Umschulung selber bezahlen – Der Ratgeber

Die Umschulung selbst zu finanzieren bleibt manchmal die einzige Möglichkeit.

Wer in der misslichen Lage ist, dass die Arbeitsagentur die Finanzierung einer Umschulung nicht übernimmt, stellt sich vielleicht die Frage, ob eine Umschulung nicht auch selbst finanziert werde könnte. Dieser Artikel gibt eine umfassende Übersicht, unter welchen Voraussetzungen dies der Fall ist, was es zuvor und dabei zu beachten gilt und welche Alternativen darüberhinaus bestehen.

Kann man bei einer Ablehnung eine Umschulung auf eigene Kosten machen?

Nachdem Sie eine Ablehnung erhalten haben, mag einer der ersten Gedanken sein – Ich mache die Umschulung trotzdem und bezahle sie zur Not selber. Zunächst sollten Sie diesen Gedanken zur Seite schieben und folgende Schritte unternehmen:

Legen Sie innerhalb der vier wöchigen Widerspruchsfrist Widerspruch gegen die ablehnende Entscheidung  ein. Auch wenn Sie Zweifel am Erfolg des Widerspruchs haben oder sich nicht sicher sind, ob die Widerspruchsfrist schon abgelaufen ist, sollten Sie es vorsorglich tun. Möglicherweise ist es noch verfrüht sich schon Gedanken über eine eigenständige Finanzierung zu machen.

Was kostet eine selbstfinanzierte Umschulung?

Der Unterschied zwischen einer privaten Umschulung und zu einer vom Arbeitsagentur finanzierten Umschulung ist vor allem ein finanzieller. Die Kosten einer Umschulung sind beachtlich, insbesondere wenn man sie selber stemmen muss. Zunächst die kommen auf den Umschüler die Kosten der Umschulung an sich zu, also der Betrag denn der Bildungsträger in Rechnung stellt. Regelmäßig sind dies einige hundert Euros im Monat.

Zusätzlich belasten die Krankenkassenbeiträge den Umschüler: Die Krankenversicherung wird vom Kostenträger der Umschulung finanziert. Bei einer selbstfinanzierten Umschulung bleiben diese Kosten an Ihnen hängen.

Kann man während einer selbstbezahlten Umschulung ALG II beziehen?

Darüberhinaus sehen die deutschen Gesetze keinen Ausnahmetatbestand vor, wie der Staat den Umschüler unterstützt, wenn eine Umschulung selbst bezahlt wird: Im Grundsatz kommt kein Arbeitslosengeld in Betracht, da Sie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen. Da es sich nicht um eine Ausbildung handelt, ist auch das Bafög nicht einschlägig. Denkbar sind allerdings zwei andere Wege der Finanzierung. 

“Wichtigen Grund” für Umschulung darlegen, statt selber zahlen

Der Staat gibt umschulungswilligen Bürgern leider keinen Anspruch auf eine geförderte Umschulung, sondern stellt die Bewilligung in das Ermessen der Behörden. Der Ermessensspielraum reduziert sich jedoch, wenn die Umschulung notwendig ist, also ein wichtiger Grund für die Umschulung vorliegt.

Als wichtiger Grund wird anerkannt, wenn aufgrund einer körperlichen Beeinträchtigung ohne die Umschulung der erlernte Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Aber auch sehr geringe Erfolgsaussichten auf dem Arbeitsmarkt für den erlernten Beruf, sprechen für eine Umschulung, wenn dadurch der Umschüler wieder in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden kann. Sie könnten Ihren Umschulungswunsch in dieser Konstellation durch eine große Anzahl an Ablehnungen bei Ihrer Arbeitsplatzsuche unterstützen.

Umschulung selbst finanzieren mit Unterstützung des Europäischen Sozialfond

Statt die eigenen Ersparnisse aufzubrauchen, könnte eine Förderung durch den Europäischen Sozialfond eine alternative darstellen. Eine Beratung durch die Arbeitsagentur ist möglich, aber nicht zwingend erforderlich. Auf der Seite www.esf.de erfahren Sie mehr zu den Förderbedingungen, Antragstellung und Beratungsstellen.

Umschulung durch einen Fernkurs

Eine Umschulung kann sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit per Fernstudium erfolgen. Die größten Fernschulen bieten Angebote aus Wirtschaft, Technik, Persönlichkeitsbildung und noch vielem mehr.

Diese neuen Fernkurse sind Deine Bildungschance im Herbst 2018

Noch genießen wir das schöne Wetter des Spätsommers, doch der Herbst mit seinen nasse, grauen Tagen steht bald in den Startlöchern. Die Vorstellung daran mag vielen zuwider sein, doch der Wechsel der Jahreszeit hat auch sein Gutes: Zeit für eine Investition in berufliche Chancen und Persönlichkeitsentwicklung durch eine Weiterbildung, Fernstudium oder Fernkurs.

Die größten und renommiertesten Fernkursanbieter Deutschlands haben neue, interessante Fernkurse konzipiert, die im Herbst 2018 begonnen werden können.

 

Fachberatung für die Ernährung von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen

Gesundes Essen darf kein Luxus sein: Die ausreichende Versorgung mit Nährstoffen ist für die Entwicklung von Babies, Kindern und Jugendlichen elementar.

Der neue ILS-Fernkurs richtet sich nicht nur an Pädagogen, Erzieher, Tagesmütter und alle anderen Berufsgruppen, die Kinder in jedem Lebensalter betreuen, sondern auch an Eltern, die sich fundiert mit der gesunden Ernährung ihrer Kinder auseinandersetzen möchten. Gesunde Ernährung bei Kindern ist ein Dauerthema: Jährlich veröffentlichen Gesundheitsorganisationen erschreckende Zahlen zu Übergewicht und Fehlernährung bei Kindern.

Der Fernkurs behandelt zunächst die grundlegenden Fragen wie, welche Nährstoffe sind für die gesunde Entwicklung des Kindes elementar und wie können diese in der alltäglichen Ernährung dem Kind zugeführt werden. Anschließend wird tiefer in das Thema eingestiegen und die Bereiche Kalorienberechnung und sportunterstützte Ernährungsumstellung bei übergewichtigen Kindern vertieft. Für Pädagogen können die Informationen des Fernkurses rund um Suchtlebensmittel bei Jugendlichen eine wertvolle Unterstützung im Berufsalltag sein: Alkohol, Energydrinks und Zucker beeinflussten die physische und psychische Entwicklung der jungen Menschen und oftmals besteht hier bei den Jugendlichen große Unwissenheit über die langfristigen Auswirkungen.

Nach Abschluss des Fernkurses kann man durch ein Präsensseminar mit Abschlussprüfung zusätzlich das Zertifikat “Geprüfte/r Fachberater/in für die Ernährung von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen“ erhalten. Der Fernkurs ist mit dem Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit zu 100 % förderungsfähig.

 

Geprüfte / r Ayurveda-Gesundheitsberater/in

In der asiatischen Kultur werden die Vorzüge der ayurvedischen Heilbehandlung schon seit Jahrhunderten geschätzt.

Endlich ein SGD-Fernkurs für alle, die sich für Aryurveda interessieren: Ayurveda ist eine Jahrhunderte alte Heilkunst, bestehend aus entspannenden Heilritualen wie Energie aktivierenden Massagen, Stirngüssen mit warmen Öl und Entlastungskuren. Dabei ist Ayurveda nicht auf Spa- und Wellnessbereich begrenzt, sondern spielt gerade auch in der Küche eine große Rolle: Auch die ayurvedische Ernährung mit exotischen Gewürzen, frischen Kräutern und einer speziellen Art der Essenszubereitung steht im Zentrum dieser Heilmethoden.

Der Fernkurs ist eine optimale Weiterbildung für alle Berufsgruppen, die bereits in medizinischen Berufen, in der Pflege oder in Spa- und Wellnessbereichen arbeiten. Wer eine Umschulung in diesem Bereichen erwägt, findet hier einen interessanten Teilbereich der alternativen Medizin, der die zukünftige berufliche Tätigkeit bereichert.

Der Fernkurs dauert ein Jahr und schließt mit einem zweitägigen Praxisseminar ab.

 

Traditionelle Europäische Medizin

Wem ayurvedische Behandlungen zu exotisch sind und sich lieber auf europäische Heilmethoden fokussieren möchte, der wird mit dem neuen Fernkurs “Traditionelle Europäische Medizin” fündig.

In europäischen Klöstern werden seit Jahrhunderten wertvolles Wissen zur heilenden Wirkung von Pflanzen bewahrt. Der Fernkurs “Traditionelle europäische Medizin” vermittelt diesen wertvollen Schatz.

Viele verbinden mit der traditionellen Medizin in Europa die Namen von Paracelsius und Hildegard von Bingen. Tatsächlich beginnt die Geschichte der europäischen Naturmedizin bereits vor dem Mittelalter. Die Heilmittel wie Bachblütentherapie, Kneippkuren und Kräutertinkturen sind bis heute anerkannt. Der Fernkurs “Traditionelle europäische Medizin” vermittelt innerhalb von 12 Monaten praktisch anwendbares Wissen über Heilkräuter und daraus herstellbare Tinkturen, die Heilkraft der Ernährung durch Kräuter, Wurzeln und ausgewählte Lebensmittel sowie Aus- und Ableitungsverfahren und Körperübungen.

In dem Fernkurs kommen alle an traditioneller Medizin interessierte Personen auf ihre Kosten. Die umfassenden Informationen sind auch für Heilpraktiker und Pflegeberufe eine interessante Ergänzung des Wissensspektrums.

Der Fernkurs wird von der SGD-Hochschule und der ILS-Hochschule angeboten.

Wein- und Genussexperte/in

Sie können sich vorstellen, Gästen in der Gastronomie interessantes Wissen über Wein, seinen Anbau und Geschichte zu vermitteln? Für alle Weinliebhaber bietet die SGD-Hochschule einen Fernkurs Wein- und Genussexperte an. Der Kurs ist eine optimale Vorbereitung für alle die einen Wechsel in die Gastronomie und insbesondere eine Umschulung zum Sommelier planen.

Ein guter Wein ist zu einem schönen Essen nicht wegzudenken: Weinexperten verwöhnen Gäste mit Ihrer kundigen Auswahl und vervollkommnen das Restauranterlebnis.

Inhaltlich werden Sie in den Bereichen Weinsorten, Weinanbau, Herstellungsverfahren sowie Weinsensorik und Verkostungstechniken ausgebildet. Ein Fernkurs zum Weinexperte kann einen flexiblen Weg in die spannende und abwechslungsreiche Welt der Weingastronomie ebenen: Wer nach 12 erfolgreichen Monaten das SGD-Abschlusszeugnis in den Händen hält, kann durch die weiteren Kurse „Genussentdecker I und II“ sowie Bestehen des IHK-Zertifikatstests auch ein IHK-Zeugnis erlangen.

 

Schmuckdesign und Schmuckherstellung

Schmuck ist eine Jahrhunderte alte Kulturtradition: Ob zu Feiertagen, besonderen Anlässen oder für das kleine besondere etwas im Alltag – Schmuck komplementiert ein Outfit und hebt einzelne Körperpartien hervor. Der SGD-Fernkurs zum Schmuckdesign widmet sich diesem spannenden Kulturgut und eignet sich besonders für Modeverkäufer, Künstler und alle die sich gerne privat mit Kunsthandwerk beschäftigen möchten.

Seit der frühen Geschichte der Menschheit schmücken Menschen in allen Kulturen sich mit zierenden Elementen.

Der Kurs vermittelt zunächst Grundkenntnisse der Geschichte des Schmucks, seine Bedeutung in den jeweiligen Kulturen und Epochen. Vertieft wird anschließend die individuelle Stilfindung, Schmuckherstellung und Werkstoffkunde vermittelt. Dabei werden auch neue Trends vermittelt, wie Upcycling, dem kreativen Erschaffen von Schmuck durch einfache und meist günstige Ausgangsprodukte. Der Kurs enthält ein drei-tägiges Praxisseminar in dem insbesondere die praktischen Fertigkeiten geübt werden.

Doch der Künstler lebt nicht vom Anblick seiner Werke allein: Präsentationstechniken und Verkaufsberatung als wichtigen Bestandteil des Produktmarketings schließen den 14-monatigen Fernkurs ab.

 

Kommunikationstrainer/in und Rhetoriktrainer/in

Hand aufs Herz: Wer wird nicht schon allein bei dem Gedanken an eine öffentliche Rede oder Präsentation vor einem Publikum Angst und Bang? In vielen Momenten im Berufsleben nehmen wir uns zurück statt mit deutlicher und gut hörbarer Stimme unseren Standpunkt zu vertreten und überzeugen zu präsentieren. Der neue Fernkurs Kommunikationstrainer/in und Rhetoriktrainer/in kann hier endlich Abhilfe schaffen.

Frei reden und souverän präsentieren sind für jeden durch einen Fernkurs erlernbare Fähigkeiten.

Auf den ersten Blick klingt es vielleicht überraschend, aber Menschen, die sich bisher mit freiem Sprechen und souveränen Auftreten schwer getan haben, sind besonders geeignet, anderen Kommunikation und Rhetorik zu vermitteln. Nur wer nachvollziehen kann, wie groß die Ängste vor dem Reden in manchen Situationen sein können, kann andere auf dem eigenen Weg optimal unterstützen. Wer sich bereits auf einer Bühne und vor Publikum wohlfühlt, lernt in diesem Fernkurs weitere Profikniffe für die Tätigkeit als Trainer inklusive Didaktik, Methodik und Vermittlungsmethoden.

Der Fernkurs dauert ein Jahr und beinhaltet ein zwei-tägiges Präsensseminar. 

Natur- und Umweltpädagogik

Die Natur entdecken, die Umwelt schützen und diese für unsere Nachwelt erhalten – Natur- und Umweltpädagogik vermittelt Kindern den sorgsamen Umgang mit der Natur.

Ob Stadt- oder Landkinder, der Zugang zu Natur und Umwelt erschließt sich Kindern durch die Unterstützung eines Natur- und Umweltpädagogen in besonders intensiver Weise. Wie vermittelt man Kindern in unterschiedlichen Altersgruppen Naturschutz? Wie kann Biologie anschaulich und fassbar vermittelt werden? Wer sich für diese Fragestellungen interessiert, kann im 12-monatigen Fernkurs Natur- und Umweltpädagogik viel lernen.

Wer bereits mit Kindern arbeitet, wird in diesem Fernkurs viel über die kindgerechte Vermittlung erfahren. Der Fernkurs ist die optimale Vorbereitung auf eine Umschulung im Bereich Ökotourismus.

 

Fordern Sie gleich Infomaterial der ILS und des SGD an – kostenlos und unverbindlich:







Ist eine Umschulung innerhalb eines Jahres möglich? 

Bei einer Umschulung handelt es sich um eine verkürzte Ausbildung für den Arbeitsmarkt, daher nehmen diese Maßnahmen auch nicht so viel Zeit in Anspruch wie herkömmliche Berufsausbildungen. Auch kürzere Umschulungen sind dabei möglich!

 

Warum dauern Umschulungen kürzer als Berufsausbildungen?

Herkömmliche Berufsausbildungen dauern mehrere Jahre, bei Umschulungen wird diese Zeit meist aber um zwei Drittel abgekürzt. Wenn der gewünschte Beruf im Normalfall eine Ausbildungszeit von drei Jahren in Anspruch nimmt, wie das bei herkömmlichen Lehrberufen der Fall ist, so können Sie damit rechnen, dass eine Umschulung lediglich zwei Jahre andauert. Der

Grund für die verkürzte Ausbildungsdauer ist folgender: Zur Umschulung wird zugelassen, wer bereits eine Ausbildung absolviert oder zumindest damit begonnen hat – das bedeutet auch, dass diese Personen bereits Erfahrungen im Berufsleben gemacht haben. Die Lehrpläne bei Umschulungen richten sich aber dennoch auf die vollwertige Ausbildung der Lernenden – die zusätzliche Erfahrung im Vergleich zu einem Lehrling rechtfertigt aber die kürzere Ausbildungsdauer. Je nachdem, ob die Umschulung auf Vollzeit- oder Teilzeitbasis erfolgt, ergeben sich auch unterschiedliche Zeitspannen innerhalb der Ausbildung.

 

Umschulungen auf Teilzeitbasis

Die Gründe für eine Umschulung auf Teilzeitbasis liegen meistens im privaten Umfeld – meist muss noch Verantwortung für einen anderen Menschen übernommen werden, was eine vollzeitliche Ausbildung und Betätigung nicht möglich macht. Doch keine Sorge, auch das ist möglich. Die meisten Umschulungen auf Teilzeitbasis dauern zwei bis drei Jahre, wobei das maximale Stundenausmaß von 25 Zeitstunden nicht überschritten werden darf.

Angebote für Umschulungen auf Teilzeitbasis finden sich in allen möglichen Branchen und Berufen, allerdings sollten Sie bedenken, dass es schwierig werden könnte, einen Arbeitgeber zu finden, der Sie dann dabei unterstützt.

 

Umschulung innerhalb eines einzigen Jahres?

Eventuell sind Sie auf der Suche nach besonders kurzen Umschulungen, um möglichst schnell wieder ins Berufsleben einsteigen zu können – doch Sie sollten bedenken, dass es sich bei der Umschulung um eine vollwertige Ausbildung handelt, die ein gewisses Maß an Zeit benötigt. Die Ausbildungszeit verkürzt sich dabei bei Umschulungen ohnehin meist um ein Drittel. Das bedeutet, dass ein Lehrberuf, der eine dreijährige Ausbildung erfordert, innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen werden kann.

Das betrifft die meisten Berufe, daher sollten Sie auch mit einer Ausbildungsdauer von ungefähr zwei Jahren rechnen. Allerdings gibt es auch Berufe, die lediglich eine zweijährige Lernphase erfordern. In solchen Fällen verkürzt sich die Ausbildungsdauer durch eine Umschulung auf ein Jahr und vier Monate.

 

Welche Berufe betrifft das?

Es gibt ein paar Berufe, deren herkömmliche Ausbildung insgesamt lediglich zwei Jahre beansprucht. Suchen Sie am besten im Internet nach solchen Berufen, um ein Bild über die möglichen Sparten zu bekommen. Auch hier möchten wir Ihnen gleich ein paar Berufe inklusive Umschulungsmöglichkeit mit auf den Weg geben: 

1. Die Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik dauert nur zwei Jahre. Eine Umschulung ist in diesem Bereich auch in nur 16 Monaten möglich – das bietet zum Beispiel die TAS-Technische Ausbildungsstätten GmbH in Cellean. Diese Richtung ermöglicht auch mehrere Spezialisierungen, zum Beispiel Montagetechnik, Konstruktionstechnik oder Zerspannungstechnik.

2. Auch die Ausbildung zu/r Fachlagerist/in dauert normalerweise nur zwei Jahre und kann daher über eine Umschulung innerhalb von 16 Monaten abgeschlossen werden. Möglich ist das zum Beispiel beim Logistic Training Center GmbH.

3. Bei Verkäufer/innen sieht die Sache nicht anders aus, auch ihre Ausbildungsdauer beträgt zwei Jahre und daher können Sie auch diesen Weg innerhalb von 16 Monaten gehen. Ausbildungsmöglichkeiten finden Sie für diesen Beruf in vielen Regionen und Schulen Deutschlands.

4. Maschinen- und Anlagenführer/innen haben ebenfalls in der Regel eine zweijährige Ausbildung. Auch hier sind Umschulungen innerhalb von 16 Monaten möglich. Solche Umschulungen werden auch von der IHK angeboten, sehen Sie sich beispielsweise dieses Angebot aus Augsburg an: Klick.

5. Nur unwesentlich länger, nämlich 18 Monate, dauert eine Umschulungsmaßnahme zum/r Industrieelektriker/in für Betriebstechnik in Chemnitz.

6. Auch eine Umschulung zur Fachkraft im Gastgewerbe benötigt lediglich einen Zeitaufwand von 16 Monaten. Möglich ist eine solche Umschulung beispielsweise bei kiezküchen gastronomie & Bildungszentrum in Berlin.

 

Zertifizierungsmaßnahmen innerhalb von zwölf Monaten

Neben solchen regulären Umschulungen in ein anderes Berufsfeld besteht auch die Möglichkeit, gewisse Zertifizierungen abzulegen, die lediglich zwölf Monate in Anspruch nehmen. Dabei kann es sich um Weiterbildungen handeln, die in den Bereich Ihrer eigentlichen Ausbildung fällt, oder um sonstige nützliche Zusatzqualifikationen. Die Dauer solche Kurse kann sehr stark variieren, manche dieser Kurse dauern auch lediglich ein paar Tage oder Wochen, zum Beispiel Kurse im Zusammenhang mit dem Umgang mit Computern.

Andererseits sind auch einjährige praktische Ausbildungen in dieser Kategorie zu nennen. Der Abschluss erfolgt jedenfalls anschließend mit einer internen Prüfung beim Anbieter der Qualifizierungsmaßnahme.

Fernstudium trotz Arbeitslosigkeit – geht das?

Wer arbeitslos ist, tut gut daran, sich fortzubilden und seine beruflichen und fachlichen Qualifikationen auszuweiten. Nicht nur eine Umschulung oder eine zweite Ausbildung kommt in diesem Zusammenhang infrage, auch ein Fernstudium stellt für viele Menschen zumindest theoretisch eine gute Alternative dar, um eine zusätzliche Qualifikation zu erreichen. Wenn Sie Arbeitslosengeld I oder II beziehen, können Sie aber nicht uneingeschränkt auf dem Fernweg studieren: Wenn weiterhin Geldleistungen bezogen werden sollen, gilt es, einige wichtige Punkte zu beachten.

 

Für wen kommt ein Fernstudium infrage?

Ein Fernstudiengang wird oftmals von Personen absolviert, die berufstätig sind und sich nebenbei weiterbilden oder in einem anderen Bereich umorientieren wollen. In diesem Fall findet der Lehrgang in Teilzeit neben dem Beruf statt. Bei Vollzeitstudenten auf dem Fernweg handelt es sich dagegen meist um Menschen, die offiziell den Studentenstatus tragen und sich so ausschließlich auf ihr Studium konzentrieren. Grundsätzlich könnte man meinen, dass auch Arbeitslose zu dieser Gruppe zählen können, da sie keiner Erwerbstätigkeit nachgehen und theoretisch über ausreichend Zeit verfügen, um an einem Vollzeitstudium teilzunehmen.

Der Gesetzgeber sieht dies allerdings anders: Wenn Sie Arbeitslosengeld I oder II beziehen, müssen Sie dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und sich aktiv um eine neue Anstellung bemühen. Mit einem Vollzeitstudium ist das schwer möglich, da die Zeit für den Lehrgang aufgewendet wird und sich eine neue Arbeitsstelle und das Studium in dieser Form ausschließen.

 

Teilzeit-Fernstudium für Arbeitssuchende

Das bedeutet aber nicht, dass Sie als Arbeitslose/r grundsätzlich nicht an einem Fernstudium teilnehmen können. Allerdings müssen Sie als Leistungsbezieher nachweisen, dass Sie trotz der Teilnahme an einem ausgewählten Fernlehrgang weiterhin dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Dies ist besonders bei einem Teilzeitstudium oder einem Wochenendstudium der Fall. In diesem Zusammenhang haben Sie glaubhaft zu belegen, wie viele Stunden pro Woche Sie für das Fernstudium aufwenden und dass neben diesem ausreichend Zeit für eine potenzielle neue Anstellung bleibt. In Absprache mit dem persönlichen Ansprechpartner bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter kann dann beispielsweise vereinbart werden, dass für die Dauer des Fernstudiums eine Teilzeitstelle angestrebt wird. So können Weiterbildung und Berufsleben unter einen Hut gebracht werden.

 

Wer trägt die Kosten für das Fernstudium?

Fernstudiengänge sind selbstverständlich nicht gratis, sondern erfordern Teilnahme- und Studiengebühren, die je nach Dauer und Umfang des Lehrgangs recht hoch ausfallen können. Arbeitslose dürften in vielen Fällen Probleme haben, diese aus eigener Tasche zu bewältigen. Eine Kostenübernahme durch die Agentur für Arbeit beziehungsweise das Jobcenter ist in einigen Fällen möglich – so zum Beispiel dann, wenn das Fernstudium eine spezifische Zusatzqualifikation für Ihre individuellen beruflichen Fähigkeiten darstellt und sich die Chancen auf eine Anstellung durch Abschluss der Fortbildung deutlich erhöhen. Trifft dies zu, kann der Ansprechpartner einen Bildungsgutschein ausstellen, der in Höhe der Kosten für das Fernstudium ausfällt. Vorab sollten Sie aber klären, ob der gewählte Bildungsträger den Bildungsgutschein akzeptiert.

 

Fernstudium immer der Arbeitsagentur melden

Als Arbeitslose/r sind Sie verpflichtet, der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter zu melden, wenn Sie ein Fernstudium absolvieren oder dies planen. Dies ist erforderlich, um eine eventuelle Kostenübernahme abzuklären und um die Teilnahme an einem Studium genehmigen zu lassen, sofern diese Einfluss auf die Stellensuche hat. Verbieten kann der Leistungsträger das Fernstudium nur dann, wenn Sie dadurch nicht mehr dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen – in diesem Fall kann die Arbeitsagentur etwa auch das Erbringen der finanziellen Leistungen verweigern.

Wer Arbeitslosengeld bezieht und dennoch in Vollzeit studieren möchte, hat unter Umständen auch die Möglichkeit, offiziell zum Studenten zu werden. Dann besteht kein Anspruch auf finanzielle Leistungen vom Arbeitsamt; dafür kann in vielen Fällen aber BAföG beantragt werden. Ein weiterer Vorteil dieser Variante: In Ihrem Lebenslauf werden die Studienzeiten auch bei einem Fernlehrgang dann auch als solche geführt, und es entstehen keine Lücken durch eine offizielle Arbeitslosigkeit. Welche Variante beim Fernstudium sich für Sie am Besten eignet, hängt vom jeweiligen Einzelfall ab. Eine Beratung etwa bei der Agentur für Arbeit oder bei vergleichbaren Stellen kann dabei helfen, die passende Alternative für die individuelle Situation zu finden.

Betriebsbedingte Kündigung mit 60,61,62,63 oder 64 Jahren – so geht es jetzt weiter

Einen Arbeitsplatz bis zum Rentenantrittsalter zu behalten, ist der Wunsch zahlreicher Arbeitnehmer. Doch in manchen Fällen erfolgt trotz besonderen Kündigungsschutzes von bestimmten Arbeitergruppen eine betriebsbedingte Kündigung.

Vor allem Personen mit 60plus trifft diese Kündigung schwer, da die Betroffenen nur äußerst schwer eine neue Anstellung finden. Was Sie tun können, wenn bei Ihnen eine betriebsbedingte Kündigung mit 60plus erfolgt, erfahren Sie im nachfolgenden Artikel.

 

Gesetzlicher Kündigungsschutz im Alter vorhanden?

Generell herrscht in Deutschland für gewisse Personengruppen ein besonderer Kündigungsschutz. Darunter fallen Schwangere, beeinträchtigte Personen sowie Wehrpflichtige und Zivildienstleistende. Somit verfügen Personen mit 50 Jahren und älter keinen für sie spezifischen Kündigungsschutz, welcher vor Entlassungen jeglicher Art schützen. Erfolgt eine betriebsbedingte Kündigung, müssen die Betroffenen somit die Kündigung entgegennehmen. Dennoch erschweren die Tarifverträge einiger Arbeitergruppen eine Kündigung deutlich. Sind Sie beispielsweise ein Mitarbeiter im öffentlichen Dienst und in diesem bereits seit mehr als 20 Jahren beschäftigt, gilt für Sie eine Kündigung im Alter ab 55 Jahren aufgrund einer Leistungsminderung nicht. Ihr zuständiger Betriebsrat berät Sie, ob ein Kündigungsschutz bezüglich Alter und Dienstleistungszeit in Ihrer Branche gilt oder nicht.

Auch die Altersdiskriminierung verbietet in Deutschland eine Kündigung aufgrund des eigenen Alters. Somit wird nur eine betriebsbedingte Kündigung rechtskräftig. Eine betriebsbedingte Kündigung erfolgt, wenn der Betrieb beispielsweise sein Personal aufgrund betrieblicher Erfordernisse reduzieren muss. Von dieser Kündigung ist kein Arbeitnehmer ausgenommen, welcher keinen besonderen Kündigungsschutz besitzt.

Kündigung mit 60plus – neue Optionen für jeden Arbeitnehmer

Erfolgt eine betriebsbedingte Kündigung für Arbeitnehmer im fortgeschrittenen Alter, stehen mehrere Optionen offen. Sie können sich dafür entscheiden, erneut arbeitstätig zu werden und sich nach einer neuen, passenden Arbeitsstelle umschauen. Aufgrund des hohen Alters der Arbeitnehmer entscheiden sich jedoch viele Arbeitgeber gegen eine Anstellung von Personen der Altersklasse 60plus. Dies kann zu einem daran liegen, dass in diesem Alter arbeitstechnische Ausfälle aufgrund Krankheiten häufiger eintreten. Auch die Tatsache, dass der Arbeitnehmer bald in Rente gehen kann, wirkt sich oft negativ auf eine Anstellung aus.

Alternativ zu einer Anstellung in der bisherigen Betriebsbranche kann eine Umschulung durchgeführt werden. Je nach Umfang kann eine Umschulung zwischen einem halben und mehreren Jahren betragen, wobei häufig eine betriebliche Umschulung stattfinden. Aufgrund des Alters lohnt sich eine Umschulung, um einen neuen Arbeitsplatz zu erhalten. Das Jobcenter gibt Ihnen hierzu ausführlich Auskunft, welche Umschulungen sich für Sie eignen und ob dieses Vorhaben sinnvoll ist.

 

Rente als Ausweg aus der Arbeitslosigkeit

Lässt sich kein neuer Arbeitsplatz finden, kann unter Umständen eine Rente beantragt werden. Neben der herkömmlichen Altersrente kommen für Sie unter anderem ebenfalls eine Erwerbsunfähigkeitsrente oder Frührente in Betracht. Bei einer Erwerbsunfähigkeitsrente müssen Sie beweisen, dass aufgrund körperlicher oder geistiger Beschwerden keine Arbeitstätigkeit mehr durchgeführt werden kann. Hierzu benötigen Sie dementsprechende ärztliche Atteste, welche die Erwerbsunfähigkeit belegen. Bei einer betriebsbedingten Kündigung liegt nur im Ausnahmefall eine Erkrankung vor, welche schließlich zum Erhalt der Erwerbsunfähigkeitsrente beiträgt.

Die Frührente bietet Ihnen die Option, bereits ab einem Alter von 55 Jahren in Pension zu gehen, wenn Sie hierbei ebenso bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Im Gegensatz zur Altersrente müssen Sie mit Abstrichen bei der Auszahlungshöhe rechnen. Jeder Abschlag wird von der Bruttorente genommen, wobei danach noch Krankenversicherungs- und Pflegeversicherungsbeiträge abgezogen werden. Der Abschlag für alle Frührenten beträgt 0,3 Prozent für jeden Monat, welcher noch benötigt wird, um das offizielle Rentenantrittsalter zu erreichen. Je früher die Frührente folglich beantragt wird, desto geringer fällt die Rente aus. Bei beispielsweise fünf Jahren vor Rentenantrittsalter beträgt die Minderung rund 18 Prozent. Entscheiden Sie sich für eine Frührente, müssen Sie folglich für sich selbst beschließen, ob dies finanziell eine sinnvolle Lösung ist. Wenige Berufsgruppen erhalten eine Frühpension ohne Abschläge bereits mit 55 Jahren. Bei anderen Berufsgruppen kann erst mit 63 Jahren eine Frührente mit Abschlägen beantragt werden. Als generelle Voraussetzung für eine Frühpension gelten 35 Jahre gezahlte Rentenbeiträge bei der Pensionsversicherung.

 

Rente mit 63 ohne Abschläge

Haben Sie beim Zeitpunkt der betriebsbedingten Kündigung das Rentenantrittsalter noch nicht erreicht oder benötigen Sie noch ein paar Einzahlungsjahre bei der Pensionsversicherung, können Sie jederzeit eine Frührente beantragen. Dennoch besteht die Chance, bereits mit 63 Jahren in Rente ohne Abschläge zu gehen. Das entsprechende Gesetz gilt seit 1. Juli 2014. Sie können bereits mit 63 Jahren in Rente gehen, wenn Sie die notwendigen 45 Versicherungsjahre bezahlt und den Status besonders langjährig Versicherter erreicht haben.

Langjährig Versicherte, Personen mit nur 35 Versicherungsjahren, müssen mit Abschlägen rechnen, wenn sie mit 63 Jahren in Pension gehen möchten. Die Wartezeit im Ausmaß von 35 Jahren auf die Rente beinhalten Lehrlingsjahre und die Bundeswehr. Ebenfalls gehören Beitrags- und Ersatzzeiten sowie Anrechnungszeiten wie Studium, Schule, Krankheit, Schwangerschaft und Arbeitslosigkeit zur Wartezeit für die herkömmliche Pension.

Ein gezieltes Gespräch mit dem Chef suchen: So erreichen Sie das, was Sie möchten

Ihre Chefin ist auch nur ein Mensch – es kommt nur darauf an, dass Sie bedacht vorgehen.

Das Problem, den Chef um etwas bitten zu müssen und nicht genau zu wissen, wo und vor allem wie man damit anfangen soll, kennt wohl jeder Arbeitnehmer nur zu gut. Aber es gibt bewährte Strategien, ein solches Gespräch erfolgreich beginnen zu können und auch erfolgreich sein Anliegen vorzubringen. Im Folgenden finden Sie dazu einen kurzen Überblick.

 

1. Den richtigen Zeitpunkt abwarten

Werfen Sie einen Blick auf den Terminkalender Ihres Chefs vor dem Gespräch – und wenn Sie keinen Zugriff darauf haben, dann bitten Sie diejenigen, die das haben, Ihnen einen Überblick zu verschaffen. Nehmen Sie sich am besten einen Tag vor, an dem Ihr Chef wenige Termine hat und melden Sie sich selbst auch im Voraus an – so können sich sowohl Ihr Chef als auch Sie selbst mental auf das Gespräch vorbereiten.

 

2. Bereiten Sie Ihr Anliegen sorgfältig vor

Jeder Redner würde aus dem Konzept gebracht werden, hätte er sich dieses nicht vorher detailliert überlegt. Machen Sie es genauso und achten Sie darauf, dass Sie Ihr Anliegen selbst genau überblicken können. Wissen Sie alles, was Sie Ihren Chef fragen wollen? Könnte das erste Anliegen nicht noch zu weiteren Fragen führen, die Sie schon immer stellen wollten? Vor dem Gespräch haben Sie ausreichend Gelegenheit dazu. Machen Sie sich auch ruhig Stichpunkte. Nichts ist ärgerlicher, als nach dem Gespräch sich zu ärgern, weil man etwas vergessen hat.

 

3. Fallen Sie nicht mit der Tür ins Haus

Sicherlich kennen Sie das Sprichwort „mit der Tür ins Haus fallen“. Wie fast jedes Sprichwort, existiert es aus gutem Grund. Bemühen Sie sich also, zunächst auf eine freundliche Art und Weise den Gesprächseinstieg zu finden – vielleicht fällt Ihnen ja i ein, was in letzter Zeit im Betrieb gut gelaufen ist? Ein positiver Einstieg wirkt sich auch positiv auf das Gesprächsklima aus. Bedanken Sie sich an dieser Stelle auch ruhig dafür, dass sich Ihr Chef für Sie Zeit genommen hat und drücken Sie aus, dass Sie das zu schätzen wissen.

 

4. Bleiben Sie konstruktiv

Selbst wenn Ihr Anliegen negativer Art ist, sollten Sie dies möglichst sachlich, konstruktiv und vor allem gerecht vermitteln. Ihr Chef ist trotz aller Führungsqualitäten und Kompetenzen trotz allem nur ein Mensch. Es gibt keinen Menschen, der gerne frontal kritisiert wird – das wird Ihrem Chef auf jeden Fall das Gefühl geben, sich verteidigen zu müssen anstatt konstruktiv Ihrem Anliegen zuhören zu können. Das ist genau das, was Sie mit dem Gespräch nicht erreichen wollten.

Selbst wenn es sich um tatsächlich einen Fehler des Chefs handelt, den Sie mit ihm besprechen möchten, sollten Sie konstruktiv und freundlich bleiben. Sowohl der Tonfall als auch der Inhalt Ihrer Argumente sollten stets angemessen freundlich und konstruktiv bleiben.

 

5. Scheuen Sie keine Kritik

Konstruktiv zu bleiben bedeutet nicht, Kritik aus dem Weg zu gehen. Das gilt sowohl für Sie als auch für Ihren Chef. Ein Anliegen zu haben, bedeutet ja, Verbesserungen in irgendeiner Form vorbringen zu wollen. Das ist ohne Kritik oftmals gar nicht möglich. Solange sie bei Ihrer Kritik sachlich bleiben und vor allem praktische Verbesserungsvorschläge und Lösungen vorbringen zu wissen, wird Ihnen Ihr Chef für die Kritik danken. Das zeichnet einen guten Chef aus.

Wiederum sollten Sie sich nicht fürchten, wenn Sie selbst – konstruktive – Kritik zurückerhalten. Niemand ist vollkommen. Verstehen Sie die Kritik als Chance, an sich zu arbeiten. Sprechen Sie aber über Verbesserungsvorschläge als erstes mit Ihrem Chef, auf keinen Fall zuerst mit Ihren Kollegen, denn Ihr Chef sollte auf keinen Fall das Gesicht verlieren. Das ist wichtig.

 

6. Argumentieren Sie schlüssig

Sie möchten eine Gehalterhöhung, weil Sie der Meinung sind, dass Sie sich diese verdient haben? Das mag stimmen, aber es reicht nicht aus, dass Sie selbst davon überzeugt sind. Zunächst einmal müssen Sie in der Lage sein, auch andere von der Schlüssigkeit Ihrer Argumentation zu überzeugen. Auch hier ist es sinnvoll, dass Sie sich bereits vor dem Gespräch eine kurze Stichpunktliste machen.

Weshalb verdienen Sie in Ihren Augen die Gehaltserhöhung? Was spricht dafür und was haben Sie Konkretes dafür geleistet? Ihr Chef wird Ihre Gehaltserhöhung nicht nur von Ihnen begründet haben wollen, sondern benötigt diese Begründung auch selbst, um sie tatsächlich durchzuführen – sei es, um ihre Gehaltserhöhung dem Personalrat, dem Vorstand oder anderen am Prozess Beteiligten zu erklären. Nehmen Sie ihm hier die Arbeit ab und kommen Sie ihm entgegen – Ihr Chef wird Ihnen das danken.

 

7. Bedanken Sie sich erneut am Gesprächsende

Natürlich haben Sie sich ja bereits bedankt, aber Ihr Chef soll das Gefühl haben, dass Sie sich aufrichtig darüber freuen, dass Sie beide das Gespräch wahrnehmen konnten. Stellen Sie sich den Prozess des Gesprächs so ähnlich vor wie einen Konzertbesuch – ein Konzert, dass auf einer schiefen Note endet, wird unglücklich im Gedächtnis bleiben, egal wie gut es davor war. Mit einer Danksagung vermitteln Sie außerdem Ihrem Chef, dass es richtig war, das Gespräch mit Ihnen wahrzunehmen. Das macht zukünftige Mitarbeitergespräche leichter.