Über den Wolken arbeiten – der Traum von vielen.
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Berufsbild

Flugbegleiter/-innen kümmern sich um die Versorgung von Flugpassagieren und beaufsichtigen, ob die Vorschriften ordnungsgemäß eingehalten werden. Sie kontrollieren vor dem Einsteigen der Passagiere in die Flugmaschine, ob die Kabineneinrichtung vollständig ist, ob die Notausrüstung an jedem Sitz vorhanden und funktionstüchtig ist und ob die Getränke und Speisen angemessen vom Catering angefertigt wurden.

Weiterhin begrüßen sie die Fluggäste, weisen sie ihren Plätzen zu und achten darauf, dass das Handgepäck sicher verstaut wird. Sie halten in mehreren Sprachen Ansagen über den Flugverlauf und geben Informationen über die Auffindung und Funktion der Notausrüstung. Im Verlauf des Fluges servieren sie den Gästen Getränke und Speisen und umsorgen sie bei sonstigen Problemen, die mit dem Flug zu tun haben. Ferner verkaufen sie Zeitungen und zollreduzierte Produkte.

Im Allgemeinen sind sie für das Wohlbefinden der Passagiere während eines Fluges zuständig.
Sie sorgen dafür, dass die Anschnallpflicht eingehalten wird und dass die Eingangstüren ordnungsgemäß verschlossen sind.
Nach dem Flug verabschieden sie die Gäste und sorgen für einen reibungslosen Ausstieg.
In eventuellen Notfallsituationen wirken sie tatkräftig mit, löschen Brände und helfen Passagieren, die Notausrüstung anzulegen.
 

 

Zukunftsaussichten

Der Personenflugverkehr ist ein täglicher Vorgang, der mehrfach von Passagieren in Anspruch genommen wird. In der heutigen Zeit hat die Reiselust die Menschen gepackt, so dass sie häufig zu weit entfernten Reisezielen tendieren. Für das Erreichen derselben sind Flugmaschinen die idealen Transportmittel. Aus diesem Grunde werden Flugbegleiter/-innen häufig gebraucht, womit dieser Beruf gute Zukunftsaussichten hat.

 

Inhalte und Länge der Umschulung

Im theoretischen Teil der Umschulung lernen die angehenden Flugbegleiter/-innen, welche Einrichtungen der Passagierraum enthält, wie Speisen und Getränke angerichtet und serviert werden, welche Serviceregeln es gibt, welche Handlungsmaßnahmen bei Beschwerden und schwierigen Passagieren auszuüben sind, wie das Streckennetz und der Flugplan strukturiert sind und welche Flugzeugtypen es gibt sowie welche technischen und architektonischen Besonderheiten diese aufweisen.

Zudem erlernen sie die Techniken der Ersten Hilfe sowie ein umsichtiges Verhalten in Notfällen. Ferner lernen sie, welche Einrichtungen es in den Flughäfen gibt, welche Aufgaben während der Dienstvorbereitung zu bewältigen sind, wie Beförderungsdokumente ausgefüllt werden, welche Vorbereitungsmaßnahmen vor dem Einstieg der Fluggäste zu tätigen sind und wie der Bordverkauf organisiert wird.

Damit das Fluggästebriefing und alle Ansagen verständlich ablaufen, erhalten die angehenden Flugbegleiter/-innen Exkurse in der mündlichen Kommunikation sowie Kurse in den jeweiligen wichtigen Fremdsprachen (bei deutschen Fluggesellschaften sind es meistens Deutsch und Englisch). Diese müssen sie flüssig beherrschen. Auch das Umrechnen von Fremdwährungen ist ein Lehrinhalt.
Der praktische Teil der Umschulung erfolgt in Testflügen, bei denen die Umschüler/-innen erste Erfahrungen im Servicebereich sammeln.
Die Umschulungsdauer beträgt je nach Fluggesellschaft 6 Wochen bis 6 Monate und kann bei besonderen Gründen (z. B. wegen der Ausübung eines ähnlichen Berufes) verkürzt werden.

 

Zielgruppe der Umschulung

Als schulische Zugangsvoraussetzung ist in der Regel der mittlere Bildungsabschluss nötig. Eine vorherige Beschäftigung im Servicebereich könnte von Vorteil sein.
Ferner sollten die angehenden Flugbegleiter mindestens 18 Jahre alt sein.
Die Umschüler/-innen dürfen in keinem Fall unter Flugangst leiden, denn die Arbeitszeit findet zum größten Teil in der hoch in der Luft statt. Wichtig ist die Beherrschung von mindestens zwei Sprachen. In Deutschland sind es vorwiegend Deutsch und Englisch. Die Fremdsprache sollte professionell beherrscht werden, um auch auf die Belange von fremdsprachigen Passagieren eingehen zu können. Auch sollte die Sprachfähigkeit der Muttersprache reibungslos beherrscht werden, denn die Ansagen und Fluggästebriefings sollten möglichst fehlerfrei ablaufen. Ein kommunikativ sicheres Auftreten ist also notwendig.

Ferner sollte der Spaß an der Arbeit mit Menschen vorhanden sein, denn es handelt sich um einen Serviceberuf, der meistenteils den Kontakt zu anderen Menschen impliziert. Zudem sollte ein großes Maß an Freundlichkeit im Verhalten erkennbar sein. Um das Servieren unproblematisch durchführen zu können, ist ein gutes Handgeschick nötig. Da ein Flugzeug zeitweise mit Turbulenzen konfrontiert wird, sollten die angehenden Flugbegleiter/-innen eine gute Körperbeherrschung besitzen. Weil das Flugbegleitungspersonal ein eingespieltes Team sein muss, sollten sie zusätzlich teamfähig sein.

 

Förderungen

Die Umschulung zum Flugbegleiter bzw. zur Flugbegleiterin wird in der Regel von der Bundesagentur für Arbeit gefördert, insofern besondere Gründe vorliegen (z. B. Unzufriedenheit mit dem alten Beruf, körperliche oder psychische Beschwerden bei der Ausübung des vorigen Berufes).
Insofern die Umschulung direkt bei einer Fluggesellschaft vorgenommen wird, kann ein Schulungsentgelt gezahlt werden.

 

Anbieter der Umschulung

Die Umschulung kann in entsprechenden Bildungseinrichtungen, aber auch direkt bei einer Fluggesellschaft absolviert werden.

 

Verwandte Bereiche der Umschulung als Fernstudium

Alternative Berufe zum Flugbegleiter bzw. zur Flugbereiterin sind Staatlich geprüfter Internationaler Verkehrsassistent bzw. Staatlich geprüfte Internationale Verkehrsassistentin und Servicekaufmann bzw. Servicekauffrau im Luftverkehr.

Umschulung zum Flugbegleiter / zur Flugbegleiterin
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