Umschulungen im technischen Bereich

Umschulungen in technischen Berufen bieten gute Zukunftsaussichten und sind längst keine ausschließliche Männerdomäne mehr.

Der Technikbereich entwickelt sich immer fort und stellt an Arbeitnehmer neue Anforderungen. Insbesondere durch die voranschreitende Digitalisierung ergeben sich neue Aufgabenfelder und ermöglicht so auch Quereinsteigern über eine Umschulung den Wechsel in neue Berufsfelder. 

Ob Mechatronikerin, KFZ-Technikerin oder Industrietechnikerin – Frauen sind in vielen technischen Bereichen immer noch unterrepräsentiert, aber holen zahlenmäßig auf.  

 

Gute Wahl: Umschulung in technische Berufe

Wenn Sie einen Berufswechsel in die technische Branche planen oder in einen anderen technischen Beruf wechseln möchten, dann ist aktuell ein guter Zeitpunkt. Viele technische Berufe, genauso wie im Handwerk, zählen mittlerweile zu Engpass-Berufen. In diesen Berufszweigen scheiden mehr Fachkräfte aus (wegen Rente, Erkrankung, berufliche Neuorientierung, etc.) als Berufseinsteiger nachkommen.

Technische Berufe sind neben den reinen Handwerksberufen nicht nur bei Umschüler und Arbeitgebern sehr gefragt. Auch die Bereitschaft des Arbeitsamts einen Umschulungsberuf im Bereich Technik oder Industrie zu unterstützen ist besonders hoch.

 

Welche Umschulungsberufe im technischen Bereich gibt es?

Der Technikbereich bietet viele zukunftssichere Umschulungsmöglichkeiten – werfen Sie hier einen Blick auf eine Auswahl der wichtigsten Umschulungen aus dem Bereich Technik, Industrie und dem Gebiet der Wissenschaft:

 

Welche Umschulungen im technischen Bereich werden finanziell gefördert?

Wer die Umschulung mit staatlicher Unterstützung machen möchte, muss einen Bildungsgutschein beantragen. Für Arbeitssuchende und Arbeitslose mit ALG1-Anspruch ist die Agentur für Arbeit zuständig. Alternativ kann eine Umschulung über das Jobcenter gefördert werden, soweit dem Antragsteller ein Anspruch auf Hartz4 zusteht. Auch selbstständige oder Berufstätige können unter Umständen bei einem Berufswechsel Monitor unterstützt werden. eine Besonderheit gilt bei Umschulungen wegen Krankheiten. Hier kann vorrangig die Rentenversicherung zuständig sein, wenn Sie bereits 15 Beitragsjahre in die Rentenkasse einbezahlt haben.

Für wen ist eine Umschulung in einen technischen Beruf geeignet?

Eine Umschulung im technischen Bereich kann für manche Berufe spezifische Anforderungen mit sich bringen. Meist gelten jedoch für technische Umschulungsberufe zumindest folgende Voraussetzungen:

  • mindestens Hauptschulabschluss oder Berufsreife; je komplexer der Umschulungsberuf, desto höher steigen die Erwartungen an den Schulabschluss (bis hin zu Abitur)
  • eine erste abgeschlossene Berufsausbildung ist die Regel; in Ausnahmefällen kann auch ohne Ausbildung eine Umschulung begonnen werden, insbesondere bei einschlägiger Arbeitserfahrung in der Industrie, im Handwerk oder anderen Technologie-Berufen
  • ausgeprägtes Interesse an Technik und gegebenenfalls Bereitschaft sich mit anspruchsvollen Lernfächern wie Mathematik, Elektrotechnik etc. zu beschäftigen

Welche Voraussetzungen sollten Sie sonst für einen technischen Umschulungsberuf mitbringen?

Für alle Umschulungen gilt: Sie müssen in zwei Drittel der regulären Ausbildungszeit sich den selben Lernstoff erarbeiten. Die praktische Ausbildung findet in der Regel als betriebliche Umschulung in einem  Ausbildungsbetrieb statt. Die theoretische Ausbildung übernimmt die Berufsschule, deren Besuch für Umschüler zwar freiwillig, aber sehr empfehlenswert ist. Tatsächlich sind Teilnehmer einer Umschulung jedoch auf Disziplin und Eigenmotivation angewiesen: Auszubildende werden im dritten Ausbildungsjahr in der Berufsschule auf die Abschlussprüfung vorbereitet. Für Umschüler entfällt das dritte Ausbildungsjahr, da eine Umschulung nur zwei Jahre dauert. Somit muss die Prüfungsvorbereitung teils überwiegend vom Umschüler selbst organisiert werden.

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