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Umschulung zum Holzmechaniker / zur Holzmechanikerin

 

Produkte aus Holz werden immer Konjunktur haben.© Coloures-Pic - Fotolia.com

Produkte aus Holz werden immer Konjunktur haben.
© Coloures-Pic – Fotolia.com

Berufsbild

Holzmechaniker/-innen planen und steuern die Arbeitsabläufe in der Holz bearbeitenden und verarbeitenden Industrie. Sie fertigen Produktions- und Baupläne für die Konstruktion und Herstellung von Produkten aus Holz und Holzwerkstoffen an und überwachen den Arbeitsablauf. Danach kontrollieren sie die Qualität der Produkte und überprüfen diese auf Maßgenauigkeit und auf Übereinstimmung mit dem Kundenauftrag. Vor dem Arbeitsablauf kalkulieren sie die voraussichtlichen Kosten und optimieren die Arbeitsprozesse für die Rentabilität der Aufträge.

Sie stellen vordergründig Holzendprodukte, z. B. Fenster, Türen, Parkett und Möbelstücke, her. Neben der Bedienung und Überwachung der herstellenden Maschinen gehört es zu ihrer Aufgabe, sie zu warten und instand zu setzen. Einzelne Elemente verbinden sie mit Nägeln, Klammern oder Schrauben und fügen sie zusammen. In einem letzten Arbeitsschritt verpacken sie die Endprodukte und machen sie versandfertig, bevor sie sie fachgerecht lagern.

 

Zukunftsaussichten

Holzprodukte werden ständig gebraucht, sei es wegen neuer Bauprojekte oder durch die Entfernung alter, verschlissener Produkte durch neue. Die gesamte Holzindustrie floriert in der heutigen Zeit besonders aufgrund der vielen Bauprojekte. Holz als Material hat besonders im Möbelbereich eine primäre Funktion. Nahezu die meisten Schränke, Tische und Stühle sind Holzendprodukte. Und die Nachfrage wird langfristig nicht zurückgehen, sondern sich sogar noch weiter steigern, trotz des konkurrierenden Trends, Möbel aus Metall herzustellen. Holzmechaniker/-innen haben gute Zukunftsperspektiven und bei entsprechenden Qualifikationen gute Aufstiegschancen für einen Meistertitel.

 

Inhalte und Länge der Umschulung

Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei der Umschulung um ein duales Ausbildungssystem handelt, werden einerseits die praktischen Kenntnisse im Betrieb und die theoretischen Bildungsinhalte in der Berufsschule gelernt.
Im praktischen Teil der Umschulung lernen die angehenden Holzmechaniker/-innen die Arten und Eigenschaften von Holz und Holzwerkstoffen kennen, wie Holz und Holzwerkstoffe bearbeitet und verarbeitet werden, wie Hilfsstoffe eingesetzt werden und wie Einzelteile hergestellt werden. Dabei sollten sie zu unterscheiden lernen, welche Bearbeitungstechnik in welchem Arbeitsprozess durchgeführt wird, z. B. Sägen, Hobeln, Bohren, Fräsen und Schleifen. Zudem lernen sie, welche Oberflächenbehandlungstechniken und Beschichtungsverfahren auf welche Oberflächen anzuwenden sind, wie Skizzen, Pläne und Zeichnungen angefertigt und gelesen werden, wie handgeführte Maschinen bedient und gewartet werden und wie automatisierte Fertigungsmaschinen überwacht und instand gesetzt werden. Ferner lernen sie, wie Messungen durchgeführt werden, wie Beschläge für Bauelemente auszuwählen und einzubauen sind und wie Endprodukte verpackt, gelagert und kommissioniert werden.
Im theoretischen Teil in der Berufsschule werden die angehenden Holzmechaniker mit den folgenden Lernfeldern konfrontiert:

  • Herstellung von Bauelementen
  • Herstellung von Fenstern und Türen
  • Zusammensetzung von Möbelstücken
  • Beschichtung von Holz und Werkstoffen
  • Herstellung von Packmitteln
  • Herstellung von Produkten aus unterschiedlichen Werkstoffen

Die Umschulungsdauer beträgt 3 Jahre und kann bei besonderen Gründen (z. B. wegen der Ausübung eines ähnlichen Berufes) verkürzt werden.

Zielgruppe der Umschulung

Als schulische Zugangsvoraussetzung ist in der Regel der Hauptschulabschluss ausreichend. Einige Betriebe fordern aber hingegen die mittlere Reife. Die Umschüler/-innen sollten eine Affinität für Holzbearbeitung und für Holz im Allgemeinen als Rohstoff für die Fertigung von Bauelementen, Fenster, Türen und Möbelstücken aufweisen. Sie sollten ein handwerkliches Geschick und ein gutes technisches Verständnis haben. Wichtig sind auch ein räumliches Vorstellungsvermögen sowie eine gute Beobachtungsgabe. Vorteilhaft ist zudem ein gutes Zahlenverständnis, das mit einer ausgeprägten Rechenfertigkeit kombiniert ist.

Förderungen

In der Regel wird vom Umschulungsbetrieb eine Ausbildungsvergütung gezahlt, die im Schnitt zwischen 570 € bis 800 € liegt.
Sind die Umschüler/-innen volljährig und wohnen weder bei den Eltern noch beim Ehepartner bzw. bei der Ehepartnerin noch innerhalb eine eheähnlichen Gemeinschaft, kann Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) beantragt werden, um einen finanziellen Zuschuss vom Staat zu erhalten.

 

Anbieter der Umschulung

Bei der Umschulung zum Holzmechaniker bzw. zur Holzmechanikerin werden die praktischen Kenntnisse von holzverarbeitenden und holzbearbeitenden Betrieben übermittelt, während die theoretischen Inhalte auf einer Berufsschule gelehrt werden.

 

Verwandte Bereiche der Umschulung als Fernstudium

Die SGD bietet einen Fernlehrgang im Bereich der Industrieroboterprogrammierung an.