmte Höchstverdienstgrenze nicht überschreiten. Außerdem dürfen Sie selbst hierzu höchstens 450 Euro im Monat verdienen.

Jeder Monatsverdienst der darüber geht, wird Ihnen anteilig von BAföG abgezogen. Wenn keine Person Ihnen gegenüber Unterhalt leisten kann, erhalten Sie übrigens zusätzlich die vollständigen Studiengebühren vom BAföG-Amt zurückerstattet. Diese müssen Sie später auch nicht zurückerstatten. Um während des gesamten Studiums BAföG zu erhalten, müssen Sie außerdem in Regelstudienzeit studieren.

Das BAföG-Amt duldet höchstens ein Semester Überziehung der Regelstudienzeit, danach zahlt es nicht mehr. Außerdem müssen Sie regelmäßig Leistungsnachweise vorlegen, damit überprüft werden kann, ob Sie sich noch in der Regelstudienzeit befinden.

 

Studienkredite

Die fünfte Möglichkeit, sich ein Studium beim ILS zu finanzieren sind Studienkredite. Diese richten sich an Personen, die keinen Anspruch (mehr) auf BAföG haben und werden von den meisten Banken angeboten. Die Höhe eines Studienkredits kann von Bank zu Bank variieren. Ein Vergleich lohnt sich also. Am leichtesten bekommen Sie einen Studienkredit allerdings bei Ihrer Hausbank, da diese Sie als Kunden/in bereits kennt, oder von der staatlichen kfw Bank, die sich verpflichtet hat, den Studienkredit allen Studierenden zu ermöglichen.

Mit der Hausbank lässt sich häufig im auch über die Höhe des Kredits und der monatlichen Auszahlungen verhandeln. Diese Möglichkeit besteht bei der kfw Bank hingegen nicht, da diese einen monatlichen Höchstbetrag von 650 Euro festgesetzt hat.

Viele Studienkredite sind ähnlich wie BAföG grundsätzlich an die Regelstudienzeiten gebunden. Allerdings sind bei Studienkrediten viel leichter Verlängerungen der Laufzeit möglich. Das erhöht für Sie allerdings das Kredit- und Rückzahlungsvolumen. Daher gilt es auch hier, sich möglichst an die Regelstudienzeit zu halten.

Nach Kündigung: Noch vorhandener Urlaubsanspruch – und nun?

Ihr bestehender Arbeitsvertrag wurde gekündigt oder Sie selbst haben Ihrem Arbeitgeber mitgeteilt, dass Sie die gemeinsame Zeit beenden wollen. Nun ist es wichtig, sich um diverse Themen zu kümmern, auch der bestehende Urlaubsanspruch aus Ihrem gekündigten Vertrag ist zu berücksichtigen.
Im folgenden Artikel haben wir Ihnen die wichtigsten Fakten zu diesem Thema zusammengetragen und einige Szenarien eingefügt, die verschiedene praktische Beispiele darstellen sollen.
Zunächst beginnen wir mit einigen Grundsätzen zum Thema Urlaub und Arbeitsverträgen.

 

Grundsätze

 

Wer hat Anspruch auf Urlaub?

Urlaubsansprüche ergeben sich aus dem jeweiligen Arbeitsvertrag und der Beschäftigungsform. In diesem Artikel behandeln wir die Urlaubsansprüche und die damit zusammenhängenden Fragen bei Nichtselbstständiger Arbeit – klassischer Weise sind das Angestellte.

Bei einer 5-Tage-Woche haben Arbeitnehmer einen Grundanspruch auf mindestens 20 Tage Urlaub im Jahr. Dies ist die gesetzlich vorgeschriebene Mindestanzahl an Urlaubstagen, in den meisten Fällen werden jedoch 30 Tage Urlaub gewährt. Der Urlaubsanspruch beginnt nach einer Wartezeit von einem halben Jahr – diese Regelung dient dem Schutz von Arbeitgebern. Natürlich kann ein Angestellter auch innerhalb des ersten Jahres seiner Beschäftigung Urlaub nehmen, nur eben nicht den gesamten Jahresurlaub.

 

Ende von Urlaubsansprüchen

Mit Ablauf eines Kalenderjahres endet auch der Urlaubsanspruch für das laufende Jahr. Das bedeutet jedoch nicht, dass die nicht genommenen Urlaubstage automatisch verfallen. Der Arbeitgeber ist in der Pflicht, sich rechtzeitig beim Arbeitnehmer zu melden und ihn auf die übrigen Urlaubstage hinzuweisen. In Ausnahmefällen ist eine Mitnahme von Urlaubstagen in das nächste Jahr möglich. Die Regelungen unterscheiden sich hier von Arbeitsvertrag zu Arbeitsvertrag.

 

Urlaubsanspruch bei Krankheit

Der Grund, weshalb der Gesetzgeber einen verpflichtenden Anteil von Urlaubstagen im Jahr vorsieht, ist die Gesunderhaltung des Arbeitnehmers. Im Urlaub sollen Sie sich erholen und vom Arbeitsalltag abschalten. Ständige Erreichbarkeit, das Überprüfen von E-Mails oder dienstliche Telefonate halten Sie von dieser Erholung ebenso ab, wie eine Krankheit, die Sie in den Urlaubstagen ereilt.
Da Sie sich durch diese Krankheit nicht so erholen können, wie es der Gesetzgeber vorsieht, können Sie sich auch im Urlaub krank melden. Bei Vorlage eines Ärztlichen Attests wird Ihr Arbeitgeber Ihnen die ausgefallenen Urlaubstage wieder gutschreiben.

 

Auszahlung von Urlaubstagen

Grundsätzlich dient der Urlaub der Erholung und soll demnach nicht ausgezahlt werden. Sprechen aber wichtige Belange dagegen Urlaub zu nehmen (etwa verpflichtende Einarbeitungszeit für Nachfolger), können Sie eine Auszahlung beantragen, hier spricht man von einer Urlaubsabgeltung.

Die Berechnung Ihrer Ansprüche erfolgt aus Ihren Arbeitstagen im Zusammenhang mit der Arbeit der letzten 13 Wochen. Weitere Informationen zur Urlaubsabgeltung finden Sie hier auf der Seite der IHK und bei Finanztip.

 

Verbleibender Urlaubsanspruch nach Kündigung – Szenarien

Im Folgenden haben wir Ihnen drei Szenarien aufgezeichnet, bei denen es um die Nutzung von Resturlaubstagen nach einer Kündigung geht.

 

Resturlaub nach Kündigung – Neuer Job bereits in Aussicht

Sie haben gekündigt oder Ihr Vertrag läuft aus. Ein neuer Arbeitgeber ist jedoch bereits gefunden und der Wechsel ist steht bevor. In diesem Fall steht Ihnen natürlich Ihr vertraglich festgelegter Urlaub zu.
Der entstehende Urlaubsanspruch berechnet sich in diesem Fall danach, zu welchem Termin Sie Ihren Arbeitgeber wechseln.

 

Wechsel in der ersten Jahreshälfte

Wechseln Sie innerhalb des ersten Halbjahres Ihren Arbeitgeber, haben Sie sowohl beim alten als auch beim neuen Arbeitgeber einen Anspruch auf Urlaub.
Dieser Anspruch berechnet sich ganz einfach: Für jeden Monat, den Sie bei Ihrem alten Arbeitgeber arbeiten, erhalten Sie ein Zwölftel Ihres Urlaubsanspruchs. Arbeiten Sie also vier Monate bei Ihrem bisherigen Arbeitgeber teilen Sie Ihren vertragliche festgelegten Urlaubsanspruch durch 12 und multiplizieren dieses Ergebnis mit 4 – das ist Ihr bestehender Anspruch.
Den Resturlaub des Jahres können Sie dann bei Ihrem neuen Arbeitgeber geltend machen.

 

Wechsel in der zweiten Jahreshälfte

Steht ihr Wechsel im zweiten Halbjahr an, haben Sie gute Karten: Ihnen steht der gesamte Urlaubsanspruch des Jahres zu. Wichtig ist, dass Sie sich den genommen Urlaub bestätigen lassen, denn Ihr neuer Arbeitgeber ist verpflichtet, Ihnen den ausstehenden Urlaub zu gewähren.
Übrigens: Ihr Urlaubsanspruch steigt durch einen Arbeitgeberwechsel nicht automatisch. Nehmen Sie Ihren gesamten Urlaub bereits im alten Job, entsteht nicht automatisch ein neuer Urlaubsanspruch beim neuen Arbeitgeber! Hier ist es wichtig, auf die jeweiligen Vertragsklauseln zu achten.

 

Resturlaub nach Kündigung durch den Arbeitgeber

Ihr Arbeitgeber hat Ihnen gekündigt und Sie haben noch Urlaubsansprüche im laufenden Jahr?
Grundsätzlich sieht der Gesetzgeber vor, dass entstandene Urlaubsansprüche vom Arbeitnehmer genommen werden müssen – solang dies zeitlich möglich ist. Diese Regelung ergibt sich aus §7 BUrlG.
Ist es Ihnen nicht möglich, den gesamten Urlaub zu nehmen, kommt eine Urlaubsabgeltung in Betracht.
Besonderheiten ergeben sich bei einer fristlosen Kündigung: Hier kann der der Arbeitnehmer regelmäßig nicht seinen gesamten Urlaub nehmen. Damit dem Entlassenen jedoch keine weiteren Nachteile entstehen, ist der Restanspruch durch den Arbeitgeber abzugelten.

Sollte eine fristlose Kündigung nicht wirksam sein, kann der Arbeitgeber eine so genannte Freistellung anstrengen. Hierbei wird die fristgerechte Kündigung ausgesprochen und der Arbeitnehmer von der Arbeit freigestellt. In dieser Zeit kann der Arbeitgeber die verbleibenden Urlaubstage ansetzen – das ist jedoch nur möglich, wenn der Arbeitgeber die entstehenden Urlaubsentgelte auszahlt.

 

Resturlaub nach Kündigung des Arbeitnehmers

Sie haben einen neuen Job in Aussicht oder möchten Ihren aktuellen Arbeitgeber aus einem anderen Grund verlassen und haben noch ausstehenden Urlaubsanspruch? In diesem Fall ist es ebenfalls für den Arbeitgeber vorgeschrieben, Ihnen den Urlaubsanspruch zu gewähren – die Regelungen unterscheiden nicht danach, von welcher Seite die Kündigung ausgesprochen wurde.

 

Urlaubsanspruch nach Kündigung – Fazit

Nach einer Kündigung besteht Ihr Anspruch auf Urlaub fort, es ist auch egal, von welcher Seite die Kündigung ausgeht.
Die Anzahl der Urlaubstage richtet sich grundsätzlich nach dem Zeitpunkt der Kündigung, entstandene Ansprüche, die nicht geltend gemacht werden können, müssen mittels einer Urlaubsabgeltung abgerechnet werden.

Wir hoffen, dass Sie in unserem Ratgeber alle Informationen zu Ihren Urlaubsansprüchen gefunden haben und wünschen Ihnen viel Erfolg für Ihre weitere Karriere!

 
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